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Somit oute ich mich nun auch noch als Alphateam-süchtig, und das schon seit Urzeiten. Ich spreche mir aber dennoch einen klaren Beurteilungsblick zu...
Also einmal ist es eine Meisterleistung, mit nur wenigen Handlungs-Räumen eine seit mehreren Jahren laufende Serie zu produzieren. Die ... Bericht lesen
Erfahrungsbericht von LeaofRafiki über Alphateam 15.10.2000
Produktbewertung des Autors:
Kultstatus:
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Action:
viel
Spannung
ziemlich spannend
Spaß
groß
Dialoge:
durchschnittlich
Pro:
offenbart sich erst nach mehreren Folgen
Kontra:
offenbart sich erst nach mehreren Folgen
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Letzte Woche war es wieder soweit! Die erste Folge der neuen Staffel vom alphateam wurde gesendet. Huch, DIE guckt sich so ne Ärzte-Soap an??? Ich muß zugeben: ja, leidenschaftlich gerne... Und um diese Leidenschaft zu begründen, hab ich nun nichts Bessres zu tun, als darüber zu schreiben. Und Vorsicht, es folgt ein Loblied... weil ja, eben weil - warum eigentlich? Jedenfalls hat es dieses SAT1-Produkt geschafft, mich jeden Donnerstag abend an den Bildschirm zu fesseln - wobei ich mir bei Wiederholungen schon mal frei nehme. Nun zum warum ein Loblied? Hier erstmal als Warnung vorweg: man kann eine Soap nicht nach dem Betrachten einer einzigen Folge be- geschweige denn verurteilen. Das wäre so, wie wenn man von einem mißratenem Sprößling gleich auf die ganze Sippschaft schließen wollte, was zugegebenermaßen nicht selten passiert. Somit oute ich mich nun auch noch als Alphateam-süchtig, und das schon seit Urzeiten. Ich spreche mir aber dennoch einen klaren Beurteilungsblick zu...
Also einmal ist es eine Meisterleistung, mit nur wenigen Handlungs-Räumen eine seit mehreren Jahren laufende Serie zu produzieren. Die anderen Mediziner-Soaps brauchen mehr, ohne deswegen attraktiver zu sein. Das Alphateam spielt eben NUR in der Hansa-Klinik, es gibt keine Außenaufnahmen, keine bebilderten Abstecher in das Privatleben der Handelnden, während Schwester Stef/ph/anie schon mal zu Außenaufnahmen im trauten Heim oder weiter Flur verdonnert wird. Bei Alphateam bleibt es bei Empfang, Wartezone, Behandlungs- Röntgen- und OP-Räumen, Labor und Mitarbeiteraufenthaltsraum, seltener mal die Umkleiden oder das Chefzimmer. Andersherum betrachtet, über mehrere Folgen hinweg bekommt man einen guten Einblick in einen Klinikablauf. Hierzu wären als nächstes die Kämpfe der Belegschaft um bessere Arbeitsbedingungen zu nennen. Es herrscht Personalknappheit, frei gewordene Planstellen bleiben lange Zeit unbesetzt, die Schwesternschülerin/nen müssen wie überall um ihre Übernahme bangen, jeder schuftet bis zum Umfallen, selbst der Arzt im Praktikum bleibt nicht verschont. Auch dies ein Abbild der Realität.
