Ambulante Entbindung

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So, endlich die ersten Minuten zum Durchatmen. Und da wird es jetzt auch höchste Zeit, Euch über meine Geburt zu berichten. Es war gar nicht so einfach, die richtige Kategorie zu finden. Aber da ich ambulant entbunden habe, passt es hier wohl ganz gut rein, wenngleich es auch ein etwas ausführlicherer ... Bericht lesen





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Erfahrungsbericht von cheyenne2031 über Ambulante Entbindung
11.09.2007


Produktbewertung des Autors:   


Pro: man ist schnell wieder daheim, aber jederzeit medizinische Betreuung gegeben
Kontra: für mich keins

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

So, endlich die ersten Minuten zum Durchatmen. Und da wird es jetzt auch höchste Zeit, Euch über meine Geburt zu berichten. Es war gar nicht so einfach, die richtige Kategorie zu finden. Aber da ich ambulant entbunden habe, passt es hier wohl ganz gut rein, wenngleich es auch ein etwas ausführlicherer Bericht werden wird, der auch noch einige andere Facetten des Geburtsvorganges beleuchten wird.

Wie gliedere ich den Bericht den nun am besten?

Da ich ziemlich viel zu berichten weiß, werde ich die speziellen Informationen zur ambulanten Entbindung gesondert in einem extra Abschnitt zusammenfassen. Wer also ausschließlich Infos über die ambulante Entbindung an sich haben möchte, braucht nur den unteren Abschnitt zu diesem Thema lesen und sich nicht mit meinen anderen Erfahrungen rumschlagen.

Ich fang am besten mal ganz vorne an.

Am Anfang war die Befruchtung .... nein, keine Panik, so weit zurück gehe ich dann doch nicht. ;-))

Wie einige sicher mitbekommen haben, hat meine Kleine den einen oder anderen Fehlalarm ausgelöst. Das letzte Mal einen Tag vor dem errechneten Entbindungstermin, der 22.08.2007. Ich ließ eine Freundin zu mir kommen, die auf die Kids aufpassen sollte, rief meinen Freund auf der Arbeit an, dass er nach Hause kommen möge. Und als die beiden dann da waren, begab ich mich auf den Weg in die Klinik. Dort wurde ich sofort ans CTG angeschlossen. (Für alle, die das nicht kennen: Das ist ein Gerät, an dem zwei Sensoren angeschlossen sind, die mittels Gummibändern an den Bauch der Schwangeren gelegt werden. Einer der Sensoren überwacht die Herztöne des Kindes und der zweite misst eventuelle Wehentätigkeiten. Das Gerät zeichnet die Daten auf einem Diagramm auf. So können Hebammen und Ärzte eine grobe Übersicht darüber erhalten, ob im Bauch alles so läuft, wie es laufen sollte.)

Jedenfalls wurden Wehen aufgezeichnet und eine der Hebammen entschied, dass ich besser in der Klinik bleiben sollte, da die Gefahr einer SEHR schnellen Geburt beim dritten Kind recht hoch ist und die Fruchtblase sehr schnell platzen könnte. Außerdem war es leicht risikolastig, da mein Muttermund bereits geöffnet war. Auch hatte ich die letzten Tage davor bereits den Schleimpfropf verloren, der als Art Verschluss noch zusätzlich vor dem Muttermund liegt.

Glücklich war ich darüber nicht, in der Klinik bleiben zu müssen. Zumal ich die Wehen zwar merkte, sie aber nicht schmerzhaft waren. Einzig zeigten sie sich, weil der Bauch regelmäßig hart wurde. Aber die werden es schon wissen, dachte ich mir. Das war alles so gegen Mittag. Und das nächste CTG sollte um 18 Uhr geschrieben werden. OK, dann warte ich halt einfach. Das nächste CTG zeigte dann wiederum Wehen, diesmal sogar stärker als am Mittag zuvor. Aber auch hier wieder keine Spur von wirklichen Schmerzen. So kam ein Arzt zu mir, der mich belehrte, dass ich bei Blasensprung oder ersten Schmerzen unbedingt SOFORT kommen soll und entließ mich für diesen Tag aus der Klinik.

