Eigentlich hatte ich vor, ein dickes Buch darüber zu schreiben und herauszubringen. Es handelt sich doch um so einige Erfahrungen, die ich in den vergangenen Jahren mit diversen Autos (eigenen und denen meines Mannes) sammeln durfte.
Also betrachtet dies hier als "Kurzfassung" und schaut in ein paar Jahren mal im Buchhandel oder bei amazon nach mir.
Ich wünsche euch vergnüglichen Lesespaß!
Ich möchte vorweg aber noch sagen, dass – falls nicht gesondert angegeben - bei unseren Unfällen glücklicherweise niemand zu anderen als finanziellen Schäden gekommen ist.
Trabant 601 (1990 - 1991)
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Mein erstes Auto war ein weißer Trabant de Luxe aus dem Jahr 1969 (und damit älter als ich) mit roten Streifen und einem roten Dach. Im Sommer 1990 habe ich ihn von einem damaligen Kollegen für 200 DM gekauft.Kurze Zeit später habe ich die Garteneinfahrt bei meinen Eltern überschätzt und mir den Griff der Beifahrertür im wahrsten Sinne des Wortes „abgefahren“. Da ich zu dieser Zeit kaum Beifahrer hatte und mir nur Recht war, wenn das Auto geklaut worden wäre, habe ich natürlich nichts dagegen unternommen.
Da – wie wir später bemerkten – der Rahmen derart verzogen war, dass ein Weiterfahren unmöglich war und ein Sicherheitsrisiko nicht nur für mich barg, haben wir meinen Kleinen schließlich verschrotten lassen.
Citroen BX (1990 - 1997)
---------------Der gehörte (für eine lange Zeit als so ziemlich letztes Auto) meinem Mann und hat uns nichts als Ärger beschert. Vielmehr trifft die Schuld aber meinen Mann…
Vor Antritt unserer Reise nach Ungarn im Jahre 1994 packte ich die Sachen und wartete und wartete… Mein Mann kam einfach nicht nach Hause. Ein Handy hatten wir zu dieser Zeit noch nicht, und wenn ich ehrlich sein soll: Nicht mal überhaupt einen Telefonanschluss. Ich stand am Fenster, und gegen Mitternacht sah ich zwei Lichter die Straße hochfahren. Sie machten keinen gesunden Eindruck; das konnte man von weitem schon erkennen. Mein Mann hatte sich mit einem anderen Fahrzeug angelegt – und verloren. Okay, ein Besuch mehr in der Werkstatt, alles war wieder in bester Ordnung und wir konnten unsere Reise antreten.
Es dauerte nicht lange, da musste mein Mann nach einem Werkstattbesuch während der Fahrt dringend die Sender im Radio einstellen. Zu dumm, dass da grad eine Straßenbahn die Straße kreuzte… Aber in der Werkstatt kannte man uns ja, so dass wir schnell wieder einen Termin bekamen.Als ich Anfang 1995 morgens zur Arbeit fuhr und unterwegs das Blaulicht der Polizei sah, überkam mich gleich ein ungutes Gefühl. Mein Mann – wer sonst? – stand am Straßenrand. Man hatte sein Auto beim Auffahren auf eine Hauptstraße glatt übersehen – dabei war es rot (das Auto). Die Versicherung des Unfallverursachers hat´s wieder hingebogen.
Kurz darauf kam mein Mann niedergeschlagen nach Hause. Er hatte mal wieder einen Auffahrunfall verursacht, nur entstieg dem gegnerischen Auto eine seiner besten Kundinnen. Okay, die war selbst Schuld, weil sie das Pech abonniert hatte. Nichtsdestotrotz wurden sie mit einer Halskrause und mein Mann mit 3 Punkten versehen. Und weiter ging – vorerst – die Fahrt.Als wir aus dem Griechenland-Urlaub zurückkamen, lag die Kündigung seiner Versicherung im Briefkasten. Wir haben den BX daraufhin stillgelegt und später dann verkauft.
FIAT Panda 1000 CL (1991 - 1995)
-----------------------------Nachdem ich meinen Trabant verschrotten ließ, habe ich mir 1991 einen Panda zugelegt, ein hübsches Sondermodell „Ponte“ in beige-grau-metallic, 2 Jahre alt. Für meine ca. 15 km zur Arbeit reichten die 45 PS völlig aus.
Schließlich wollte ich ihm seine Heimat und seine größeren Brüder zeigen und bereiste für 4 Wochen Italien sowie Österreich, Frankreich, Monaco und die Schweiz (8.000 km).
