Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
freie Entscheidung bei riesiger Auswahl - wer mit Bedacht wählt, kann das Einkaufserlebnis ohne Reue geniesen |
| Kontra: |
wer glaubt, alles haben zu müssen - und das jetzt - verfällt in einen Kaufrausch |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Ein Buch mit diesem Titel habe ich vor 25 Jahren gelesen und kann mich heute noch an vieles erinnern. Es hier bei Ciao in der Kategorie Bücher vorzuschlagen, hat keinen Wert, weil es heute nicht im Handel erhältlich ist.
Aber das, was ich aus diesem Buch gelernt habe, begegnet mit Tag für Tag in den Supermärkten. Und wer dies liest, sollte mal mit diesen Infos im Hinterkopf durch die Regale schlendern und wird sich wirklich „verkauft“ fühlen.
Fleisch, Käse, Milch und Brot – das sind die Grundnahrungsmittel, deretwegen wir täglich zum Supermarkt pilgern. Doch statt diese Produkte nebeneinander und gleich bei der Tür zu platzieren, liegen sie immer im hintersten Winkel des Supermarktes. Oder kennt wer einen Laden, wo es nicht so ist? Das hat nichts mit der Logistik zu tun, weil hinten die Kühlhäuser liegen, weil es für die tägliche Anlieferung günstig neben dem Lieferanteneingang liegt. Nein, Ziel dieser Planung ist es, uns durch den gesamten Markt zu lotsen. In manchen Märkten sind die Regale sogar so angeordnet, dass man gar keine Abkürzung zur Kasse nehmen kann, sondern zuerst den gesamten Parcour absolvieren muss.
Wer schon einmal im Nebel ruderte, fuhr im Kreis – der Rechtshändler rechts herum, der Linkshändler links herum. Das hat nicht nur auf dem Wasser seine Auswirkung, sondern auch im Supermarkt. Wären die Regale so angeordnet, dass wir rechts herum fahren würden, würden wir die Regale an der linken Seite überhaupt nicht beachten. Deshalb ist die vorgesehene Laufrichtung - entsprechend der mehrheitlich rechtshändigen Kundschaft – links herum im Kreis. Selbst hier wird noch darauf geachtet, dass rechter Hand die teureren Produkte angeordnet sind – eben auf den ersten Blick sichtbar.
Auch innerhalb der Regale gibt es eine vorgegebene Anordnung. In Augenhöhe bis Griffhöhe gibt es die teuersten Produkte, nach den billigen Produkten und Großpackungen muss man sich bücken oder strecken. Das gleiche gilt für das Standardprodukt. Normaler Kristallzucker ist im untersten Fach – auf Augenhöhe gibt es Hagelzucker, braunen Zucker, Staubzucker, Würfelzucker, Teezucker, Kandiszucker, ... – eben alles, was gut und teuer ist.
Wühlkörbe stehen oft „im Weg“. Sonst würden wir ja die Gerade durchziehen, und das will doch kein Kaufmann.
Wühlkörbe signalisieren „billig“. Das muss aber nicht sein. Ein Vergleich mit der sauber geschlichteten Regalware lohnt immer.
Das Gleiche gilt für Doppelpackungen. Oft kostet der Dreierpack 27,90 – das Einzelstück gibt es um 8,90; wobei ich hier bewusst keine Währung dazuschreibe.
Im Buch wurde auch auf die verschiedenen Packungsgrößen hingewiesen – man solle aber den kg- oder Liter-Preis vergleichen. Zumindest in diesem Punkt hat sich der Verbraucherschutz durchgesetzt – heute muss neben dem Packungspreis auch der Preis für ein kg oder einen Liter angegeben werden. Jetzt liegt es an uns, diesen kleingedruckten Preis auch zu lesen.
Mitnahmeartikel im Kassenbereich – ja, im Fachjargon heißen diese Süßwaren, Feuerzeuge und Kondome wirklich so. Während der Wartezeiten bei der Kasse sollte man eben noch diese Dinge mitnehmen. Dabei läuft das gar nicht unter Verlockungen, sondern unter: „Das brauche ich auch noch. Gott sei dank muss ich nicht noch einmal durch den ganzen Markt laufen.“ Bei den Non-Food-Artikeln kann ich das auch akzeptieren, aber die Süßwaren bringen nur einen unnötigen Kampf mit den Kleinkindern. Um nicht als Rabenmutter dazustehen, gibt man nach. Die Kommentare der umstehenden Kunden finde ich zum Kotzen.
