Allianz AG (Praktikum)

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... Herr Hoene aus der Persnalabteilung der Allianz in Hamburg zeigte sich sehr aufgeschlossen, interessiert und auch abgeklärt, als ich nach der Möglichkeit, ein Praktikum zu absolvieren fragte. Wir unterhielten uns noch über etwaige Eckdaten wie meine derzeitige Schulform, die gewünschte ... Bericht lesen





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LOHNENDER EINBLICK IN EINEN WELTKONZERN
Erfahrungsbericht von Hoernchen15 über Allianz AG (Praktikum)
11.06.2002


Produktbewertung des Autors:   

Bezahlung (Monat): bis EUR 250 
Lernfaktor: sehr gut 
Betreuung: sehr gut 
Betriebsklima: gut 
Eigenverantwortliches Arbeiten: kaum möglich 

Pro: man lernt wirklich viel
Kontra: fester Tagesbeginn wäre schön gewesen, jeden Tag eine andere Abteilung

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Auf der Hamburger Lehrstellenbörse im Herbst letzten Jahres wuselte ich mit meinem Kumpel, dessen berufliche Zukunft bei den örtlichen Stadtwerken schon gesichert war über die Stände und erkundigte mich bei allen möglichen und unmöglichen Betrieben, die zu Kaufleuten ausbilden nach gewünschtem Schulabschluss, Übernahmechance, Bewerbungsfristen und vor allem nach PRAKTIKA! Zumeist erfolglos, denn wenn man mal ehrlich ist, stellt man als Praktikant eher ein Hindernis für den reibungslosen Betriebsablauf dar, der oft soviel Mühe macht, dass er ein schlechtes Gewissen bekommt.

Als ich aber nun beim Stand des Konzerns auftauchte, bei dem man - hoffentlich - versichert ist, kam alles anders als bei den anderen grösseren Firmen.

Herr Hoene aus der Persnalabteilung der Allianz in Hamburg zeigte sich sehr aufgeschlossen, interessiert und auch abgeklärt, als ich nach der Möglichkeit, ein Praktikum zu absolvieren fragte.

Wir unterhielten uns noch über etwaige Eckdaten wie meine derzeitige Schulform, die gewünschte Bewerbungsfrist für einen Ausbildungsplatz und so weiter. Schliesslich drückte er mir seine Visitenkarte in die Hand und bat darum, ihn anzurufen, dann könne man sich wohl auf einen Zeitraum für ein Praktikum einigen.

Diese Chance liess ich mir natürlich nicht entgehen und so stand nach ein paar Telefonaten und Briefwechsel ein Termin fest: Ende Mai sollte ich bei der Riesenfirma in Hamburg zum Dienst antreten. Süffisant fand ich, dass ich von den Herrschaften sofort eine Broschüre zur Ausbildung bei der Allianz bekam, als ich ihnen mein Halbjahreszeugnis zuschickte. Der Notenschnitt betrug 1,9 und man wusste, dass mein vorheriges Zeugnis deutlich schlechter war. Das Interesse an mir schien gestiegen zu sein...

Ich bekam dann jedenfalls einen Zeit- und Raumplan für mein Praktikum. Dazu muss ich sagen, dass die Niederlassung der Allianz am Großen Burstah in der Nähe des Jungfernstiegs über viele Gebäude vertreilt ist. Ich musste also viel wandern, zumal ich bis auf eine Ausnahme jeden Tag eine neue Abteilung besuchte.

Und genau das war der einzige Punkt, den ich am Praktikum auszusetzen hatte: Jeden Morgen woanders aufkreuzen, ohne ganz festen Ansprechpartner. Besser wäre es vielleicht gewesen, den Arbeitstag mit einem kurzen Gespräch über die heutige Abteilung zu beginnen. An wen gerät man dort? Worauf ist zu achten? Wie kommt man dazu, da angestellt zu werden? Dinge, die man mit einem festen Anprechpartner am besten kurz anreissen könnte. Für mich war das alles eigentlich kein Problem, da ich mit 17 schon älter war als die meisten anderen Praktikanten. Ausserdem war das nicht mein erstes Praktikum und ich bin wirklich nicht menschenscheu. Ich denke aber, dass viele andere Leute schon eher Schwierigkeiten mit diesem Sprung ins kalte Wasser haben...

