Heute gibt es zur Abwechslung mal etwas ganz anderes. Keine Enten und kein TV, heut geht’s mal richtig kulturell zu bei Creedy. Hier in Frankfurt kann man ja eine Menge erleben, sich viele Veranstaltungen anschauen und hat die Qual der Wahl bei diversen Veranstaltungsorten. In den vergangenen Jahren habe ich schon einiges gesehen, von Konzerten über Comedians bis hin zu Opern und Musicals. Die Locations waren unterschiedlich, von guten bis hin zu weniger angenehmen Plätzen. Am besten gefällt mir jedoch die nicht weit von meiner Arbeitsstätte entfernte
~~**~~ ALTE OPER ~~**~~
IN FRANKFURT/MAIN
Bei der Alten Oper handelt es sich um ein Wahrzeichen der Stadt Frankfurt, die kulturell sehr geschätzt und sogar über die Grenzen Deutschlands und Europas bekannt ist. Aus diesem Grunde widme ich meinen heutigen Bericht diesem wundervollen Gebäude, das mehr als ein Wahrzeichen der Stadt Frankfurt am Main ist.
ANSCHRIFT
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Wer einmal in Frankfurt am Main ist, sollte sie zumindest gesehen haben, die Alte Oper, die in einem herrlichen Glanz erstrahlt. Die Anschrift ist Alte Oper Frankfurt
Konzert- und Kongresszentrum GmbH
Geschäftsführer und Intendant
Michael Hocks
Opernplatz
60313 Frankfurt/Main
Tel.: 0 69 / 13 40 - 0
Fax: 0 69 / 13 40 - 2 84Da es mit Parkmöglichkeiten nicht so weit her ist, empfiehlt es sich, hier die U-Bahn zu nehmen. Mit der Linie 6 und 7 steigt man direkt vor der Alten Oper aus.
Natürlich hat dieses Haus auch eine vernünftige Internetpräsenz. Unter www.alteoper.de könnt Ihr Euch über dieses historische Gebäude informieren, Konzertpläne anschauen und nach den Öffnungszeiten des Vorverkaufs schauen. Auch zur Geschichte gibt es hier einiges. Ein Blick lohnt sich auf jeden Fall.
GESCHICHTLICHES
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Dieses geschichtsträchtige Opernhaus wurde am 20. Oktober 1880 eingeweiht und bot 2010 Zuschauern Platz. Es war das erste eigene Opernhaus, welches Frankfurt am Main eröffnete. Der erste Intendant war Emil Claar und der erste Kapellmeisters Felix Otto Dessoff. Bei der feierlichen Eröffnung waren unter anderem Kaiser Wilhelm I. unter den Gästen. Der Bau dieses Opernhauses wurde nur möglich, als sich 67 wohlhabende Bürger Frankfurts verpflichteten, einen Gesamtbetrag von 750.000 Mark für den Bau des Hauses zu spenden. Auf einer Grundfläche von 4000 qm entstand ein 34 Meter hohes Gebäude, an dessen Grundriss man eindeutig den Einfluss des berühmten Architekten Gottfried Semper und dessen entwickelte Formgebung, welche eine Anlehnung an die hellenischen Vorbilder zeigt, sieht.
Während des ersten Weltkrieges blieb das Opernhaus fast unbeschadet, nur die Außenfassade wurde geringfügig in Mitleidenschaft gezogen. Gegen Ende des zweiten Weltkrieges erlebte dieses Opernhaus eine katastrophale Zerstörung, in der Nacht zum 23. März 1944 brannte das Opernhaus bis auf die Grundmauern und Teile der Dachkonstruktion völlig aus. Hiernach entstand natürlich Streit um den Wiederaufbau. Bereits 1952 wurden erste Sicherungsmaßnahmen durchgeführt. Doch es sollte weitere 12 Jahre andauern, bis die „Aktionsgemeinschaft Opernhaus Frankfurt am Main e.V.“ - eine der ersten Bürgerinitiativen in der Bundesrepublik - eine beispiellose Welle der Unterstützung in allen Teilen der Bevölkerung und der Wirtschaft hervorrief, der sich bald auch die Stadtväter anschlossen. Fritz Dietz war ihr Gründer und Erster Vorsitzender. Beharrlich verfolgte der Präsident der Industrie- und Handelskammer sein Ziel, ein Stück Frankfurter Tradition wieder zum Leben zu erwecken:
