Privatverkäufer - schon seit langem - man müßen sie blöd sein ;)

1  17.03.2008 (20.05.2010)

Pro:
Hm, 30 Tage ausleihen und nix bezahlen, hört sich doch gut an ;)

Kontra:
einfach nur Verbrecher !  !  !  !  !  !  Kundenbidung  +  Amazon Markteplace?? Ich glaub so etwas gibt es nicht

Empfehlenswert: Nein 

Skyboarder84

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So liebe Freunde von Ciao.de
Die Überschrift mag nach Sarkasmus klingen - für mich wurde es aber die Tage bitterer Ernst!!!!!!!!!

Kurz zur Vorgeschichte:

Ich bin seit Anfang 2006 bei Amazon.de Marketplace als Privatverkäufer angemeldet. Ich habe inzwischen seitdem so ca. 100 Transaktionen abgewickelt und hatte immer eine Bewertung von 5 Sternen von maximal 5 möglichen Sternen. Meine Käufer waren also immer mit meinem Service und der Ware zufrieden.
Neben Ebay habe ich Amazon Marketplace als zweite Möglichkeit zum Verkauf von gebrauchten Sachen gewählt weil mir die Transparentz und problemlose Abwicklung sehr gut gefallen hat. Die Gebühren bei einem Verkauf waren zwar schon immer sehr hoch aber für einen guten und vor allen Dingen FAIREN Service bezahlt man auch gerne.

So nun also zu dem was ich euch Heute berichten möchte über den Amazon.de Marketplace. Vor allen Dingen soll es eine Warnung an euch allen sein. Die Frage stellt sich dann wirklich ob man seinen gebrauchten Krempel nicht lieber weg schmeißt bevor man sich diesen Ärger antut!!!

Vor ca. 3 Wochen habe ich beim Amazon.de Marketplace meinen alten Ersatzdrucker verkauft.

Meine Zustandbeschreibung:

""
Gebraucht - Akzeptabel
Anmerkungen: Drucker voll funktionsfähig. Lediglich die vordere Transportrolle quietscht etwas (sollte evtl. mal geölt werden). Deshalb Zustand akzeptabel. Diente mir lediglich als Ersatzdrucker. Die Patronen sind noch halb voll. Zusätzlich gebe ich noch eine neue org. verpackte schwarze Patrone dazu. Lieferumfang: Epson Stylus C42UX inkl. Stromkabel und 3 Patronen. Treiber gibt es auf der Epson Seite bzw. unter Windows 7 und Vista ist dieser Drucker Plug and Play fähig.
""


Vor dem Versand habe ich in extra nochmals auf Funktion geprüft - so wie ich es eben immer mach bevor ich einen verkauften Artikel versende. Alles gut und schön.
Versendet wird natürlich immer versichert per DHL.
Laut Identcode hat der Käufer den Artikel dann auch am nächsten Tag erhalten.

Und jetzt kommts:

6 Tagen nach Erhalt des Druckers schreibt mich der Käufer an das er mit dem Drucker unzufrieden ist. In der ersten Email schreibt er von: "der Drucker druckt nicht rot". In der zweiten Email auf einmal "druckt der Drucker nur noch rot". Und zu guter letzt fällt dem Kunden ein "das er den gebrauchten Drucker einfach so zurück geben möchte". Den Kaufpreis in voller Höhe inkl, des Rücksendeportos möchte er natürlich erstattet bekommen.


Nachdem ich mich weigerte, dem Kunden anbot bei einem defekt das Gerät gerne von einer Fachwerkstatt überprüfen zu lassen - er aber alles ablehnte landete die ganze Sache schließlich bei der lieben Amazon A-Z Garantieabteilung.
Nach einigen Emails hin und her bekam ich vom Amazon.de Team schließlich folgende Nachricht:


Guten Tag,

herzlichen Dank fuer Ihr Schreiben an Amazon.de.

Da Sie sich gegen eine Ruecknahme des Artikels ausgesprochen haben, wurde nun Ihr Verkaeuferkonto fuer diese Bestellung belastet.

