... Ich habe mir dazu das kürzlich, günstig erworbene „Alpha Centauri“ herausgesucht. Eigentlich sind ja Strategiespiele nicht so ganz mein Fall. Ich mag unendlich laufende Simulationen oder Rollenspiele einfach lieber. Aber ich habe mich dann schliesslich doch vom Preis und dem Spielprinzip ... Bericht lesen
in dem Ergebnisse vorweggenommen, die etwa bis Mitte dieses Jahrhunderts nach Meinung seriöser Futurologen realisiert sein werden. Obwohl die Naturwissenschaften eine bedeutende Rolle spielen, ist der Roman leicht zu lesen, denn Liebe, Hass und Machtstreben gehören auch in diesem Jahrhundert zur Beschreibung von Menschen.Der zentrale Ausgangspunkt dieses Romans ist die Aufhebung des Alterungsprozesses, den Futurologen bereits 1967 für das 21. Jahrhundert vorausgesagt haben. Als Folge erlebt die Erde eine Bevölkerungsexplosion ungeahnten Ausmaßes. Neben dem Bau von unterirdischen Mondstädten sieht sich eine Weltorganisation genötigt, nach besiedelbaren Planeten bei den nächsten Sternen, bei alpha Centauri, zu suchen.Der Roman erinnert an die Zukunftsromane von Hans Dominick und Jules Verne und enthält ein umfangreiches Glossar über den Forschungsstand relevanter Gebiete.
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Erfahrungsbericht von (Guerin) über Alpha Centauri (PC) 31.10.2003
Produktbewertung des Autors:
Grafik
befriedigend
Sound
befriedigend
Multiplayer:
Bedienung
gut
Pro:
Genialle Spielelemente, Einheitsdesign, KI, Handlungsmöglichkeiten, Grafik, Interface, Kaufpreis, etc .
Kontra:
Altbackene Story und nicht unendlich spielbar .
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Hallo liebe Leserinnen und Leser, heute ist es an der Zeit mal wieder über ein PC-Spiel zu schreiben. Ich habe mir dazu das kürzlich, günstig erworbene „Alpha Centauri“ herausgesucht. Eigentlich sind ja Strategiespiele nicht so ganz mein Fall. Ich mag unendlich laufende Simulationen oder Rollenspiele einfach lieber. Aber ich habe mich dann schliesslich doch vom Preis und dem Spielprinzip hinreissen lassen und hab es mir gekauft. Aber werfen wir einen kurzen Blick auf die Story.
Alpha Centauri ein Spiel entwickelt von Sid Meier
Man stelle sich eine Welt vor die von Überbevölkerung und Krieg überschattet wird. Erinnerungen an ein anderes Spiel werden wach, genau an „Civilisation I“, einst auch von Sid Meier programmiert, endete damit das es einem Volk gelang ein Raumschiff zu starten und damit den Startschuss für die Besiedlung im Alpha Centauri System zu geben. Nun ist es fast soweit und die „Unity“ (der Name des Raumschiffs) ist im Orbit von Alpha Centauri angekommen. Aus den einst so strebsamen Siedlern wurden nun aber sieben Gruppierungen die sich in ihrer Ausrichtung deutlich unterscheiden. Die Unity wird sabotiert und all ihre Gäste schiessen sich mit Rettungskapseln auf den Planeten. Dort gründen ihre ersten Stützpunkte und nun liegt es an dem Spieler, der die Kontrolle über je eine Gruppierung übernimmt, mit dem Oberhaupt dieser, den Planeten zu prägen.
Hört sich nach einem einfachen System an, aber bietet „Alpha Centauri“ einige Erweiterungen die ähnliche Strategiespiele (wie z.B. Call to Power oder Civilisation III) nicht bieten. So muss man nicht unbedingt alle anderen Gruppierungen mit purer Militärmacht in eine Materialschlacht verwickeln um damit als Diktator/-in die Weltherrschaft an sich reissen. Ich war zumindest sehr gespannt darauf was Sid Meier mit seiner eigenen Firma Firaxis Games für uns gezaubert hat.
