Alnatura Soja Schnetzel fein

Alnatura Soja Schnetzel fein

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... Es handelt sich um die "Alnatura Soja Schnetzel fein", die man entweder direkt bei Alnatura kaufen kann oder beim dm in der Bioabteilung. Vorab möchte ich sagen, dass ich KEIN Vegetarier bin, aber diese Soja Schnetzel sehr gern verarbeite. Bislang haben die Erzeugnisse jedem geschmeckt, ob ... Bericht lesen





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Mein Soja für eine vegetarische Bolognaise!
Erfahrungsbericht von shadowprincess über Alnatura Soja Schnetzel fein
26.01.2012


Produktbewertung des Autors:   


Pro: hochwertige Fette, gesund, preiswert, BIO
Kontra: viel zu schnell leer  :  - )

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Hallo und herzlich willkommen,

nachdem ich eben gesehen habe, dass mein Produktvorschlag angenommen wurde, möchte ich direkt über dieses schreiben. Es handelt sich um die "Alnatura Soja Schnetzel fein", die man entweder direkt bei Alnatura kaufen kann oder beim dm in der Bioabteilung.

Vorab möchte ich sagen, dass ich KEIN Vegetarier bin, aber diese Soja Schnetzel sehr gern verarbeite. Bislang haben die Erzeugnisse jedem geschmeckt, ob Vegetarier oder Fleischfresser. In meinen Augen ist Soja ein hervorragendes Lebensmittel für eine gesunde Ernährung und sollte daher hin und wieder - wenn schon nicht regelmäßig - konsumiert werden. Soja ist sehr eiweißhaltig und wird gerade in Asien häufig konsumiert.

Allgemeines

Hersteller: Alnatura (Bio-Lebensmittel)
Inhalt: 150 g
Preis:EDIT: 1,25 Euro und damit äußerst günstig!
Kaufort: dm-Markt, Alnatura, Internet


100g enthalten:

Brennwert: 1595kj (378kcal)
Eiweiß: 47,5g
Kohlenhydrate: 30g
Fett: 7,5g
Cholesterinfrei

Alnatura GmbH
64404 Bickenbach
www.alntura.de

Soja - eine kurze Information

"Schon seit 5.000 Jahren wird die Sojabohne in Asien angebaut, aber erst in jüngerer Vergangenheit hat sie auch bei uns an Bedeutung gewonnen. Aus der Sojabohne lässt sich eine erstaunliche Vielfalt an Produkten herstellen.

In China zählte sie zu den fünf heiligen Pflanzen, die der Kaiser jedes Jahr selbst aussäte. Ihre Samen, die Sojabohnen, welche schon nach hundert Tagen geerntet werden können, nennt man auch „das Fleisch des Feldes“. "

Quelle: alnatura.de

Die Sojabohne findet Verwendung in der Ölgewinnung, in der menschlichen Ernährung und in der Futtermast. Wahrscheinlich kennt jeder Sojadrinks als Alternative zu Milchprodukten bei einer bestehenden Lactoseintoleranz. Aber auch Tofu dürfte heute jedem ein Begriff sein, das in der asiatischen Küche beheimatet ist und auch hierzulade zunehmend Fans findet. (Ich empfehle an dieser Stelle, einmal Räuchertofu zu probieren, wobei das erste Verkosten mir auch nicht schmeckte, mich danach aber quasi "süchtig" hinterließ.)

Soja Schnetzel - Was soll ich denn damit?

Soja Schnetzel verwende ich als "Hackfleischersatz". Dabei sehe ich es gar nicht als Ersatz, sondern als eigenständiges Produkt, das daher auch anders schmecken darf.

Da ich aus gesundheitlichen Gründen wenig Fleisch esse (Purine tun unserem Körper eben nicht besonders gut), aber nicht nur auf Salatblättern rumkauen möchte, habe ich vor etwa zwei Jahren das erste Mal Sojaprodukte gekauft. Und ich habe festgestellt, dass man mit Soja sehr viele Gerichte zubereiten kann, die natürlich anders schmecken als die traditionellen, aber damit die Bandbreite meiner Ernährung erweitern.