Aber dies allein macht noch keine gute Serie aus. Eine solche lebt nämlich vordringlich von den Charakteren, die sie ausmachen. Und die waren durch die Bank weg gut, um nicht zu sagen teilweise skuril. Jede/r hat seine Eigenheiten und Macken, die von den jeweils anderen liebevoll auf die Schippe genommen werden. Allerdings ist mir aufgefallen, daß von Staffel zu Staffel die Charaktere flacher werden, aber vielleicht ist dies auch einer Frage der Anpassung an Soapverwöhnte Sehgewohnheiten mit möglichst wenig Vergraulungspotential oder ein Abnutzungseffekt?. Hier die derzeitigen Protagonisten im einzelnen:
Oberschwester Gisela ist das Herz des Ganzen. Eine resolute ältere Dame mit Biß, die sogar einen Oberarzt oder Chefarzt anfaucht, wenn's sein muß. Zudem hat sie eine soziale Ader und Nebenbeschäftigung: sie kümmert sich um Junkies. In größeren Abständen tauchte früher immer mal wieder eine/r ihrer Schützlinge in der Notaufnahme auf, was zu mehr oder weniger heiklen Interessenskonflikten führt. Zuletzt ließ sie ihrem diesbezüglichen Wissen freien Lauf, als sie Dr. Brotesser auf die Drogenabhängigkeit seiner Freundin aufmerksam machte.
Oberpfleger Brennecke, Vater von sieben Kindern, leicht cholerisch und schusselig ist der Gegenpol von Schwester Gisela. Köstlich amüsant wie eh und je die Käbbeleien zwischen den beiden, die letzendlich doch ein Herz und eine Seele sind.
Dr.Voß, ein ehemaliger Militärarzt, der anfangs zuweilen in den alten Ton zurückfiet, im Laufe der letzten beiden Staffeln aber mehr und mehr an Profil gewonnen hat, als Leiter der Notaufnahme.
Dr.Brotesser, auch liebevoll "Broti" genannt, Internist und Oberarzt, alleinerziehender Vater. Letzteres wird er bleiben, nachdem er mit seinen Frauen einfach kein Glück hat. Die letzte, war drogenabhängig und verpraßte sein Geld, am Ende wurde er gar Opfer damit zusammenhängenden eines Überfalls und stattet der Notaufnahme z.Zt. Bestenfalls Besuch als Patient ab.
Dr.Pacek, der immer wieder auf die Schnauze fallende Frauenheld, ständig auf der Suche nach neuen Nebenerwerbsmöglichkeiten. Ich trauere wirklich den Folgen hinterher, in denen er versuchte, kistenweise Wein, Staubsauger, oder sonstwas, was glänzenden Profit (leider nur) versprach, an den Mann resp. die Frau zu bringen. Beide werden in Bälde das Alphateam verlassen, um sich selbständig zu machen.
Dr. Eberhard Scheu, ein schwuler Anästhesist, der auf die Stelle eines Chirurgen gewechselt ist. Womit er eigentlich als bisexuell bezeichnet werden müßte - wandelt aber nach seinem Seitensprung mit Martina Behrend (s.u.) weiter auf männlich orientierten Freiersfüßen. In seiner Freizeit ist er Box-Lehrer für benachteiligte Jugendliche.
Veronika, die nikotinsüchtige Laborantin, ständig auf der (erfolglosen) Suche nach einem zu ihr passenden Mann. Auch der Versuch, sich mit einem Sohn von Brennecke zu verheiraten, scheiterte
Dr. Yasemin Fichtel, eine iranische Ärztin, wunderschön und straight, so lange es um den Job geht. Privat schwankt sie nach wie vor zwischen ihrem Ex-Gatten in spe und Dr. Voss.
Dr. Müller ist neu im Team als Ersatz für die ausgeschiedene Anästhesistin. Seinen Einstand hatte er mit großem Hokus Pokus, um eine Patientin zur Einwilligung in eine Blinddarmoperation zu überreden.
Mittlerweile ausgeschieden sind bzw. werden im Laufe dieser 7.ten Staffel das Alphateam verlassen: - Andreas Schenk als Arzt im Praktikum. Ein liebenswerter Streber, männliche Jungfrau und schwäbischer Pendant, der in eine Redakteurin verknallt war, sich aber von ihr distanziert hat, nachdem sie vertrauliche Mitteilungen über Pacek in die Zeitung lanciert hatte. - Martina Behrend, eine HIV-positive Anästhesistin, ehemalige Freundin von Eberhard Scheu, dem schwulen Anästhesisten, begeisterte Motorradfahrerin und Trekking-Fan, hat sich am Ende der letzten Staffel entschlossen, als Entwicklungshelferin ins Ausland zu gehen. - Röntgenassisentin Barbara, farbige alleinerziehende Mutter, verbandelt mit Dr.Brotesser. - Die ehemalige Schwesternschülerin Lisa, Benjamin im Team ist die immer wieder Getretene, im Vergleich zu ihrer Vorgängerin ( allerdings für meinen Geschmack zu zahm ausgefallen. Es haben natürlich viel, viel mehr "Personalwechsel" stattgefunden, aber die sind schon so lange her, daß es nicht mehr lohnt, sie aufzuzählen...
