Öde und spannend zugleich
21.06.2007
Pro:
super Grafik, gut erzählte Story
Kontra:
miese KI, wenig abwechslungsreiche Gegner, lineare Level
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Grafik
Sound
Multiplayer:
Bedienung
mehr
 lutz-lothar
Über sich:
Hallo. Ich bin Gegenleser, wer Interesse hat, einfach melden :)
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Heute möchte ich euch einmal kurz den Shooter Alpha Prime der Spieleschmiede Black Elements vorstellen. Im Spiel schlüpfen sie in die Rolle von Arnold Weiss, der zu Beginn von seiner Ex-Freundin Livia gebeten wird mit ihr zur Minenkolonie Alpha Prime zu fliegen, um dort nach ihrem verschollen Freund Warren zu suchen. In dieser Mine wird das Element Hubbardium abgebaut, das wohl jemand namens Hubbard entdeckt hat. Dieses wird von den Menschen zu Drogen weiterverarbeitet, welche die Zeit um einen herum verlangsamen können. Außerdem drehen sich Geschichten um Hubbardium, wie das es von einem Monster namens Glomar bewacht wird, beziehungsweise, dass es direkt in Glomars Herz entsteht. Als Arnold und Livia bei der Mine ankommen, gerät ihr Schiff in ein Minenfeld und wird beschädigt, leider kann Livia das Schiff nicht verlassen und Arnold muss alleine auf den Planeten. Dort herrscht das blanke Chaos, denn sofort wird er von verrückt gewordenen Robotern angegriffen. Später kommen dann auch noch ein paar Marines hinzu, die von der Firma, die die Mine betreibt beauftragt wurden Glomar, oder sein Herz zu finden. Im Verlauf der Geschichte lernen sie auch noch einige Gefährten, wie z.B. den Hacker Bruce kennen und es kommt immer zu Wendungen in der Story, die man so eigentlich nicht erwartet hätte. Sie erfahren das die Firma bereits schon einmal versucht hat Glomar von Alpha Prime wegzuschaffen und dies erst das gegenwärtige Chaos verursacht hat, wer oder was Glomar eigentlich ist und warum Livia sie nicht auf den Planeten begleitet hat. Die allgemeine Präsentation des Spiels ist wirklich gut gelungen. Die Grafik ist wirklich schick, Texturen sind wirklich scharf und werden viele schöne Lichteffekte auf den Bildschirm gezaubert. Außerdem werden recht viele Bump-Maps und ähnliches genutzt, die Grafik kann man am besten mit Doom 3 vergleichen allerdings wirkt alles nicht ganz so plastikähnlich, wie bei Doom. Auch was die Systemanforderungen angeht ist das Spiel recht genügsam, ich konnte es ohne Probleme auf meinem Athlosn X2 3800+ mit 1 Gb Ram und einer X800 SE ohne Probleme mit höchsten Einstellungen spielen, das einzige Problem was auftrat, war das sich das Spiel in der Auflösung 1440*900 nicht mehr starten lies und ich den wert in der Configdatei des Spiels ändern musste. Ansonsten gab es keinerlei Probleme oder Abstürze. Nicht nur die Grafik ähnelt Doom sondern auch der Stil, so läuft man hauptsächlich durch enge Korridore, ab und zu mal über die Planetenoberfläche, die dem Mars verdammt ähnlich sieht und am Ende geht's noch mal durch eine Mine, die der Hölle ähnelt. Auch die Charaktere sehen denen aus Doom ziemlich, nur der Anführer der Marines ist da eine Ausnahme, der sieht nämlich aus, als ob er direkt aus Gears of War käme. Die Story des Spiels wird ziemlich spannend erzählt und es gibt immer wieder Wendungen, die einen dazu animieren weiter zu spielen. Die Gespräche haben immer einen etwas alltäglichen Touch, so als ob sich zwei Kollegen unterhalten würden und Arnold mit sein sarkastischen Art war einem richtig sympathisch. Die Sprecher im spiel sind eher obere Mittelklasse, sie sind schlecht, aber auch nicht wirklich gut.