Sehr gern mache ich mir "Sojabolognaise", die ich leider allein essen muss, da mein Liebster leider ein richtiger "Fleischfresser" ist und vegetarische Gerichte eher meidet. Probiert hat er die Sauce bereits und sagte selbst, sie schmecke gut - er kann sich in Gedanken aber nicht davon trennen, dass zur Bolognaise eben auch Hackfleisch gehört. Auch wenn die Konsistenz sogar dem von Hackfleisch nahe kommt.

Da auf unserem Stammtisch auch immer Vegetarier anwesend waren und einmal in der Woche jemand anderes kocht, habe ich die Schnetzel auch schon häufig verwendet. So unter anderem auch im Shepherd's Pie, als Chili sin Carne, in Quiches und auf Pizzen. Im Prinzip kann man das in allem verwenden, wo man Hackfleisch verwendet. Für Geschnetzeltes würde ich gröbere Sojastücke verwenden, die es bei uns aber nur im Edeka und nicht von Alnatura gibt.

Wie sehen die Schnetzel aus?

Die Schnetzel sind trocken und hell- bis mittelbraun, ungleichmäßig geformt und max. einen halben cm pro Stück groß. Ich las einmal, dass sie an Katzenfutter erinnern würden - wenn man es nicht all zu genau nimmt, kann man damit Recht haben. Wenn man an ihnen riecht, riechen sie vielleicht etwas muffig, aber sie riechen eben wie trockenes Soja. ;-)

Die Flüssigkeit wird übrigens für die Gewinnung von Ölen entzogen, die Reste werden mittels Hochdruckverfahren zusammengepresst und ergeben eine sinnvolle Resteverwertung.

Zubereitung

Die Zubereitung von Soja Schnetzel ist eigentlich das Wichtigste, um das Endprodukt schmeckend zu haben. Denn befreundete Vegetarier meinten zunächst, die Schnetzel würden ihnen nicht schmecken, wenn sie sie zubereiteten.
Da Schnetzel ein Trockenprodukt sind, müssen sie erst aufgeweicht werden, dann verdreifachen sie ihre Größe und haben auch fast das Dreifache an Gewicht.

Empfohlen wird auf der Packung, dass die Soja Schnetzel in Brühe eingeweicht werden und 10 Minuten quellen sollen. Dafür 50g Schnetzel mit 150ml kochender Brühe übergießen. Dann ausdrücken, fertig.

Ich bereite sie ein wenig anders zu, denn erst gebe ich etwas Brühpulver in einen Topf mit Wasser und gebe sogleich Schnetzel dazu. Dann lasse ich die Schnetzel mit der Brühe aufkochen und koche die Schnetzel so lange, bis das ganze Wasser verkocht ist. Das dauert in der Regel 5 bis 8 Minuten, evtl. länger - ich schaue beim Kochen generell nicht auf die Uhr, sondern koche nach Gefühl. Dann sind die Schnetzel fertig für die weitere Verarbeitung.

Bio - Soja. Wenn schon, denn schon.

Ich möchte relativ natürliche Lebensmittel auf meinem Tisch, die nicht genmanipuliert sind. Denn bislang wissen wir nicht, welche Folgen der Verzehr von genmanipulierten Lebensmitteln auf unseren Organismus tatsächlich hat - und ich will kein Versuchskaninchen der Industrie sein. Also schaue ich, dass ich Sojaprodukte in Bioqualität bekomme, da gerade an dieser Bohne sehr viel herumexperimentiert wird. Wo uns genmanipulierte Lebensmittel untergejubelt werden, weiß ich gar nicht genau, da ich nicht ausschließlich Bioprodukte verzehre, aber wenn möglich kaufe ich eben Bio.

Schön ist, dass auf der Verpackung vermerkt wird, wo das Soja herkommt. In meinem Fall steht Frankreich auf der Verpackung. Bei Alnatura werden generell europäische Sojabohnen verwendet, für die keine Wälder gerodet werden (wie dies in Asien der Fall ist).

Geschmack

Hm... Schwierig zu beschreiben. Man sagt Sojaprodukten gern nach, sie hätten keinen Eigengeschmack, das stimmt aber definitiv nicht, denn selbst Tofu hat einen leichten Eigengeschmack.