Erstaunlicherweise ist selbst bis und in Rom nichts passiert. Auf der Rückfahrt in Frankreich aber stieß beim Ausparken ein Bekannter mit seinem BMW in die Beifahrertür. Fazit: Eine große Beule, aber keine Lackschäden.
Während der weiteren Heimreise hörte ich plötzlich einen blechernen Knall, den ich nicht näher deuten konnte. Erst zu Hause bemerkte ich, dass sich die Beule von ganz allein in die ursprüngliche Position gebracht hatte.Während wir im Februar 2004 ganz friedlich vorm Fernseher saßen, wurde unter unserer Wohnung die Wiedereröffnung einer Dorfkneipe gefeiert. Ein Knall ließ uns zum Fenster laufen – und siehe da, ein (inzwischen guter) Bekannter hatte beim Ausparken seinen Trabant in das Pandali geschoben. Und das offenbar nicht ganz nüchtern. Er hat mir die Reparatur bezahlt.
Mit dem Panda hatte ich keine Probleme; er war mir ein guter Freund und treuer Wegbegleiter.
Skoda Felicia (1995 - 1998)
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Im Frühjahr 1995 kaufte ich mir einen nagelneuen und frisch auf den Markt gekommenen dunkelgrünen Felicia, weil der Panda ein wenig zu klein geworden war. Ich gab ihn nur schweren Herzens her. Und bereute umgehend.Der Skoda fuhr genau 2 Tage und kam auf eine stattliche Summe von insgesamt 251 km; auf der Heimfahrt von Magdeburg – es war ein Sonntag - standen wir. Er war einfach so ausgegangen – ohne Vorwarnung, ohne Hinweis.
Der ADAC kam, stellte keinen Fehler fest, und gemäß den Gesetzen des Vorführeffektes konnten wir den Felicia kurze Zeit später wieder starten und losfahren.
Der ADAC verabschiedete sich von uns, und während wir noch die Rücklichter davon fahren sahen, standen wir schon wieder.
Die nette Dame von der Hotline nannte uns eine VW-Werkstatt und wollte für uns organisieren, dass wir dorthin geschleppt werden. Eine halbe Stunde später wurden wir samt Auto auf den Hänger geladen, weil vorn im Fahrerhaus die Familie des Mechanikers versammelt war, und mit lauem Gefühl im Magen und ungesund grüner Gesichtsfärbung fuhren wir „hoch zu Ross“ zu VW, um uns dort sagen zu lassen, das wäre alles gar keine VW-Technik – man könne uns nicht helfen. Wir bekamen einen Citroen AX als Ersatzwagen. Auf der Heimfahrt mit diesem schwor ich, nie wieder Skoda und AX zu fahren.
Nachdem der Hallgeber (hört, hört!) repariert worden war, konnten wir den Skoda wieder abholen.
Ab diesem Zeitpunkt bewies er aber noch 3 Jahre lang sein durchaus akzeptables Können und begleitete uns sogar nach Irland. Dort standen die Menschen in Trauben um ihn aus purer Begeisterung herum.
CITROEN AX (1997 - 2000)
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Diesen schaffte ich mir 1997 aus versicherungstechnischen Gründen für meinen Mann an. Vielleicht hatte ich das mit dem „Absetzen“ auch falsch verstanden? Es war jedenfalls MEIN weißer AX, der damals eigentlich nur die Aufgabe hatte, bis zum nahe gelegenen Bahnhof und zurück zu fahren, ansonsten aber dumm auf dem Parkplatz rumzustehen. Und diese Aufgabe beherrschte er für seine Verhältnisse recht gut.Das Parkfest im Park neben dem Haus lief in dieser Nacht seiner heftigsten Phase entgegen, als wir den Knall hörten. Wir konnten aber nur noch ein Auto ohne leuchtende Scheinwerfer wegrasen sehen, und der AX stand nicht mehr so, wie er eingeparkt wurde.
Er bekam später aus finanziellen Gründen eine rote Beifahrertür und hatte damit etwas eigenes, ganz Besonderes.
Mein Mann hatte sich mit dem Kleinen offenbar mehrfach rächen wollen – aber statt dem Unfallverursacher hat er sich im Laufe der Zeit andere Gegner ausgesucht: Diverse Pfeiler, Pfosten und bei Glatteis einen Baum. Wir haben die kleinen Beulen nicht reparieren lassen.