1976 gab der Frankfurter Magistrat unter Oberbürgermeister Rudi Arndt grünes Licht zum Wiederaufbau der Oper. Während seiner Amtszeit als hessischer Finanzminister hatte Rudi Arndt noch dafür plädiert, die Ruine zu sprengen. Die für ihn finanziell vernünftigere Version hatte vorgesehen, einen neuen Bau nach den ursprünglichen Plänen zu errichten. So konnten sich die Liebhaber der alten Oper durchsetzen und mit einem unvergleichlichen Engagement wurden bis Ende 1972 durch verschiedene Aktionen einen Spendenstand von 11,5 Millionen Mark aufweisen. Der Neuaufbau der Alten Oper beihnaltete einen neuen Kern innerhalb einer historischen Hülle, somit konnte die Alte Oper neben Konzerten auch zur Durchführung von Kongressen dienen. Durch die Ausdehnung des rechteckigen Großen Saales mit 2500 Plätzen erinnern heute nur noch das Foyer und das Vestibül an die ursprüngliche
Bilder von Alte Oper Frankfurt, Frankfurt / Main
Raumausstattung des Opernhauses nach den Plänen seines Erbauers Richard Lucae. Die prunkvolle Kaisertreppe musste dafür weichen. Die weitere Raumplanung sah außerdem flexibel gestaltete Foyerebenen für Ausstellungen, Kunst-Auktionen und –märkte vor, dazu einen zusätzlichen kleinen Konzertsaal, den Mozart Saal, für etwa 700 Gäste.Die Wiedereröffnung fand am 28. August 1981 statt. Nach einem Festakt im Beisein des damaligen Bundespräsidenten Karl Carstens spielte das Frankfurter Opernhaus- und Museumsorchester unter der Leitung von Michael Gielen die 8. Sinfonie von Gustav Mahler(Wer sich für die ausführliche Geschichte der alten Oper interessiert, den verweise ich an dieser Stelle auf die Homepage, dort steht noch viel weiteres interessantes zu diesem Gebäude)
HEUTE
_____Mittlerweile kann man sich das Frankfurter Kulturleben ohne die Alter Oper nicht mehr vorstellen. Selbst im internationalen Musikleben hat sie sich einen festen Platz erobert und kann durchaus mit anderen hochkarätigen Musikhäusern weltweit mithalten.
Die Alte Oper bietet zwei Säle. Der Mozart Saal bietet 750 Plätze und der für seine großartige Akustik berühmte Große Saal bietet über mehrere Ebenen 2450 Personen Platz. Abend für Abend werden hier Veranstaltungen gezeigt, die für jedes Publikum das Richtige bieten, von Ochersterkonzerten bis hin zu Musicals oder Rockkonzerten. Hier kommt ein jeder auf seine Kosten.Von Außen macht dieses Gebäude immer noch sehr viel her und gehört nicht umsonst zu den bekanntesten Gebäuden und Sehenswürdigkeiten in Frankfurt am Main. Am Vorplatz, dem Opernplatz sieht man viele Touristen, die den schönen Sprinbrunnen genießen oder sich am Rande das Gebäude anschauen oder auf den Weg in die Innenstadt sind, die direkt hinter der alten Oper anfängt. Der Charme hat schon was, das muss ich zugeben, auch wenn ich schon einige Jahre hier wohne und die Alte Oper des öfteren von innen sowie von außen bewundern konnte und durfte.
FÜHRUNGEN
____________Natürlich besteht auch die Möglichkeit, außerhalb eines Konzertbesuches sich die Räumlichkeiten der Alten Oper zu betrachten. Hierfür werden eigens Führungen angeboten. Für alle Interessierten der Geschichte, Architektur und für diejenigen, die gerne erfahren möchten, wie einst aus einer Ruine ein lebendiges Wahrzeichen entstand, werden von der Alten Oper individuelle Gruppenführungen organisiert. Die Mindestteilnehmerzahl beträgt hier 12 Personen und der Preis beträgt 6 € pro Person. Sollte nur eine kleinere Gruppe zusammen kommen, wird eine Pauschale von 70,00 € erhoben. Ich selbst habe eine solche Führung noch nicht mit gemacht, aber das werde ich sicherlich noch nachholen.
Interessierte können sich hier gerne an die Verwaltung der alten Oper wenden.
Öffnungszeiten: Mo-Fr. 08:00 Uhr – 14:00 Uhr, Tel. 069 / 13 40 227. Selbstverständlich gibt es auch hier die Möglichkeit, seine Anfrage online zu stellen.
GAUMENSCHMAUS
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Die Alte Oper verfügt über ein reichhaltiges gastronomisches Ensemble. So befindet sich im Vestibül ein wundervolles Café, das Café Rosso. Hier kann man sich herrlich entspannen und eine kleine Auszeit nehmen. Angeboten werden hier kleine Snacks sowie leichte Gerichte, nachmittags gibt es dann hausgemachten Kuchen und Torten.