Ich war heilfroh, wieder nach Hause zu dürfen. Ich wollte einfach lieber zuhause auf den Startschuss warten. Von da an hieß es allerdings, jeden Tag in die Klinik zum CTG. Und das erstaunliche kam dann erst noch. Die Wehen wurden von Tag zu Tag weniger. Ich saß wie auf Kohlen. Das könnt Ihr Euch sicher denken. Man hat mir dann angekündigt, dass sie nach 10 Tagen Überfälligkeit nachhelfen würden. Ok, damit war ja ein Ende absehbar. Damit konnte ich leben. Ale ich dann 4 Tage über den Termin war, wurde eine Ultraschalluntersuchung gemacht, um Fruchtwassermenge und Zustand des Würmchens zu überprüfen. Es war alles bestens und so wurde entschieden, also weiter zu warten. Prima, ich darf also wieder nach Hause.

Darüber hab ich mich jedes Mal tierisch gefreut, wenn ich nach dem Krankenhausbesuch wieder fahren durfte.

Und dann sollte es doch endlich losgehen. Es war Dienstag früh um kurz vor vier Uhr, als ich aus dem Schlaf gerissen wurde und ein heftiges Ziehen im Unterbauch bis in den Rücken verspürte. Aus Angst, dass es wieder ein Fehlalarm sein könnte, setzte ich mich erst mal in die Küche und las ein paar Seiten in meinem Buch (über welches ich auch noch berichten werde). Ich wollte nicht schon wieder alle heiß machen und dann war wieder nix. Ich kam mir ja langsam schon blöd vor, weil ich immer alle unter Strom setze und dann doch nichts passierte. Etwa 10 Minuten nach vier Uhr war es dann aber irgendwie doch klar, dass das alles echt war und ich weckte meinen Freund auf, damit er sich anziehen konnte. Dann rief ich wieder meine Freundin an, die wir als Babysitter engagiert hatten. Sie kam mit 80 Sachen durch die Stadt angefahren und war in gerade mal 10 Minuten vom anderen Ende der Stadt zu uns gekommen. Eigentlich sollte bei der Geburt, wie auch bei meinen beiden Geburten zuvor, meine Tante dabei sein. Aber aus Gründen, die ich hier lieber nicht breittrete, habe ich mich dann entschlossen, sie nicht anzurufen. Stattdessen versuchte ich, meine Mutti an die Strippe zu kriegen. Es war irgendwie wie verhext. meine Mutti war einen Tag vor dem Entbindungstermin in den Urlaub gefahren ... ihre große Reise nach Amerika ... Sie war eine Woche dort. Sie kam am Montag den 27.8. zurück. Es war, als hätte unsere kleine Maus auf die Rückkehr von Oma gewartet.

Meine Mum hatte vom Flughafen aus direkt angerufen, ob es denn schon passiert war. Wir saßen in dem Moment gerade im Auto auf dem Weg zum CTG. Als ich ihr sagte, dass die Kleine noch nicht da ist, konnte ich hören, wie ihr die Tränen in den Augen standen. Sie hat sich so gefreut, dass die Kleine auf sie gewartet hatte. Also versuchte ich in der Nacht dann eben, meine Mutti zu erreichen. Aber sie schlief tief und fest, was bei dem Jetlag ja nicht verwunderlich war.

Mein Freund hatte gerade noch eine Kanne Kaffee gekocht. Ich dachte mir also, dass ich mir noch einen Kaffee genehmige. Was sein muss, muss eben sein. Inzwischen hatte sich die Zeit zwischen den Wehen von etwa 7 Minuten auf knappe 4 1/2 Minuten reduziert. Und die Wehen waren echt schmerzhaft.

Am Abend zuvor hatte mein Sohnemann noch gefragt, ob wir ihn wecken könnten, wenn es losgeht. Ich hatte ihm gesagt, dass er das wahrscheinlich mitbekommen würde. Aber er schlief tief und fest. So haben wir beschlossen, die Kinder weiter schlafen zu lassen. Unsere liebe Freundin war ja da, um sie in Empfang zu nehmen, wenn sie aufwachen würden.

Wir sind also etwa Viertel vor 5 losgefahren. Am längsten hat es gedauert, die Treppe im Haus runter zu steigen. Die Wehen wurden immer heftiger und unregelmäßiger. Manchmal hab ich nicht mal richtig Luft holen können dazwischen. Da die Klinik nur wenige Minuten von uns entfernt liegt und es ja eben noch Nacht war, waren die Straßen leer und wir schlugen Punkt 5 Uhr in der Klinik auf.