FIAT Palio Weekend (1998 - 1999)
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Dieses seltene Prachtexemplar hatte es uns angetan, und so tauschte ich den Skoda im März 1998 einen rot-orange-schimmernden Palio. Auch dieser sollte unsere Nerven ziemlich strapazieren. Aber zunächst war es eher umgekehrt.Auch dieses Auto ließ sich immerhin 2 Tage lang problemlos von mir lenken, und nachdem mein Mann im tiefsten Winkel Bayerns bettelte und fragte, ob er jetzt endlich mal fahren dürfe, willigte ich – mehr meines lieben Frieden Willens - ein. Er folgte dem Auto seiner Schwester genau 15 m, bis dieses an der Auffahrt zur Hauptstraße bremste – mein Mann hingegen nicht. Fazit: 11.000 DM Schaden, und ich trat allein die Heimreise in einem klapprigen Punto an, bis ich meinen Palio am folgenden Wochenende wieder holen durfte.
Der Palio war ein halbes Jahr alt, da wollte ich an einem Fahrsicherheitstraining teilnehmen. Ich kam nie an. An dieser Stelle muss ich erwähnen, dass ich beim Fahren im Fahrersitz „liege“ und die diversen Hinweisbeleuchtungen nicht unbedingt im Auge habe… Es nieselte leicht, und ich wunderte mich schon, warum das bisschen Regen so einen Nebel hinter mir verursacht. Dann stand ich, und es qualmte.
Der Pannendienst schleppte mich ins Autohaus, wo man den Pfropfen des Kühlwasserbehälters wieder ordnungsgemäß befestigte. Mehr hatte sich der Palio bei der Weiterfahrt ohne Kühlwasser nicht zugezogen, was ich im Nachhinein bedauerte.Denn kaum zwei Monate später wiederholte sich das Spielchen – aber ich bremste ab, als ich bemerkte, dass es bedrohlich kühl wurde im Auto. Dieses Anzeichen deutete ich als „bekannt“. Ich konnte wieder nur abgeschleppt werden. Pfropfen dran – fertig.
Bis zum Geburtstag meines Mannes, bei dem ich erschien, als die Gäste schon bester Stimmung waren und der Wein so gut wie alle. Weil ich eben noch mal „kurz“ im Autohaus „Guten Tag“ wünschen war – und das huckepack auf dem Abschleppwagen. Das fand ich dann schon nicht mehr witzig.
Jetzt hieß es nur noch: Marea Weekend oder Multipla – ich entschied mich aufgrund des großzügigen Angebotes des Autohauses noch in der gleichen Woche für einen
FIAT Marea Weekend 1.8 (1999 - jetzt)
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den ich im März 1999 abholen durfte. Der ist hellblau-metallic, und zum ersten Mal hatte ich auch Wert auf ein paar Extras gelegt.Irgendwie hatte das Auto zu lange im Autohaus gestanden. Gleich in der 2. Woche sprang es nicht mehr an: Die Batterie war leer. Mehrere Versuche, in der Werkstatt einen Fehler zu finden, scheiterten am Können der Mechaniker oder deren Bereitschaft.
Dieser Fehler wiederholte sich viermal, bis wir völlig genervt an einem Sonntag die private Telefonnummer des Junior-Chefs anwählten und ihn quasi zwangen, uns einen Ersatzwagen vorbeizubringen. Nachdem wir eine Woche lang einen Multipla fahren durften, teilte man uns mit, dass das Bedienteil des Radios (???) Strom zieht – der Fehler wäre behoben. Aha, geht doch!
Ich höchstselbst war es, die 2000 beschloss, etwas gegen die wahrhaft männerbeleidigende Unfallstatistik in unserer Familie zu tun, und setzte beim Ausparken den Marea gegen einen Mercedes. Mein Mann wollte davon aber gar nichts hören (hahaha, siehe Barbara und Allan Pease...). Der Mercedes musste in der Werkstatt behandelt werden, während bei uns die gute Qualität des FIAT in Erscheinung trat - nichts, aber auch nicht ein klitzekleiner Kratzer!Im heißen Sommer 2002 musste ich mit meinen Schwiegereltern größere Teile transportieren. Auf einer zweispurigen Hauptstraße rechts fahrend, sahen wir noch, wie von links ein Transporter auf die Hauptstraße bog - aber wer ahnt, dass er auch direkt in die rechte Spur einbiegt? Alles Hupen und Bremsen nützte nichts mehr, es knallte. Der Fahrer des Transporters hatte an diesem Tag seinen 50. Geburtstag, stand aber nicht unter Alkoholeinfluss. Er tat mir leid. Für uns war ein Unfall schon zur gewohnten Sache geworden - Auto kam in die Werkstatt, und die große Beule im hinteren Bereich wurde ausgebessert.