Aber fangen wir doch erst einmal ganz von vorn an: Sobald das Spiel geladen ist landet man in einem Optionsmenü. Im Hintergrund sieht man den Planeten (Alpha Centauri) aus Sicht des Orbits, als würde man aus einem Fenster im Raumschiff auf die baldige Heimat blicken. In dieser ersten Grundübersicht kann man sich entscheiden ein neues Spiel zu starten, ein bereits begonnenes zu laden, mit Freunden den Mehrspielermodus (Multiplayer) zu starten, einen Blick auf die Spieleentwickler zu werfen, ein vorgeneriertes Szenario zu spielen, einen Schnellstart auf Basis des letzten gestarteten Spiels zu machen oder das Spiel gleich wieder zu verlassen. Ich entschied mich dazu erst einmal ein Spiel zu starten und gelangte so in die nächste Maske.
Nun schaut man wieder aus dem Fenster und kann die Größe und Art der Planetenoberfläche (Atlas) festlegen. So steht es einem frei eine Zufallskarte zu wählen, diese frei zu bearbeiten, eine gespeicherte Kartendatei zu laden oder zwischen zwei Standardkarten zu wählen. Ich entschied mich für die riesige Planetenkarte da ich viel Platz haben wollte. (Ich bin halt ein Fan von unendlich laufenden Spielen)
Daraufhin erschien die nächste Maske und man kann sich zwischen sechs verschiedenen sich wirklich mächtig auf den Spielverlauf auswirkenden Schwierigkeitsgraden entscheiden. Diese sind nach Wissensstufen aufgegliedert:
Ich kann dazu nur sagen das ich „Bürger, Talent und Transzendent“ getestet habe und sich zwischen Bürger (schon nicht ganz einfach) und Transzendent Welten auftun. Für Ehrgeiz ist also gesorgt.
Fürs erste dachte ich würde Bürger ausreichen um überhaupt erst einmal ins Spiel selbst zu finden und so aktivierte ich das Feld auf der Maske und es folgte das nächste in der man nach Standardregeln oder individuellen Regeln spielen kann. So kann man hier z.B. viele Dinge einstellen die die Art des Sieges aber nicht den Verlauf des Spieles selbst ändern. Flink auf „Standardregeln“ geklickt und es erschien die nächste wirklich wichtige Maske.
Nun kann sich der Spieler/die Spielerin für eine der sieben grundverschiedenen Gruppierungen entscheiden. Diese haben alle eine eigene Philosophie, ein eigenes Charakterbild und –werte. Die Einstellung geht meist auch mit einer Art des zu erreichenden Sieges überein. Kurz und knapp wären das:
Ø Gaia`s Stieftöchter (Die Grünen) (Bild/Anführerin: Eine natürliche, junge Frau) Eine Gruppe die sich dem Planeten und der Erhaltung dieses verschrieben hat. Ihr Ziel ist es den Planeten zu erhalten und mit den Wesen des Planeten in Einklang zu Leben.
Ø Der Kollektivgeist (Die Despoten) (Bild/Anführer: Ein Asiate) Wie manchen aus Star Trek vielleicht bekannt sind diese den Borg garnicht so unähnlich. Sie besiedeln sehr schnell neue Gebiete und sind auch sonst eher der Meinung das man mit Kampf und Übernahme ans Ziel kommt.
Ø Planet Universität (Die Wissenschaftler) (Bild/Anführer: Russe mit langen, weißen Haaren) Dies sind die Forscher unter den Gruppierungen, ihr Ziel ist es möglichst durch Forschung ans Ziel und an Überlegenheit zu gelangen. Ihr Anführer schaut aus wie ein Forscher aus Mad Max aber ist ein brillianter Mann.
Ø Morgan Industries (Der Mogul) (Bild/Anführer: Afrikaner mit willensstarkem Blick) Eine Gruppierung die sich auf den Energiemarkt konzentriert. Der Wert wird nicht mehr in Muscheln, Gold oder Geldeinheiten gemessen sondern nur noch in Energie. Der Mogul versucht durch Reichtum und Handel an die Macht zu kommen.
Ø Sparta Koalition (Die Überlebenskämpfer) (Bild/Anführerin: eine Frau mit strengem Blick) Die Anführerin war die Sicherheitsoffizierin der Unity und ihre Gruppe versucht durch Polizeigewalt und Druck seine Bevölkerung als auch andere Länder mit Gewalt zu unterdrücken. Ähnlich dem amerikanischen System!
Ø Die Gläubigen des Herrn (Die Fundamentalisten) (Bild/Anführerin: Frau mit roten Haaren) Tja, wie der Name schon sagt sehr Gottesfürchtig und würden für ihren Glauben sterben. Auch wenn der Begriff gläubig nicht drauf schliessen lässt eine Gruppe die ihe Ziele mit Gewalt durchsetzt.