Wie wir auf unsere Webseite vermerken, sind Amazon Marketplace Verkaeufer und Verkaufspartner dazu angehalten, einen hohen Standard zu bieten und auch Ruecksendungen als einen Teil der Geschaeftsabwicklung zu akzeptieren. Wir setzen voraus, dass Verkaeufer/Verkaufspartner und Kaeufer gemeinsam zu einer Loesung bei Streitfragen beitragen.

Mit Wirkung vom 8. Oktober 2007 wurden seitens Amazon.de einheitliche Regeln für die Ruecknahme von Bestellungen bei Amazon.de Marketplace eingefuehrt. Anstelle der bisherigen Ruecksendefrist von 7 Tagen nach Erhalt der Ware koennen Kaeufer nun eine Ruecksendung innerhalb von 30 Tagen ab dem Versanddatum vornehmen.

Sollte die gelieferte Ware von der gelisteten Beschreibung abweichen, sollten Sie sich bemuehen, die Erwartungen des Kaeufers zu erfuellen. In Faellen, in welchen die Beschreibung zutreffend ist, der Kaeufer jedoch aufgrund von Nichtgefallen die Ware zurueckgeben moechte, sollten die Ruecksendegebuehren vom Kaeufer getragen werden. Es muss sich nicht in der Originalverpackung befinden und ausser, wenn es deutliche Gebrauchsspuren aufweist, ist auch kein Wertersatz geschuldet. Der Kaeufer hat das Recht, das Produkt auszuprobieren.

Bitte beachten Sie, dass Ausnahmen für spezielle Produktkategorien wie 'Software' und 'Elektronik und Foto' gelten. Genauere Informationen bzw. um sich den vollen Text der Richtlinien für Ruecksendungen anzeigen zu lassen, klicken Sie bitte hier:

Hilfe - Mehr über Rückgabe ... - Rückgabe von Marketplace-Bestellungen / Rückgabe von Verkaufspartner-Bestellungen


Vielen Dank fuer Ihre Kooperation.

---
**********************
Account Specialist
A-bis-Z Garantieprogramm


Soso, seit Oktober 2007 muß man also als Privatverkäufer auf gebrauchte Artikel ein Rückgaberecht von 30 Tagen gewähren?!?!
Mir stellt sich da die Frage: ich bin seit Anfang 2006 als Privatverkäufer angemeldet! In welcher Weise wurde ich wohl über diese Neuregelung informiert???????


Aber mal ganz ehrlich. Wegen 38.- Euro (das hat der Drucker inkl. Porto gekostet) werde ich mich jetzt nicht mit Amazon.de Marketplace streiten und mir graue Haare wachsen lassen.

Das ich nach gut 4 Jahren als aktiver Privatverkäufer mit einer absolut sauberen Weste so behandelt werde darüber bin ich schon eher STINKSAUER - um es mal milde aus zu drücken.
Noch viel besser ist das Amazon.de jetzt einfach mein Verkäuferkonto mit dem Warenwert an den Käufer belastet hat. Den Drucker zurück erhalten ect. habe ich aber bis Heute nicht. Und man braucht nicht hoffen das das so tolle Amazon.de Markteplace Garnatieteam sich um solch etwas kümmert. Es gilt ja schließlich nur darum die ach so bösen Privatverkäufer aufs Korn zu nehmen. Die korrupten Käufer die mal eben was kaufen, einsacken, ausprobieren und dann einfach zurück geben - darum braucht man sich nicht zu kümmern....?????????????


Meine genugtuung ist ganz einfach das ich garantiert nie wieder etwas auf Amazon.de verkaufen werde. Ich traue mich zu sagen das Amazon.de in den 4 Jahren ca. 300 - 500.- Euro an Provisionen von mir erhalten hat. Genauso gern könnte ich mein Käuferkonto hoch rechnen. Von 2006 bis Heute dürften das bestimmt auch so ca. 5000.- Euro sein inkl. des Plasmafernsehers den wir uns vor zwei Jahren direkt bei Amazon.de gekauft haben.

