Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
all - in - one, hält was es verspricht |
| Kontra: |
umweltverträglich? ! |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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DYLON kochechte Textilfarbe (schwarz) all-in-one
(für Meike)
Als Waschkönig der südlichen Hemisphäre, bis über den Äquator hinaus und in Stuttgart-Wangen unumstritten als solcher bekannt, kann ich mich zwar mit meinen erzielten Ergebnissen noch nicht wirklich brüsten, aber, was nicht ist wird schon noch. Ihr werdet sehen!
Kommen wir aber zu etwas ganz anderem.
Neulich, halb 10. Urgemütlich auf meinem etwas verblassten Bürostuhl sitzend, studiere ich die neuesten Ciao-Berichte. Mein Freund, der Kaffee, dampft neben mir, als wäre er auf Gleis 16 unterwegs. Schräg links daneben, mein sinnliches Multifunktionstelefon, welches an diesem sonnigen Tage eine herrliche Ruhe ausstrahlt, schweigt mich mysteriös und unglaubwürdig an.
Von weitem nähert sich eine mir durchaus bekannte Person. Mit grazilem Klick verwandle ich meinen Flachbildschirm in eine mit Arbeit überhäuft Ebene und ich schwitze über den mannigfaltigen Tabellen und Texten. Fluchend! Die sich nähernde (übrigens mir durchaus bekannte) Person spricht.
„Du hast den Termin morgen früh nicht vergessen?!“ Es war nicht annähernd eine Frage, sondern ein „Wehe du hast den Termin vergessen!“. In mir arbeitet es mehr den je zuvor. Termin, Termin.... was für ein Termin? Meinem verwirrten Blick, folgt ein „Natürlich habe ich den Termin nicht vergessen!“ Mir fällt es wieder ein – es war ein WICHTIGER Termin.
Es soll Anlässe geben, bei denen man sich ordentlich schnieke machen sollte – um eben nicht aufzufallen. Wer will bei einem wichtigen Termin schon auffallen. Und um Himmels Willen gleich gar nicht negativ. Ich bin kein Freund von „sich ordentlich schnieke machen“. Ich verabscheue Krawatten und Hemden. Dementsprechend ist die Auswahl an Hemden und Krawatten, welche aus meinem Kleiderschrank zu Tage zu fördern wäre, minimal um nicht zu sagen schwindelerregend gering.
Ich stelle die Garderobe für den morgigen Tage fein säuberlich, mehr schlecht als recht, zusammen. Ein Blick auf mein „Lieblings-schnieke-machen“-Hemd verrät mit grausiges. So werde ich morgen ganz gewiss auffallen und zwar auf übelster Art und Weise. Mein Hemd und auch die passende Hose sind seit Monaten nicht mehr benutzt worden und haben schon weit aus bessere Tage gesehen. Für einen blöden, wichtigen Termin werde ich meine Ausstattung aufgrund meiner Einstellung mit größter Sicherheit und Vehemenz nicht um weitere Objekte wie Hemd und Hose erweitern. Der alte Kram MUSS morgen seinen Dienst noch einmal tun.
Ich werde meine Klamotten einfach ein bisschen aufpeppen, fasel ich zu mir und schreite von dannen. Ich lande kurzer Hand später in einem Drogeriemarkt. Mein Schritt ist sicher und gezielt. Wenig später stehe ich vor dem Regal für Textilfarben und greife blindlings zu. An der Kasse bezahle ich 2 x 15,99 DM.
Nach Hause trage ich nunmehr 2 Tüten „Dylon kochechte Textilfarbe“ der Farbe 01 (black / noir – was so viel heißt wie „schwarz“). Die Farbe 01 erkennt man auch unschwer an der Verpackung, sie ist nämlich in genau diesem Farbton 01 gehalten. Eine peppige Miniklammer hält ein kleines Merkheftchen an der Plastiktüte und verrät mir, dass ich soeben etwas ganz dolles in meinen Besitz genommen habe.
Die Dylon-Textilfarbe ist ein ganz neues System, welches unter anderem auch mit Leuchtstift auf die Verpackung gemalt wurde. Dylon ist nämlich Textilfarbe „all-in-one“. Will heißen, die nette 400 Gramm Packung beherbergt bereits alle Komponenten, welche eine farbenfrohe Textilfärberei notwendig macht.