In der 3. Ebene befindet sich das Restaurant Opera, das unter die Top Ten der „Besten Trendrestaurants“ gewählt wurde. Während man sich die Gaumenfreuden schmecken lässt, kann man einen wundervollen Blick auf den Opernplatz sowie die Frankfurter Skyline genießen. Ein unvergessliches Ereignis. In der Ebene 2 befindet sich das Intermezzo, welches in den Pausen von Veranstaltungen eine reichliche Auswahl an kleinen Speisen, Naschereien und Getränken bietet. In der Ebene 3 und 5 gibt es ebenfalls die Möglichkeit, in den Konzertpausen ein Glas Sekt zu genießen oder einen kleinen Snack zu sich zu nehmen.
Das Personal hier ist überaus freundlich und stets bemüht, einen schnellen und reibungslosen Ablauf zu gewähren, so dass ein jeder Gast die Möglichkeit erhält, in der Pause ein Erfrischungsgetränk zu genießen. Dabei lassen sich die Servicekräfte durch nichts aus der Ruhe bringen, was ich persönlich als sehr angenehm empfinde.
SANITÄRE EINRICHTUNGEN
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Auch die Toiletten sind sehr sauber. Es gibt in jeder Ebene Männer- und Damentoiletten, die allesamt sehr gepflegt und vor allem sauber sind. In den Räumen läuft sanfte Musik und auch die Aufmachung ist sehr stilvoll. Die ausreichende Anzahl der Toiletten schmälert den langen Andrang, so dass man während der Pausen ohne Probleme sein kleines Geschäft erledigen kann. Alles ist in bestem Zustand. Hier muss man sich keine Sorgen machen. Eine Toilette kann ja auch eine Menge über ein Haus aussagen. Wenn man das hier bedenkt, gibt es keinen Zweifel, alles in bester Ordnung.VERANSTALTUNGEN
___________________Wie eingangs bereits erwähnt, hatte die Alte Oper bereits zahlreiche Künstler zu Gast, nachfolgend eine kleine Auswahl an Künstlern verschiedenster Genres, die bereits einen Auftritt in der alten Oper hatten:
_Klassik_
Leider kenne ich mich in diesem Genre nicht aus und habe wahllos einige Künstler raus gesucht.
- Academy of St. Martin in the Fields
- Bamberger Symphoniker
- Berliner Philharmonisches Orchester
- Boston Symphony Orchestra
- Chamber Orchestra of Europe
- Chicago Symphony Orchestra
- Gewandhausorchester Leipzig
- NDR-Sinfonieorchester
- New York Philharmonic Orchestra
- Philharmonia Orchestra London
- Rundfunkorchester des Hessischen Rundfunks
- Aliberti, Lucia
- Bartoli, Cecilia
- Brendel, Alfred
- Duchable, François
- Fleming, Renée
- Fischer, Julia
_Rock Pop u.ä._
Das ist schon eher meine Welt. Neben diversen Konzerten finden hier auch Musicals oder Lesungen statt. Berühmtheiten, die bereits auf der Bühne der Alten Oper standen sind unter vielen anderen:
- Bryan Adams
- Mario Adorf
- Joe Cocker
- Nathalie Cole
- Sammy Davis, jr.
- Chris de Burgh
- John Denver
- Depeche Mode
- Bob Dylan
- Toto
- Tina Turner
- Eros Ramazotti
- Marius Müller Westernhagen
- Barbara Schöneberger
- Elton John
- Carlos Santana
- Alanis Morissette
- Anette Louisane
und viele mehr Ihr seht also, die Alte Oper bietet für jeden das richtige. Ein Blick auf den Veranstaltungskalender lohnt in jedem Fall. Praktischer Weise kann man die Tickes auch direkt bei der Alten Oper kaufen, so erspart man sich die Rennerei in die Stadt und kann so seine Mittagspause angenehm gestalten. Auch hier ist das Personal sehr nett und zuvorkommend, ich hatte bisher jedenfalls noch keinen Grund zur Beanstandung.
Den aktuellen Veranstaltungsplan findet man natürlich im Internet unter www.alteoper.de, man kann ihn auch abonnieren und erhält somit immer den aktuellen Veranstaltungsplan per Post oder E-Mail.