Aber solche Kunden wie mich hat Amazon.de anscheinend nicht nötig - besonders in Zeiten der Wirtschaftskrise kann sich das Amazon.de anscheinend leisten.


Ich würde es verstehen wenn dieser Garantieantrag gegen mich in irgend einer Weise gerechtfertigt gewesen währe. Ich habe ja dem Kunden verschiedenste Möglichkeiten angeboten. DOCH einfach zurück nehmen wollte ich den gebrauchten Drucker in akzeptabeln Zustand dann nicht - gewisse Regeln sollte man doch einhalten.


Also liebe Leser wenn ihr was auf dem guten alten Amazon.de Markteplace verkaufen wolll bedenkt sehr wohl das ihr 30 TAGE RÜCKGABERECHT einräumen müß. Egal welcher Artikel und egal in welchem Zustand. Weigert ihr euch - wird dem Kunden einfach eine Gutschrift auf eure Kosten gewährt.

Genau so genial finde ich ja die Regelung von Amazon.de
Ich zittiere:

"In Faellen, in welchen die Beschreibung zutreffend ist, der Kaeufer jedoch aufgrund von Nichtgefallen die Ware zurueckgeben moechte, sollten die Ruecksendegebuehren vom Kaeufer getragen werden. Es muss sich nicht in der Originalverpackung befinden und ausser, wenn es deutliche Gebrauchsspuren aufweist, ist auch kein Wertersatz geschuldet. Der Kaeufer hat das Recht, das Produkt auszuprobieren."

Da Frage ich mich wirklich ob die noch alle Tassen im Schrank haben?!?!
Wenn ich z.B. beim Media Markt was kaufe - sagen wir eine Maus - und die Verpackung ist total beschädigt, sollte ich versuchen das Teil aus welchen Gründen auch immer zurück geben zu wollen, weis ich jetzt schon das ich da PECH haben werde. Im allerbesten Fall bekomme ich einen Einkaufsgutschein abzgl. einer Gebühr zwecks kaputter Verpackung.
Aber kaufen Sie einfach bei Amazon.de - da dürfen sie auch gerne mal mit der Ware Fußball spielen oder mit dem Auto drüber fahren - danach schicken sie das Ding einfach an den Absender zurück.
So nach dem Motto - Amazon.de freut sich über jede Rücksendung - denn wir nehmen alles zurück, hehehehe.

Bin schon am Überlegen ob ich das jetzt nich mal ausreizen sollte um mal zu testen wie "Kulant" Amazon.de wirklich ist....


Mein Fazit:

Sie sind ein treuer Kunde, der aktiv und regelmäßig kauft und verkauft??
Dann sind sie bei uns genau richtig - denn wir wollen nur ihr Geld.
Daher lieber Finger weg vom Amazon.de Marketplace. Lieber gebe ich meine gebrauchten Artikel in den nächsten Wertstoffhof. Da hab ich keinen Ärger und mein Geld bin ich genau so los wie wenn ich etwas bei Amazon.de verkaufen würde!!!!!!!!!!!!!!!!!!
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Cerafina

Cerafina

17.05.2011 22:52

Beknackte Regelung für Privatverkäufer. Ist bestimmt eine EU-Richtlinie. Die hochbezahlten Köpfe könnten so einen Schwachsinn verzapfen.

vitalhd

vitalhd

26.03.2011 15:39

Ich kann ebenfalls nur abraten, etwas bei Amazon Marktplatz zu verkaufen und verkaufe seit Monaten nichts mehr. Obwohl ich ständig darauf hinweise, dass ich ein Privatverkäufer bin, und nehme nichts zurück (mit ausnahme von eines Falschen oder defekten Artikels), und bin nicht imstande, Artikel zu tauschen oder reparieren, kommt es immer wieder vor, dass Käufer von mir diselbe Leistungen erwarten (und mit Hilfe eines Anwaltes erpressen), die nur gewärbliche Verkäufer anbieten können und müssen.

EBunde-B

EBunde-B

08.02.2011 22:50

Gut zu wissen, aber mit den Verkäufen hat man auch bei ebay so seine Probleme.......

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