Allgemeines zu Regenbogenfischen

Allgemeines zu Regenbogenfischen

Gesamtbewertung Allgemeines zu Regenbogenfischen 3 Erfahrungsberichte lesen | Erfahrungsbericht schreiben | Frage stellen | Produkt zur Liste hinzufügen

Diese Meinung ist ursprünglich entstanden, weil die Rubrik, in die ich dieses hier geschrieben hatte, wenig aussagekräftig war. Da sich dieses inzwischen geändert hat, hier nun nur noch die allgemeinen Infos zu Regenbogenfischen ganz allgemein. (Incl. der sogenannten Blauaugen.) Die Fische ... Bericht lesen





Bitte warten ....
Dieses Produkt bewerten:  
 
Diese Funktion ist nur für eingeloggte Mitglieder verfügbar.


   
Jetzt ist's besser - Update 11.09.2000
Erfahrungsbericht von Apisto über Allgemeines zu Regenbogenfischen
11.08.2000


Produktbewertung des Autors:   


Pro: Schön !  !  !  Bunt, anspruchslos
Kontra: Teilweise groß werdend, teuer, brauchen Zeit zum ausfärben

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Diese Meinung ist ursprünglich entstanden, weil die Rubrik, in die ich dieses hier geschrieben hatte, wenig aussagekräftig war. Da sich dieses inzwischen geändert hat, hier nun nur noch die allgemeinen Infos zu Regenbogenfischen ganz allgemein. (Incl. der sogenannten Blauaugen.)

Die Fische der Gattung Pseudomugil gehören in die Gruppe der Blauaugen. Genauer gesagt, das ist die deutsche Bezeichnung für Pseudomugil. Weitläufig werden die Blauaugen (heißen übrigens so, weil tatsächlich fast alle Arten blaue oder blau schimmernde Augen haben) aber tatsächlich oft zu den Regenbogenfische gezählt, was wohl vor allem den Grund hat, daß sie, wie (fast) alle Regenbogenfische, aus Australien und Neuguinea stammen. (Eine Ausnahme bildet hier Marosaterina ladigesii (früher Thelmaterina) der aus Ostafrika stammt, aber ebenfalls zu den Regenbogenfischen zählt.)

Ansonsten unterscheiden sich die Blauaugen und die Regenbogenfische zumindest äußerlich schon sehr stark. Zu den Blauaugen gehören in erster Linie klein bleibende Fische (max. 6-7 cm, meist 4-5cm) die weniger durch ihre Körperfarben als durch die Färbung, Form und Größe der Flossen sowie ihr quirliges Verhalten beeindrucken. Bei ihnen überwiegen Gelbtöne, manchmal sind auch leichte Blau- und Rottöne (wohlgemerkt in den Flossen!) vertreten.

Die Regenbogenfische hingegen zeichnen sich durch ihre meist sehr bunten Körperfarben aus. Das ist auch der Grund für den gemeinsprachlichen Namen: Sie sind so bunt wie ein Regenbogen!

Zu den Regenbogenfischen werden Arten aus den Gattungen Melanotaenia, Chilaterina und Glossolepis gezählt. Ich bevorzuge hier absichtlich die lateinischen Namen, da sie sehr viel eindeutiger sind, als die deutschen Trivialnamen. Ein gutes Beispiel hierfür ist das fälschlich (?) im Titel angegebe Blauauge Pseudomugil furcatus: Deutsche Bezeichnungen für diesen Fisch lauten "Gewöhnliches Blauauge", "Gabelschwanz-Blauauge" oder auch "Schmetterlingsfisch", meine Frau nennt ihn manchmal "Ohrenfisch" (weil seine Brustflossen aussehen, wie übergroße Ohren). Tja, ein Schmetterlingsfisch ist nun aber tatsächlich ein komplett anderer Fisch und wie schon gesagt, Blauaugen sind alle Arten der Gattung Pseudomugil! Und die Schwänze sehen bei allen auch recht ähnlich aus, so daß dies auch kein ordentliches Unterscheidungsmerkmal ist. Dieses sehr einfach kleine Beispiel zeigt schon, wie irreführend die deutschen Namen sein können. Oft haben sich in Nord-, Süd- und Ostdeutschland ganz unterschiedliche Namen für ein und denselben Fisch eingebürgert, so daß die Leute oft gar nicht merken, daß sie von ein- und demselben Fisch sprechen. Noch schlimmer wird es, wenn man versucht sich mit Amerikanern oder andersnationalen Leuten auf Englisch zu verständigen. Diese können oft mit der übersetzten, deutschen Bezeichnung wirklich gar nichts mehr anfangen. Die lateinischen Namen hingegen sind wirklich weltweit eindeutig, so daß jeder weiß, welcher Fisch gemeint ist, wenn man z.B. von Pseudomugil furcatus spricht! (Einziger Haken hier ist nur die Umbenennungswut einiger Wissenschaftler, die einem Fisch - nach bestimmten Regeln - einen neuen Namen geben, wenn man den alten gerade gelernt und behalten hat. Erst hieß er Pseudomugil furcatus (die andere Endung hat latein-grammatikalische Gründe), dann Popondetta furcata und schließlich wieder Pseudomugil furcatus...) :-(

Bei den Regenbogenfischen gibt es Arten, die Maximalgrößen zwischen 5 und 20 cm erreichen können. Letztere halte ich für den Aquarianer schon nicht mehr für geeignet, da man doch schon sehr große Becken braucht, damit diese schwimmfreudigen Tiere sich dort wohl fühlen können (> 2 m).