Da haben wir zum einen die Farbe (klar!). In meinem Falle handelt es sich um die Farbe 01 (wie bereits erwähnt). Die beinhaltet (so erfährt man auf der Rückseite der Tüte, zwar spartanisch, aber man erfährt es) das sagenumwobene „Reactive Blue 225“ – was nichts anderes ist, als die Farbe. Warum die Farbe Blue und dann auch noch 225 heißt, obwohl ich schwarz (also 01) gekauft habe, verrät mir niemand – aber es wird sicherlich einen noch zu ergründenden Grund zu ergründen geben. Mir soll es recht sein, denn ich gehe davon aus – was vorne steht, stimmt!
Weiterhin enthält die Tüte den notwendigen Fixierer. Damit wird sicher gestellt, dass die Farbe nach dem Waschen der gefärbten Klamotten nicht auf meine Socken und Waschlappen überspringt, sondern schön brav auf der Hose und dem Hemd kleben bleibt ... so hoffen wir zumindest. Aus was im Einzelnen der Fixierer besteht, geht weder aus der Vorder- noch aus der Rückseite der Umverpackung hervor. Ich gehe davon aus, dass es eine gemeingefährliche Substanz ist und daher nicht erwähnt werden möchte.
Und zum Dritten beinhaltet das Tütchen Salz. Wozu Salz zum Färben notwendig ist, habe ich noch nie verstanden, ist aber auch egal – Hauptsache es funktioniert. Auf der Rückseite wird hingewiesen, dass sich in der Tüte Natriumcarbonat befindet. Nach umfangreichen Recherchen (Chemie 4: setzen!) habe ich erfahren, dass Natriumcarbonat das Natriumsalz der Kohlensäure ist. Also gehe ich jetzt einfach mal davon aus, dass es sich um das auf der Vorderseite beschriebene Salz handelt. Im übrigen, ist Natriumcarbonat, also das Natriumsalz der Kohlensäure gleichzeitig auch Soda, was so viel heißt, dass es sich hierbei um Natriumcarbonat handelt. Und man mag staunen, aber man findet es u.a. auch in afrikanischen Gewässern. (Alles klar?!) Ggf. werden jetzt die Chemiker unter den geneigten Lesern extrem ausflippen und mich wegen meiner Scharlatanerie hinsichtlich der tollen Ergebnisse meiner Recherche steinigen, aber zum Glück sind wir ja durch Kabelsalate und Bildröhren weit voneinander getrennt.
Nichts desto Trotz möchte ich jetzt ein wenig auf das Prozedere einer waghalsigen Färberei mit dieser Dylon-Textilfarbe eingehen. Um die Katze schon mal etwas aus dem Sack blinzeln zu lassen – das Zeuch funktioniert wirklich! Die Farben sind satt und die Klamotten sehen aus wie neu. So werde ich morgen mit bestimmter Sicherheit nicht auffallen – zumindest nicht negativ.
Zunächst einmal wird man laut Bedienungsanleitung gebeten, welche sich sehr ausführlich auf der Rückseite befindet und aus diesem Grund von mir nur kurz angerissen wird, seine trockenen Objekte zu wiegen.
So, da geht’s schon mal los. Wie in Herr Gott´s Namen soll ich bitte eine Hose oder ein Hemd wiegen?! Meine Personenwaage wiegt noch nicht mal mich richtig und schwankt erheblich und ansonsten bin ich nicht in Besitz etwaiger Brief-, Lebensmittel- oder gar Textilwaagen. Nunja, Dylon hat sich zumindest bemüht und auf dem kleinen oben erwähnten Hinweiszettelchen ein paar Textilien mit dessen ungefähren Gewichtigkeiten aufgelistet. So erfahre ich zu meiner Überraschung, dass ein BH ca. 75 Gramm wiegt (vermutlich leer?!), Strumpfhose und Slip halten sich mit jeweils ca. 50 Gramm die Waage und ein T-Shirt schlägt mit sage und schreibe 250 Gramm zu Buche. Nun weis ich zwar immer noch nicht, was meine Hose und mein Hemd wiegt, aber ist ja auch egal. Aufgrund der Tatsache, dass ich meine Kleidungsstücke nur Nachfärben will, wird es schon reichen. Will man nämlich die ganze Farbe auskosten, welche so ein Päckchen hergibt, so sollte das Gewicht der zu färbenden Sachen nicht mehr als 500 Gramm übersteigen (insgesamt). Laut Angaben kann man aber bis zu 2 Kilo Färben – entsprechend der Menge ist dann natürlich mit Farbdeckungsverlust zu rechen. Leuchtet eigentlich ein!