Ø Friedenstruppen (Die Menschenrechtler) (Bild/Anführer: Ein Afrikaner im Wüstengewand) Ihr Anführer war Chefchirurg auf der Unity und vertritt eisern die Ideale der UN. So klammert er sich an die UN Charta die auf Alpha Centauri ihre Gültigkeit hat und versucht durch Frieden und Handel Einigkeit unter den Gruppierungen zu sähen:
Soviel zu den einzelnen Gruppierungen, jede von ihnen hat Vor- aber auch Nachteile mit denen sie zu kämpfen haben. Wir als Spieler/-innen haben keine Möglichkeit diese Werte im Vorraus zu ändern aber es ist möglich den Namen des Anführers, seine Gesinnung oder ihren Titel zu ändern. So kann man diese etwas auf sich selbst anpassen. Leider ist es nicht möglich über dieses Menü das Bild zu individualisieren oder gar frei zwischen den Geschlechtern zu wählen.
Meine Entscheidung viel aufgrund des Bildes und der Spielweise schnell auf die Gaianer. Ich verpasste meiner Anführerin den Namen Larasia (den ich für alle meine weiblichen Charaktere verwende) und los gings. Man erfährt das der Kontakt zur Erde längst abgebrochen ist und der Capitain des Raumschiffes einem unbekannten Attentäter zum Opfer fiel. Die Mannschaft meutert und jede für sich landet mit einer Rettungskapsel auf dem Planeten. (die Stelle wird per Zufall ermittelt) Dort wo die Kapsel landet entsteht die erste Basis unserer Gruppierung dessen Namen man frei wählen (später kann man diesen immer wieder ändern) kann. Ich behielt den Namen „Gaia`s Landing“ bei und schaute mir erst einmal alles etwas genauer an.
Die Oberfläche vom Planeten selbst erinnert doch stark an das alte System von Civilisation, wobei alles viel schöner und detaillierter gestaltet ist. Raster über Erd- und Meeresformationen sind frei einstellbar. Die Karte ist größtenteils noch nicht entdeckt und muss erst vom Spieler aufgedeckt werden. Wenige Raster um die erste Basis sind sichtbar und einige Versorgungskapseln der Unity liegen verstreut herum. (diese sollte man flink einsammeln, denn sie enthalten interessante Dinge) Einen sogenannten „fog of war“ gibt es bei Alpha Centauri nicht, sprich die Karte, einmal aufgedeckt, bleibt immer sichtbar, wobei man aber nicht erkennen kann was dort vorgeht wenn man keine entsprechenden Sensoren aufgestellt hat. Aber zurück zur Oberfläche: Anders als bei seinen ganzen Vorbildern ist das Optionsmenü nicht mehr so stereotyp. Das von Civilisation mutete ja mehr nach einer Windows Anwendung an als zu einem Spiel. Es gibt bei Alpha Centauri für jede Einheit eigene Menüs die bequem per rechtsklick aufgerufen werden können. In einem Display werden auch je nach Position des Mauszeigers (Cursor) die Beschaffenheiten des Bodens oder die Werte einer Einheit preis gegeben. Über das Menü kann man Einfluss auf fast alle Dinge nehmen. Sprich man kann sich z.B. ansehen was gerade erforscht wird, oder festlegen was erforscht werden soll. In der Mitte der Oberfläche hat man ein großes freies Feld, wo die Neuigkeiten des jeweiligen Jahres (eine Runde = 1 Jahr) oder aber ein Gruppierungsvergleich gezogen wird. Sprich wer in welcher Wertung führt. Dies sind dann z.B. Militär, Territorium, Bevölkerung, Reichtum, etc. Und auf der rechten Seite ist ein Feld das sich „Kommunikation“ nennt denn immer wenn man eine Rasse trifft kann man sie auch kontaktieren. Später ist es dann auch möglich ein Konzil einzuberufen um den Planetenführer zu wählen oder gewisse Anträge durchzusetzen. So kann man später die Polkappen schmelzen und Landmasse verschwinden, Solarschirme aufspannen was zu einem Landgewinn führen würde. Auch ist es möglich einen globalen Handelsvertrag auszuarbeiten, die Reste der Unity zu bergen oder gar die UN-Charta zu kündigen was den Einsatz von planetaren Raketen erlauben würde. (ich sag dazu nur grausame Sache!!!) Ebenfalls auf der rechten Seite befindet sich eine Minikarte auf der man bequem gewisse Punkte anklicken kann ohne das man auf der großen Karte lange scrollen muss und zu guter letzt noch die Angabe des Jahres und der jeweiligen Energievorräte.