Insgesamt wie schon gesagt ein skuriles, multikulturelles, multisexuelles Team (Halt, eine Lesbe fehlt noch), dessen Feinheiten sich erst nach mehreren Folgen in aller Pracht enthüllen, und mindestens genauso wichtig: sich nie widersprechen. Alle Veränderungen sind als Entwicklungen über mehrere Folgen nachvollziehbar.
Jede Folge besteht aus mehreren Handlungssträngen. Meist werden jeweils drei, seltener vier medizinische Fälle abgehandelt. Über deren Realitätsgehalt möchte ich mich hier nicht weiter auslassen, 15 Minuten sind einfach zu kurz für fundierte Dokumentationen... Daneben aber gab es immer einen roten Faden pro Sendung, sei es, daß ein Kind verschwunden war, oder Brennecke mal wieder seine Brille verloren hatte (die dann alle je nach freien 5 Sekunden suchten), das der Geburtstag eines Teammitglieds vorbereitet, alle Versuche des Geburtstagskindes aber auf sich aufmerksam zu machen beharrlich negiert wurden, und im Abspann eine Riesenparty doch noch stattfand, oder wie in einer früheren Folge sowohl Opfer als auch Mitwirkende einer Flugzeugentführung behandelt werden mußten. Zudem, und das macht erst eine gute Drehbuchfolge aus, gab es früher eine sich über mehrere Folgen hinwegziehende Handlung oder Thematik: anstehende Renovierungsarbeiten, div. Vorstellungsgespräche für die Neubesetzung einer Stelle, oder wie in noch früheren Folgen, sich langsam anbahnende Beziehungen (oder Trennungen) von Teammitgliedern. Wie weit dieser große und kleine rote Faden in der nun angelaufenen Staffel fortgesponnen werden wird, muß sich noch zeigen.
Was mich aber am meisten gefesselt hat, waren der immer wieder aufblitzende Humor: ein Seitenhieb auf Kulturbetriebsamkeit oder dramaturgische Überraschungen, z.B. einen Doppelgänger mit gänzlich anderem Charakter einzubringen; die kleinen, oft in Nebensituationen versteckten Freundlichkeiten, Empathie und Mitgefühl. Hier ein einem Kind zugesteckter Teddybär, dort ein freundliches Wort, oder, wie ich vor Urzeiten des "Königs von St.Pauli" las: "Nirgends wird so schön gemenschelt wie im Alphateam". Jeder leidende Patient findet ein tröstendes Wort, und wo kein Trost möglich, zumindest eine Schulter zum Anlehnen, Unterstützung und Anregungen, sich weiter zu entwickeln, um seinen eigenen Weg zu gehen. Damit wird das Alphateam zu einer Illusion, nein zu einer Vision einer Notaufnahme, in der man nicht nur als Patient, sondern zuvörderst als Mensch gesehen und behandelt wird.
Insgesamt jedoch habe ich den Eindruck, daß, wenn SAT 1 nicht noch ein paar Überraschungen auf Lager hat, diese 7. Staffel die schwächste werden wird. Die Serie erscheint mir mehr und mehr ausgebrannt und abgenutzt, na ja, schaun' wir mal...
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...So ist die Steigerung.
Worum es beim Alphateam geht? Das ist einfach zu erklären mit dem Wort "Krankenhausserie", es wird das vermeindliche Leben in einer deutschen Grosstadtklinik dargestellt.Da meine Lieblingsserie, die absolute Referenz EMERGENCY ROOM ...