Dort sollte ich zunächst an das CTG angeschlossen werden. Die Diensthabende Hebamme überprüfte zuvor eben nur noch schnell den Muttermund. Oh, der ist schon etwas mehr als 5 cm offen. Das mit dem CTG sparen wir uns dann. Es kam nur noch die Frage, ob ich was zum Anziehen dabei hätte, oder ob ich einen Kittel von der Klinik haben wollte. Ich hatte mir aber ein super tolles, unglaublich weites Kleid eingepackt, welches mir eine Kollegin in der Schwangerschaft schenkte. Das schmiss ich mir also über und dann sollte ich umgehend in den Kreißsaal nachkommen. Die Hebamme war vorangegangen, um dort alles bereit zu legen.

Mein Freund hat mich auf Schritt und Tritt begleitet und war unglaublich nervös und unsicher. Aber mir ging es irgendwie auch nicht anders.

Kaum im Kreißsaal angekommen, der nur wenige Meter vom Wehenzimmer entfernt lag, kamen wiederum heftigere Wehen. Ich wollte mich hinlegen, aber das ging nicht so richtig, also blieb ich eben stehen und stütze mich nur auf dem Bett ab. Mein Freund bekam von der Hebamme ein Öl in die Hand gedrückt und begann, mir das Kreuz zu massieren. Das tat ja anfangs auch noch irgendwie gut, aber dann wurde es zur Qual. Also hörte er wieder damit auf.

Inzwischen war ich auch an ein CTG angeschlossen. Die Herztöne waren bestens und die Wehen waren derart schnell hintereinander, dass mir die Tränen kamen, weil ich irgendwie keine Pause machen konnte.

So ging es eine ganze Weile. Irgendwann kam die Hebamme dann, um die Fruchtblase zur Geburtsunterstützung vorzeitig zu öffnen, weil die einfach nicht von allein aufgehen wollte. Inzwischen war die bessere Position, einfach auf der Seite auf dem Kreißbett zu liegen. Bei jeder Wehe suchte ich den Blickkontakt zur Hebamme, damit sie mit mir zusammen atmen kann. Das hat wunderbar funktioniert. Die gute Frau hat so eine Ruhe ausgestrahlt. Unglaublich. Aber ich glaube nicht, dass sie schon je selbst ein Kind zur Welt gebracht hat.

Inzwischen war auch meine Mutti im Krankenhaus eingetroffen nachdem sie zurück gerufen hatte und ihr Kommen ankündigte. Sie kam auch im richtigen Moment. Mein Freund und ich waren uns darüber eigentlich sehr einig, dass wir beide nicht wollten, dass er den Geburtsvorgang miterlebt. Darüber gibt es ja verschiedene Theorien, aber wir wollten es eben nicht. So kam meine Mutti eben zum richtigen Zeitpunkt, um meinen Freund zu erlösen. Es dauerte auch nicht lange, nachdem mein Schatz den Saal verlassen hatte, und die Geburtswehen setzten ein.

Allerdings trat dann ein Problem auf. Der Kopf hatte sich nicht so ganz in die richtige Position gedreht. Er lag wohl irgendwie schief. Mittlerweile hatten eine Ärztin und die Hebamme im Wechsel versucht, mir irgendwo eine Flexüle einzupflanzen, damit man helfend noch einen Tropf nutzen konnte. Der Vorgang hat irre lange gedauert. Ich war derart verkrampft, dass beide irgendwie nicht recht erfolgreich waren. Zudem brauchten sie auch noch Blut von mir, um nach der Geburt die nötigen Tests aufgrund meiner negativen Blutgruppe durchführen zu können. Nix da, ich wollte weder Blut geben, noch einer Flexüle den Eintritt gewähren. Die beiden Frauen waren fast am verzweifeln, glaube ich. Na ja, irgendwann, nach unzähligen Einstichversuchen, haben sie dann doch geschafft.

Die Hebamme hat inzwischen noch eine Schwesternschülerin in den Kreißsaal geschleust und mich gefragt, ob sie als Beobachterin dabei sein dürfte. Es wäre ihre erste Geburt. Ich hatte damit nun wirklich kein Problem. Selbstverständlich sollte sie zusehen. Wie sonst sollte sie die Praxis kennen lernen?

