EIN BERICHT FÜR LESER UNTER 20 NICHT GEEIGNET !
10.01.2002
Pro:
er sah wirklich sehr gut aus, fast schon wie ein heutiger Laptop
Kontra:
nichts ganzes und nichts halbes war dieser Compi
Empfehlenswert:
Nein
 Papa_Santano
Über sich:
Man soll ja immer positiv denken. Doch das Licht am Ende des Tunnels ist oftmals auch der entgegenko...
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Vorwort: Ich denke mal dass dieser Bericht nur den etwas älteren Lesern etwas sagen wird, und die Jugend nicht mehr als ein müdes Lächeln übrig haben wird, denn Thema dieses Berichtes ist ein Computer, dessen Ausstattung heute kein Mensch mehr kaufen würde. Also wer unter 20 ist bitte nach unten scrollen, auf sehr hilfreich klicken und wieder gehen. Ihr lacht mich doch eh aus, oder wollt ihr wirklich wissen was damals hip war ? Na gut, lacht mich ruhig aus. Damals war es einfach hip einen Amiga zu haben und mit meinem Amiga 500 hatte ich sehr lange Freude. Ich war schon 20 als ich meinen ersten richtigen PC kaufte, doch bis dahin begnügte man sich eben mit dem Amiga oder auch dem C64. Ich bin ja nach wie vor der Meinung, dass der Amiga 500 das beste Modell war, dass man seinerzeit bekommen konnte, und auch die Nachfolger wie der 1000 oder 600 ihre Probleme hatten. Nur kurze Zeit besaß ich als Übergang zwischen Amiga 500 und meinem ersten echten PC den Amiga 600. Aber so der große Knaller war er absolut nicht, da die Nachteile selbst an damaligen Standards gemessen überwogen. Vom Design her machte man damals einen Versuch und verzichtete auf den Nummernblock, was den Amiga 600 sehr klein machte. Ähnlich wie ein Laptop aussehend machte er vom Design ganz schön was her, doch stellte sich der fehlende Nummernblock als sehr nachteilig heraus.
Im Gegensatz zum Amiga 500 war es dann auch so, dass er sich im Sound nicht sonderlich verbessert hatte. Selbst für damalige Verhältnisse recht simpel aufgebaute Spiele konnten im Sound leider nicht überzeugen. Es war ja damals eh eine Phase, in der man einen PC fast ausschließlich zum spielen brauchte und Anwendungen nur sehr selten zum Einsatz kamen. Doch als reiner Spielcomputer machte er leider keine gute Figur. Das Hauptproblem war damals, dass die meisten Spiele die man unter dem Amiga 500 spielen konnte, vom Amiga 600 nicht akzeptiert wurden. Woran dies genau gelegen hat habe ich nie erfahren, denn eigentlich sollte es doch Sinn der Sache gewesen sein auch Spiele für das Vorgängermodell spielen zu können. Aber seis drum. Mit meinem geliebten Civilisation gab es auf jeden Fall nur Ärger, und nicht nur einmal sehnte ich mich an die Zeiten des Amiga 500. Ich frage mich ehrlich was sich die Leute bei Commodore bei dem Amiga 600 gedacht hatten. Denn der Amiga 500 fand in den Versionen 500plus, dem Amiga 1000 und des Amiga 1200 schon gute Nachfolger, wenngleich keiner den Status des 500 erreichte. 1992 wurde der Amiga 600 auf den Markt geworfen und als echte Neuheit mit vielen neuen Features an den Mann gebracht. Doch so ganz wollte er sich nicht bei den Kunden durchsetzten, denn schon bald wurde die Problematik der mangelnden Kompatibilität mit alten Spielen bekannt, und das Gerät für die Jugend fast schon uninteressant. Außerdem war er im Vergleich zum Amiga 500 mit über 750 DM viel zu teuer, und heute interessiert sich auf Computerbörsen kein Mensch für dieses Modell. Er war auch zu leistungsschwach, selbst für die damaligen Verhältnisse gab es Computer anderer Hersteller, die da mehr zu bieten hatten. Ich hab damals ein paar mal mit einem Apple gearbeitet, und das war schon etwas ganz anderes als mein Amiga. In der Grundversion bekam man damals einen Arbeitsspeicher von 1MB RAM, ein heute mehr als lachhafter Wert. Zwar konnte man den Amiga 600 aufrüsten, aber das war ja nicht Sinn der Sache und zudem ein sehr teures Vergnügen.
