Allianz, LV

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Mir wird schlecht

2  15.07.2005

Pro:
Allianz wird es auch noch in 100 Jahren geben

Kontra:
Kapitallebensversicherungen sind grundsätzlich immer fehl am Platz

Empfehlenswert: Nein 

Details:

Erreichbarkeit im Ernstfall:

Zahlungsbereitschaft im Ernstfall:

Beitragshöhe / Leistungsverhältnis:

Allgemeine Kundenfreundlichkeit:


bibi1976

Über sich: Nur kurz zu meiner beruflichen Laufbahn: Ich bin gelernte Speditionskauffrau, habe Dezember 2003 in ...

Mitglied seit:14.07.2005

Erfahrungsberichte:8

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 19 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als hilfreich bewertet

Ich habe hier nun ein wenig rumgestöbert und mich als Finanz- und Steuerplanerin natürlich auf die Produkte eingeschossen mit denen ich täglich zu tun habe. Und ich muß ehrlich sagen, die Erfahrungsberichte zu den Kapitallebensversicherungen bereiten mir Unwohlsein. Merke: JEDE KLV ist schlecht!

Die KLV Versicherer senken in den letzten Jahren ständig ihren Garantiezins. Das machen die nicht, weil es denen so schlecht geht, sondern weil sie mit EUREM Geld bei schlechter Marktentwicklung genügend Gewinn verbuchen müssen um ihren Verwaltungsapparat zu puschen. Gerüchteweise soll der Garantiezins ganz wegfallen, d.h. jede Versicherung legt ihn je nach Lust und Laune fest. Das der Kunde darunter leidet ist klar.
Auch ist die Kostenstruktur in den KLV's sehr hoch. Denn nur ca 50 % werden in die "Sparbüchse" geworfen, die anderen 50 % gehen für Kosten, Todesfallabsicherungen oder gar eingeschlossene Zusätze wie Berufsunfähigkeit oder Unfall- bzw Unfalltodesschutz drauf. Nach ca 19 Jahren ist endlich der Rückkaufswert so hoch wie die eingezahlten Beiträge.
Selbst Bund der Sparer und Stiftung Warentest warnen schon seit Jahren vor KLV's und empfehlen Fondsgebundende Produkte.

Also - spielt doch selber Bank, Versicherung und Bausparkasse und investiert wie die Profis - mit Investmentfonds (keine Einzelaktien!!!!!). Und trennt um Gottes Willen Sparanlage und Absicherungen. Kostet nichts mehr, bringt nur bessere Renditen.

Die Allianz KLV habe selbst einmal besessen. Ich habe von 1997 bis 2003 eingezahlt (anfangs 50 DM, mit 5 % Dynamik), nach meinem Eintritt in diese Branche sofort gekündigt und gerade mal - und das ist kein Witz - 350 € wiederbekommen. So hoch ist die Kostenstruktur.
Trotzdem ist es immer angebracht einen Verlust in Kauf zu nehmen und eine neue Police abzuschließen, denn die Auszahlung im Rentenalter ist immer höher (und gleicht den Verlust wieder aus) mit einem vernünftigen(!) fondsgebundenen Produkt. Aber auch hier gibt es viel Müll am Markt.
Ich empfehle z.B. Gerling, Beltana, SKandia, Liberty Europe, Nürnberger, WWK oder auch Aspecta. Und dann den Templeton Growth Fund, Fidelity European Growth, DWS Vermögensbildungsfonds I und/oder Gerling Rendite (Rentenfonds) mit einschliessen. Dann seid Ihr auf der sicheren Seite und könnt Euch beruhigt aufs Rentenalter freuen. Je nach monatlicher Einzahlung müßt Ihr später auf nichts verzichten und lebt event. sogar besser wie heute.

LG

bibi1976
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
berti.r

berti.r

19.07.2005 10:51

" Man kann eine KLV, wenn man sich noch unschlüssig ist, auch ‘beitragsfrei stellen’ lassen und alles weitere Geld besser anlegen. Dies bringt aber für das bereits in der KLV angelegte Geld keine bessere Rendite, und der Versicherungsschutz einer beitragsfreien KLV ist nur noch sehr niedrig. "

jinky

jinky

19.07.2005 10:15

...und daß ich die dann bezahle (durch einen gewissen Renditeverzicht), ist ja auch wieder klar.

jinky

jinky

19.07.2005 10:14

Anlage und Absicherung zu trennen, scheint evident richtig. Daß man nach wenigen Jahren fast nichts herausbekommst, wie Du schreibst, ist zwar richtig (und liegt natürlich am Zillmern), aber das heißt ja nicht, daß es so weitergeht. In guten Jahren gab es immerhin LV's, die bis an die 7 % Zinsen über die Laufzeit gebracht haben, und so schlecht ist das nicht. Fonds sind insofern nicht immer eine Alternative, da viele Leute auf Sicherheit bedacht sind, und es ist klar, daß Sicherheit und Renditechancen sich umgekehrt proportional verhalten. Auch sind die meisten nicht fähig oder willens, sich selbst um ihre Anlagen zu kümmern - ich hätte dazu auch keine Lust. Genau deshalb gibt's ja Profis, nicht?

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