Erfahrungsbericht über

Alone in the Dark 5 (DVD-ROM) (PC-DVD)

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Düsterer Griff ins Klo

1  02.11.2009

Pro:
Atmosphäre, Präsentation

Kontra:
miese Steuerung, spieltötende Bugs

Empfehlenswert: Nein 

Details:

Grafik

Sound

Multiplayer:

Bedienung

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Echsenschnitter

Über sich:

Mitglied seit:01.01.1970

Erfahrungsberichte:33

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 39 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Alone in the Dark ist der neuste Ableger der bisher fünfteiligen Videospiel-Reihe. Ursprünglich entwickelt für Konsole, hat er nun seinen Weg auf den PC gefunden.

Die Story

Edward Carnby, welcher der Hauptdarsteller in diesem Spiel ist, erwacht orientierungslos in einem Raum, indem sich ein paar finstere Typen aufhalten und gerade jemand anderes verhören. Kurz danach, sollen die beiden umgelegt werden. Doch dazu kommt es nicht, denn während man sich auf dem Weg zum Dach befindet, passieren plötzlich seltsame Dinge. Schwarze Risse ziehen sich durch Wände und Böden und eine unbekannte Macht erledigt einige der Typen. Edward muss aus dem Hochhaus fliehen, welches mittlerweile so stark beschädigt ist, dass es droht, einzustürzen.

Somit verbringt der Spieler den ersten Teil des Games damit, einen Weg aus dem Hochhaus zu finden, welches in der Nähe des Central Parks in New York liegt. Dabei erfährt Edward auch schon erste Hintergrunddetails.

Im späteren Verlauf, muss man sich seinen Weg dann durch den Central Park schlagen, in welchem die Wurzel des Bösen liegt...

Gameplay

Man kann in Ego- oder Verfolgerperspektive spielen. Das Spiel wechselt an vielen Stellen automatisch wieder in die Verfolgeransicht zurück, was etwas nervt. Da das Spiel recht düster ist, benutzt man oft die Taschenlampe, welche mit Batterien funktioniert. Diese wollen ab und an ausgetauscht werden, da sie nicht für Ewig halten. Gefundene Objekte, wie diese, können im Menü teilweise miteinander kombiniert werden. So kann man sich z.B. auch Waffen zusammen bauen; mit einem Taschentuch und einem mit brennbarer Flüssigkeit gefüllten Behälter, erhält man beispielsweise eine Brandbombe. Zwischendurch muss man immer mal wieder kämpfen. Menschen, welche von der unbekannten Macht eingenommen worden sind, sind nur mit Feuer entgültig zu töten. Da man vieles vom Boden aufnehmen und als Schlagwaffe verwenden kann, sollte man hier also ein brennbares Objekt verwenden, welches man dann ins Feuer hält und dem Zombie damit eins überzieht. Oder man stößt die Typen einfach direkt in eine offene Flamme. Brennen tut es in dem Spiel irgendwie überall... Handfeuerwaffen gibt es später auch noch, diese kann man ebenfalls präperieren, sodass sie wirksamer gegen unsere untoten Freunde sind. Ebenfalls recht häufig kommt vor, dass man per Seil Wände empor oder hinab steigen und dabei herabfallenden Gegenständen ausweichen muss.

Nachdem man sich nun also aus dem Wolkenkratzer herausgekämpft hat, folgt erstmal eine Fahrt mit dem Auto zum Central Park. Die unbekannte Macht hat zwischenzeitlich die halbe Stadt demoliert und während man mit dem Auto manuell durch die Strassen düst, brechen diese auf, Autos werden durch die Luft geschleudert, Gebäude stürzen ein usw. Man hat also ordentlich damit zu tun, heil am Ziel anzukommen.

Stirbt man, muss man wieder an dem Punkt anfangen, an dem das Spiel automatisch gespeichert hat. Eine Schnellspeicherfunktion gibt es nicht.

Aufgaben die man hat, werden im PDA angezeigt. Hier kann man auch verschiedene Notizen zu Orten und Personen abrufen. Telefonieren kann man damit ebenfalls und so Kontakt zu bestimmten Personen herstellen, die man im Verlaufe des Spiels kennenlernt.

Die Grafik

Die Grafik ist gut, die Gesichter sehen realistisch aus, die Feuereffekte sind auch nicht übel und auch ansonsten ist die Engine zu gebrauchen.

Audio

Vom Sound her habe ich ebenfalls nichts auszusetzen. Ich hörte zwar, dass die deutsche Sprachausgabe nicht so gut sein soll, aber da das Spiel multilingual ist, kann man es auch auf Englisch spielen, was ich auch von Anfang an getan habe.