Und schon wieder haben wir mehr eingekauft als geplant.
Wie konnte das passieren? Was nützt ein genauer Einkaufszettel, wenn an jeder Ecke ein Sonderangebot lockt? Oder sind wir gar mit dem Werbeprospekt losmarschiert, um ja kein Schnäppchen zu verpassen?
Die Einkaufswägen sind absichtlich so groß dimensioniert, damit man alles, was man will, auch wirklich kaufen kann.
Und dann gibt es noch einen Fehler, den man nicht machen sollte – ja nicht vor dem Essen einkaufen gehen. Da schlägt man automatisch zu, egal ob Nahrungsmittel, Haushaltsartikel oder Kleidung. Der Hunger nach Nahrung wird hier indirekt gestillt. Wer dies weiß, geht immer satt ins Kaufhaus und kann den angebotenen Verlockungen widerstehen.
DIREKTVERTRIEB
Jeder kennt doch die beliebten Tupperpartys, auch mit AMC-Töpfen, Avon-Kosmetik, Dessous oder Amway. Während hier in Europa die Beratung betont wird und für die Kunden der gesellige Teil im Vordergrund steht, entstand dieses System in Amerika, da viele Farmer sehr verstreut wohnen und gerade für Spezialprodukte die Anfahrt bis zur nächsten Stadt einer Tagesreise gleichkommt. Aber hatten wir früher nicht auch Messerschleifer, Kesselflicker und Korbflechter, die ihre Dienste an der Haustür anboten?
Durch die Selbstbedienungsläden, die in den 50er Jahren anfingen, die Tante-Emma-Läden abzulösen, wurde nicht mehr verkauft – die Ware musste sich selbst verkaufen. Nun kam es auf die Verpackung an, dass der Kunde nach ihr griff. „Sales Appeal“ war und ist ausschlaggebend.
WERBUNG
Immer neue Produkte drängen auf den Markt. Ohne Werbung würden wir sie nicht kennen lernen. Selbst wenn wir sie im Supermarkt zum ersten Mal sehen, so sind sie uns aus dem Fernsehen schon sehr vertraut. Es ist die immer gleichbleibende Farbe einer Warenmarke, immer der selbe Schriftzug, der über Jahrzehnte kaum verändert wurde. Das Whiskas-Lila kennen wir so gut, dass wir selbst bei einer Bluse in der identen Farbe an unsere Katze denken würden. Nivea-blau, Fenjal-grün oder das Orange von Uncle Bens sind jedem ein Begriff, da muss gar nicht der Name groß draufstehen. So wird Markenbindung erzeugt. Bei der Katzennahrung greifen wir automatisch zur Whiskasdose, obwohl darunter die um mehr als die Hälfte billigere Brekkiesdose vom selben Hersteller angeboten wird. Brekkies wurde als Trockenfutter beworben und so kauft jeder Brekkies für seine Katze – auch wenn es in der (teureren) lila Whiskas-Packung steckt.
Als damals 15-Jährige habe ich vieles in diesem Buch nicht verstanden, kann aber leider nicht mehr nachlesen, weil das Buch seit Jahren unauffindbar ist.
So kann ich mich gar nicht erinnern, ob damals bargeldloser Zahlungsverkehr schon üblich war - eine weitere Gefahrenquelle, weil man gar nicht sieht, wieviel man ausgibt.
DIE KATZ IM SACK
Im Gedächtnis geblieben ist mir die Geschichte eines amerikanischen Gebrauchtwagenhändlers, der beschloss, seine Autos nicht nur vor Ort, sondern quer durch Amerika zu verkaufen. Alle rieten ihm davon ab, da doch niemand unbesehen einen Gebrauchtwagen – die Katz im Sack - kaufen würde. Ich weiß nicht mehr, ob er den Handel per Fernschreiber, im Fernsehen oder durch Zeitungsinserate abwickelte – aber sein System klappte auf Anhieb.
Ist nicht der Versandhandel bzw. Online-Shopping eine Weiterentwicklung dieser Katz im Sack?