Nun, um es kurz zu machen, nach dem man die Klamotten gewogen hat, sollte man sie zunächst einmal normal waschen (ohne Weichspüler). Danach kippt man die Farbe (erwähnte ich, dass es sich da um ein Pulver handelt?!) direkt in die Waschtrommel der Waschmaschine und lässt ein normales Waschprogramm laufen. Anschließend wäscht man die Sachen noch mal und fertig ist die Färberei.
Nun, damit man sicher geht, dass auch ja wirklich die ganze Farbe, der Fixierer und das Soda (Natriumcarbonat im übrigen) auch vollständig aus der Waschmaschine entfernt wurde, lässt man die Maschine einmal im Leerlauf laufen (wie das eben so ist mit dem Laufen). Wie man unschwer an meinen Ausführungen bemerkt, wird die Waschmaschine sowie der Wasserzähler außerordentlich beansprucht. Man sollte die komplette Aktion auch etwas Zeit mitbringen. Im großen und ganzen kann sich das Prozedere auf ca. 3 – 4 Stunden ausdehnen (für eine Färbung). Wer keine Geduld hat, der köchelt sich einen Kaffee und genießt unterdes die aktuellen Berichte bei Ciao.
Im Anschluss an meinen Exkurs möchte ich nun noch darauf aufmerksam machen, dass Dylon-Textilfarbe in dieser Komplettmischung sechsfarbig erscheint und außer der Farbe 01 (schwarz) in: red, dark blue (hier würde die Zutat Reactive Blue 225 eigentlich besser passen), dark brown, green und jeans blue (oder auch hier) erhältlich ist.
Und zwei weitere Anmerkungen: Auf der Rückseite der Verpackung erkennen wir ein auf orangenem Untergrund prangendes X (Kreuz) mit einer römischen 11. Darunter steht die Bedeutung dieses Zahlen-und-Zeichen-Wirrwarrs und wird geschildert als: REIZEND! ... ist das nicht reizend?!
Außerdem wird das vermutlich nicht gerade umweltverträgliche Pülverchen bei der Firma
K2r Produkte GmbH, Industriepark 210, 78244 Gottmardingen
zusammengemixt. Wer lange Weile oder weiterreichende Fragen (wovon ich allerdings in beiden Fällen nicht ausgehe) hat, der kann den Dylon-Service von Montag bis Freitag zwischen 9:30 Uhr und 12:00 Uhr (das sind Arbeitszeiten, mein lieber Schwan!!) unter der Rufnummer 07731 / 982525 anrufen. Wer´s mag!
Internet-technisch sind die Mädels von Dylon bzw. k2r wohl noch nicht ganz auf der Höhe, denn eine Internetpotenz habe ich nicht ausmachen können. TIPP: Also, ihr Webmasterleins, ran an die Kartoffeln, solange sie noch heiß sind.
Wer noch Fragen oder Anregungen hat - ich beiße!
Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit!
© 2001 by Kai R. Bluestory
1. Produktvorschlagversuch vom 27.08.2001 (21:30 Uhr)
2. Produktvorschlagversuch vom 30.08.2001 (20:25 Uhr)
3. Produktvorschlagversuch vom 03.09.2001 (09:25 Uhr)
4. Produktvorschlagversuch vom 03.09.2001 (16:45 Uhr)
5. 03.09.2001 (19:40 Uhr) Ich gebe auf.
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Pro: Ich habe jetzt kein Urteil
Kontra: Ich habe jetzt kein Urteil
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= ...
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12.11.2001
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Bewertung für Allgemeines zu Haus & Familie von
tatik
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