Das soll aber fürs erste genug zur Oberfläche sein, gehen wir doch einmal näher auf die Spielfunktionen ein. Nun bin ich also als Lady Larasia die Grüne, Anführerin der Gaianer auf Alpha Cantauri gelandet. Ich stehe auf einem Turm meiner Basis und überblicke das naheliegende Land. Umgeben ist es von Felsen, Weiden und Fungus. Was ist Fungus? Fungus ist ein besonderes Material das der Planet selbst ausspuckt, in ihm verbergen sich gefährliche Psychoviren die den Siedlern schwer zu schaffen machen können. In der Ferne erblicke ich das Meer in dem ebenfalls dieser Fungus treibt. Er scheint überall zu sein, ich gehe zu meinen Beratern und erlaube ihnen erst einmal die Forschung aufzunehmen und mit meiner ersten Einheit (einer Scouteinheit beginne ich in den folgenden Jahren die Kapseln der Unity einzusammeln) Es gelingt mir dadurch neue Ressourcen auf dem Planeten zu ergründen und einem Buggy (eine Art Geländefahrzeug) zu sichern der mir nun zur Erkundung dient. Nach wenigen Jahren ist es mir möglich ein Terraformingfahrzeug zu entwickeln und kurz zuvor entsandte ich die erste Koloniekapsel um in einigen Feldern Entfernung meine erste Kolonie zu gründen. Als erstes wird eine Militäreinheit gebaut damit die Kaserne der Stadt besetzt ist und die schutzlosen Siedler vor Angriffen der Psychoviren sicher sind. Die Terraformer tun ihre Arbeit und bescheren uns Felder, Minen, Straßen und Solarkollektoren die die Faktoren Nahrung, Mineralien und Energie in die Höhe treiben. Mineralien sind ganz wichtig für eine Stadt, denn für jede Einheit die die Stadt erstellt muss sie Kosten tragen. Ein LKW braucht ja schliesslich auch Wartung und Sprit um arbeiten zu können.
Meine Forschung schreitet von dannen, die Terraformer verrichten ihre Arbeit während es meinen Einheiten nun endlich gelungen ist einige Psychoviren zu fangen und für uns nutzbar zu machen. Diese ziehen nun ebenfalls durchs Land. Die Karte wird langsam aufgedeckt und ich begegne der ersten anderen Gruppe. Es ist eine gegnerische Einheit die sich mit einer meiner Viren getroffen hat. Es wird ein Kontakt aufgebaut und das erste was mein Gegenüber tut er droht mir mit seinen ach so fortschrittlichen Einheiten. Einmal müde gelächelt wird seine Drohung in den Wind geschlagen und schon bietet Bruder Lal von den Pazifisten mir einen Freundschaftsvertrag an den ich in einer so frühen Phase des Spieles gerne annehme. So wird noch einige Forschungsergebnisse verglichen und ich entscheide mich auf die Bitte Lals hin ihm ein Darlehen von 300 Energieeinheiten zu übermitteln für die er in den kommenden 100 Jahren pro Jahr 5 Energieeinheiten an mich zurückerstatten wird. Ich denke noch bei mir das es hoffentlich zwischendurch keinen Krieg geben wird. Unsere Wege trennen sich wieder und mit der Karte von Lal kann ich nun schon etwas mehr von der Weltkarte überblicken. Die Forschung ist unterdessen soweit fortgeschritten das ich mir über die Planung meiner Einheiten gedanken machen muss. Flott werden ein paar Kundschafter ausgesandt die mir die Daten des eigenen Workshops übermitteln sollen. Als ich sie erhalte mache ich mich mit einigen Fachwissenden daran neue Modelle zu entwickeln. So erstelle ich einen schnelleren Terraformer und rüste einige Einheiten auf. Mit Blick auf mein Budget werden dann noch einige Truppen in die Städte zurückbeordert um sie neu auszurüsten. Bis zu 32.000 verschiedene Einheiten soll es in Alpha Centauri geben. Es gibt also viel zu planen. Die Jahre vergehen, gestartet sind wir im Jahre 2.100 und unterdessen schreiben wir das Jahr 2.165 ich habe Kontakt zu den Spartanern aufnehmen müssen die mir leider nicht so freundlich gesonnen sind. Ich kam mit Bruder Lal überein dieser Gruppierung den Krieg zu erklären und rüste meine Städte zum Ernstfall. Ihre Einheiten lassen nicht lange auf sich warten und schon bald befand sich mein kleines aber schon recht kraftvolles Reich im Kriegszustand was mich natürlich enorm in der Entwicklung bremste. Denn eigentlich müsste ich viele neue Gebäudetypen in meinen Städten fertigen um mit der Fülle von Einheiten die mir entgegengestellt werden klarzukommen wird aber alles an Energie in die Aufrüstung gesteckt. Bruder Lal kämpft tapfer doch bei ihm fallen die ersten Städte und so entscheide ich mich ihm Hilfe zu senden und nach kurzer Zeit verkünden wir beide einen Pakt.
