Allgemeines zu Sport

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Heute wollen wie es mal ein wenig sportlich angehen. Zumindest in der Theorie *gg* . Leute, die mit dem Begriff Bowling nichts anfangen können, sollten diesen Bericht lesen. Und Leute, die damit was anfangen können erst recht. Denn heute mache ich mal den Erklärbären für die derzeit angesagteste ... Bericht lesen





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Samstag schon was vor...........
Erfahrungsbericht von bowlman über Allgemeines zu Sport
20.10.2001


Produktbewertung des Autors:   


Pro: bringt viel Spaß
Kontra: kann zur Sucht werden

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Heute wollen wie es mal ein wenig sportlich angehen. Zumindest in der Theorie *gg* .
Leute, die mit dem Begriff Bowling nichts anfangen können, sollten diesen Bericht lesen. Und Leute, die damit was anfangen können erst recht. Denn heute mache ich mal den Erklärbären für die derzeit angesagteste Funsportart überhaupt.

Um es kurz zu machen, Bowling ist wie Kegeln, nur dass die Kugel Ball und die Kegel Pins heißen und zu zehnt am Ende der Bahn rumstehen. Und schon ist Bowling erklärt.

Ne, ne, Spaß beiseite, Bowling ist eine dem Kegeln verwandte Sportart, die in Amerika, wo auch sonst, entstanden ist, aber ungleich mehr Spaß als Kegeln bringt.

Bowling ist entstanden, als in grauer Vorzeit halb Europa nach Amerika ausgewandert ist. Nachdem die Jungs die Indianer in ihre Reservate vertrieben hatten, macht sich bei ihnen irgendwie die Langeweile breit und sie ließen sich die eine oder andere Geschichte einfallen um sich die Zeit zu vertreiben. Immer nur Whiskey fanden sie selbst irgendwann zu blöd.
Das alterwüdige europäische Kegeln galt zu dieser Zeit, wie vieles Andere auch, als Glücksspiel und war verboten. Allerdings waren die jungen Amerikaner ja pfiffig und stellten sich gar nicht mal so doof an. Sie bohrten Löcher für die Finger in die Kugel, stellten einen zehnten Kegel dazu und machten die Bahn etwas breiter. Dann nannten sie das Ganze Bowling und verkauften es der ganzen Welt als uramerikanische Erfindung. Inzwischen hat sich das Bowling zu einer weltweit gespielten Freizeitsportart entwickelt, die von knapp 86 Millionen Menschen betrieben wird.
Auch in Deutschland wird dieser Freizeitspaß immer beliebter. Es gibt hier derzeit etwa 350 Bowlinganlagen mit ca. 4 500 Bahnen.

In Zeiten , in denen die Anglisierung der deutschen Sprache immer groteskere Formen annimmt, liegt das Bowling mit seinen englischen Fachbegriffen natürlich voll im Trend. Die wichtigsten Begriffe sollen hier mal kurz erklärt sein, damit auch jemand der seine Freunde mal zum Bowlen einladen will, aber noch nie gebowlt hat, so richtig mit seinem Insiderwissen prahlen kann.

< Ball >

Die Kugel heißt beim Bowling Ball. Kann sich jeder leicht merken, denn der Ball ist bekanntermaßen rund. Nur, dieser hat Löcher. Je eines für Daumen, Mittel- und Ringfinger. Er wird aus einer Kunststoffmasse mit einem Gewicht von 3,5 bis 7,3 kg hergestellt. Die in den Bowling-Centern bereitgestellten Bälle heißen Houseball und man sucht sich zum Bowlen einen aus den man auch heben kann und in dem die Finger nicht unbedingt stecken bleiben sollten. In der Regel ist die Auswahl ausreichend um einen halbwegs passenden Ball zu finden.
Wer das Bowling etwas intensiver betreibt, kauft sich natürlich früher oder später einen eigenen Ball. Die gibt es schon ab etwa 160,- DM. Dieser wird dann mit seinen Bohrungen speziell an die Hand angepasst, so richtig nach dem Motto, jedem das seine.

< Pin >

Die Pins sind die Kegel. Im Gegensatz zum Kegeln sind es 10 Stück, die aber trotzdem alle abgeräumt werden sollten. Sie stehen in Keilform auf dem sogenannten Pindeck am Ende der Bahn und warten bewegungslos auf die Bälle, die sie überrollen sollen. Ein Pin wiegt zwischen 1300 und 1640 g und ist satte 38 cm hoch. Zumeist werden sie aus Holz hergestellt und mit einem Kunststoffüberzug versehen.

