Ein mäßiges Spiel für ältere PCs
29.06.2002
Pro:
originelles Konzept
Kontra:
veraltet, Installationsprobleme auf neuen PCs, wird schnell langweilig
Empfehlenswert:
Nein
Details:
Grafik
Sound
Multiplayer:
Bedienung
mehr
 MacMartin
Über sich:
Mitglied seit:25.06.2002
Erfahrungsberichte:22
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 15 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Wer kennt das nicht? Man sitzt in einem dreckigen Fast-Food-Restaurant, futtert einen wabbeligen Hamburger in sich hinein und denkt sich: "Das würde ich aber besser machen". In American Dream hat der Spieler die Gelegenheit dazu - zumindest virtuell. Im Stile der alten Wirtschaftssimulationen übernimmt der Spieler in diesem Spiel die Rolle des Managers einer Fast-Food-Kette und muss sich um alle anstehenden Dinge kümmern. Spielprinzip: ============= Man managt seine Imbissbude in Echtzeit. Während man sich durch bestimmte Räume bewegt, läuft am unteren Bildschirmrand die Zeit gnadenlos weiter. Bei Bedarf kann man vorspulen, was man auch oft tut, da es nicht immer etwas zu tun gibt. Zum ausführen von Aktionen klickt man auf Symbole bzw. wählt eine Antwort in einer Sprechblase aus, falls man sich in einem Gespräch befindet. Gelegentlich informieren schlecht gezeichnete Videos über den Fortschritt des Spielers.
Spielverlauf: ============= Man wählt am Anfang ein Spielziel aus. Dies kann sein, besonders viel Geld zu scheffeln, seinen Einfluss auszuweiten oder einen bestimmten Burger zu entwickeln. Dann startet man mit einer heruntergekommenden Fast-Food-Bude irgendwo in den USA. Man bestellt zuallererst ein paar Nahrungsmittel, stellt Personal ein und investiert das erwirtschaftete Geld in neue Ausstattung. Irgendwann eröffnet man weitere Lokale in anderen Bundesstaaten und wird so reich. Nervig ist allerdings, dass man sich ständig um alle Kleinigkeiten kümmern muss. Ein Beispiel: Immer wenn das Lager leer ist, und das ist es oft, muss man in einen Raum mit einem Projektor gehen, wo immer die neuesten Produkte angezeigt werden. Nun zappt man durch die ganzen Produkte (Dauer etwa 2sek/Produkt) und muss entscheiden welche man kauft. Dabei kommt es auf Haltbarkeit, Menge und Qualität an. Am Anfang ist dies zwar noch unterhaltsam, jedoch wird es spätestens beim fünften Mal langweilig, da sich dieser Vorgang alle 5 Minuten wiederholt. Ab einem gewissen Punkt im Spiel kann man allerdings einen Manager einstellen, der sich um diese Punkte kümmert. Jedoch kann man dann selbst kaum noch spielen sondern nur zusehen. Abwechslung kommt durch fiese Sabotageaktionen und Forschungsmöglichkeiten auf, mit denen man intensiv dem Gegner Schaden kann. Dieser ist leider ausschließlich künstlicher Natur, einen Mehrspielermodus gibt es nicht. Grafik: ======= Wie bei einem 5 Jahre alten Spiel nicht anders zu erwarten ist die Grafik ehr mäßig. Meistens handelt es sich um handgezeichnete 256Farben-Standbilder, manchmal ist eine Animation zu sehen. Die Auflösung beträgt 640x480 und ist, wie bei DOS-Spielen üblich nicht veränderbar.
Sound: ====== Die Musik stammt zwar von Audio-Tracks, hört sich aber qualitativ noch schlechter an als MIDI-Sound. Die Soundeffekte beschränken sich auf Rasseln oder Klingeln, Sprachausgabe sucht man vergebens. Da das Spiel zu einer Zeit erschien, als eine Soundkarte noch keine Selbstverständlichkeit war, kann man ihm das jedoch noch verzeihen. Bedienung: ========== Das Spiel wird komplett mit der Maus gesteuert und ist leicht zu erlernen. Die Tastatur wird kaum benötigt. Die Menüs sind leicht verwirrend, man findet sich jedoch zurecht.
Installation: ============= Wie bei DOS-Spielen üblich ist die Installation nicht so einfach wie unter Windows. Läuft das überspielen der Daten auf den PC problemlos ab, ist die Erkennung der Soundkarte Glückssache. Da besonders bei neuen Karten oft keine DOS-Treiber mitgeliefert werden, sitzt der Spieler oft ohne Ton da. Ein weiteres Problem sind die VESA-Grafikkartentreiber. Nicht alle neuen Grafikkarten sind mit diesem veralteten Standart kompatibel. Hardware: ========= Das Spiel zeigt sich, wie nicht anders zu erwarten, sehr genügsam. Ein 486 mit 66Mhz, 8MB RAM und 50MB Festplattenspeicher reichen vollkommen aus. Probleme gibt es teilweise bei neueren PCs auf denen das Spiel den Dienst total verweigert. Dies ist besonders dann der Fall, wenn ein System installiert ist, welches nicht 100%ig DOS-kompatibel ist (z.B. traten mit Windows XP tw. Probleme auf). Wer noch einen alten DOS-Rechner herumstehen hat, sollte diesen nutzen. Für die Musik ist auch noch ein Audio-Kabel vonnöten, welches manchmal bei älteren PCs fehlt.
Handbuch: ========= Das Handbuch ist umfangreich, farbig und leicht verständlich. Auf den ca. 25 Seiten erfährt der Leser alles wichtige über das Spiel. In der Budget-Variante wird das Handbuch jedoch (meines Wissens nach) nicht in gedruckter Form mitgeliefert. Persönliche Meinung: ==================== Meiner Meinung nach ist die Thematik dieses Spieles reizvoller als das Spiel selbst. Die ersten paar Stunden macht es zwar noch Spaß seine Fast-Food-Kette zu leiten, jedoch werden die sich ständig wiederholenden Handlungen schnell langweilig. Dieses Spiel kann allenfalls noch hartgesottenen Wirtschaftssimulationsspielern ans Herz gelegt werden oder Leuten, die nur einen langsamen PC besitzen und mit diesem spielen wollen. Allen anderen kann von dem Spiel abgeraten werden, da weder Bedienung, Handlung, Grafik, Sound noch Spielprinzip überzeugen.
Zusammenfassung: ================ Hersteller: Brainstorm Technology/Sunflower Betriebssystem: DOS Vorraussetzungen: 486/66MHZ, 8MB RAM, 50MB Festplattenspeicher, CD-Laufwerk 2x, VESA-kompatible Grafikkarte Erscheinungsjahr: 1996
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29.06.2002 11:43
Sehr guter Bericht, weiter so. Schönes Wochenende noch wünscht Robocop2 der Horrorfanatiker!