Werewolfs-Liebe in London
27.01.2002
Pro:
Der Film
Kontra:
nichts
Empfehlenswert:
Ja
 Webtor
Über sich:
Mitglied seit:15.05.2000
Erfahrungsberichte:253
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 38 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
American Werewolf 20th Anniversary Special Edition Daten °°°°°° Alternativtitel: An American Werewolf in London Label: Universal Land, Jahr: USA/GB 1981 Regisseur: John Landis Rating: FSK 16 Länge: Ca. 93 Min. Ton: Deutsch Dolby Digital 2.0 Mono Englisch: Dolby Digital 5.1 Untertitel: Englisch (close-captioned), Deutsch Bildformat: 1,85:1 anamorph Regionalcode: RC 2
Inhalt °°°°°°° David Kessler (David Naughton) und Jack Goodman (Griffin Dunne) sind Stundenten aus New York und auf einer Reise durch Europa. In England kommen sie schließlich in ein abgelegenes Dorf, in dem die Einwohner seltsam verschlossen und die Wanderer unerwünscht sind. Also ziehen sie mitten in der Gewitternacht bei Vollmond weiter und verlaufen sich im Moor. Dort werden sie von einem Werwolf angefallen. Während David nur verletzt wird und das Bewusstsein verliert, wird Jack von dem Monster zerfetzt. David wird in ein Krankenhaus nach London gebracht, um sich von seinen Verletzungen und seinem Schock zu erholen.
Doch das Grauen fängt für David jetzt erst an. Er wird von Albträumen und Visionen geplagt, der untote Jack erscheint ihm und versucht zu erklären, was mit David geschehen ist. Er wurde von dem Werwolf gebissen und dessen Opfer wandeln nun als Untote auf der Erde. David soll sie erlösen, indem er sich selbst tötet, denn er ist der letzte Werwolf. Allerdings glaubt David diesen Hirngespinsten jedoch nicht, kein Wunder, hat er doch in der schönen Krankenschwester Alex Price (Jenny Agutter) sein privates Glück gefunden. Doch in der nächsten Vollmondnacht passiert das Unglaubliche: David verwandelt sich in einen Werwolf und macht in den Straßen von London Jagd auf Menschen.
Alex und ihr Chef, Dr. Hirsch (John Woodvine), stellen Nachforschungen an und entdecken Davids schreckliches Geheimnis. Nun ist es an Alex, David von seinem Fluch zu erlösen…
In auf den ersten Blick ungewohntes Terrain begab sich Comedy-Spezialist John Landis (Blues Brothers) mit seinem 1981 gedrehten Film „American Werewolf“. Doch hinter dem simplen Titel versteckt sich nicht nur ein exzellenter Horrorfilm mit Oscar-prämierten SpecialFX, sonder auch eine rabenschwarze Komödie, die für den einen oder anderen Lacher sorgt. War der Film jahrelang wegen seines hohen Blutgehaltes Minderjährigen vorbehalten, so wurde er 2001 von der FSK neu geprüft und ungeschnitten mit einer FSK 16-Freigabe versehen. Dies ist verständlich, da der Film zwar sehr blutig und brutal daherkommt, die Szenen aber nicht immer ernst zu nehmen sind, da hier der schon angesprochene schwarze Humor zum Tragen kommt und die Szenen dadurch sehr übertrieben wirken. Als bestes Beispiel ist hier die Szene zu nennen, in denen der Werwolf einen Massencrash auf dem Picadilly Circus verursacht. Da werden dann Menschen überfahren, zerquetscht, geköpft, durch Scheiben geschleudert usw.
Erwähnt werden sollte auch die Arbeit der Maskenbildner und SpecialFX-Leute, die sich den Oscar für ihre Arbeit redlich verdient haben. Das Morphing von David vom Menschen zum Werwolf sieht einfach toll aus und das alles kommt ohne Computertricks aus. Doch auch die Horrorelemente können sich sehen lassen: Nebel im Moor, ein Dunkles Kino und eine U-Bahn-Station sind gelungene Locations und sorgen für Spannung. Toll, wie in der U-Bahn ein Mensch in Ego-Perspektive aus Sicht des Werwolfs durch die Gänge gehetzt wird. Hinzu kommen die Erscheinungen von Jack, dessen Verwesungsgrad mit jedem Auftritt zunimmt.
Bild °°°°° Mittelschweres Bildrauschen ist das größte Manko des trotz seines Alters erstaunlich guten Bildes. Die Schärfe ist gut, die Farben sind ein wenig blass. Der Kontast in den Nachtszenen lässt viele Abstufungen erkennen und erfreut. Dropouts und ähnliche Verunreinigungen oder Beschädigungen gibt es überraschenderweise nicht. Ton °°°° Der Ton ist die größte Schwäche des Films. Der deutsche Monoton scheppert aus beiden Frontspeakern und klingt unangenehm spitz und verzerrt oft. Besonders unangenehm wirkt sich das auf die Stimmen aus, die sehr katzig wirken. Die „Magnum“ - Synchronstimme von David passt außerdem überhaupt nicht. Der englische 5.1-Upmix dagegen ist recht gut. Hier verzerrt nur wenig und die Stimmen haben eine angenehme Höhe. Bass gibt’s natürlich nicht und aus den Surroundspeakern kommt auch so gut wie Nichts.
Extras °°°°°°° Die DVD hat anständig viel Bonusmaterial und ist einer Jubiläums-DVD würdig: - Untertitelter Audiokommentar mit David Naughton und Griffin Dunne - Behind-the-Scenes - Outtakes - Interview mit John Landis - Interview mit Rick Baker - SpecialFX-Doku - Vergleich: Film – Storyboard - Fotogalerie - Booklet (4 Seiten)
Alle Extras sind deutsch untertitelt. Fazit °°°°°° „American Werewolf“ ist ein exzellenter Horrorfilm mit derbem schwarzem Humor und auch heute noch guten SpecialFX. Der Film ist sicherlich einer der besten, wenn nicht der Beste Werwolf-Film, den es gibt, ist er doch meilenweit besser als z.B. „Der Werwolf von Tarker Mills“. Lediglich „Wolf“ mit Jack Nicholson kann hier mithalten, wie ich finde. Die DVD-Umsetzung ist sehr gut, wenn man den unterirdischen deutschen Monoton vernachlässigt und den engl. Track heranzieht. Bild und Extras sind gut.
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28.02.2006 10:25
Wenn ich den Bericht bewerten würde, müsste es "Thema verfehlt" sein - du schreibst über "American Werewolf 1", nicht über "American Werewolf 2" - und genau in der Kategorie "2" bist du mit deinem Bericht gelandet!
15.02.2006 13:47
Guter Bericht ! LG Micha
26.03.2005 05:34
Ich habe zwar den Film bei mir zuhause aber deine Meinung teile ich nicht! Ich mag diesen Film nicht!