An der Front scheine ich nicht ganz soviel Glück zu haben wie mit der Entwicklung neuer Technologien und der Befriedung meines Hinterlandes. Meine Psychoviren überallen erfolgreich feindliche Einheiten und fallen erschreckend effektiv über gegnerische Siedler her. Ein wenig wehleidig ist mir schon beim Gedanken daran, aber wer dem Planeten schadet muss dafür einen hohen Preis zahlen.
Was bietet Alpha Centauri:
Ø Entwicklung von bis zu 32.000 verschiedenen Einheiten Ø Terraforming des gesamten Planeten Ø Diplomatische Möglichkeiten Ø Durch die Einstellungsmöglichkeiten unendlich oft spielbar Ø Hohe KI der Gouverneure Ø Multiplayerfunkion (nicht getestet) Ø Einstellung der Software auf fast jedes System möglich
Hiermit möchte ich meine Geschichte beenden und langsam zum Fazit überschwappen. Alpha Centauri bietet eine riesige Fülle an Möglichkeiten. Nicht nur Kampfeinheiten die zu Land, Luft, Wasser oder halb/halb (Schwebepanzer und Todesstationen) agieren so gibt es auch Kolonie- und Terraformingeinheiten. Scouts, Spione und Transporter gehören dazu wie auch Bodenverbesserungen wie Bunker, Sensoren, Luftlandestützpunkte oder Thermalbohrlöcher. Stufenspiegel erhöhen unsere Ernteeinnahmen während Kondensatoren es häufiger regnen lassen. Terraformer können das Land ebnen, absenken oder gar erhöhen. Straßen oder Magnetröhren ermöglichen es dem Spieler Einheiten schnell zu verschieben oder einer Stadt schnell zu Hilfe zu eilen. Später wird es möglich sein orbitale Stationen zu bauen die unsere Erträge erhöhen oder feindliche Raketen aus dem All abfangen und zerstören können um größeres Übel zu verhindern. Es wird möglich sein verschiedenste planeteneigene Einheiten zu züchten die ebenfall zu Boden, in der Luft und im Wasser agieren und Angst und Schrecken unter unseren Feinden sähen werden.
Alpha Centauri besticht durch die verschiedenen Arten zu siegen, so muss man nicht alles mit purer Militärmacht und der daraus resultierenden Materialschlacht erdrücken. Man kann ganz andere Ziele anstreben. So ist es möglich die anderen Völker unter sich zu vereinen, einen Friedenspakt zu schliessen, die Tranzendenz anzustreben die es den Menschen ermöglicht den höchsten Stand der Evolution (reine Energie) zu erlangen oder auch die Möglichkeit einen wirtschaftlichen Sieg zu erringen ist möglich. Die Forschung teilt sich in vier Bereiche auf dessen Schwerpunkte: Forschung, Kampf, Ökologie und Ökonomie sind. Die Fülle der Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt und doch war es schade für mich festzustellen das es nicht möglich ist das Spiel wirklich endlos zu spielen. Jedes Spiel endet wenn man das Jahr 2.600 erreicht und man in einen Zwangsruhestand gehen muss. Danach kann man zwar noch weiterspielen, aber dies fliesst nicht mehr in die Bewertung mit ein. Ja, ein Spiel endet nicht einfach nur sondern man wird als Leiter bewertet. Bei meinem allerersten Versuch errang ich einen schnellen Sieg durch Tranzendenz. Was auch etwas störend ist ist das sich der Planet früher oder später beginnt gegen zu hohes Terraforming oder überhöhte Schadstoffausstösse zu wehren. So versinkt das Land früher oder später im Meer, der Fungus breitet sich überall aus und gigantische Psychovirenschwärme überfallen die Städte. Wer da nicht frühzeitig gerüstet ist hat keine guten Chancen wobei es manchmal ganz spassig sein kann zu sehen wie die kleinen feindlichen Städte in den Fluten versinken.