Regenbogenfische sind gute und eifrige Schwimmer, so daß auch die Einrichtung des Aquariums dementsprechend sein sollte. Am Rand und im Hintergrund Pflanzen, möglichst feinfiedrige, da diese für das Laichgeschäft aufgesucht werden und sonst möglichst viel freier Schwimmraum.

Außerdem sind sie Schwarmfische, d.h. man sollte auch dementsprechend viele Fische von einer Art kaufen, also je nach Beckengröße 10 und mehr! Man kann notfalls auch jeweils wenige Tiere von mehreren ähnlichen Arten zusammen als einen Schwarm halten, so richtig 'artgerecht' ist das jedoch nicht!!!

Was die Haltungsbedingungen anbelangt, sind Regenbogenfische meistens sehr gut in deutschem Leitungswasser zu halten. Sie benötigen eher härteres Wasser, vor allem die Karbonathärte sollte nicht zu niedrig sein (> 5°dH). Wie gesagt, die meisten deutschen Leitungswässer erfüllen diese Anforderung bereits. Der pH-Wert sollte um den Neutralpunkt (7,0) liegen. Von der Temperatur her möchte ich hier keine allgemeinen Ratschläge geben, da es dort zwischen den verschiedenen Arten ziemliche Unterschiede geben kann. So braucht z.B. Melanotaenia lacustris (Blauer Regenbogenfisch) eher kühle Temperaturen um die 22°C, Boesemanns Regenbogenfisch (Melanotaenia boesemani) eher höhere, 25-26°C und der Lachsrote Regenbogenfische (Glossolepis incisus) teilweise noch höhere. Oft werden diese Arten, da sie wohl auch zu den schönsten zählen, gemeinschaftlich gehalten. Das ist nicht gut, da zumindest eine Art mit den angebotenen Temperaturen zwar zurechtkommt, aber nicht ihre optimalen Bedingungen erhält, und damit von vornherein schon mal einem Stressfaktor unterliegt, der auf Dauer zu Krankheiten und schlimmerem führen kann. Diese Fische werden auch nicht ihre volle Farbigkeit und Agilität zeigen!

Warum findet man Regenbogenfische so selten in den Aquariumgeschäften? Und warum sind sie dann oft sehr teuer?
Der Grund dafür liegt in ihrer langen Lebensspanne. (Das müßte doch eher positiv sein???) Tja, durch ihr langes Leben, leben diese Tiere nun mal auch etwas langsamer, als andere Fische. Das heißt, sie wachsen auch langsamer!!! Und vor allem, bekommen sie sehr viel später ihre volle Farbe! So gibt es nicht wenige Regenbogenfische, die ihre schönen Farben erst nach 12-18 Monaten so richtig entfalten, einige Arten brauchen gar 2 Jahre und länger! Und welcher Zoohändler kauft Fische, die einfach nur aussehen wie graue Mäuse? Die kann er ja nicht verkaufen. Also kauft er die Tiere eben dann, wenn sie schon älter sind, was bedeutet, daß der Züchter sie so lange in seinen Becken halten und füttern muß, bis sie soweit sind. Und das kostet den Züchter nun mal eine Menge Geld, da er die Becken in der Zeit nicht mit anderen Fischen belegen kann und das Futter ebenfalls bezahlt werden muß. Also muß auch der Züchter seinen Preis für diese Fische kriegen, was den Verkaufspreis eben hoch hält. (Dabei muß ich sagen, daß die Preise im Zoohandel in der Regel für diese Tiere noch zu niedrig sind. Bei diesen Preisen könnte kein Züchter wirklich davon leben! Deswegen ist das für die meisten Züchter nur ein Hobby.) Und das wiederum ist der Grund, warum sie so wenig nachgezogen werden.

Zum Glück gibt es da aber doch einige Ausnahmen. Herbei handelt es sich in erster Linie um die kleiner bleibenden Arten, wie Melanotaenia kamaka, M. lacustris, M. pierucciae, M. praecox ("Diamantregenbogenfisch", sicher eine der schönsten Fische überhaupt, mit seinem leuchtend blauen Körper und den rotgerandeten Flossen!) oder M. maccullochi ("Zwergregenbogenfisch", obwohl er nicht der kleinste Regenbogenfisch ist; hier ist der deutsche Name mal wieder irreführend) , aber auch eine kleinere Glossolepis-Art. Diese färben sich früher aus, nach ca. 5-8 Monaten, haben dafür aber auch keine so lange Lebenserwartung!

