... Wie ich euch im folgenden ausführen werde, kann ich die Intensiv-Ampullenkur von Alterra, einer Qualitätsmarke der Drogerie Rossmann, nicht weiterempfehlen und bewerte sie mit "schlecht".
Vorgeschichte
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Natürlich habe ich meine Haut schon immer etwas gepflegt: Feuchtigkeitsspendende ... Bericht lesen
Erfahrungsbericht von E.vonScharfsinnig über Alterra Intensiv-Ampullenkur für anspruchsvolle Haut 23.09.2002
Produktbewertung des Autors:
Kaufanreiz
Preis
Wirkung
gut
Geruch
stinkt
Ergiebigkeit
ergiebig
Pro:
Pflegeeffekt relativ gut, natürliche Inhaltsstoffe
Kontra:
Geruch ist himmelschreiend, Verletzungsgefahr bei der Anwendung
Empfehlenswert?
nein
Kompletter Erfahrungsbericht
Wer leiden will, muss das hier kaufen! ********************************
Hier nun also eine andere Version des Spruches "Wer schön sein will muss leiden". Wie ich euch im folgenden ausführen werde, kann ich die Intensiv-Ampullenkur von Alterra, einer Qualitätsmarke der Drogerie Rossmann, nicht weiterempfehlen und bewerte sie mit "schlecht".
Vorgeschichte ************
Natürlich habe ich meine Haut schon immer etwas gepflegt: Feuchtigkeitsspendende Tagescremes, ordentliches sanftes Abschminken, beruhigende Gesichtswasser... Aber auf Ampullen wurde ich erst bei meinem Besuch in der Bad Saarow Therme aufmerksam, da ich bei einer Beautybehandlung den Inhalt einer Ampulle zart in die Gesichtshaut massiert bekam. Das war absolut angenehm, die Haut fühlte sich danach glatt und seidig an, und so beschloss ich, mir auch ein Stück Beauty – Wellness zu Hause zu gönnen. Beim nächsten Rossmann-Besuch fiel mir die Intensiv-Ampullenkur von Alterra ins Auge, da sie natürliche und wirksame Inhaltsstoffe anpries, keine Konservierungsstoffe hat (schließlich will ich meine Haut verwöhnen, nicht "verchemisieren") und auch noch im Angebot war! *grins*
Verpackung, Preis und Inhalt ************************
Die rechteckige Verpackung, für die ich 1,99 Euro bezahlt habe und die sonst für 2,99 Euro zu haben ist, ist schlicht – die Pappe sieht in ihrer Altpapier-Recycling-Nuance wirklich ökomäßig aus, aber na gut. Abgeschreckt hat mich das nicht, schließlich suggeriert es natürliche Wirksamkeit. Enthalten sind fünf Ampullen à 1 ml. Der Text auf der Rückseite der Pappschachtel hat mich irgendwie überzeugt, denn es wird versprochen, dass Rosenblüten und Algenextrakte die anspruchsvolle Haut pflegen (nun, wessen Haut lässt sich nicht so umschreiben?), da sie Feuchtigkeit spenden. Gerade die Algenextrakte sollen Vitamine und Nährstoffe enthalten, die dermatologisch wertvoll sind. Außerdem sind noch so ausgefallene Inhaltsstoffe wie Hopfen-, Ringelblumen- und siliciumreicher Schachtelhalmextrakt... Nun, wen würde eine solche Auflistung überzeugender Biochemie nicht zum Kauf anregen?