Früher wurde gründlich gewogen und für gut befunden.
Einem gekauften Gaul wurde sehr wohl ins Maul geschaut.
Stoff wurde befühlt, gedrückt und erst dann gekauft.
Dabei wurde auch gefeilscht, gehandelt.
Doch mit der Fülle des Angebotes beschränkt sich die Auswahl auf die Suche mit den Augen. Im Supermarkt gehört es sich nicht, die Ware zu „begreifen“ – man langt erst danach, wenn man sich entschieden hat.
Hier ist Libro eine Ausnahme – da muss von jedem Produkt ein unverpacktes Exemplar zur Ansicht bereitliegen.
Die Bestellung aus dem Katalog oder im Internet ist nur noch auf dieses flache Bild reduziert. Man muss sich das Produkt real vorstellen – alle anderen Sinne sind ausgeschaltet. Da fehlt etwas, und viele kompensieren nun diesen Mangel durch unnötige Käufe, um hier durch Masse das Einkaufserlebnis auskosten zu können.
FAZIT
Betrachten wir mit offenen Augen das Angebot, durchschauen wir die Fallstricke der Werbung und genießen wir das Leben – aber nicht den Konsum (Kaufen Ohne Nachzudenken Sie Unseren Mist).
© bezaubernde.jeannie
| weitere Erfahrungsberichte |
Sein Lassen (frei nach L.S.E.) *g*
Bewertung für Allgemeines zu Shopping von
Apicula
Pro: Einkaufsvielfalt ... (ein echtes PRO?)
Kontra: am besten den Therapeuten mitnehmen zum Einkauf ;)
Habt ihr schon mal versucht Reis zu kaufen!?
Da dacht‘ ich Doof immer, nur das mit dem Waschmittel-Kauf wäre Horror, weil es so viele Sorten in so vielen Verpackungsgrößen (Tabletten, flüssig, Pulver oder konzentriertes Pulver...) oder: mit -We ...
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sehr hilfreich
28.02.2002
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Mit Spaß am Feilschen seinen Trödel los werden.
Bewertung für Allgemeines zu Shopping von
nashi
Pro: Feilschen Schnäppchen Sammler Flohmarkt günstig Spass für jeden etwas
Kontra: es müsste noch mehr los sein
Da sitz ich nun vor einem Berg alter und ausrangierter Computerteile und weiß nicht wohin damit. Alles noch funktionsfähig aber keiner will es haben, was ich ja auch irgendwie verstehen kann.
Die Entsorgung ist immer mit Kosten verbunden.
Man inform ...
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sehr hilfreich
15.07.2002
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Erfahrung mit Modchip24.com
Bewertung für Allgemeines zu Shopping von
Seli_
Pro: Nix
Kontra: Siehe Bericht
Um was geht es hier?
Um die Firma Modchip24.com (Gesellschaft bürgerlichen Rechts). Sie bietet neben diesen Modchips (erlauben Konsolen, auch Software aus anderen Ländern abzuspielen) auch Handy-Umrüstkits. Genaueres finden Sie im folgenden:
Doch zunä ...
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sehr hilfreich
12.03.2002
(14.04.2002)
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------DER GROßE SHOOPING TEST!!-------
Bewertung für Allgemeines zu Shopping von
MuenchnerFlo
Pro: SIEHE TEXT
Kontra: SIEHE TEXT
Heute möchte ich einen ganz besonderen Bericht veröffentlichen!! Und nun ist es so weit!! Ich möchte die Vor und Nachteile von vielen in Bayern ansässigen Supermärkten aufzählen!!
Folgende Geschäfte habe ich getestet:
Lidl
Aldi Süd
Hl-Markt
mini ...
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sehr hilfreich
16.08.2001
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Nachruf auf Tante Emma
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ratanakhon
Pro: Da war man noch Mensch und durfte es sein
Kontra: Das war einmal
Gestern Abend gegen 19.40 Uhr fuhr ich nach getaner Arbeit zum Supermarkt,um noch etwas einzukaufen.
ls ich bei den verketteten Einkaufswägen ankam,
stellte ich fest:mal wieder kein Kleigeld in der Tasche.
Man muss da ja immer 1.-DM reinstecken.
als ...
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sehr hilfreich
13.10.2001
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