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Pro: immer wieder lustig, manchemal auch interesant Kontra: wiederholungen, das team ist nicht mehr das selbe wie am anfang
Wie in allen Krankenhausserien gibt es auch hier Beziehungen zwischen Ärtzen und Schwestern im Team und private Probleme die bei den Operationen und im Aufenthaltsraum ausdiskutiert werden......Ja und dann gibt es auch jeden Tag/Nacht viele,viele Notfälle ...
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Pro: viele interessante Fälle Kontra: Sendeplatz, nicht die Wirklichkeit
Es ist eine der bereits mehrere Jahre mit guter Zuschauerresonanz laufenden Arztserien im deutschen Fernsehen, eine der wenigen Serien, mit der auch SAT 1 erfolgreich ist. Die Geschichten spielen in der Notaufnahme der Hamburger Hansa-Klinik und reich ...
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...Die Arztserien häufen sich nun wirklich im Fernsehen und meisten gleichen diese sich, bis auf wenige Unterschiede.
Doch als besonders sehenswert finde ich die Krankenhausserie " Alphateam ". Gut, zugegeben, ein wenig erkennt man den amerikanischen Stil, ...
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Das "Alphateam" ist gar nicht schlecht. Die Operationen sind relativ realistisch, aber die Aufwachphasen am Ende einer Operation überhaupt nicht. Ich bin selbst vor einigen Wochen operiert worden und bei mir hat es zwischen 2 und 3 Stunden gedauert bis ic ...
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...SAT 1 bietet in der Serienwelt eine große Vielfalt, vom Arzt (alphateam, Fieber) über Krimi (Stockinger, Kommissar Rex, Wolffs Revier, Heli Cops) bis zu Besonderheiten wie Star Trek, J.A.G. und Rote Meile!
Abwechslung wird großgeschrieben, wenn nicht gerade wieder mal irgendein Fußballspiel übertragen wird! Nichts gegen Fußball, ganz im Gegenteil, doch manchmal wird’s eben einfach zuviel des Guten! Man kann allerdings nicht leugnen, daß SAT.1 hier schlicht und einfach der führende Anbieter ist!
Ein weiterer positiver Aspekt: die „Daily Talkshows“ wurden ins Vormittagsprogramm verbannt, da stören sie sowieso keinen mehr!
Vor allem am Wochenende ist SAT.1 dann mit dem Comedy-Angebot schon wieder einsame spitze! Seit langem bewährt, die „Wochenshow“ und nun ganz neu, „Anke“ &...
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...Im Moment sprießen ja die Arztserien im deutschen und österreichischen Fernsehen nur so aus den Boden (z.B Alphateam, der Bergdoktor). Oft wird versucht Emergency Room zu kopieren - doch es gelingt einfach keinen.
Emergency Room ist auf den Gebiet der Arztserien einfach das beste. Durch die tollen Besetzungen der einzelnen Rollen (z.B George Clooney) kann die Serie nur ein Knüller sein.
Fazit: Eine wirklich tolle Serie bei der wenn man sie ansieht einen nie ein Gefühl von Langeweile überkommt....
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...Neben Emergency Room ist Chicago Hope die beste Krankenhaus serie die ich kenne. Super Schauspieler und Super Stories. Sie gefällt mir zwar nicht ganz so gut wie Emergency Room, ist aber um Längen besser als jede deutsche Arztserie. Das ist allerdings leider Gottes auch nicht sehr schwierig, wenn man beispielsweise mal Alphateam gesehen hat. Da sehe ich Gott sei Dank immer nur den Schluß, weil ich Harald Schmidt gerne schaue.
Manchmal gibt es auch eine Sonderfolge von Chicago Hope. Ich erinnere mich an eine Folge, die als Musical angelegt war. Da haben plötzlich alle nur noch gesungen. Ich habe mich kaputt gelacht. Also wenn schon Krankenhaus-Serie, dann bitte Emergency Room oder Chicago Hope!...
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hilfreich 01.01.1970
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