Leider muss man sehr viel klicken wenn man alles im Auge behalten will, doch auch hier hat Sid Meier an alles Gedacht. Nicht nur das man die Städte durch intelligente (KI) Gouverneure steuern lassen kann, nein auch Einheiten kann man problemlos patroulieren lassen. Terraformer kann man dazu anweisen die eigene Heimatstadt aufzurüsten, automatisch Strassen zu bauen oder Xenofungusfelder zu entfernen. Somit machen diese alles automatisch und erst wenn ihre Aufgaben erfüllt sind fragen sie nach neuen Aufträgen.
Auch wenn dieses Spiel schon etwas älter ist so ist der grafische Anspruch ja garnicht so hoch. Aber was sag ich Grafik? Mit gewissen Entwicklungen oder Forschungsergebnissen ist es möglich ganz spezielle Goodys zu bauen. Dies wirken sich dann positiv auf die eigenen Städte aus. Wenn man so etwas spezielles entwickelt hat (kann nur 1x gebaut werden und nur von je einem Volk) erscheint immer eine Animation. Ein kleiner Clip wird eingespielt der etwas über die Entwicklung erzählt. Sehr schön aufgemacht auch wenn die meisten 3D Animationen mit dem heutigen Standard garnicht mehr zu vergleichen sind. Ein Spiel das ich gerne weiterempfehlen möchte, auch wenn es keinen wirklich befriedigenden Langzeitspass für mich vermittelt hat. Spielen tue ich es nun etwa zwei Wochen mal mehr mal weniger. Ich habe so einiges versucht und viel neues gelernt. Beim ersten Mal vergisst man ja soviel oder beachtet nur gewisse Aspekte während man später dann auch gerne mal auf Infiltrationseinheiten zurückgreift die gegnerische Städte übernehmen, feindliche Einheiten zerstören oder gar ihre Moral/Integrität unterwandern als das diese zu uns überlaufen. Während viele andere Spiele nach dem Motto:
Ø erkunde > baue > entdecke > zerstöre
ablaufen ist Alpha Centauri weitaus vielfältiger. Viele Punkte habe ich schon angeschnitten, aber wie weiter oben bereits erwähnt ist es nicht unbedingt oder zwingend notwendig andere Gruppierungen zu zerstören, ihren Anführer gefangenzunehmen und zu verhören. Vielmehr kann man komplexe Handelsverträge ausarbeiten, einen Pakt schliessen. Diese ermöglichen es einem sich frei im Land und den Basen des Feindes zu bewegen. Man kann mit seinen Paktpartnern oder Verbündeten Schlachtenpläne und Angriffsziele abstimmen und diese Bemühungen verstärken. Man kann sich Energieeinheiten zu gewissen Zinssätzen leihen, jemandem etwas schenken oder etwas erzwingen. Bündnisse sind oft schwer geschlossen aber leicht zu brechen. Ich möchte nicht sagen das man ein Intrigengespinst aufbauen kann (auf das Spiel warte ich noch) aber man kann schon einige Geschicke leiten. Wenn man stark und mächtig ist kann man Freunde aber auch Feinde dazu überreden ihre Stimmen an einen im Konzil zu vergeben. Forschungsergebnisse werden getauscht und so das Leid des anderen gelindert und der eigene Zustand verbessert. Die Feinde spielen oft mit gezinkten Karten so rasseln sie gerne mit den Säbeln oder erklären voreilig den Krieg/Vendetta. Aber manchmal sollte sich der Spieler wirklich vorsehen denn es kann immer mal zu einer Materialschlacht kommen. Und man sollte gut aufpassen wen man angreift denn wer weiss mit wem dieser paktiert und schwupp die wupp steckt man in einem Weltkrieg.. *kreisch* und sowas kann sich nur eine übermächtige Gruppierung leisten, denn niemand schafft es alle Seiten seines Territoriums gleichsam zu schützen. Denn Wasser ist überall und die Luft bietet ganz andere Angriffsziele. Seit wachsam...
