MÖGEN DIE SPIELE BEGINNEN!
07.08.2006 (08.08.2006)
Pro:
Retro - Spielspaß mit dem 16 - Bit "Wundercomputer", viele Spiele, geringe Hardwareanforderung, Nostalgie eben . . .
Kontra:
Zu viele unbekannte Spiele und Demos, zu wenige Spiele - Knüller, lange Installationszeit, Handbuch nur auf CD - ROM
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Grafik
Sound
Multiplayer:
Bedienung
mehr
 Darkhound
Über sich:
Es "nervt" mich mittlerweile mit der Sondervergütung. Stets sind es dieselben (teuren) The...
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Hallo an alle Spielerinnen und Spieler, (natürlich auch an alle Leserinnen und Leser :o), in meinem heutigen Bericht möchte ich euch die Spielesammlung "Amiga Classix 4" vorstellen; eigentlich ein kleines Juwel in meiner Softwaresammlung für den PC - aber leider auch nur eigentlich… Wie vielleicht einige Leser schon wissen, interessiere ich mich stark für Video- und Computerspiele der älteren Generation, denn für mich braucht ein gutes Spiel nicht zwangsläufig die mordsmäßig tolle 3D-Grafik und Orchestersound, um mich für eine Weile an den Bildschirm zu fesseln. Mir genügt eine kleine Partie eines interessanten Spiels mit einem gut durchdachten Spielprinzip für eine kurzweilige Ablenkung. Da freue ich mich umso mehr, wenn ich die ewig langen Installationsroutinen der Festplattenspeicher killenden PC-Games umgehen kann. Wer mehr erfahren möchte - ihr seid herzlich eingeladen, den Bericht in voller Länge zu lesen (oder zu scrollen *g*). Wie immer: Viel Spaß dabei!
Amiga Classix 4? Was ist denn das? --------------------------------------------------- Da muss und möchte ich doch gleich mal beim Urschleim anfangen… zumindest begeben wir uns auf eine Zeitreise laaaange vor PC-Highlights wie "Doom3" und "Half Life²". Ob man es nun glaubt, oder nicht, gab es schon vor dem hochgezüchteten PC mit zig Gigahertz und millionenschweren Grafikkarten Computer, mit denen man richtig gut spielen konnte. Eine dieser damaligen Wundermaschinen hörte auf den Namen "Amiga" (span. für "Freundin"), wurde von der Firma Commodore entwickelt und stellte bis Mitte des letzten Jahrzehnts des vergangenen Jahrtausends das absolute Nonplusultra im Bezug auf Computerspiele und Multimedia dar. Auch wenn sich das heutzutage kaum noch jemand vorstellen kann, der die Zeit nicht selber miterlebt hat, war der Amiga dem PC zumindest in der damaligen Zeit lange überlegen. Doch diese Zeit ist leider unwiederbringlich vorbei und heute können PC-Kiddies vielleicht noch "PC" fehlerfrei schreiben, doch beim Wort "Amiga" sieht man schon das große Fragezeichen über deren Köpfen schweben. Zurück zur Spielesammlung! Die zum Preis von ca. 7 € von Magnussoft herausgegebene Sammlung auf CD-ROM beinhaltet laut Herstellerangaben über 200 klassische Amiga-Spiele für PC und Macintosh-Rechner. Was ist wirklich dran am versprochenen Spielspaß?
