Allianz Rechtsschutzversicherung

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Wir sehen uns vor Gericht

4  07.12.2000

Pro:
gut nachgefragt ist schon fast die richtige Entscheidung

Kontra:
man sollte sich gut überlegen, wofür man das braucht

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Erreichbarkeit im Ernstfall:

Zahlungsbereitschaft im Ernstfall:

Beitragshöhe / Leistungsverhältnis:

Allgemeine Kundenfreundlichkeit:


Greena

Über sich:

Mitglied seit:17.05.2000

Erfahrungsberichte:260

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 82 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Keinem wünsche ich, dass ihm dieser Satz mal um die Ohren gehauen wird, aber leider kommt das immer wieder vor und dann ist guter Rat angesagt. So einfach, dass man nur mit der Rechtschutzkarte herumwedelt und dann Anwalts Liebling ist, ist es nämlich nicht und ein Rundum-sorglos-Paket gibt es leider nicht. Da stellt sich dann schon die Frage, wann man eine Rechtschutzversicherung brauchen könnte und genau mit dieser Fragestellung liegen auch schon die meisten Probleme auf dem Tisch, denn das muss jeder selbst entscheiden.
Wie wichtig es ist, eine Rechtschutzversicherung zu haben, die einem im Notfall den Rücken stärkt, dass wird sicher der eine oder andere schon erlebt haben. Bevor man sich eine solche Hilfe ins Haus holt, sollte man folgende Fragen für sich klären:

1. Wann zahlt die Versicherung?
Das hängst vom Umfang des Pakets ab: Bei einer ganz normalen privaten Rechtschutzploice springt die Versicherung bei Schadensersatzansprüchen, steuer-, arbeits- und vertragsrechtlichen Streitigkeiten ein. Das Ganze kann man aber auch durch einen Verkehrs-oder Mietrechschutz aufstocken.

2. Was wird erstattet?
Im Regelfall werden die Kosten für den Anwalt, das Gericht, Zeugen und Sachverständigen übernommen.Auch die Auslagen des Prozessgegners erstattet die Versicherung.

3. Was ist nicht abgedeckt?
Nicht abgedeckt sind logischer Weise alle Straftaten, die vorsätzlich begangen wurden. Dazu gehören auch Verstöße gegen Halt- und Fahrverbote. Ebenso fallen unter diese Rubrik Verfahren, die die Versicherung für aussichtslos hält, deswegen ist es besser man holt sich vorher das Einverständnis bevor man einen Anwalt beauftragt.
Juristische Beratungen werden nur übernommen, wenn man selbst verklagt wird.
Gerichtskosten bei bau-, familien- und erbrechtrechlichen Streitigkeiten sind stets ausgeschlossen. Wer sich zum Beispiel scheiden lassen will, der muss das schon aus eigener Tasche bezahlen.

4. Wann lohnt sich der Rechtschutz?
Gut gebrauchen kann man eine solche Versicherung immer dann, wenn es darum geht, Schadensersatzansprüche durchzusetzen. Dabei geht es nämlich oft um höhere Beträge, die durch mehrere Instanzen verhandelt werden und das kann letztenendes sehr teuer werden.

Für Bagatellstreitigkeiten( bis 500,00DM) ist eine Rechtschutzversicherung nicht gedacht. Versicherungen, die solche Beträge übernhemen sind sehr teuer, da ist es schon besser, wenn man eine Police mit hoher Selbstbeteiligung abschließt.


Nachtrag:
Zur Allianz an sich habt ihr nun beim Lesen nichts erfahren, aber darum ging es mir auch nicht, so allgemein wie sie nun geworden ist,sollte die Meinung von Anfang an werden. Ich hoffe, die falsche Kategorie wird mir verziehen!?

Die Bewertung bezieht sich auf die allgemeinen Hinweise....jedenfalls soweit man es übertragen kann.
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
JB

JB

10.01.2001 11:45

Was mir bei der Wahl meiner Rechtsschutzversicherung noch wichtig war, ist die Frage: Wer entscheidet, ob ein Fall aussichtsreich ist und übernommen wird - die Versicherung oder der Anwalt des Versicherungsnehmers? Da letzteres nicht die Regel ist, muß man genau hinschauen und das Kleingedruckte lesen, bzw. gezielt nachfragen. Meine Entscheidung übrigens: Concordia.

Sandriza

Sandriza

18.12.2000 00:50

Du hättest vielleicht noch dazu schreiben sollen, dass sich die Rechtsschutzversicherung zwar für Normal- und Drüberverdienende lohnt, sie aber ein Sozialhilfeempfänger, oder Arbeitsloser nicht gerade braucht und sich erstmal das Geld sparen kann. Bei denen, und auch bei wenig Verdienern kann man nämlich über den Rechtsanwalt PKH, sprich Prozeßkostenhilfe beantragen und da muß man dann auch nichts bezahlen, da springt nämlich der Staat ein! Ich arbeite in dem Bereich, daher weis ich auch ne Menge drüber! Ansonsten ist deine Meinung wirklich gut geschrieben!LOL! Gruß! Man liest und kommentiert sich!LOL!*g*

halbschatten

halbschatten

13.12.2000 11:36

Bin ja kein Rubrikenfetischist :-) Und allgemeine Infos zu Rechtsschutzversicherungen kann jeder gebrauchen. Es ist übrigends nicht einfach, die richtige Versicherungs-Gesellschaft zu finden ...

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