Bisher ist der Marea 140.000 km gefahren, und ich kann mit Stolz behaupten, dass ich mit ihm zufrieden bin, weil er ein zuverlässiger Typ ist. Darum haben wir ihn auch noch nicht verkauft.
CITROEN Xantia 1.6 (2000 - 2004)
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Wir kauften – als Ersatz für den AX – im Frühjahr 2000 einen dunkelgrünen gebrauchten Xantia.
Als wir, weil unsere beiden Parkplätze noch mit den anderen beiden Autos besetzt waren, den Xantia neben das Haus stellten, lachten wir schon bei dem Gedanken, dass auch er die ersten 48 Stunden bei uns nicht übersteht. In dieser Nacht kam ein Auto die Einbahnstraße in entgegengesetzter Richtung hoch gefahren, die Fahrerin bemerkte ihren Fehler, wollte rückwärts wenden - da stand aber der Xantia, dem sie mit Schwung einen Schubs versetzte, so dass er auch noch das Auto unseres Nachbarn rammte.
Beim Versuch, Fahrerflucht zu begehen, wurde sie von Streife fahrenden Wachleuten angehalten, die uns aus dem Bett klingelten. Wir mussten uns ziemlich beherrschen, um das Ganze auch zu glauben.
Das erstellte Gutachten ergab einen Schaden von über 5.000 DM (hinten links und rechts), den die Versicherung der Frau zahlte.
Als Ersatz erhielten wir vom Autohaus einen Xsara. Der bekam den Platz vom AX, den wir inzwischen im Freundeskreis verkauft hatten.
Die Reparatur dauerte sehr lange (siehe mein Bericht zu CC Raule). Nach einigen Tagen fiel im Park neben dem Haus ein Baum um und zerriss die Stromleitungen, deren Ende direkt auf dem Dach den Xsara landete und liegen blieb. Alle flüchteten von ihren Parkplätzen - nur ich stand hilflos da und durfte das Auto nicht berühren. Die Feuerwehr half mir dann - und den winzigen Kratzer hat niemand bemerkt.Den Xantia haben wir wirklich schweren Herzens im letzten Sommer verkauft. Er hatte uns keine Schwierigkeiten weiter bereitet.
CITROEN C 5 2.0 HDI Kombi (2004 - jetzt)
----------------------------------------Wir haben das Auto fast neu in Köln abgeholt - ich habe mal vorsichtshalber die Fahrt übernommen, auch wenn es seit vielen Jahren das erste Auto ist, das wieder mal meinem Mann gehört. Nachdem es die ersten 48 Stunden überlebt hatte, hoften wir, davon ausgehen zu können, dass der Fluch, der uns ereilt hatte, nicht mehr auf uns lastet.
Der C 5 hatte bisher noch keine Macken, Pannen, Aus- oder Unfälle - seit gut 20.000 km fährt er uns zuverlässig (okay, ICH fahre).Ich hoffe, ich werde nicht gezwungen, diesen Berich zu updaten...
(P.S. Mein Mann ist stolzer Inhaber von 12 Punkten in Flensburg...)
23.06.2005 23:40
Da habt ihr ja schon einiges an Unfällen erlebt ... Hoffentlich bleibt ihr vor weiteren verschont. LG, Ramona
25.05.2005 08:40
da hattet ihr aber schon viel Pech. Die Punkte in Flensburg verjähren doch, wenn keine neue hinzukommen. Ansonsten bleibt eben nur der sogenannte Idiotentest.das mußte ich ehrlich gesagt auch schon machen, da ich mal am steuer eingeschlafen bin. LG Sabine
05.04.2005 17:09
Schöner Bericht. Aber so viel schlechte Erfahrungen mit Autos. Nach meinem Trabant wechselte ich zu Poegeot 205 (1990-1993 und 105000 km), 106 (1993-1998 und 102000km)und 306 (1993-2003 und 158000km ) fast 11 Jahre war zufrieden, jetzt fahren wir Toyota Picnic(seit 1998) und Yaris (seit 2003)und sind noch zufriedener. LG Eierkuchen