Darky spielt "CD-Jockey"…: ------------------------------------------- Schnellstens mal die in blau gehaltene DVD-Hülle geöffnet, schon erspäht das Auge den bedruckten Silberling - sonst nichts! Die genaue Beschreibung der Verpackung und der CD-ROM spare ich mir an dieser Stelle, denn die Hülle seht ihr ja anhand des Produktbildes ganz oben, zudem werde ich auch noch ein Bild des Front- und Rückcovers dazu einstellen. Auf ein gedrucktes Handbuch verzichtet der Hersteller leider, aber dieses nervige "man lese die beigelegte PDF-Datei"-Spielchen kennt man gerade im Bereich günstiger Software ja schon zur Genüge. Zudem wäre es auch aus zweierlei Gründen nicht angebracht bzw. unnötig: Bei über 200 Spielen müsste ein Handbuch drei Mal so dick wie die Bibel beigelegt werden, um halbwegs ausführlich zu sein - dann wäre die Spielesammlung aber gleich mindestens dreimal so teuer. Zudem gilt gerade bei den klassischen Video- und Computerspielen fast immer die Devise, dass man für den Spaß am Bildschirm im Normalfall überhaupt kein Handbuch benötigt. Die meisten Spielchen sind nämlich selbsterklärend. Bei einem Jump&Run-Spiel käme wohl jeder eigenständig auf die Idee, sich den Joystick zu schnappen und auszuprobieren was wohl passiert, wenn man diesen auch bewegt, oder? *g*. Einmal ins Laufwerk eingelegt, wird die grafische Oberfläche, also das Menü installiert. Eine einfache Setup-Routine erledigt alles vollkommen automatisch und ihr braucht euch um überhaupt nichts kümmern. Okay, kleine Einschränkung:
Bilder von Amiga ClassiX 4 (PC+MAC) (PC CD-ROM)
Kümmert euch darum, dass eure Kaffeekanne noch voll ist… ihr werdet eure Tasse öfter nachschenken dürfen, weil es wirklich fast unerträglich lange dauert. Auf meinem Athlon XP-m 2800+ mit 1 GB RAM benötigte die Installation in etwa 15 Minuten Zeit. Schon recht beachtlich und ganz schön nervig, glücklicherweise braucht man ja nur einmal so lange zu warten, weil anschließend nichts mehr nachinstalliert wird. Danach befinden sich sowohl die grafische Menüoberfläche, das im Hintergrund laufende Emulatorprogramm "WinUAE", sowohl alle 189 Spiele mit insgesamt 347 MB auf der Festplatte. Nur 189? Hmmm, war nicht von über 200 Spielen die Rede? Ich habe mir eben mal spaßhalber alle Spiele im Explorer auflisten lassen und komme tatsächlich nur auf 189. Ein wenig seltsam, aber okay, dann sind es eben nur 189. Es dürfte dennoch eine ganze Weile vergehen, bis man mal jedes der Spiele angesehen und ausprobiert hat.
Und was sind denn da für Spielchen? -------------------------------------------------------- Auf dem Silberling und anschließend auf eurer Festplatte befinden sich hinterher 189 Spiele aus folgenden Kategorien: Action, Adventure, Arcade, Sport, Strategie + Simulation, sowie Demos. Um nur ein paar (bekannte) Spiele aus den Genres zu nennen: Battle Squadron, Hybris, Another World, Beneath a Steel Sky, Lure of the Temptress, Arkanoid, Pinball Dreams, Twintris, Super Skidmarks, Tie-Break, Airbus A320, Rings of Medusa und Winzer. Ich habe natürlich keine Ahnung, ob euch diese Spiele etwas sagen - nur gehe ich davon aus, dass sie bekannter sind, als der Großteil der meisten anderen! Damit komme ich auch schon zum ersten und einzigen wirklichen Kritikpunkt der Spielesammlung (von der sehr langen Installationszeit mal abgesehen): Die meisten Spiele sind selbst mir als jahrelanger Amigafan und Spielejunky absolut unbekannt! Wer bitte kennt Spiele wie "Charon 5" oder "Exolon" bzw. "Insanity Fight"? Diese Liste mit den "Kennt keiner!"-Spielen ließe sich fast beliebig lang fortführen, was ich echt schade finde. Viele sehr unbekannte Spiele treffen auf vereinzelt gute bekannte Games - und diese wiederum auf den eigentlich interessantesten Bereich: Die Demos.