Nunja, die Hebamme entschied nun langsam jedenfalls, dass sie unterstützend den Tropf mit dem Wehenfördernden Mittel nutzen möchte. Ich habe noch halbwegs mitbekommen, wie sie das Gerät mit dem Tropf einstellte und die Dosierung eingab. Allerdings schaffte sie es nicht mehr, den dünnen Schlauch an meine Flexüle anzuschließen ... das Köpfchen guckte bereits. Es dauert genau eine Wehe mit dreimal tief Luftholen und pressen bis der Kopf ganz da war. Und wieder blieb keine Zeit, durch zu atmen. Die nächste Wehe kam sofort ... und es dauert wieder nur einmal kräftig Pressen und auch der Körper war endlich da. Auf einmal fiel alles von mir ab. Ich konnte nur noch laut sagen: "Mein Baby ist da, mein Baby ist endlich da." Ich weiß nicht, ob ich geweint habe. Aber ich war selten so glücklich, wie in diesem Moment. Ich habe in diesem Freudentaumel nicht mal bemerkt, dass da noch eine Wehe gewesen sein musste, die die Nachgeburt herausbringen sollte. Aber irgendwie war die Nachgeburt dann einfach draußen.

Die Hebamme fragte mich, ob ich die mitnehmen wollte. Ich muss sie wohl ziemlich blöd angeguckt haben. Nein, ich will die nicht mitnehmen. Aber zum ersten Mal in drei Geburten möchte ich sie sehen. Und die Hebamme zeigte mir die Nachgeburt. Sie nahm sich sogar noch die Zeit, mir zu erklären, was da alles dran ist, wo die saß und wie das Baby dadurch versorgt wurde. Es war hoch interessant.

Auch der stolze Papa ist nun zu uns gestoßen. Ich hatte meine Mutti gebeten, ihn zu holen. Er hatte mittlerweile draußen die Zeit genutzt, mit der Schwesternschülerin zu sprechen. Die hat ihm stolz berichtet, dass sie ihre erste Geburt niemals vergessen wird. Auch wird ihr die Geburt in Erinnerung bleiben, weil das kleine neue Erdenbürgerchen einen solch außergewöhnlichen Namen hat. Das hat mich über die Maßen gefreut, als er mir davon erzählte. Es war alles einfach nur noch schön.

Ich weiß noch, dass ich zwischendurch so sehr müde war, dass ich kurz überlegte, ob ich nicht doch in der Klinik bleiben sollte, um mich einfach etwas auszuschlafen. Aber als unsere Süße da war, muss ich so voller Adrenalin gewesen sein, dass ich über die Maßen munter war. Ich wäre am liebsten sofort vom Bett gesprungen und nach Hause gegangen.

Allerdings musste die Hebamme noch nachsehen, ob irgendwas genäht werden muss. Außerdem wurde ich noch von einer Ärztin untersucht. Die Hebamme stellte recht schnell fest, dass rein gar nichts gerissen war. Es waren also keine Nadeln nötig. So durfte ich einfach nur liegen bleiben, meine süße Tochter im Arm halten und so zwei Stunden mit ihr verharren.

*************Sie war endlich geboren. Unsere Tarja Tabitha. Sie hat das Licht der Welt am 28.8. um 8 Uhr erblickt. Wenn das nicht nach einem guten Omen aussieht. Sie wog 3600g und war 51 cm groß. Bereits vier Tage nach der Geburt hatte sie nach anfänglicher Abnahme ihr Geburtsgewicht wieder erreicht. Es war traumhaft. *******************

Der Papa durfte gleich als erster das Baden übernehmen. Er sah wirklich glücklich aus. Es war einfach alles überwältigend schön. Meine Mutti hat gleich die Kamera gezückt und die ersten Bilder gemacht. Ich weiß noch, dass ich zu unserer Maus sagte: "Gewöhn dich daran, das macht sie immer!" Meine Mutter musste lachen.

Die zwei Stunden, die ich liegend dort noch verbringen musste, waren wie im Flug vergangen. Mein Liebster hatte sich inzwischen auf den Weg gemacht, um die Babyschale und ein paar Sachen und eine Babydecke zu holen. Außerdem musste er ja auch zuhause gleich Bericht erstatten. Einen Anruf auf der Arbeit meiner Freundin gab es auch noch, dass sie eben nicht kommen kann, weil sie noch gebraucht wird. Da sie nicht nur Freundin sondern zugleich meine ehemalige Kollegin ist, war der Anruf im Schulhort meines Sohnes einfach. Meine anderen ehemaligen Kollegen waren sofort einverstanden, meiner Freundin frei zu geben für den Tag. Es hat einfach alles prima geklappt.

ach zwei Stunden durfte ich dann unter die Dusche springen. Naja, übertreiben wir es mal nicht. Springen wäre wahrlich übertrieben. Aber die Hebamme wollte einen Rollstuhl holen, um mich zur Dusche zu fahre. Aber ich wollte den Weg gern selbst gehen. Sie war damit einverstanden, also schlich ich mit vorsichtigen Schritten den Weg entlang. Es ging erstaunlich gut. Ich war wirklich stolz auf mich. Aber ich wollte ja auch schnell nach Hause.