So nach den eher positiven Seiten, nun die schlechten. Als erstes ist das Spiel leider viel zu Linear, man hat immer nur einen vorgegebenen Weg und sonderlich viel Abseits des Weges gibt es eigentlich nicht zu entdecken, da ein Abseits des Weges nicht existiert. Auch die KI der Gegner ist wirklich nicht überragend, diese suchen zwar Deckung, allerdings suchen sie immer die gleiche, da die Positionen im Code wohl fest vorgegeben sind. Man such sich also eine geeignete Stelle, tötet den Gegner und wartet bis der nächste an die gleiche Position läuft. Außerdem gibt es noch das Phänomen, das Gegner mit MGs einen überhaupt nicht treffen sobald man sich um sie herum bewegt, die mit den Schrotflinten einen aber aus so gut wie jeder Lage treffen. Außerdem ist die Gegnervielfalt nicht sonderlich hoch, es gibt Roboter in unterschiedlichen Farben, auch die Marines unterscheiden sich eher nur farblich, dann gibt es noch zwei schwer gepanzerte Marines, einen mit Flammenwerfer, einer mit Raketenwerfer und das wars auch schon mit der Abwechslung. Die Musik des Spiels ist auch eher schlecht als recht, es handelt sich dabei um so einen Techno Misch Masch der einem nach einer Weile schon auf die Nerven fallen kann. Zur Steuerung des Spiel lässt sich eigentlich nicht viel sagen, die besteht wie im Genre üblich aus einer Kombination aus Maus und Tastatur. Auch das Waffenarsenal ist eher Standard und man hat eine Pistole, Schrotflinte, MG usw. nix außergewöhnliches, das einem den Mund offen stehen lässt. Im Spiel kann man dann noch eine Art Bullet-Time einsetzen, die die Gegner verlangsamt, vorausgesetzt natürlich man hat genug Hubbardium eingesammelt. Außerdem kann man dann noch Geschützturme und ähnliches hacken und fernsteuern, was allerdings auch nichts weltbewegend neues oder ungewöhnliches ist. Das einzig positive was es noch zu erwähnen gibt, ist das man so gut wie alle Objekte in einem Level bewegen und verschieben kann, so muss man zum Beispiel um in Kisten zu schauen erst den Deckel weg heben und nicht einfach eine Taste drücken. Solche Dinge steigern für mich die Atmosphäre doch enorm.
Insgesamt ist Alpha Prime ein recht solider Shooter für zwischendurch, die spannende Story motiviert einen weiterzuspielen und man kann auch hier und da mal ein paar liebevolle Details, wie eine "Döff-Bier" Dose entdecken (kleiner Seitenhieb an die Simpsons). Auch die Characktere wirken überzeugend und nicht aufgesetzt. Allerdings reißen die KI und die linearen Level den Gesamteindruck doch recht runter. Ich würde 6 von 10 Punkten geben.
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23.06.2007 15:20
Nunja, soll ja durchaus leute geben, die dann und wann mal in England sind und sich da auch mal ein Spiel vom Grabbeltisch mitnehmen, da 14 Pfund ja auch nich so sehr viel sind. (Sofern du diese Andeutung verstehst...) Ansonsten kannst du das Spiel natürlich auch hier runterladen, was auch für deutsche möglich ist.: http://www.sprocketidea.com/zencart/index.php?main_page=product_info&products_id=13&news_id=11 Bei Amazon.uk ist es auch zu haben und wenn du in ner größeren Stadt wohnst oder nen guten Händler an der Hand hast ist es sicher auch nicht sonderlich schwierig ranzukommen. Naja aber wenn ich mir deine eigenen Berichte so anseh, weiß ich was die zickige Art soll, schade eigentlich ;)
22.06.2007 19:06
Und wo bekommt man nun diese englische Version?
22.06.2007 12:18
englische version... ändert allerdings am spiel nichts.