"Eine Demo soll interessant sein?", höre ich jetzt schon den einen oder anderen meckern, "das sind doch immer nur Versionen mit 1-2 Leveln!" Ja, leider richtig, und auch hier sieht es leider nicht anders aus. Leider darf wiederholt werden und kann eigentlich gar nicht oft genug gesagt werden, denn gerade in dem Menüpunkt Demos finden sich dann die allerbesten Kracher. Auch hier möchte ich ein paar Spiele nennen, die echt spitzenmäßig, aber nur eingeschränkt zu spielen sind: Alien Breed 2, Apidya, Blood Money, Cadaver, Fifa Soccer, Flashback, Gods, Ishar 2, Jaguar XJ 220, Lemmings 2, Project X, Simon the Sorcerer, Superfrog, The Newzealand Story, Turrican 2+3, Worms, Xenon 2 Megablast und X-Out. Also alles "die Guten", die man kennt. Das trübt den Spielspaß echt beträchtlich, gerade weil auf der Rückseite der CD- bzw. DVD-Hülle fast nur Screenshots der allerbesten Spiele zu sehen sind und sich die Spielesammlung so ein klein wenig als Mogelpackung herausstellt. Gut, nirgends steht ausdrücklich geschrieben, dass es sich bei den Spielen auf der Scheibe grundsätzlich um Vollversionen handelt, sondern es wird im Klappentext auf der Rückseite darauf hingewiesen "als Vollversion oder Demoversion" - nur hätte es hier bestimmt auch eine bessere Mischung sein können. Meiner Meinung nach liegt das Problem daran, dass, obwohl der Amiga längst nicht mehr gebaut wird und keinerlei (oder nur noch sehr wenige) Spiele erscheinen, die Rechte daran immer noch bei den Eigentümern liegen und sie diese nicht so ohne weiteres herausrücken. Obwohl sie damit ja eigentlich kein Geld mehr machen können! Wer kauft sich heutzutage noch für viel Geld einen gebrauchten Amiga, um darauf asbach uralte Diskettenspiele zu zocken?
Meine Meinung: "Legalize Amiga!" :o). Die Bedienung: ------------------------- Die Bedienung der Menüoberfläche ist denkbar einfach. Man schnappt sich die Maus, fährt mit selbiger über die einzelnen Spielekategorien, klickt einmal nett, lässt sich die Liste der verfügbaren Spiele anzeigen, klickt auf das gewünschte Game und entscheidet anhand der beiden Icons unten rechts (siehe beigefügtes Bild), ob man nun nur mit der Tastatur, oder mit einem Joystick spielen möchte. Der integrierte WinUAE-Emulator erkennt sowohl analoge über den Soundkartenport angeschlossene, wie auch per USB verbundene Eingabegeräte.
Der Rest läuft dann je nach gewähltem Spiel ab, da kann ich nun keine genauen Angaben machen, denn jedes Spiel hat immerhin eine eigene Steuerung. Die meisten Spiele werden jedoch wohl besser mit einem Joystick anstelle der Tastatur gespielt, denn das war zur damaligen Zeit größtenteils so üblich auf diesem System. Mitunter taucht auch ein Vorspann auf, ein Intro irgendwelcher Hobbyprogrammierer. Sollten euch diese Darbietungen grafischer Finessen *lol* an den Rand des Wahnsinns treiben, probiert einfach mal die magische Wirkung des linken Mausbuttons oder der Leertaste ;o). Ein kleiner Trick: ----------------------------- Ewig dieses Menü wollte ich ja auch nicht sehen - oder zumindest nicht immer nur die auf der CD-ROM enthaltenen Spiele daddeln, daher habe ich mich im Web ein klein wenig umgesehen und auf zahlreichen Seiten downloadbare Amiga-Spiele im .adf-Format gefunden.