Die Anwendung **************
Leider bemerkte ich schon beim Öffnen vor der ersten Anwendung das erste Manko: Die fünf kleinen tröpfchenförmigen Ampullen sind komplett aus Glas. Zwar sind die in der Mitte durch eine Bruchstelle, markiert durch einen dünnen weißen Ring, vorbereitet, aber bereits das Öffnen versetzte mich echt in Angst und Schrecken. Schließlich wollte ich keinen Scherbenhaufen im Bad anrichten – und auch nicht in meinem Gesicht...! Schließlich konnte (bzw. musste, wenn ich es nicht wegschmeißen wollte) ich mich durchringen und mit einem energischen Knacks die Ampulle, wobei der obere Teil abfiel. Dabei wickelte ich mir Küchenrolle um die Finger, und ich empfehle jedem, der sich unglücklicherweise diese Ampullen gekauft hat, seine Hände beim Öffnen unbedingt zu schützen, denn wo Glas bricht, gibt es meistens kleine Splitter. Das bekam ich zu spüren, als ich die offene Ampulle in der linken Hand hielt und erst mal einen winzigen Splitter vom Finger wischen musste, mit dem ich mir beinahe über die Wange gefahren wäre... Für dieses Fiasko beim Öffnen ziehe ich die ersten 2 Sterne ab, denn wer will sich schon gern splitterndem Glas aussetzen? Eine Kunststoffverpackung zum Aufschneiden hätte es auch getan – und das wäre um einiges anwenderfreundlich gewesen! Apropos hypothetisches "wäre gewesen", beinahe hätte ich durch den Knacks den Inhalt der Ampulle verschüttet, aber vielleicht wäre das doch besser gewesen. Dazu gleich mehr.
Weiter im Text: Nachdem ich die Splatter äh Splitterorgie überwunden hatte, machte ich mich an das Auftragen des Inhaltes. Mein Gesicht hatte ich vorher natürlich gründlich von Make-up und täglichem Schmutz gereinigt, wie es empfohlen wird. Zusätzlich empfehle ich die Öffnung der Poren durch ein kurzes Gesichtsdampfbad oder einen schön warmen Waschlappen, den man ein paar Mal aufs Gesicht legt. Dann ließ ich vorsichtig von der Ampulle etwas auf zwei Finger meiner rechten Hand tropfen (Vorsicht, Schnittgefahr auch hier denn die Bruchstelle ist natürlich scharfkantig!) und verteilte sie auf die trockene Haut. Dabei soll man ausdrücklich nicht kräftig einmassieren sondern nur leicht auftragen und verteilen.
Soweit so gut. Aber als ich die ersten paar Tropfen leicht streichend im Gesicht verteilte (von innen nach außen), fiel mir ein schwindelerregender Geruch auf. Nein, eigentlich war es mehr ein Gestank. Die rotbraune Flüssigkeit riecht – und dabei schlage ich einen Bogen zu den Inhaltsstoffen – nach getrockneten Algen, die am Meer zu lange auf die Flut warten mussten. Es erinnerte mich auch an ganz extrem riechendes Kamillekonzentrat, das riecht ähnlich unangenehm. Jedenfalls stank es so, dass ich mich sehr beeilt habe mit dem Einreiben, denn langsam begann mein Würgreflex einzusetzen... Ehrlich, es stinkt wirklich und ich habe mich nicht wohl gefühlt, das in meinem Antlitz zu verstreichen. Gott sei Dank zog es beim Einreiben schnell ein, da es etwa so eine Konsistenz wie Wasser hat sodass meine Nase das nicht allzu lang erdulden musste. Das Verreiben an sich dauerte nur eine Minute, aber es war alles andere als angenehm. Dafür gibt es erneut einen fetten Stern Abzug.
Danach konnte ich es kaum erwarten, das Teufelszeug mit einem Waschlappen zu entfernen, weil es so gestunken hat. Da die Kur recht schnell einzieht, tut das dem Ergebnis kaum einen Abbruch und befreite mich auf jeden Fall von der Qual meines Riechorgans. Mit feuchtem Wasser oder einem Kosmetikschwämmchen sollte man es aber nach der Anwendung schon abnehmen. Hat die Kosmetikerin in Bad Saarow auch so gemacht – auf der Verpackung stehen dazu allerdings keine Hinweise. Wer also mit Ampullen noch keine Erfahrung hat, wird sich von Alterra vielleicht an dieser Stelle abermals im Stich gelassen fühlen.