PERSÖNLICHE EINDRÜCKE
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Nach dem oben gezeigten Überblick folgen nun meine persönlichen Eindrücke und Erfahrungen von und mit der Alten Oper. Als Neuling in Frankfurt war es natürlich bald ein Muss, dass ich dieses wundervolle Gebäude von innen sehe. Meine Schwiegermutter in Spe ist selbst eine begeisterte Konzertgängerin und besitzt sogar ein Abonnement für die Alte Oper. So etwas ist besonders für Liebhaber klassischer Musik sehr zu empfehlen. Das ist zwar nicht ganz billig, aber für Kunst und Kultur gibt man gerne etwas mehr aus.
So dauerte es nicht lange, und mein erster Besuch in der Alten Oper sollte stattfinden. Ich geb ja zu, dass ich mit klassischer Musik eigentlich so gar nicht viel anfangen kann, dennoch bin ich offen für neues und nutzte die Gelegenheit, mir ein klassisches Sinfoniekonzert anzuhören, was nicht zu schwere Kost für einen Klassik-Neuling ist und dieses wunderbare Gebäude zum ersten Mal auf mich wirken zu lassen. Der Eingang ist wunderschön und hat einen leicht antiken Hauch. Durch die Türe gekommen, wird man höflich nach der Eintrittskarte gefragt und das freundliche Personal hilft einem auch weiter, wenn man nicht genau weiß, wo man hin muss. So leicht ist das auch nicht durch die verschiedenen Ebenen. Ich war froh, dass ich an jenem Tag nicht allein dort war und meine kunsterfahrene und begeisterte Alte Oper Gängerin Hannelore dabei war, konnte nichts schief gehen.
Im ersten Moment kam ich mir schon sehr verloren vor in diesem riesigen und dennoch zugleich wundervollen Gebäude, doch irgendwie sprang der Zauber, der diesen Ort so magisch macht, auf mich über. Bereits im Vorraum gab es einen kleinen Sekt und so konnte man sich auf das bevorstehende Ereignis einstellen. Mittlerweile ist es so, dass ich immer, wenn ich in der Alten Oper bin, und das ist nun schon einige Male vorgekommen, einen Sekt trinke, ja so entstehen Rituale. Dann betrat ich zum ersten Mal den Großen Saal. Dieser macht seinen Namen wirklich alle Ehre. Er hat verschiedene Eingänge und Emporen, so dass es durchaus möglich ist, sich hier zu verlaufen. Hier gibt es je rechts und links einen Olymp, einen Rang und einen Balkon, zusätzlich zu den Parkettplätzen. Hier spiegelt sich natürlich auch der unterschiedliche Preis für die verschiedenen Sitzplatzkategorien wider.
An der Bühne erstrahlt eine giganitsche Orgel, die nicht den üblichen Kirchenflair hat sondern sehr majestätisch und großartig erscheint. Diese Orgel stammt aus dem Orgelbau Karl Schuke, welches bereits seit über 50 Jahren qualitativ hochwertige Orgeln baut. Diese Orgel in der Alten Oper ist ein Wahrzeichen für diese.So setzte ich mich auf meinen Platz, der für Konzertstühle gar nicht mal so unbequem war und harrte der Dinge, die da kamen. Die Bestuhlung ist wirklich sehr gut, so sieht man von jeder Stelle aus etwas von der Bühne, ohne dass man seinen Blick ständig auf den Vordermann richten muss und anstelle des Konzerts nur Haare zu sehen bekommt. Das Sitzen ist recht angenehm, die Beinfreiheit ist auch mehr als ausreichend. Das muss natürlich auch sein, denn zum einen sind die Karten nicht gerade ein Schnäppchen und zum anderen muss man auf diesen Stühlen mitunter 2 Stunden und länger sitzen. Wäre dies nicht bequem, wäre das Konzerterlebnis sofort getrübt.
Nachdem alle ihren Platz eingenommen hatten, senkte sich das Licht und das Konzert begann. Sofort vernahm ich diesen atemberauschenden und wundervollen Klang, den dieses Gebäude in sich trägt. Natürlich waren die Musiker auf der Bühne auch sehr talentiert, doch nützt der beste Gesang nur die Hälfte wenn die Akustik nicht stimmt. Diese Akustik eignet sich wirklich sensationell für klassische Konzerte, auch wenn ich selbst nicht der große Kenner bin, erscheint klassische Musik in diesem Ambiente und mit dieser sagenhaften Akustik wie ein Geschenk des Himmels. Es ist schwer zu beschreiben, aber der Klang innerhalb dieser Mauern macht jede Art von Musik zu einem richtigen Erlebnis. In den Pausen kommt man aufgrund der zahlreich vorhandenen Türen leicht raus und kann sich so etwas zu trinken holen. Durch das Nichtraucherschutzgesetz muss man sein Zigarettchen allerdings draußen genießen. Früher konnte man noch im Foyer rauchen, das waren noch Zeiten. Wenn die Veranstaltung allerdings schon begonnen hat, kommt man nicht mehr in den Saal, oder zumindest schwieriger. Vor den Türen sitzen junge Damen, die bereitwillig bei der Platzsuche behilflich sind oder auch das ein oder andere Programmheft verkaufen.
