Produktbewertung des Autors:
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Ein paar Worte möchte ich verlieren über diese so weit verbreitete Krankheit, die oft auf so großes Unverständnis stößt und sehr oft tödlich endet. Ich möchte keineswegs einen medizinischen Beitrag liefern und mit Fachausdrücken um mich schmeißen, sondern etwas zum Verständnis beitragen. Und als Betroffene - manisch-depressiv seit meinem 5. Lebensjahr - maße ich mir an, mich einfühlen zu können in das, was Depressive wirklich durchmachen.
Was am schlimmsten ist, ist die Reaktion anderer, das Unverständnis: „Schlechte Laune hat doch mal jeder“ ist der noch freundlichste Kommentar, andere reagieren aggressiv. Da man sich während der Depression zurückzieht, wissen meist nur die engsten Vertrauten von der Krankheit. So habe ich schon den Satz zu hören bekommen: „Sag bloß niemandem, dass Du depressiv bist, darunter leidet Dein Image“ - klar, mich kennt sonst nur jeder als Stimmungskanone. Aber über die manische Seite möchte ich jetzt kein Wort verlieren, nicht sie ist die versteckte, verborgene...
Depression ist keine „schlechte Laune“!!! Für viele mag es äußere Anlässe geben, in Depression zu verfallen - ich brauchte keine. Chronisch Depressive haben gelernt, die Anzeichen des Kommens zu merken, das plötzliche Umkippen ohne Grund in Angst, Panik, das Bedürfnis nach Flucht in sich selbst, die verzweifelte Bemühung, den seelischen Schmerz abzuschütteln. Das plötzliche Fallen in das schwarze Loch. Und dann tut es nur noch weh und man weiß nicht, wo der Schmerz sitzt und woher er kommt. Ich habe mich vor Jahren gegen den Rat von Freunden entschlossen, eine Therapie gegen Depressionen zu machen. Meine Therapeutin sagte, es müsse eine Ursache geben; fragte, was ich denn dann empfinde. Ich sagte ihr: „Die Seele tut weh“. Sie antwortete: „Quatsch, es gibt keine Seele“. Wie erklären, dass man seinen ersten Suizidversuch mit 5 Jahren hinter sich brachte, ohne zu wissen, warum? Dass man immer an der Schwelle steht? Dass das Leben in einer Reihe Selbstverstümmelungen besteht, um mit körperlichem Schmerz seelischen zu überlagern? - Am Ende der Therapie wachte ich auf der Intensivstation auf, verzweifelt darüber, überlebt zu haben. Wie jemandem erklären, dass die Seele schmerzt, wenn er die Existenz einer Seele verneint? Wie jemandem erklären, was in einem vorgeht, wenn man nur noch diesen Schmerz fühlt, wo doch keinerlei körperliche Symptome zu entdecken sind, keine Anlässe dazu führten?
Dem Schmerz folgt das düstere Brüten im schwarzen Loch. Angst, auch nur eine Bewegung zu machen, ohne zu wissen, wovor man Angst hat. Das völlige zurückziehen. Die dunkle Ecke als einziger Punkt, mit dem Rücken an der Wand. Sogar der Gang zur Toilette wird zur Tortur, jede Bewegung, die einen zwingt, sich lebend zu fühlen, ist eine Qual.
Depressive wollen nicht sterben. Sie können nur nicht leben. Und während der düstersten Depression begehen die wenigsten einen Suizid, weil das eine Bewegung wäre, zu der man die Kraft braucht, die man dann nicht hat. Die Gefahr besteht davor und danach. Davor, wenn man fühlt, dass die Schwärze naht, danach, wenn man wieder genug Kraft geschöpft hat.
Depression ist eine Krankheit! Eine Krankheit, die durch das Unverständnis der Mitmenschen meist noch verschlimmert wird. Nicht Mitleid ist, was hilft, sondern Verständnis, was schadet ist Ignoranz und Intoleranz.
Tja, und die Behandlung? Der erste Schritt ist, dass man Antidepressiva verschrieben bekommt. Alle Antidepressiva haben aber eines gemeinsam: sie wirken erst nach einer gewissen regelmäßigen Einnahme. Die erste Zeit fühlt man sich nur dumpf und oft verschlimmern sich die Symptome während dieser Zeit. Ich habe zig verschiedene Präparate verschrieben bekommen, genommen habe ich sie selten, weil es mir dann zu schlimm ging. Also hortet man sie und hat damit ein Mittel für den Notfall. Merke: Wer genügend davon angesammelt hat, begeht eher SELTENER Suizid, weil er nicht die Gunst der Stunde nutzen muss sondern weiß, er kann ja immer und damit den Zeitpunkt hinausschiebt. Man verurteile daher bitte nicht das Anhäufen, manchmal rettet es eher Leben. Wer weiß, er kann jederzeit diese Konsequenz wählen, fühlt sich sicherer und wird daher eher weniger von Panik in den Tod getrieben.
Der nächste Schritt ist die Therapie. Eine solche Therapie durch die Krankenkasse genehmigt zu bekommen, ist ein langwieriger Vorgang über mehrere Fachärzte. Schon diese Prozedur übersteigt oft die Kraft Depressiver. Eine Therapie mag vielen helfen, mir half sie definitiv nicht. Aber jeder reagiert anders, und auch jede Therapie ist anders.
