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Miracle's Wax Museum

5  02.05.2008 (18.06.2009)

Pro:
Nahezu täglich geöffnet, hilfsbereite Angestellte, Ermäßigungen

Kontra:
An Regentagen überlaufen

Empfehlenswert: Ja 

AndreaMimi

Über sich: Ich bedanke mich auf diesem Weg herzlichst bei allen Leser/innen 09.05. 2012: Neue Buchberichte sin...

Mitglied seit:28.04.2008

Erfahrungsberichte:82

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 77 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Miracle's Wax Museum

Es ist ein regnerischer Mittwoch im Jänner 2007. Ich habe ein wenig Pause zwischen zwei Vorlesungen. Und schlendere daher von der Uni Richtung Getreidegasse. Viele Touristen stehen Schlange vor Mozarts Geburtshaus. Dumm gelaufen, da wollte ich eigentlich auch hineingehen.

Plötzlich springt mir eine Figur ins Auge. Sie trägt einen schwarzen Anzug mit einem weißen Kragen, einen roten Mantel und einen roten Hut. In der rechten Hand befindet sich ein grauer Stock: "Willkommen, willkommen bei Dr. Mirakel." Dann wird der Text auf Englisch und auf Italienisch (oder ist es Französisch ? - Ich verstehe beide Sprachen nicht) wiederholt. Neugierig betrete ich den Eingang des Miracle Wax Museum, welches in der Getreidegasse Nr. 7 liegt. Eine Rolltreppe, links neben der Figur, führt nach oben in das erste Stockwerk. Neugierig schaue ich nach alle Seiten.

Bereitwillig beantwortet die Dame an der Kassa meine Frage. Ja, die Garderobe kann man abgeben. Alles wird überwacht. Der Eintrittspreis ist auch in Ordnung. Ich zeige meinen Studentenausweis vor und bezahle 5 Euro. Schwarze Tücher verhängen den Eingang. Von Ferne ist eine Lautsprecherstimme zu hören. Vermutlich wieder Dr. Mirakel. Was kommt da wohl auf mich zu?

Dr. Mirakel stellt sich kurz vor. Und begibt sich mit mir auf eine Zeitreise. Sie beginnt 1791. Ereignisse und Lebensgewohnheiten der Salzburger Bürger - nicht nur Wolfgang Amadeus Mozart alleine, sondern auch andere mehr oder weniger bekannte Persönlichkeiten - werden vorgestellt. Zum Beispiel Christiaan Huygen, welcher im 17 .Jahrhundert die sogenannte Zauberlaterne erfunden hat.

Weiter geht es zur Pferdeschwemme, eine Waschanlage für Pferde, welche in der gleichen Zeit entsteht. Michael Bernhard Mandl ist der Erbauer. Man hört das Wasser im Brunnen rauschen. Nanu was ist das ? Der Brunnen kann ja sprechen. Leider merk' ich mir die Details der amüsanten Geschichten nur schwer. Ein bisschen Spannung darf ja noch offen bleiben. Ich will nichts verraten.

Im nächsten Raum erwarten mich: Reich verzierte Zunft-Schilder, kunstvolle Portale, gepflegte Fassaden und idyllische Arkadenhöfe. Das Leben in der Getreidegasse - wie auch in anderen Gassen Salzburgs - wird sehr lebensecht dargestellt. Handwerker, Ärzte, Bäcker, Apotheker und Wachszieher machen bereits 1791 gute Geschäfte. Die vielen Kunden sind offenbar zufrieden.

Dr. Mirakel macht der Familie Salzmann seine Aufwartung. Ich bin stets an seiner Seite. Der Hausdiener Franz Josef, spricht nicht nur, sondern schüttelt entsetzt den Kopf über die Mode, welche im 21. Jahrhundert getragen wird. Im Zauberspiegel kann man erkennen, was 1791 im Trend liegt.