In der Zeit als ich den Amiga 600 hatte, war ich dann aber vor allen Dingen von der Handhabung enttäuscht. Zwar sah er schick aus, doch nutzte mir das herzlich wenig weiul er zu gewöhnungsbedürftig war. Zum einen fehlte ja wie gesagt der Nummernblick, und die restlichen Tasten ließen sich meiner Meinung nach nur unzureichend leicht drücken. Das war alles irgendwie nicht das wahre, und ich kann nicht sagen ihn seit damals jemals vermisst zu haben, dafür war ich zu lange Benutzer eines Amiga 500. Nun gab es damals noch kein Windows soweit ich weis, denn Amiga hatte sein eigenes Betriebssystem, dass damals auf den Namen Workbench 1.2, oder auch Kickstart 2.05 hörte. Man kann sich das ganze als ein minimales System vorstellen, dass den Amiga zum Leben erweckte. Es ist zwar gerade einmal 10 Jahre her, aber irgendwie ist dieser Computer heute schon ein Dinosaurier, der allerdings nie richtig lebte. Den Freunden der Technik seien nun noch die technischen Daten genannt, die der Amiga 600 in der Grundversion damals hatte. Liest sich wie ein antiquarisches Buch, aber nun ja, es war halt eine andere Zeit.
Betriebssystem : Kickstart 2.05 Prozessor: Motorola 68000 Floppy: 3,5“ 880 KB Taktfrequenz 7,14 MHz Sound: 30KHz 8-Bit digital stereo Auflösung: max 1280 x 512 interlaced Grafik: maximal 4096 Farben 2 Schnittstellen für Maus und Joystick 1MB RAM Ich hab mich damals für derartige Werte noch nicht so intensiv interessiert wie dies heute der Fall ist. Wohl deshalb war ich dann auch einer der wenigen die mit diesem Gerät spielten und versuchten zu arbeiten, wobei es dann aber auch meist beim Versuch blieb. Alles nicht so ganz ideal gelungen und besonders lange gab es den Amiga 600 nicht, bis man ihn mangels Akzeptanz wieder vom Markt genommen hat. Dem Amiga 500 trauere ich manchmal hinterher, doch das Thema Amiga 600 ist für mich definitiv erledigt.
© Papa_Santano am 10,01,2002 für Ciao
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02.12.2005 18:58
der A600 war ein Modell, das sich Commodore hätte sparen können. Warum die Spiele vom A500 so schlecht auf dem A600 liefen, lag zum einen an seinem Kickstart (A500 1.x vs A600 2.0x), zum anderen an seinem neueren Chipsatz (A500 OCS vs. A600 ECS). Der Sound hatet sich nicht nur "sonderlich", sondern -gar nicht- verbessert, da beim A600 derselbe Soundchip wie beim A500 zum Einsatz kam. Übrigens war der A1000 der erste Amiga überhaupt und kam -vor- dem A500 raus. Dann noch ´ne Berichtigung zum Thema "Workbench 1.2, oder auch Kickstart 2.05" - das sind zwei paar Stiefel, und ´nem A600 mit 2.05er Kick lag auch eine entsprechende 2.0er Workbench dabei. Ich erlaub mir mal ein "hilfreich" für das doch merkliche Durcheinander. CU, Termie
31.12.2003 23:02
Naja, so ganz stimmt das mit den unter 20 ja nicht. Ich bin nämlich ein Nachfolger dieser Altersgruppe, jedoch hatte ich viel Spaß mit meinem AMIGA 600. Bei den alten Amigaspielen stand noch der Fun-Faktor im Vordergrund, heute ist doch größtenteils die Grafik wichtig. Sehr guter Bericht.
01.03.2002 07:52
Du hast recht! Ist noch gar nicht sooo lange her, aber doch schon irgendwie in der Computer-Steinzeit. 1992 habe ich bei einem Grafikkartenhersteller gearbeitet und 256-Farben-Karten mit weniger als 1 MB Speicher an Architekturbüros für 2.500 DM verkauft. Das waren noch Zeiten. *** Gruß Harry ***