Alles in Allem ist das Ambiente in der Alten Oper wirklich wunderschön und zauberhaft. Man fühlt sich ein bisschen wie eine Prinzessin in einem Schloss. Natürlich war es klar, dass nach diesem ersten sehr positiven Erlebnis in der Alten Oper noch weitere folgen sollten. Neben dem einen oder anderen klassischen Konzert habe ich mir aber auch modernere Sachen angeschaut. So war ich mit meinem Schatz auf weiteren Veranstaltungen. Von diesen sind mir besonders zwei in Erinnerung geblieben.
Im vergangenen Jahr haben wir uns das Musical Miami Nights in der Alten Oper angeschaut. Dieses Musical kannte ich noch gar nicht. Es handelt sich um eine Mischung aus alten bekannten Musikfilmen wie Dirty Dancing und ähnlichem. Bei einem Musical ist der Klang natürlich das wichtigste. In einer Turnhalle kommt es halt nicht so gut rüber, das ist bekannt. Aber was uns an diesem Abend erwartete, war einfach grandios. Der Klang der Lieder war wundervoll und hat auch ohne große Zuhilfenahme von Technik den kompletten Raum in seinen Bann gezogen. Es ist natürlich nicht verwunderlich, dass die Alte Oper auch an diesem Abend wieder voll war. So halbvoll oder leer habe ich sie noch nie gesehen. Auch das Bühnenbild war klasse. Hier machten es sich die Macher des Musicals durchaus zu eigen, dass eine enorm große Bühne vorhanden ist und dass der Blick auf diese von allen Plätzen sehr gut ist. So wurde die Stimmung, die das wundervolle Musical, was auf jeden Fall mehr als sehenswert ist, durch den ganzen Saal getragen. Ein weiteres Highlight war das Konzert von Barbara Schöneberger. Davon hatte ich mir eigentlich gar nicht so viel versprochen, dennoch war ich am Ende des Abends begeistert. Nicht nur, dass ich diese Dame eindeutig unterschätzt habe, auch an diesem Abend war die Vielseitigkeit der Alten Oper wieder zu spüren.
Man mag meinen, dass ein Rockkonzert nicht in so eine Umgebung passt, oder dass diese geheiligten Hallen der Klassik vorbehalten bleiben sollen. Ganz im Gegenteil, kaum ein anderes Konzerthaus ist trotz des alten Stils so facettenreich und bietet für jede Art von Veranstaltung das richtige Ambiente. Leider habe ich persönlich noch kein Rockkonzert in der Alten Oper gesehen, doch es ist schon ein Unterschied zwischen einem klassischen Sinfonieochester und Barbara Schöneberger. Beides wirkt sensationell und einzigartig. Im Vergleich zu anderen Veranstaltungshäusern hat die Alte Oper ein eigenes Leben, es ist keine Stahlhalle, in der unwillkürlich Menschen rein und raus marschieren, sondern sie verzaubert jeden Besucher und lässt jeden Abend zu einem unvergesslichen Erlebnis werden.
FAZIT
______Nun, wie wird dieses Fazit schon ausfallen. Durchweg positiv natürlich. Die Alte Oper ist nicht nur ein Wahrzeichen Frankfurts sondern auch der Beweis dessen, dass moderne und klassische Kunst durchaus wundervoll miteinander harmonieren. Ein Besuch dieses Gebäudes lohnt sich in jedem Falle. Ob man nun ein Konzert besucht, eine Führung mitmachen möchte, oder sich einfach bei einem Café vom Flair der Stadt Frankfurt am Main gefangen nehmen lassen möchte. Hier ist man als Tourist genauso wie als Einheimischer an der richtigen Adresse. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.
Deshalb gibt es von mir volle fünf Sterne und eine absolute Kulturempfehlung.
Eure Creedy18
21.05.2011 00:59
In der Alten Oper habe ich dieser Tage (14., 15. und 16. Mai 2011) das Verdi Requiem mit den Frankfurter Chören gesungen. Als Gastdirigenten hatten wir Nicola Luisotti. War schon sehr beeindruckend.
14.07.2010 22:32
da war ich vor 25 Jahren auf ein Alison Moyet Konzert, lg + bh
20.03.2010 21:37
So, da bin ich noch mal mit der verdienten Bewertung ! ---- Maria -----