< Bahn >

Die Bahn besteht aus drei wesentlichen Teilen. Der vordere Bereich und damit der erste Teil der Bahn, ist der Anlauf. Er ist 4,57 m lang und wird von den meisten Spielern als, wie der Name schon sagt, Anlauf genutzt. Muß man aber nicht . Es gibt auch Spieler, die werfen aus dem Stand. Geht natürlich auch.
An den Anlauf schließt sich die eigentliche Spielbahn an. Diese ist mit 18,70 m bis zum ersten Pin an manchen Tagen verdammt lang. Auf jeden Fall sollte man seinen Ball entlang dieser Bahn in Richtung Pins bewegen. Ob man ihn wirft, schleudert, schiebt oder was auch immer, bleibt dabei jedem selbst überlassen. Wichtig ist eigentlich nur, dass er am anderen Ende ankommt und dort auch noch möglichst viele der dort herumstehenden Pins umreißt. Diese stehen übrigens auf dem dritten Teil der Bahn, der sinnvollerweise Pindeck genannt wird. Es ist mit einer Länge von 0,92 m der letzte Teil der Bahn. Danach kommen nur noch die Aufstellmaschinen, aber die sind für den Spieler nicht so wichtig, außer dass sie ihren Zweck erfüllen sollten und die Pins immer wieder da hinstellen, wo man sie gerade umgeworfen hat.
Die Bahn selbst besteht in der Regel aus Hartholz, oftmals kanadische Zeder und kann auf manchen Bahnen auch mit einem Plastikbelag überzogen sein. Das ist da, wo`s Geld am Ende nicht mehr gereicht hat *g*.

So, das wär`s erst mal zu den technischen Dingen, jetzt kommt das, was vielen Freizeitbowlern auch nach Jahren noch ein Buch mit sieben Siegeln zu sein scheint. Nämlich die Würfe. Wer darf wann , warum und wie oft werfen, und was noch viel komplizierter ist, die Zählerei. Aber die wird ja gottseidank von Computern übernommen, so dass es reicht, die wichtigsten Regeln zu kennen.

< Spiele und Frames >

Jedes Spiel besteht aus zehn Frames. In jedem Frame stehen dem Spieler zwei Würfe zu. Der erste Wurf geht in die Vollen oder zumindest sollte er es tun . Mit dem zweiten Wurf sollte man die verbliebenen restlichen Pins abräumen und zwar alle. Denn dann ist man ein guter Spieler. Schaft der Spieler es bereits mit dem ersten Wurf alle zehn Pins in der Versenkung verschwinden zu lassen, ist das ein Strike, aber da kommen wir noch zu, und der zweite Wurf entfällt. Das ist beim Bowlen eigentlich die angenehmste Lösung für Faule, denn es spart Zeit, Kraft und Energie. Und, man kann sich sofort wieder seinem Bier zuwenden. Eine Besonderheit tritt noch im zehnten Frame auf. Schafft man hier mit den ersten beiden Würfen alle Zehn, erhält man einen dritten Wurf. Das kann für`s Punktekonto nur von Vorteil sein, man will ja schließlich gewinnen, oder.

< Strike >

Der Strike ist, wie schon erwähnt, der beste aller Würfe. Kurz und schmerzlos bleibt kein Pin in der Senkrechten und das Pindeck sieht nach dem Wurf schön glatt und sauber aus.
Muß man aber mit dem ersten Wurf schaffen! Dann gibt es zunächst mal zehn Punkte und die Anzahl der mit den nächsten zwei Würfen erledigten Pins werden noch auf diesen Wurf draufgezählt. Kann also unter Umständen jede Menge Punkte bringen. Gekennzeichnet wird ein Strike mit einem „X“ in der Ergebnisliste.

< Spare >

Ist mal wieder der eine oder andere Pin stehen geblieben, aber man räumt mit dem zweiten Wurf die restlichen Pins ab, spricht man von einem Spare. Ein Spare wird mit einem „/“ in der Ergebnisliste angezeigt. Er bringt ebenfalls zunächst zehn Punkte, aber es wird nur der nächste Wurf noch dazugezählt.

Schafft man es weder mit dem ersten noch mit dem zweiten Wurf alle Pins aus ihrer misslichen Lage zu befreien, sprich abzuräumen, zählt einfach nur das Ergebnis der beiden Würfe zusammen. Schade, schade .

< Miss >

Der Miss ist der, besonders bei Anfängern, sehr beliebte Fehlwurf. Das heißt, er landet in der linken oder rechten Seitenrinne oder er trifft aus anderen Gründen keinen einzigen Pin. Ein solcher Wurf wird mit einem „-„ notiert und zählen tut er leider gar nix, außer als Wurf eben.

< Foul >

Die Trennlinie zwischen Anlauf Spielbahn wird auch als Foullinie bezeichnet. Man sollte bei dem Versuch den Ball in Richtung Pins zu befördern unbedingt darauf achten, den Fuß oder welchen Teil des Körpers auch immer, nicht über diese Linie, die sich etwa einen Zentimeter über dem Boden in Form einer Lichtschranke befindet, zu bringen, denn sonst ist es ein Foul und zählt mal wieder gar nix, egal wie viele Pins man mit dem Wurf abräumt.

So, das müssten die wichtigsten Begriffe des Bowlings gewesen sein. Es ist ein Sport für jedermann, vom 4-jährigen Knirps bis zum 87-jährigen Oldie, und es verbindet sich immer mit irgendeiner Form von Spaß. Aber Vorsicht, es ist ähnlich wie bei Ciao, wer einmal richtig Spaß daran gefunden hat, den kann es süchtig machen .

Ich wünsche allen Insidern viel Spaß beim nächsten Bowlingabend und allen Outsidern viel Spaß beim ersten Mal.

Hier noch ein kleiner Tip : Wer in einem Spiel zwölf Strikes in Folge schafft, hat am Ende des Spiels 300 Punkte auf seiner Ergebnisliste und damit in jedem Fall gewonnen.

© –bowlman-

19. Oktober 2001


   

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