Ich musste die Hebamme auch noch zwischendrin daran erinnern, dass ich ambulant entbinden möchte. Oh, sie hatte die Information auf meiner Akte wahrscheinlich überlesen, kümmerte sich aber dann rasend schnell um die Formalitäten. Die Untersuchungen an mir und an meiner Tochter mussten ja dokumentiert werden, damit ich die Ergebnisse mit nach Hause nehmen kann.

Da der Oberarzt aber anscheinend noch nicht vor Ort war, musste ich mich noch bis etwa 12 Uhr mittags gedulden. Dann hatte ich einen Termin beim Frauenarzt zwei Stunden später und ein paar Papiere in meinen Händen und durfte die Klinik mit meiner Maus verlassen.

So konnte ich gegen halb eins an diesem Mittag meine beiden Kinder in die Arme nehmen und ihnen ihr neues Geschwisterchen präsentieren. Es war toll.

In einem anderen Bericht über ambulante Entbindungen hier auf dieser Plattform hatte ich gelesen, dass Geschenke für die Geschwisterkinder besorgt wurden, um sie für die etwas geringere Aufmerksamkeit zu entschädigen. Das haben wir auch gemacht. Und es hat Wunder bewirkt. Sie beide waren überglücklich. Jeder hielt einmal das neue Schwesterchen im Arm und widmete sich dann seinem Geschenk. So hatte ich Zeit, mich dem neuen Mäuschen voll hinzugeben.

Nun aber rasch mal die nötigen Detail zu einer AMBULANTEN ENTBINDUNG, für alle, die das irgendwann in Erwägung ziehen.

Man darf eigentlich jederzeit ambulant entbinden, wenn

+ man alle Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft wahrgenommen hat,
+ keine eindeutigen Risiken vorliegen,
+ während der Geburt keine schwerwiegenden Komplikationen auftreten und
+ man eine Hebamme hat, die sich sofort nach der Entbindung zuhause um einen kümmern kann.

Es ist ratsam, sich vor der Entbindung zur Hebammensprechstunde in der Klinik anzumelden, den Papierkram in der Klinik ebenfalls im Vorfeld zu erledigen und die Klinik darüber zu informieren, dass man eine ambulante Entbindung plant.

Hat man sich einmal für eine ambulante Entbindung entschieden, kann man aber diese Entscheidung jederzeit rückgängig machen. Man kann jederzeit entscheiden, eben doch in der Klinik zu bleiben, falls man sich noch nicht danach fühlt, wieder nach Hause zu gehen. Auf diese Entscheidung wird man in keinem Fall festgenagelt. Allerdings sollte man sich erkundigen, ob die Klinik, in der man zu entbinden wünscht, ambulante Entbindungen unterstützt, oder nicht. Es soll in der Tat Kliniken geben, die diese Art der Entbindung ausschließen. Bei der ambulanten Entbindung spielt es auch weiter keine Rolle, welche Geburtsmethode man wählt. Es ist also egal, ob es der Gebärhocker, das Kreißbett, die Wassergeburt oder sonst eine Art der Entbindung ist.

Einzig nach einem geplanten oder spontanen Kaiserschnitt ist eine ambulante Entbindung nicht möglich. Hier bedarf es dringender ärztlicher Kontrolle. Somit muss man in der Klinik verbleiben.

Unbedingt erwähnenswert ist auch, dass bei dieser Art der Entbindung selbstverständlich jede medizinische Betreuung gegeben ist ... Ärzte sind vor Ort und Krankenschwestern und natürlich auch Hebammen.

DANKSAGUNG

Ganz wichtig für mich: Ich möchte mich bei allen bedanken, die bei mir waren und mit mir den Weg gegangen sind.