Und dann gibt es die sog. Kriseninterventionsstationen in manchen Krankenhäusern, eine meines Erachtens nach sehr gute Einrichtung. Der Weg dorthin kann schon über den Hausarzt erfolgen, der eine Überweisung ausschreibt. Der Aufenthalt in diesen Krisenzentren ist freiwillig und erfolgt auf eigenen Wunsch. Voraussetzung ist, dass die Gefahr eines Suizids besteht – es wird also auch vorbeugende Hilfe gewährt. Zu dem Zeitpunkt, zu dem ich von der Intensivstation auf diese Station „verlegt“ wurde, hatten incl. mir nur zwei Patientinnen den Schritt bereits gemacht, alle anderen hatten sich hierher überweisen lassen, um ihn nicht zu tun. Der Aufenthalt dort ist auf maximal 10 Tage beschränkt (wird man direkt in die psychiatrische Abteilung eines Krankenhauses überwiesen, ist die Aufenthaltsdauer wesentlich länger; von diesen Abteilungen rede ich hier aber nicht.), man kann aber jederzeit vorher gehen. Die Personenanzahl ist begrenzt, die Gruppe der Patienten relativ klein (als ich drin war, waren es nie mehr als 6 Personen).
Ich habe 2 solcher Krisenzentren erlebt, die fast wie Wohngemeinschaften funktionieren, außer, dass man das Essen serviert bekommt und an Therapien teilnimmt. Jeden Morgen führte man ein obligatorisches Einzelgespräch mit einem Therapeuten, nachmittags fand ein Gruppentherapiegespräch statt. Ich empfand diese Therapien als überaus gut und habe davon einiges mitgenommen. Auch die Gespräche in der „Freizeit“ mit den Mitpatienten empfand ich als sehr positiv, als „Gleichgesinnte“ verstanden wir untereinander, fingen uns ab, wenn Beschimpfungen von außen kamen wie „Wenn Du es ernst gemeint hättest, wärest Du draufgegangen – das nächste mal mach es bitte richtig!“ Ich halte diese Krisenstationen für einen guten Weg.
Ich habe diese Krankheit für unheilbar gehalten, habe aber dennoch einen Weg daraus gefunden. Für mich war der Weg der über Meditationen, über meinen Glauben und meine Spiritualität. Anzeichen des Kommens kann ich heute durch Meditation umlenken, und manchmal begrüße ich die Dunkelheit sogar wie einen alten bekannten Freund, umarme die Schönheit, die auch dort herrschen kann. Seit ich diesen Weg gefunden habe, hatte ich keinen depressiven Anfall mehr.
Wie mit Depressiven umgehen? Aus meiner Sicht: Akzeptanz ist der Schlüssel. Nähert Euch nicht, wenn man im schwarzen Loch sitzt, das führt zu größerer Angst, aber gebt zu verstehen, Ihr seid da, in Gedanken und mit Eurem Herzen. Das mindert die Angst, nach dem depressiven Anfall vor einem Scherbenhaufen zu stehen. Und es tut gut zu wissen, man ist auch dort nicht allein. Und nehmt ernst! Ich hatte immer Freunde, die damit umgehen konnten, und ich wünsche jedem, der depressiv ist, dass auch er solche Freunde hat, die letztendlich mit dazu beitragen, Leben zu retten.
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Mommel2
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sehr hilfreich
22.09.2001
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www.aids-hilfe-marburg.de - STRIP + BERATUNG !
Bewertung für Allgemeines zu Health von
KRAWALLSCHACHTEL
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Kontra: eigentlich seh ich da nichts...
Hast du Lust einen Typen auszuziehen? Dir alles von ihm zeigen zu lassen?
Auf dieser Seite kann man jemandem die Klamotten ausziehen, ein echter Strip also, der Hauptbestandteil jedoch ist der Beratungs- Chat auf der Internetseite www.aids-hilfe-marburg. ...
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sehr hilfreich
12.10.2002
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Wenn die Lunge zwischen Bergen eingeklemmt ist ...
Bewertung für Allgemeines zu Health von
Albaro
Pro: Asthma ist eine gut zu kontrollierende Erkrankung
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So hat ein 14-jähriges Mädchen einmal sein Asthma gemalt. ich habe zum Glück nur ein ganz leichtes Asthma.
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sehr hilfreich
22.10.2001
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"Ich und mein Kardiologe"
Bewertung für Allgemeines zu Health von
mickey73
Pro: gibt Sicherheit
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Alles fing bereits vor einigen Monaten an. Ich verspürte ein Engegefühl im Brustkorb und ein Ziehen in der Herzgegend. Zuerst dachte ich mir nichts dabei, doch als es dann immer öfter auftrat, bekam ich schon ein wenig Angst.
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sehr hilfreich
26.04.2002
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Halbgötter in weiß-Halb Gott,halb Trottel!
Bewertung für Allgemeines zu Health von
michili
Pro: Ein Lob auf Allgemeinmediziner!
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sehr hilfreich
23.06.2002
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