Im Jahr 2001 war ich in einer Zahnarztpraxis als Zahnarzthelferin tätig. Mein damaliger Arbeitgeber informierte mich, dass ein Versicherungsvertreter der Alianz zum Beratungsgespräch in unsere Praxis kommen wolle. Ich verdrehte die Augen, denn wenn ich Versicherung hörte, glaubte ich nur, die wollen doch eh nur meine sauer verdiente Kohle und ansonsten war da nix.
Nach Wochen Bedenkzeit, nervte mich mein Arbeitgeber wieder und erklärte mir den Sachverhalt, dass er mir kein Weihnachts- und Urlaubsgeld mehr zahlen wolle, sondern dieses Geld in eine Direktversicherung packen wolle, so dass ich gegen Berufsunfähigkeit abgesichert wär und meine Altersversorge versorgt wär.
Ich fragte mich, was ich mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung sollte. Ich, die ich nie krank war. Immer auf Arbeit bei Wind und Wetter.
Naja, sagte ich mir, du kannst es dir ja mal anhören, aber mein Weihnachts- und Urlaubsgeld verplempern?
Haaresträubend ging ich zu dem Termin und hörte mir gewissenhaft alle Details an, stellte Fragen und bat um Informationsmaterial und schliesslich auch Bedenkzeit.
Hin her, her hin. Was sollte ich tun?
Ich machte einen Abschluß!
-Altersvorsorge (lebenslange Garantierente oder anstelle der Rente einmaliges Garantiekapital)
- Berufsunfähigkeitsvorsorge (Beitragsübernahme Plus bei Berufsunfähigkeit, Berufsunfähigkeit Plus bei Berufsunfähigkeit)
- mit 5% Dynamik
Leistung bei Tod
-Beitragsrückzahlung
-Leistung aus der Überschussbeteiligung
-Schlußüberschusszahlung
Leistung bei Berufsunfähigkeit
-Beitragsbefreiung mit Dynamik von 5 %
-Garantierente monatlich
-Rente aus der Überschussbeteiligung
Leistung zum Ablauf
-Garantiekapital
-bisher erreichte Überschussbeteiligung
-künftige Überschussbeteiligung
Im Frühjahr 2002 bekam ich unerträgliche Schmerzen im Lendenwirbelsäulenbereich. Ich ignorierte es. Machte weiter Sport. Schmierte mit Salben. Bis zu dem Tag, an dem ich Ausfallerscheinung im linken Bein hatte, das war 1 Monat nachdem die Schmerzen begannen. Ich musste ins CT. 3 Bandscheibenvorfälle. Es erfolgte eine minimalinvasive Operation und nach 6 Wochen stand ich wieder am Zahnarztstuhl und alles war in Ordnung bis auf ein Zwicken hier und da.
Ein halbes Jahr später unerträgliche Schmerzen. Wieder CT. Erneuter Bandscheibenvorfall im Op-Gebiet an 2 Stellen. Zweite Operation musste erfolgen. Anschliessend ging ich 6 Wochen zur Reha. Mein Beinnerv war gelähmt, mir wurde die Nervenwurzel mit dem Laser verbrannt. Ich hatte unbeschreibliche Schmerzen, die nicht nachlassen wollten.
Arbeiten war unmöglich. Ich war unglücklich.
So verging ein Monat. Und der nächste. 4 Monate waren um.
Mein Arbeitgeber war sauer, aber was konnte ich dafür?
Ich konnte nicht mehr arbeiten.
Nun war ich erleichtert, meine Direktversicherung zu haben und meldete mich bei der Alianz, schliesslich hatte ich die Plus-Vereinbarung und die besagt, dass eine Berufsunfähigkeit bereits dann vorliegt, wenn der Versicherte voraussichtilich mindestens 6 Monate ausserstande sein wird, seinen Beruf auszuüben.
Ich wollte wieder arbeiten.
Ich musste mich dort melden, sonst verlor ich den Versicherungsschutz vermutlich.
Ich konnte nicht arbeiten, es war wegen der Schmerzen unerträglich.
Ein halbes Jahr war vergangen.
Die Versicherung schickte mir Unterlagen, die mein behandelnder Arzt ausfüllen solle, um danach zu prüfen, ob der Leistungsfall vertretbar sei.
Ein wenig Ärger hat ich schon. Nach einigen Telefonaten und Briefwechsel hatte ich mich durchsetzen müssen. Kann auch nicht so sein, oder?
In kurzer Zeit bekam ich Post von der Alianz mit der Zusage, dass rückwirkend die Berufsunfähigkeitsrente ausgezahlt würde und auch in angegebenen Zeitraum, bis zur nächsten ärztlichen Prüfung, die Berufsunfähigkeitsrente gezahlt würde.
Abgesehen davon, dass ich mit meiner gesetzlichen Krankenversicherung noch Ärger hatte, weil ich nicht wusste, dass ich Sozialabgaben leisten muss, bin ich froh, diese Versicherung abgeschlossen zu haben.
Ich war über 3 Jahre Schmerzpatient und habe hochdosiert Morphium bekommen. Es war ein Dilemma.
Im Mai 2006 hatte ich dann die 3. Operation.
Bei den Voruntersuchungen in der Klinik in Wiesbaden wurde die Ursache meiner Schmerzen diagnostiziert und ich war erleichtert, nicht wieder als depressiv hingestellt worden zu sein. Meine Wirbelsäule war 30 Grad verkrümmt und musste so schnell wie möglich versteifft werden, Es drohte Querschnittslähmung.
In diesem Zeitraum war ich bei der ARGE gemeldet und hätte aufgrund meiner Krankheit nicht arbeiten können und von dem Geld hätte ich nicht leben können.
Ich war froh, die Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen zu haben!!!!!!!!!!!!!!
Heute mache ich eine Umschulung zur Industriekauffrau. Ich hoffe danach halbtags arbeiten zu können, auch in dem Fall besteht Leistungszahlung.
Die Alianz zahlt anstandslos. Ich hatte nicht einmal Probleme.
Bei Fragen wurde mir immer geholfen.
Ich hoffe, ich konnte weiterhelfen.
Danke fürs Lesen.
Tolle Advendszeit und liebe Grüsse Eure Pam
26.01.2008 13:13
Zum Glück hast Du diese versaicherung abgeschlossen und zum Glück zahlt sie auch, ich bin wegen einer verpfuschten OP nicht mehr Arbeitsfähig und kann meinen Beruf somit auch nicht mehr ausüben, nur leider habe ich keine BU abgeschlossen...und jetzt fehlt es an allen Ecken und Kanten...Lg Andrea
07.01.2008 20:06
Mein Freund hatte sich die BU damals aufquatschen lassen. Durch seinen schweren Unfall 2005 kann er seinen Beruf nicht mehr ausüben. Und da sieht man, es hat sich voll gelohnt. Er bekommt auch ohne Anstand pünktlich seine Rente. Es ist nie verkehrt, man weiß nich was passiert. Und heut zu Tage sind viele nicht selber an einem Unfall schuld.
04.01.2008 09:15
sehr schöner Bericht, ;-))