Kurzübersicht:
.Spieltitel: Alpha Centauri .Entwicklerstudio: Firaxis Games .Entwickler: Sid Meier .Publisher: Electronic Arts
.Neupreis: € 4,99 (Dice Multimedia im Hardcase) .Anleitung: auf CD in deutsch
.Betriebssystem: Windows 95 und aufwärts .Prozessorleistung: 133Mhz + (Pentium 200 empfohlen) .Arbeitsspeicher: 16 MB (32 MB empfohlen) .Grafikkarte: 2MB Speicher und DirectX 6.0+ kompatibel .Soundkarte: DirectX 6.0+ kompatibel .Laufwerk: 4x mit min. 600k/sec Transferrate .Festplattenspeicher: minimal ab 60MB
.Altersempfehlung: Eu ohne > Deutschland ab 12 Jahren
Um endlich zum Schluss zu kommen, ich kann das Spiel wirklich nur an jeden Strategiefan weitergeben. Es ist zwar keine geschichtliche Veränderung der Einheiten möglich wie in z.B. Age of Mythology oder Age of Empires, aber dafür bietet dieses Spiel viel mehr für Planer und Denker. Was mir persönlich fehlt ist eine Art kleiner Stadtplaner der im Spiel eingebaut ist oder zumindest die Möglichkeit dieses anzuwenden. Die Geschichte selbst ist ja ein Menschheitstraum. Der guten alten Erde, unserem blauen Planeten den Rücken kehren und auf einem fremden Planeten ein ganz neues Leben zu beginnen. Würden wir es besser machen? Würden wir uns anders verhalten? Würde die Reife oder der Egoismus siegen? Ich weiss es nicht, aber in dem Falle tendiere ich notgedrungen wohl doch zum Egoismus. Wo es was zu holen gibt ist der Mensch nämlich wie ein Geier.
Für Spieler die nicht viel Zeit haben, oder sich lieber mit Actionspielen beschäftigen ist dieses Spiel garnix. Auch für Sim City oder The Sims Anhänger dürfte dies nix reeles sein. Denn die Schwerpunkte sind doch klar anders gelegt. Für mich ist es einfach Schade das das spiel nicht immer weiterläuft und das sich andere Gruppierungen immer von selbst ausradieren. Manchmal hat man gerademal eine entdeckt da sind drei weitere bereits ausgelöscht worden. Die Schwierigkeitsstufen sind echt der Hammer, ist man in „Bürger“ schon gut beschäftigt hat man zwei Stufen weiter schon kaum noch eine Chance. Und das ganze kann man noch weiter steigern, je nachdem wie man die Optionen der KI einstellt..
Ein Spiel also das mich noch einige Zeit in den Bann ziehen wird und evtl. ergibt sich ja sogar mal ein Onlinematch. Obwohl ich mir das aufgrund der Rundenbasierenden Modi nicht ganz so prickelnd vorstelle. Im moment kenne ich kein Spiel das an Alpha Centauri herankäme zumindest was dieses Genre betrifft.
Ich hoffe euch hat der Bericht gefallen und ihr konntet etwas hilfreiches entnehmen. Denen die finden das er viel zu lang ist möchte ich doch bitten einfach die entsprechenden Bereiche zu überspringen. Wenn noch fragen sein sollten einfach in mein GB schreiben oder einen Kommentar hinterlassen.
Allen meinen Lesern wünsche ich nun ein tolles Wochenende und daraufhin einen guten Start in die neue Woche. Wer kommt eigentlich alles zum Bremer Stammtisch nächsten Monat? *grins*
Lieben Gruß Kai aka. (Guerin)
Dieser Bericht ist unseren Politikern gewidmet die es bald geschafft haben das es so abläuft wie in diesem Spiel. Erhöht ruhig eure Diäten. Ich wäre ja dafür das man Politiker wie Manager in der Wirtschaft nach Erfolg und dem Dienst am Bürger bewertet und demnach auch entlohnt. Warum muss der kleine Max als Auszubildener mehr Angst um seinen Job haben wenn er etwas falsch macht als ein Herr Minister der Millionen aus dem Fenster wirft. *kopfschüttel*
Pro: tieefgehendes und durchdachtes Spielkonzept; sehr hoher Spielspaß Kontra: bei Projekten und Forschung wurde grafisch etwas gegeizt
Spiele, die vor ein oder zwei Jahren bereits erschienen sind, stehen ja grundsätzlich mal in dem Ruf, dass alleine schon durch die damals üblich verwendete Farbpalette und die Auflösung längeres Spielen zu „Augenkrebs“ oder „Ästethikverlust“ führt; wenige ...