Ein kleines Juwel stellt noch die Art Iriatherina werneri ("Werners Regenbogenfisch") dar. Durch sein skurieles Aussehen begeistert er wohl jeden Aquarianer, der ihn schon mal gesehen hat. Aber leider ist dieser kleine Genosse nicht sehr gut fürs Gesellschaftsbecken geeignet, da er sehr empfindlich und scheu ist und oft nichts vom Futter abbekommt, was ihm auf Dauer nicht gut bekommt. Wer diesen Fisch jedoch in einem Artbecken pflegen kann und ausreichend Zeit für die Wasserpflege hat, der sollte es ruhig einmal probieren, der Anblick entschädigt für vieles!!!

Wer jetzt meint, daß er ein geduldiger Mensch ist, der sollte es doch ruhig einmal mit einem Schwarm grauer Mäuse... äh Regenbogenfische aus dem Zoohandel (oder besser direkt vom Züchter) versuchen. Ein großes Becken mit Schwimmraum und dann Geduld. Irgendwann färben sich diese Tiere aus (vor allem die Männchen) und dann weiß man, wieso man sie gekauft hat! Und vor allem kann man sich dann noch viele Jahre an diesen Tieren erfreuen! Ich kann es jedem nur empfehlen.

Als gute Literatur zu diesem Thema empfehle ich einzig Gerald R. Allen: "Faszinierende Regenbogenfische. Brillant gefärbte Schwarmfische in Natur und Aquarium."

Wer die Nase von Regenbogenfischen jetzt immer noch nicht voll hat, kann sich auf der Homepage der Internationalen Gesellschaft für Regenbogenfische (kurz: IRG; fragt mich jetzt nicht warum das so heißt und nicht IGR: ich weiß es auch nicht!) weiter informieren. http://www.aquanet.de/vereine/frameset-irg.htm Von dort führen viele Links zu guten Regenbogenfisch- und Blauaugenseiten im Internet.


*** Ergänzung 16.08.2000 ***
Habe gerade bemerkt, daß es hier noch eine Rubrik "Gabelschwanzfisch (Pseudomugil furcatus)" gibt. Das ist eben genau die, die das Blauauge, dessen falscher lateinischer Name hier den Regenbogenfischen zugeordnet wurde, beschreibt. Meistens wird als deutscher Name zwar Gabelschwanz-Blauauge verwendet, aber zu den deutschen Trivialnamen habe ich mich ja oben schon geäußert.

*** Update 11.09.2000 ***
Nachdem diese Meinung von mir usprünglich mit "Tja, hier war wohl ein Schelm am Entwurf dieser Rubrik beteiligt!" begann, mußte ich das nach der sehr lobenswerten Neuorganisation der Fische-Rubriken jetzt aus meiner Meinung herausnehmen, da die Rubriken jetzt viel eindeutiger sind. Daher ist der Anfang dieser Meinung seit heute etwas verändert... Der Vollständigkeit halber hier aber das, was ich oben weggeschnitten und durch einen neuen Satz ergänzt habe:

"Über was soll man denn hier nun schreiben? Über Regenbogenfische allgemein? Über den Fisch, dessen lateinischer Name Popondetta furcata lautet, was zusätzlich noch veraltet ist, denn inzwischen gehören diese Fische (wieder) in die Gattung Pseudomugil? Und mal ganz davon abgesehen, gehören die Pseudomugiliden gar nicht zu den Regenbogenfischen!!!"   
weitere Erfahrungsberichte
was fürs Auge
Bewertung für Allgemeines zu Regenbogenfischen von aimless_sky

Pro: siehe Text
Kontra: kaum

ich selbst habe in meinem Aquarium 4 Regenbogenfische und bin hin und weg, sie "spielen" den ganzen tag mit Ihren Artgenossen und drehen zur fütterungszeit erst richtig auf. Sie schiessen blitzartig von einer Seite des Beckens zur anderen oder vom Grund ... Bericht lesen

Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als hilfreich
hilfreich

08.08.2000
BLUBB BLUBB
Bewertung für Allgemeines zu Regenbogenfischen von Schnecksche17

Pro: sind geile Tiere!
Kontra: gibt nichts

Fische sind voll die phäten Tiere! Man kann ihnen was erzählen und sie hören immer zu (leider können sie ja keine Antwort geben *ggg*, aber na ja). Also immer wenn es mir schlecht geht, setzt ich mich zu Fischen und erzähl ihnen alles (dumm, aber befre ... Bericht lesen

Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als hilfreich
hilfreich

24.11.2000

Vergleichen Sie ähnliche Themen mit Allgemeines zu Regenbogenfischen

(*) Meinungen von Ciao Mitgliedern