Die Esskultur von einst darf natürlich auch nicht fehlen. Die Küchenmagd sitzt auf einem Stuhl und rupft ein Huhn, während der Koch Austern mit Zitrone vorbereitet. Im Hause Salzmann sind ehrenwerte Gäste geladen. Alles muss zur rechten Zeit fertig sein. Bei dem Anblick des Huhns läuft mir das Wasser im Mund zusammen. Mir knurrt der Magen. Ungeduldig folge ich Dr. Mirakel weiter.

Im nächsten Raum befindet sich das Speisezimmer. Die ersten Gäste, darunter auch Dr. Mirakel und der Bürgermeister, nehmen schon an der Tafel neben Herrn Salzmann und Gemahlin Maria Theresa platz. Die Gemälde von Wolfgang Amadeus Mozart und Erzbischof Wolf Dietrich haben etwas zu erzählen. Die genauen Wortlaute möchte ich nicht preisgeben. Nur soviel: Es ist sehr amüsant.

Eine Wachsfigur des ersten Papageno-Darstellers der Opernuraufführung 1791 in Wien tritt mir im originalgetreu rekonstruierten Kostüm entgegen. Er ist, neben den anderen Hauptdarstellern, eine der vielen Attraktionen des Miracle`s Wax Museum. Durch einen Tunnel aus Wasser und Feuer verlässt man die Welt der Zauberflöte und lauscht der mitreissenenden Musik von Wolfgang Amadeus Mozart.

Mystisch ist Dr. Mirakels Weissagung, welche ein Fenster zu Salzburgs Geschichte von 1791 bis heute öffnet. Auf einer High Definition Super Breitbandprojektion erlebe ich die Zeiten von Napoleons Besetzung Salzburgs, dem Industriezeitalter bis zu den gegenwärtigen Festspielen hautnah mit. Dr. Mirakel bietet mir mit seiner einzigartigen Fähigkeit in die Vergangenheit und Zukunft zu sehen, einen einmaligen Einblick in die Geschehnisse von einst und heute. Schöne und Trauriges.

Als Höhepunkt der Zeitreise in Miracle's Wax Museum erwarten mich bekannte Persönlichkeiten wie Kaiser Franz Joseph I und Elisabeth, Herbert von Karajan, Franz Gruber mit Sängerknaben sowie Wolfgang Amadeus Mozart mit Schwester Nannerl und Vater Leopold in Lebensgröße. Bei dem Anblick der bekannten Trapp Familie aus dem Film "The Sound of Music" zeigt sich Salzburg als eine Stadt der Musik, der Künste und der Kultur.

Leider geht die schöne Zeit im Miracle Wax Museum viel zu schnell zu Ende. Dabei wäre ich noch so gerne im Jahr 1791 geblieben. Nur ungern kehre ich in die Gegenwart zurück und hole meine Sachen von der Gaderobe. Dr. Mirakel verabschiedet sich von mir. Und wendet sich, im nächsten Augenblick - ein wenig untreu ;) - , schon neuen Besuchern zu, welche in das Miracle Wax Museum strömen.

Fazit

Ein Besuch im Miracle's Wax Museum lohnt sich. Ca. 1 Stunde muss man einplanen, wenn man sich die Figuren in Ruhe ansehen möchte.

Öffnungszeiten

Montag bis Sonntag, von 9 bis 19 Uhr
Einlass bis 18 Uhr

Mehr Infos zu dem Mircale's Wax Museum sind auf der übersichtlichen Homepage zu finden: http://www.miracle-wax-museum.com/de/


''Aktuell 2009'''

Leider hat das Miracle's Wax Museum in der Getreidegasse seine Pforten geschlossen. Über einen etwaigen neuen Standort ist mir leider nichts näheres bekannt.


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Sydneysider47

Sydneysider47

15.04.2010 00:10

Ach, in Salzburg war ich schon lange nicht mehr - und dieses Museum kenne ich also nicht. Dafür war ich zwei Male im Wachsfigurenkabinett von Madame Tussaud's. Das kann ich auch empfehlen. Viele Grüße!

tommy197

tommy197

26.07.2009 01:19

Ist mir immer zu gruselig...lg.

paula222

paula222

25.07.2009 14:50

BH + LG

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