Die Steuerung

So, nun einer der Hauptgründe, warum ich dieses Spiel leider nicht empfehlen kann: die Steuerung ist absolut umständlich, frustrierend und man kann auch mit eigener Tastenbelegung nicht viel daran ändern. Und das kommt meiner Meinung nach einem Todesurteil gleich. Es gibt für jede Aktionsmöglichkeit im Spiel, eine eigene Taste. Anstatt also z.B. mit der "Aktionstaste" mit der man Türen usw öffnet, den Spieler auch ein Seil greifen zu lassen, muss man hierfür eine eigene Taste definieren. Das gleiche gilt für die Aktion "vom Seil abspringen". Um einen Feuerlöscher zu bedienen, muss man ebenfalls eine eigene Taste festlegen. Hinzu kommt, dass bestimmte Aktionen nur in einer der zwei Ansichten ausführbar sind. Feuer löschen z.B. kann man nur in der Ego-Perspektive, in der Verfolgerperspektive hingegen, kann man nur zuschlagen. Da ich das nicht wusste und man darauf auch nicht hingewiesen wurde, habe ich erstmal 10 Minuten damit verbracht, herauszufinden, wie ich denn nun ein Feuer gelöscht bekomme, während um micht herum die Flammen gebrutzelt und mir im wahrsten Sinne des Wortes Feuer unterm Arsch gemacht haben.

Bei den Kämpfen hat man dann das Problem, dass man Tasten oft in Kombination miteinander nutzen muss, was nicht immer einfach ist, da diese manchmal zu weit auseinander liegen und man dann erst über die halbe Tastatur muss und dabei vielleicht noch die Hand von der Maus nehmen muss, nur um kurz darauf festzustellen, dass man nun, nachdem man Taste X mit der linken Hand gedrückt hat und nun gerade Taste Y mit der rechten Hand runterdrückt, wieder die linke Maustaste betätigen muss. Wenn einem dabei noch der Boden unter den Füßen wegbricht oder einem währenddessen ein Zombie aufs Maul haut, kann das schonmal leicht in einem mittelschweren Wutanfall enden.

Und das waren nur ein paar wenige Beispiele...

Das Speichersystem

Wie schon erwähnt: Stirbt man, muss man von einem der Autosaves aus starten. Die sind oft recht weit auseinander, womit man dann gezwungen wird, Passagen, die man vorhin noch gerade so gemeistert hat, zu wiederholen. Das wäre vielleicht noch zu verkraften, wenn es nicht einen häufig auftretenden Bug im Spiel geben würde, der das geöffnete Inventar einfrieren lässt, was bedeutet, dass man nicht mehr hinaus aus dem Inventar und damit zurück ins Spiel kommt. Neuladen ist dann angesagt...

Und da mir das häufiger passiert ist, habe ich das Spiel dann, eine kurze Weile, nachdem ich den Central Park erreicht hatte (und das Spiel somit ja gerade erst angefangen hatte) entnervt deinstalliert. Weil ich nun echt keine Lust hatte, alles tausendmal wiederholen zu müssen. Und es gibt bis heute keinen Patch, der wenigstens den Inventarbug entfernt.

Mein Fazit

Alone in the Dark wäre ein sehr gutes Spiel, mit guter Grafik, toller Präsentation und ordentlicher Atmosphäre, WENN die Steuerung nicht dermaßen unpraktisch geraten und vorallem der Inventarbug nicht wäre. Aufgrund dessen aber ist das Spiel das reinste Nerven- und Glücksspiel. Solange diese Mankos nicht behoben werden, kann ich für diesen Titel absolut keine Kaufempfehlung aussprechen.

Daten zum Spiel

Genre: Survival Horror
Medium: DVD Rom
USK: ab 18 Jahren
Min-System: Windows XP oder Vista, Pentium 2.6 GHz oder Athlon X2 +3800, 2 GB Ram, Geforce 7800 GTX / Radeon X1650 XT oder besser

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Laetherface

Laetherface

02.11.2009 21:01

Schade, ich hab schon öfters gelesen dass es nich so toll sein soll wie damals angekündigt...ich wollts mir damals noch besorgen, aber jetzt entgültig nicht mehr LG

G.Siebert

G.Siebert

02.11.2009 20:35

. Dein Bericht ist sehr Hilfreich Danke

fredbaer

fredbaer

02.11.2009 20:30

Ein schöner Bericht und guter Tipp, die miese Steuerung scheint dem Spiel das Wort "Unspiel" zu verleihen.

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