Nach der Tortur für Finger und Nase musste ich widerwillig feststellen, dass meine Haut sich weich und gepflegt anfühlte und keine Spur von Irritationen zu sehen war. Die Poren sehen bei genauem Hinsehen verfeinert aus und das Gesicht wirkt wie eingeölt, hat aber natürlich keinerlei Fettglanz nach der Anwendung. Der Gestank war schnell und weitestgehend verflogen (Gott sei Dank), die Haut seidig und bereit für eine leichte Pflegecreme. Dieser Pflegeeffekt ist der einzige Punkt, der mich davon abhält, dem Produkt kein "sehr schlecht" zu geben, ich habe sogar überlegt, aufgrund der gepflegten Haut danach ein "mittel" zu geben. Aber wenn ich mit dem Produkt im ganzen gesehen unzufrieden bin und es sicherlich kein zweites mal kaufen werde, will ich euch nicht halb und halb dazu raten, es doch mal zu probieren; also gibt es von mir ein "schlecht".
Laut dem Hersteller soll man einmal monatlich eine Kur von ca. 5 Tagen hintereinander machen, aber ich werde mich hüten, mir das fünf volle Tage hintereinander anzutun! Ich überlege, ob ich nächstes Mal einfach ein Dampfbad fürs Gesicht mache und die Ampulle einfach als Zusatz dazugebe – neben ätherischen Ölen, die den Gestank überdecken natürlich!
Fazit ******
Ich werde wie gesagt die Intensiv-Ampullenkur von Alterra sicher kein zweites Mal kaufen, sondern, falls ich mich noch an Ampullen wage, zum Beispiel zur Alternative von Schaebens greifen – die Ampullen sind da nämlich aus Plastik! Der vernünftige Preis(ich habe wie gesagt im Angebot 1,99 Euro bezahlt, normal kosten sie 2,99 Euro, aber nicht mal geschenkt würde ich sie jetzt noch wollen), die Hautverträglichkeit und natürliche Inhaltsstoffe sowie der relativ gute Pflegeeffekt rechtfertigen hier auf keinen Fall eine Empfehlung. Neben der Schnittwundengefahr riskiert man hier am Gestank zu ersticken. Ein Schuss Parfum (oder etwas mehr Rosenwasser;-)) und eine benutzerfreundliche Kunststoffverpackung hätten hier weitergeholfen. So aber verwandelt sich das erhoffte Wellness-Erlebnis in eine Erfahrung des Grauens – besonders für Tast- und Geruchsnerven –, über die ich euch einen Bericht nicht vorenthalten wollte, um einige weibliche Ampullen-Interessierte vor einem Fehlgriff zu bewahren – denn dies ist in Gesamtsicht leider einer!
Liebe Grüße von eurer enttäuschten Eva
P.S.: Wer schön sein will, muss nicht leiden! Daran glaube ich immer noch... *lach* Wer das zweifelhafte Objekt doch einmal leibhaftig sehen möchte, kann unter www.rossmann.de einfach den Produktnamen eingeben und kann sich das Produkt einmal leibhaftig ansehen. Aber Vorsicht, geht nicht zu nah an den Bildschirm... Das wird wohl das erste und letzte Produkt der Rossmann-Marke Alterra gewesen sein, das ich ausprobiert habe. Bei Ergiebigkeit habe ich "ergiebig" angegeben, obwohl die Angabe weniger sinnvoll ist, denn eine Ampulle ist für eine Anwendung gedacht und das reicht auch.
Pro: sehr ausgiebig Kontra: der Gest..., wollte sagen Geruch
Mal was gutes für die Haut tun? Eine Ampullenkur vielleicht? Viel zu teuer! Aber seit neuesten gibt es ja bei Drogeriemarkt Müller die hauseigene Alterra-Serie, die preiswert ist aber durch das beigefarbene Design und das Emblem offener Hände mit Blättern ...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich