Erfahrungsbericht über

American Gods - Roman / Neil Gaiman

Gesamtbewertung (5): Gesamtbewertung American Gods - Roman / Neil Gaiman

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Ein gaanz langes Buch...

3  16.03.2006 (23.04.2006)

Pro:
Idee der Handlung, Spannung und Wendungen zum Schluss

Kontra:
Zu Beginn sehr langatmig

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Niveau

Unterhaltungswert

Spannung

Wie ergreifend ist die Story?

mehr


JustOliver

Über sich: Gerade dabei, mal alle meine Berichte auf > 100 Lesungen zu heben...

Mitglied seit:26.12.2001

Erfahrungsberichte:395

Vertrauende:84

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 158 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Auf Neil Gaiman wurde ich erstmals aufmerksam, als ich eher zufällig auf das Buch Niemalsland (entsprechender Bericht kann nachgelesen werden) aufmerksam wurde. Da mich dieses Buch doch einigermaßen fasziniert hat, suchte ich sogleich nach weiteren Büchern von Gaiman. Das hier zu beschreibende Buch wurde hierbei vielfach gelobt, so dass ich es mir sogleich bestellte.

ALLGEMEINE DATEN
==================
624 Seiten
Erschienen im Heyne-Verlag
Broschierte Ausgabe: ISBN: 3453400372; 12,-- EUR
Gebundene Ausgabe: ISBN: 3453874226; 24,-- EUR

INHALT:
========
Hauptperson des Buchs ist Shadow, der sich nach verbüßter dreijähriger Haftstrafe auf seine Entlassung wartet. Überraschend wird er einen Tag früher entlassen, jedoch nur aufgrund des für ihn traurigen Umstands, dass seine Frau bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen ist. Auf seiner Heimreise trifft er auf den mysteriösen Mr. Wednesday. Dieser bietet ihm an, für ihn zu arbeiten. Nachdem Shadow aufgrund der Aussicht, bei einem Freund im Fitnessstudio arbeiten zu können, zunächst ablehnt, erfährt Shadow jedoch, dass auch dieser Freund bei dem Verkehrsunfall ums Leben gekommen ist. Somit nimmt Shadow doch noch das Angebot an. Und Wednesday, der eigentlich der Gott Odin ist, nimmt Shadow mit auf eine wundersame Reise quer durch die Staaten. Wednesday will die alten Götter um sich scharen, weil eine entscheidende Schlacht zwischen den "alten" Göttern und den neuen Göttern, bestehend aus den Anpreisungen der schönen neuen Multimediawelt, geführt werden soll. Auf dieser Reise lernt Shadow zahlreiche der alten Götter kennen. Und auch die neuen Götter sind auf ihn aufmerksam geworden, und wollen ihm seine Arbeit für Wednesday ausreden, wobei sie nicht vor Gewalt zurückschrecken. Eine immer wiederkehrende Begleiterin auf dieser Reise ist Shadow's verstorbene Frau Laura, die aufgrund eines Zwischenfalls bei ihrer Beerdigung, nicht zur Ruhe kommt.
Nachdem einige Zeit vergangen ist, und die Reise, bei der die alten Götter um Wednesday geschart werden soll, nicht den gewünschten Erfolg bringt, trifft Wednesday mit Vertretern der neuen Götter zusammen, um ein Abkommen auszuhandeln. Hierbei wird er jedoch hinterrücks erschossen. Die alten Götter sehen dies als Provokation und sammeln sich, um gegen die neuen Götter einen letzten Kampf zu führen, dessen Verlauf unerwartete Wendungen bringt.