Zunächst: Danke MEIN SCHATZ, dass Du bereit warst, Dich doch zu überwinden, bei mir zu bleiben, wenn niemand sonst da gewesen wäre. Danke auch dafür, dass Du mir die Hand gehalten hast und die Ruhe behalten hast, obwohl es Dir unsagbar schwer gefallen sein muss. Danke insbesondere auch dafür, dass Du die ersten Tage zuhause so aufopfernd für uns alle da gewesen bist und es noch immer bist. Ich liebe Dich! Alles wird gut, wenn wir uns nur bemühen!!

DANKE MUTTI, dass Du Dich durchgerungen hast, die schwersten Minuten mit mir zu meistern. Hoffentlich hat Dein Rücken nicht zuviel Schaden genommen, nachdem ich mich so an Dich gehängt habe. Auch hoffe ich, dass Deine Hände nicht zu sehr unter meiner plötzlichen kraft gelitten haben. Danke für Deine Unterstützung während es am meisten weh getan hat. Das werde ich Dir nie vergessen. Ich liebe auch Dich!

DANKE CHRISTINA, dass Du mitten in der Nacht aus dem bett gekrochen bist, um Dich unserer Kinder anzunehmen und uns diese Sorge abzunehmen. Danke, dass Du sie so lieb gehütet hast, während sie auf uns warten mussten. Du bist eine Freundin der ganz besonderen Art. Und bedank Dich nicht immer für das Essen, was Du bei uns verzehrst!

DANKE Conny und Jutta, dass ihr mir Christina gelassen habt, damit Dustin und Zelda wohl behütet sein konnten. Ich danke Euch auch für Euer liebevolles Geschenk zur Geburt. Ihr seid die Besten.

DANKE an alle, die uns mit Gaben zur Geburt erfreut haben.

Dazu ein besonderer Dank an Lysanthus für das tolle Buch über die Aufgaben einer Mutti. Ich habe sehr amüsiert darin gelesen. Auch Danke für das niedliche Spielzeug. Ich umarme Dich.

Danke an Steffen und Anja für die super süßen Lätzchen und den Gutschein vom Spielemax. Danke auch für Eure Freundschaft.

Danke an meine liebe Yvonne für den niedlichen Strampler zur Geburt und die tollen Gaben vor der Geburt. Du bist ein Schatz.

Danke an meine Oma für die kleine Geldgabe und die super weichen Lappen. Ich umarme Dich.

Danke an Frau Zander für die tolle Babydecke und dafür, dass sie immer an uns denkt.

Nochmals Danke an meine Mutti für die Gaben zur Geburt und vor allem für die unglaubliche Unterstützung im Vorfeld. Die Babywippe tut täglich ihre Dienste, ebenso wie die Babyschale. Ich sende Dir tausend Küsse.

Danke an den Chef meines Freundes, dass er uns ermöglicht hat, Dinge zu besorgen, die uns noch fehlten für die kleine Maus.

Und danke an alle, die inzwischen angerufen haben oder uns geschrieben haben.

Danke an die Klinik und das Personal ... für die wundervolle Betreuung und das einzigartige Geschenk zur Geburt ... der Schlafsack wird uns gute Dienste leisten.

Und zu guter Letzt: Danke an alle hier, die in Gedanken bei uns waren und sich für uns interessierten. Ich werde mich in der nächsten Zeit noch bei jedem persönlich melden.

Und jetzt werde ich soweit erstmal abschließen müssen. Soviel Text kann ja kein Mensch lesen.

Noch kurz zum Namen: Wir hatten beschlossen, dass mein Freund einen Jungsnamen aussuchen darf und ich den Mädchennamen. Nun sollte es ein Mädchen werden … ich war also am Zug. Der Rufname stand felsenfest. Tarja … ein finnischer Name, bekannt durch die ehemalige Sängerin der Band NIGHTWISH. Den Zweitnamen hatte ich eigentlich auch anders gewählt, allerdings wollte ich meinem Freund etwas entgegenkommen. Und da er riesen Fan von Stephen King ist, schlug ich ihm vor, als Zweitnamen den Namen der Ehefrau von Stephen King zu wählen. Und so wurde eben Tabitha zum Zweitnamen unserer Tochter. So haben wir beide unsere Einflüsse geltend gemacht.

HINWEIS: Bitte wartet einen Augenblick, bis auch die Bilder hochgeladen sind. Danke sehr.

In diese Sinne ... soll es das erstmal gewesen sein. Die frisch gebackene dreifache Mutti bedankt sich natürlich herzlich für Eure Lesungen und Kommentare.

Liebste Grüße
Eure Yvonne   

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