Natürlich schmeckt man primär hervor, dass das Produkt in Brühe gekocht wurde, aber dennoch kommt der Eigengeschmack trotzdem rüber. Er ist wirklich schwierig zu beschreiben - "muffig" ist wohl am passendsten, aber trifft es dennoch nicht, da es nicht schlecht oder unangenehm schmeckt. Aber es schmeckt halt nach Soja, daher kann ich jedem raten, es einfach mal zu probieren. Einmal habe ich bei einem Freund selbstgemachte Sojafrikadellen gegessen, ohne dies zu wissen. Ich für meinen Teil habe keinen Unterschied geschmeckt (und von den 40 Gästen hat genau einer beim Reinbeißen gemerkt, dass es kein Fleisch ist - mein Mann, aber ich habe über ihn ja bereits einiges gesagt).

Die Konsistenz ähnelt übrigens - wie bereits erwähnt - der von Hackfleisch, ist vielleicht ein klein wenig fester, aber wirkt nicht künstlich. Ein befreundeter Vegetarier (der bei vegetarischen Eltern aufwuchs und nur einmal Hackfleisch probierte) sagte über meine Bolognaise, sie würde deutlich "echter" schmecken als die Sojabolognaise, die er sonst fertig kaufte. Und die Konsistenz, was "echtes" zu kauen, war dann doch überzeugend.

Meine Sojabolognaise

Und weil ich für dieses Lebensmittel eine Lanze brechen möchte, will ich hiermit mein "Rezept" wiedergeben. In Anführungszeichen, da ich niemals nach Rezept koche, sondern nur nach Gefühl und die Mengenangaben nur ungefähre Werte sind. Kann also doch etwas mehr Wasser sein oder für den einen oder anderen etwas mehr/ weniger Salz, Kräuter, Knoblauch. Das kann man aber meist vom Lesen her abschätzen.Für 3- 4 Portionen (meine Portionen, bei anderen reichts vielleicht nur für 2, ich mache nie so große)
  • 1/2 Beutel Soja Schnetzel fein
  • 300 ml Wasser
  • 1 TL Brühe
  • 1 EL Öl
  • 1 TL Paprikapulver - edelsüß
  • 1/2 TL Paprikapulver Rosen
  • 1 TL Kräuter (italienische Kräuter, gefroren)
  • 1/2 Zwiebel
  • 1-2 Zehen Knoblauch (nach Geschmack)
  • 2 Tomaten
  • 3 EL Tomatenmark oder 1 Packung passierte Tomaten
  • 300ml Wasser (bei Tomatenmark)
  • Salz, Pfeffer

- Soja Schnetzel in Brühe aufkochen, bis alles Wasser verdunstet ist.
- Öl zu den Schnetzeln geben, die halbe Zwiebel in feine Würfel schneiden und ebenfalls dazu geben. Dann das Paprikapulver dazu geben und anbraten. ACHTUNG, es haftet schnell an, daher immer wieder rühren!
- Gegen Ende die Knoblauchzehe (kleingeschnitten oder gepresst) dazugeben und kurz mit anbraten. Tomaten kleinschneiden und ebenfalls in den Topf geben.
- Tomatenmark mit Wasser bzw. passierte Tomaten in den Topf geben, Kräuter dazu und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wer mag, kann auch noch mehr Brühe drangeben. Evtl. abdicken.Mit Nudeln und etwas Parmesan drüber servieren. Da ich leider kein Foto mehr von meinen Schnetzeln machen konnte, habe ich wenigstens von meiner Bolognaise ein Foto angefügt, das ich letzte Woche gemacht habe. (Die Nudeln sind übrigens selbstgemachte Vollkornnudeln, weshalb sie auch so dunkel aussehen.)

FAZIT

Die Soja Schnetzel sind nicht nur für Vegetarier eine hochwertige Eiweisquelle, sondern für die Ernährung eines jeden von uns empfehlenswert. Heute weiß man auch, dass Frauen in den Wechseljahren weniger Beschwerden haben, wenn sie regelmäßig Sojaprodukte verzehren.

Natürlich muss man sich anfangs etwas an den Geschmack gewöhnen, wenn man nie zuvor Soja gegessen hat. Wenn man es immerzu mit Fleisch vergleicht, kann man es wahrscheinlich auch nicht mögen. Ist man aber offen für Neues und kann sich freimachen vom Gedanken an die klassischen Hackfleischgerichte, so kann man seinen Speiseplan gesund und schmackhaft bereichern.


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