MEIN EINDRUCK
=================
Um es vorwegzunehmen, den hochlobenden Berichten zu diesem Buch kann ich mich nicht ganz anschließen. Insgesamt ist das Buch gut. Die Idee für die Story ist durchaus interessant und die Handlung wird auch gut erzählt. Alles in sich ist schon recht schlüssig, was bei der Vielzahl an Handlungsorten und auftretenden Personen durchaus schon eine Leistung ist. Und insbesondere gegen Ende hin entwickelt die Handlung eine fesselnde Spannung, die das Weglegen des Buches deutlich erschwert. Jedoch, der geneigte Leser mag es erwartet haben, dies alles ist durch ein ABER einzuschränken. Denn diese Spannung kommt aus meiner Sicht viel zu spät auf. Zwar nimmt die Handlung um ca. Seite 500 eine sehr interessante Wendung, jedoch, bis dahin musste man 500 lange Seiten zurück legen. Und hierbei bin ich der Ansicht, dass auf diesen 500 Seiten das Buch doch die ein oder andere Länge aufweist. Zahlreiche Episoden auf der gemeinsamen Reise nehmen viele Seiten und viel Zeit des Lesers in Anspruch, ohne die Handlung wirklich weit nach vorne zu bringen. Ganz im Gegenteil. Zahlreiche der beschriebenen Vorfälle sind für den Leser zunächst absolut unverständlich und machen eben erst im Nachhinein, bei der entscheidenden Schlacht oder deren Nachspiel, Sinn. Das hat mir sehr viel Mühe gemacht.
An dieser Stelle möchte ich allerdings auch selbstkritisch einräumen, dass ich das Buch nicht in einem durch gelesen habe, dadurch vielleicht die ein oder andere Verständnisschwierigkeit auch heraufbeschworen habe. Aber auch dies ist zum Teil sicherlich dem Buch anzulasten, denn bei einem Buch, dass mich absolut fesselt, kommt dies normalerweise nicht vor. Erschwerend ist in dem Buch sicherlich auch das Auftreten verschiedener Gottheiten. Und diese haben mir nicht immer wirklich etwas gesagt. Klar, Odin (Wednesday) oder Loki sind mir schon Begriffe, andere Personen haben mich jedoch nur verwirrt, da ich sie nicht ad hoc einordnen konnte. Zudem erfolgt hier durch den Autor nicht immer eine letzte Aufklärung, was sich hinter diesen Personen verbirgt. Denn insgesamt wird wenig Zeit darauf verwendet, die handelnden Figuren zu entwickeln. Die Entwicklung erfolgt durch die Handlung. Die Darstellung von vergangenen Erlebnissen und deren Einfluss auf die Prägung der Figuren ist eine Seltenheit.
Sprachlich ist das Buch mäßig anspruchsvoll. Der Schreibstil ist schon leicht verständlich und was mir stets sehr wichtig ist, die Verwendung von Kraftausdrücken oder ausufernde Darstellungen brutaler Szenen halten sich im Rahmen.

FAZIT
========
Gaiman schreibt Pop-Literatur, Gaimann schreibt Fantasy. Dessen sollte man sich bewusst sein, wenn man sich mit seinen Büchern beschäftigt. Die Idee, die diesem Buch zu Grunde liegt, ist ansprechend. Und die Spannung zum Schluss, sowie die unerwarteten Wendungen der Handlung durchaus reizvoll und gut gemacht. Jedoch fand ich das Buch über weite Strecken echt zäh, so dass es eigentlich ein Wunder ist, dass ich diesen Bericht hier schreibe, denn normalerweise hätte ich frühzeitig aufgegeben. Von daher kann ich eine Empfehlung nur bedingt aussprechen.

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
billywilder2

billywilder2

11.12.2011 12:28

Ich bin absoluter Gaiman-Fan und liebe alle seine Bücher - bis auf American Gods, damit konnte ich wenig anfangen, habe mich förmlich durchgequält. Gute idee, ein paar gute Einfälle, aber der Plot... SH und LG Billy

nicki28

nicki28

25.04.2011 01:47

*schubs zum silbernen Pünktchen* :o))

Zauberkerstin

Zauberkerstin

03.06.2006 19:10

An solche dicke Bücher wage ich mich nieeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee ;-)

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  1. nikosternchen
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