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Grafik
Sound
Multiplayer:
Bedienung
sehr hilfreich
10.08.2003
No Sex..... Bewertung für Alpha Centauri (PC)von
Moneysafer
Pro: packend, durchdacht und detailreich in Story und Ausführung Kontra: noch keins gefunden
Wenn (oder weil) der letzte Bericht über Sid Meier´s "Alpha Centauri" von der Firma Firaxis Games auch schon eine Weile her ist, so will ich dennoch versuchen den/die geneigte/n Leser/In zu verführen. Und zwar zum "suchen, kaufen und Spielspass ohne Ende ...
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Pro: vieles ist anders als in anderen strategiespielen Kontra: nicht die beste grafik
...Zur Sicherheit möchte ich erwähnen, dass es sich bei dem hier beschriebenen Alpha Centauri um ein PC-Spiel handelt...
Grafik ist nicht alles. Nach diesem Motto wurde anscheinend auch Alpha Centauri entwickelt ... und das Ergebnis kann sich wirklich seh ...
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Jetzt spiele ich Alpha Centauri schon seit über 2 Jahren fast ununterbrochen und werde trotzdem das Gefühl nicht los, noch nicht alles erlebt zu haben, was dieses wohl brillanteste Spiel aller Zeiten (Danke Sid Meier, ich liebe dich!) mit der Komplexität ...
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Das zweite Spiel von Firaxis, der Firma des Civilization-Erfinders Sid Meier, entführt Sie in das Jahr 2100. Nach der Jahrtausendwende wird die Menschheit immer mehr von Krieg, Hunger und Krankheit bedroht und beschließt, eine ferne Welt zu kolonisieren, ...
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Pro: Spielspaß über Wochen mit anderen Mitstreitern Kontra: Spiel beendet sich nach dem Speichern selbstständig
...Den beliebten Civilisation Nachfolger "Alpha Centauri" von Sid Meyer kann man auch per EMail mit bis zu 7 weiteren Mitstreitern (also insgesammt 8 Personen, Menschen oder vom Computer übernommene Spielparteien) als EMail Spiel im Rundenmodus spielen.
Nach dem normalen Zug, wie im sonstigen Einzel- oder Mehrspielerspiel, drückt der Spieler auf "Runde beenden" und gelangt dann automatisch in einem Auswahl-Menü, ob der nächste Spieler am selben Computer (HotSeat-Modus) spielen möchte, oder ob gespeichert und beendet werden soll. Bei letzterem gelangt man dann ins Speichern-Menü und kann den gewünschten Dateinamen eingeben. Nach dem Speichervorgang beendet das Spiel selbstständig. Dies ist auch einer der wenigen Kritikpunkte, da wenn man mehrere EMail-Spiele am laufen hat, jedes mal das Spiel wieder von Desktop aus neu Starten muss...
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Pro: KOMPLEXITÄT wird weiter ausgebaut Kontra: leider für mich immer noch nicht genug
....
Dabei steht dem Spieler eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Verfügung. Sie können bei Alpha Centauri den Sieg auf verschiedenste Weise erlangen. Als erste Möglichkeit hätten wir da natürlich den militärischen Sieg, d.h. alle anderen Mitspieler platt machen. Als weitere Möglichkeit gibt es diesmal auch einen diplomatischen Sieg, welcher eintritt, wenn man vom Planetenkonziel, als uneingeschränkter Herrscher anerkannt wird. Als nächste Möglichkeit gibt es auch noch den Sieg über die Erfindungen. Erfinden sie einfach alles und bauen das letzte Weltwunder und schon sind sie der Herrscher über Alpha Centauri.
Noch ein kleiner persönlicher Tip von mir. Zieht Euch das Patch aus dem Netz und ihr erhaltet eine Hotseatfunktion, so daß ihr mit mehreren Spielern an einem Rechner zocken könnt. Mehr als zwei Spieler sollten sich aber trotzdem nicht vor...
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...Hallo liebe Leser,
hier möchte ich über eines meiner Lieblingsspiele am PC berichten, wenngleich es sich um ein älteres Spiel handelt.
>>>>> Inhalt > Worum geht es...
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