Der einzige Fixpunkt des Tages war die Kantine, die ich wirklich JEDEN Tag gesehen habe. Ich bin eigentlich immer mit den leuten aus meiner derzeitigen Abteilung zum Essen gegangen. Denn gerade dort konnte man ziemlich genau feststellen, wie die Mitarbeiter so miteinander umgehen und was es für Menschen sind.

So wanderte ich Tag für Tag mit einer gewissen Systematik durch die Abteilungen. Angefangen bei der Poststelle landete ich über das Controlling zur Mitte des Praktikums bei den Sachbearbeiter um später beim Betriebsrat und den Inneren Diensten in Erfahrung zu bringen, wie Niederlassung und Seelen der Mitarbeiter in Schuss gehalten werden.

Überall wurden mir unter Auslassung von feinen Details die Vorgänge, Aufgaben und Notwendigkeiten der Abteilungen erklärt. Überall wurden die zuständigen Mitarbeiter kurz über mich informiert und nahmen sich viel Zeit und immer ein offenes Ohr für mich. Letzteres gilt natürlich auch für die Leute, die eigentlich nicht für mich zuständig waren.

Eigenständiges Arbeiten war kaum irgendwo möglich, weil ich eben fast überall nur einen Tag war und so gar nicht genug Zeit blieb, mich in tiefgreifendere Arbeiten einzuweisen, als zu sortieren oder einzutippen. Aber damit war ich zufrieden, schliesslich haben die Mitarbeiter sich Zeit für mich genommen. Da ist es nur fair, wenn ich dafür etwas lästige "Drecksarbeit" übernehme.

So bekam ich im laufe der Zeit einen guten Einblick davon, wie so ein Versicherungsbetrieb überhaupt funktioniert, wie man im Laufe einer Karriere wo landen kann und überhaupt alles, was ein interessierter Praktikant wissen wollen könnte. Toll!

Das Betriebsklima ist natürlich in jeder Abteilung anders, generell aber immer höflich und meist auch freundlich. Knatsch gibt es hier und dort schon mal, aber das ist ja völlig normal! Unstimmigkeiten oder Streit schienen sich nie in Aggressionen zu äussern sondern eher in Distanzierung, die trächtig ist für das typische Bürohengst-Klischee.

Aber wie gesagt: Insgesamt gibt es bei der Allianz ein gutes Klima, auch wenn sich längst nicht alle mitarbeiter gegenseitig kennen. Dazu ist die Niederlassung ja auch viel zu gross. Ich fand sogar, dass die meisten "Allianzer" (so nennen sie sich oft gegenseitig) eine gewisse Philosophie ausgestrahlt haben, gleichzeitig möglichst viel Gutes für sich selbst, den Kunden und das Unternehmen zu schaffen.

Bezahlt worden bin ich für dieses freiwillige Schülerpraktikum nicht. Ich habe nur einen festgesetzten Fahrtkostenzuschuss von 23 Euro bekommen und durfte umsonst in der Kantine essen. Aber das sind schon noble Gesten, finde ich!

Abschliessend kann ich ein Schülerpraktikum bei der Allianz in Hamburg nur weiterempfehlen. Betreuung, Klima und Organisation sind einfach super, nur ein fester Tagespunkt fehlt wie gesagt und irgendwo ist es auch schade, dass man nach einem Tag schon wieder aus jeder Abteilung raus ist.

Die Allianz hat etwa zwei Praktikanten im Monat und man hat im Gegansatz zu anderen grossen Betrieben auch ohne Beziehungen eine Chance, dort einen Platz zu bekommen! Ich bin das beste Beispiel!   

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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
Bezahlung (Monat):
Lernfaktor:
Betreuung:
Betriebsklima:
Eigenverantwortliches A...
sehr hilfreich

14.09.2000
Sinnvolle Sache!
Bewertung für Allianz AG (Praktikum) von dorothe

Pro: vielfältiger Arbeitsbereich
Kontra: lange Arbeitszeiten

...Als für mich die Berufswahl anstand, habe ich mich auch für den kaufmännischen Bereich interessiert und ein Praktikum bei einer Geschäftsstelle der Allianz absolviert, um die Praxis zu erproben. Grundsätzlich ist es wohl meistens so, daß die Qualität e ... Bericht lesen

Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
Bezahlung (Monat):
Lernfaktor:
Betreuung:
Betriebsklima:
Eigenverantwortliches A...
sehr hilfreich

13.06.2000

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