Frühe Schwangerschaft,junge Mutter und ihre Eltern
27.06.2003
Pro:
was gibt es schöneres?
Kontra:
eine fehlentscheidung wenn man nicht voll dahinter steht
Empfehlenswert:
Ja
 Lady_Melana
Über sich:
Mitglied seit:27.06.2003
Erfahrungsberichte:1
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 55 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Ich war 17 Jahre alt als ich einen positiven Schwangerschaftstest in den Händen hielt. Das war vor 1 1/2 Jahren. Ich bin ehrlich-ich freute mich ein Kind zu erwarten, denn Mutter zu sein war und ist für mich das Schönste auf Erden. Wenige Tage später ließ ich die Schwangerschaft von der Frauenärztin bestätigen-ich war gerademal in der zweiten Woche. Auf dem Ultraschallbild war nur ein kleiner Punkt zu erkennen, aber ich war glücklich, denn dieser winzige Punkt war mein Baby-mein Kind-mein Sohn (wie sich später herausstellen sollte).Von diesem Zeitpunkt an, in diesem Moment da ich mein Baby das erste Mal sah, schenkte ich ihm all meine Liebe. Ich sah wie sein Herz begann zu schlagen, sah wie im Laufe der Zeit aus meinem kleinem Punkt ein Menschlein wurde-mit Armen und Beinen, an denen winzige Finger und Zehen zu bestaunen waren. Ich konnte beobachten wie mein Kind am Daumen lutschte und mit der Nabelschnur spielte; und hören wie kräftig sein kleines Herz schlug. Natürlich nicht zu vergessen, das kleine,aber bedeutende Merkmal das meinen Sohn überhaupt zu meinem Sohn machte. Ich erinnere mich an eine Ultraschalluntersuchung, bei der er seinen Kopf so drehte, das es aussah als würde er mich anschauen-direkt ins Gesicht. Es war ein überwältigendes Gefühl, denn es machte den Anschein als hätte er genau gewußt das seine Mama ihn gerade beobachtet. Ich sah meinen Bauch runder und dicker werden, ich fühlte wie mein kleiner Schatz auf sich aufmerksam machte, indem er trat und boxte. So als wenn er sagen wolle: "Mama, hier bin, ich bin dein Sohn!" Sein Vater, der sich wahnsinnig auf seinen Sohn freute, streichelte oft meinen Bauch und flüsterte seinem Kind dann zu: "Hallo Baby, ich bin dein Papa und ich liebe dich!" Jeden Abend sang er ihm ein Gute-Nacht-Lied. Oft sangen wir gemeinsam und wenn er vorher heftig getreten hatte so war er jetzt ruhig. Ich liebte meinen Sohn von Tag zu Tag mehr und von Tag zu Tag war ich glücklicher.Während mein Vater voll und ganz hinter mir stand, war der Rest meiner Familie insbesondere meine Mutter sehr enttäuscht von mir. An dem Abend als ich es ihr beichtete meinte sie zu mir: "Ich dachte du seist etwas vernünftiger!" Auf eine Art und Weise hatte mich das verletzt-ich freute mich doch so sehr auf mein Kind. So kam es das sie sich fast nie für die Schwangerschaft oder ihr Enkelkind interessierte. Erst als mir die Ärztin 2 Wochen vor dem errechneten Termin mitteilte, das es besser für den Kleinen wäre sich seinen Weg auf die Welt zu bahnen, weil es ihm in meinem Bauch nicht mehr ganz so gut ging, machte sie sich Sorgen und fing an sich zu interessieren. Ich verlor darüber nie ein Wort, denn ich wußte mit der Geburt würde sich alles ändern-dennoch war ich oft sehr sehr wütend auf meine Mutter, weil sie sich so gegen das Baby stellte und eine Abtreibung verlangte, manchmal macht mich das auch heute noch wütend... Am nächsten Tag, nach dieser weniger erfreulichen Nachricht, war mein Sohn nun letztendlich bereit das Licht der Welt zu erblicken und seine Eltern zu begrüßen. Die Geburt war zusammenfassend weniger schlimm als ich es mir ausgemalt hatte, wobei ich während der Wehen nur noch sterben wollte. Doch wie es eben wirklich so ist, war das alles von einer Sekunde auf die andere vergessen. Denn nun hielt ich einen kerngesunden Jungen in den Armen. Er war so süss und so zierlich und wirkte so zerbrechlich; ich konnte kaum glauben das, dass mein Sohn war. Ich war die glücklichste Frau und Mutter der Welt.Heute ist mein Sohn acht Monate und ich 18 Jahre alt. Ich komme gut mit dem Streß und der Situation sich 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche um ein Baby zu kümmern. Natürlich ist es nicht immer ein Zuckerschlecken, aber ich kam von Anfang an gut mit meinem Baby zurecht und habe es nie bereut ihn in die Welt gesetzt zu haben. Sämtliche Vorurteile, Gemeinheiten und Stichelein die ich zu hören bekomme u.s.w. machen mich nur stärker, denn ich bin eine gute, verantwortungsbewußte und liebende Mutter. Ich habe keine Ausbildung. Aber warum nicht erst ein Kind bekommen und anschließend eine Ausbildung machen? Weil es Gesellschaft und Norm verlangen? Nein, auch mit einem Kind hat man die Möglichkeiten Ausbildung und Beruf zu absolvieren. Mein Kind hat alles was es braucht, es ist ein glückliches Kind. Nur der Wille zählt um seinen Leben in den Griff zu bekommen,nicht eine super gemeisterte Ausbildung und ein toller Job. Auch mit Kind ist alles möglich, also frage ich: Warum soll ich denn nicht eine junge Mutter sein? Und warum sollen nicht andere junge Frauen Mutter sein? (Die Meinungen werden sich hier wohl spalten)Mein Sohn bereitet mir viel Freude und für jedes Lächeln das er mir schenkt bin ich dankbar und weiß warum ich diesem wundervollen Kind das Leben geschenkt habe. Danke es dich gibt!A. und A.-N. ICH LIEBE EUCH!
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21.05.2005 22:29
Ups, hab meine bh's schon alle verbraucht für heute, werde es aber morgen nachreichen! Versprochen ;o))))
21.05.2005 22:29
*heul*, was für eine schöne Geschichte! Ich bin selbst im 8. Monat schwanger und kann ganz genau nachvollziehen, was Du empfunden hast. Klar kann es nicht schaden, wenn man im Leben "vorbaut", einen Beruf erlernt, sich ein Lebensumfeld aufbaut, etwas Geld zur Seite schafft - damit lebt es sich immer leichter und vor allem entspannter. Aber macht es ein Kind wirklich glücklicher? Das Wichtigste ist die Liebe, die man einem Kind gibt, egal ob man nun reich oder arm, jung oder alt - denn wenn ihm Liebe fehlt, kann man das nie wieder gut machen! bh und liebe Grüße
13.05.2005 17:40
Eh klasse bericht, ich selbst bin im 2 Monat schwanger und hab auch keine Ausbildung und dein Bericht hat mir irgendwie mehr Mut gemacht...