(Achtung!!! Es gibt legale und illegale Downloadseiten und Spiele, wenn man mal ein wenig googlet. D.h. einige Spiele sind mittlerweile Freeware und dürfen einfach so herunter geladen und genutzt werden (meist steht bei solchen Spielen ein Hinweis dabei), andere Programme hingegen sind noch immer urheberrechtlich geschützt und gehören nur dann auf euren Rechner, wenn ihr WIRKLICH! auch das dazugehörige Originalspiel für den Amiga besitzt!) Habt ihr ebenfalls solche LEGALEN Spiele gefunden (Google findet ja fast alles!) und auf eurer Festplatte gebunkert, könnt ihr den Emulator mit einem Tastendruck auf F12 anhalten, d.h. ihr gelangt zur eigentlich versteckten Oberfläche des Emulators, die man sonst nicht zu sehen bekommt. Dort lassen sich dann anhand verschiedenster Registerkarten sowohl die Diskettenlaufwerke neu bestücken (ein neues Spiel von der Festplatte einlegen), als auch andere Grafik-, Steuerungs- und Soundoptionen einstellen. Eigentlich ist das bei Amiga Classix recht sinnlos, weil alle Voreinstellungen automatisch vorgenommen werden, aber vielleicht möchte der eine oder andere Spieler ja auch mal ein herunter geladenes Spielchen wagen, welches sich eben nicht auf der CD-ROM befindet. (Die eigentliche Konfiguration des WinUAE-Emulators beschreibe ich hier jedoch nun nicht, das würde erstens den Rahmen sprengen und gehört zweitens auch keinesfalls zur Erklärung, wie Amiga Classix 4 funktioniert - denn das "funzt" ja immerhin ohne irgendwelche Kenntnisse über Emulatorsoftware).
Grafik und Sound: ---------------------------- Eigentlich müsste ich hier kurz und knapp "Bewertung nicht möglich" schreiben, denn bis auf das Menü ist ja die jeweilige Programmierfirma des Spiels für die grafische Pracht und den Hörgenuss verantwortlich. Der Vertreiber Magnussoft hat nämlich nur einen bereits bestehenden Emulator genutzt und mit einem Auswahlmenü versehen. Aber um eine einigermaßen sinnige Antwort auch auf diese Frage zu geben: Ich würde die Grafik und den Sound im Durchschnitt als "mittelmäßig" bezeichnen. Manche Spiele wie z.B. "Apidya" oder "Turrican 2" sehen für die damaligen Verhältnisse spitzenmäßig aus und besitzen 16 Bit Spielhallen-Automatenqualität, andere, wie z.B. "Aunt Arctic Adventure" oder "Trex Warrior" wirken optisch alles andere als gelungen. Wobei natürlich auch bedacht werden sollte, dass gerade die unbekannteren Spiele oft von kleineren Softwareschmieden oder Hobbyprogrammierern stammen, die gar kein oder nur ein geringes Entwicklungsbudget zur Verfügung hatten. Da sollte man also schon ein bisschen nachsichtig sein. Sicherlich hat kaum eine Firma oder ein Entwicklerteam absichtlich schlecht gezeichnet oder programmiert. Auch beim Sound ist die Qualitätsspanne recht durchwachsen. Manchmal klingt der Vierkanal-Stereosound wie ein kleines Orchester (man höre sich einmal "Xenon 2 Megablast" an), mitunter dudelt es nur langweilig vor sich hin. Hier kann man also zu Recht von einer bunten Mischung sprechen.
"Vermisse" ich etwas auf der Scheibe? ------------------------------------------------------ Ich wäre unehrlich, wenn ich an dieser Stelle nicht "ja" sagen würde. Die ganz großen Hits, die ich früher stunden-, tage-, wochen- und monatelang gespielt habe, sind nur sehr rar vertreten. So ein klein wenig hätte ich mir das jedoch gewünscht, auch wenn ich wohl weiß, dass ich für 6,99 € nun keine mehrfach mit Platin ausgezeichnete Spielesammlung erwarten darf. Ich hatte allerdings wenigstens mit mehr Vollversions-Titeln wie "The great Giana Sisters", "Turrican", "Katakis", "R-Type", "Test Drive", "Summer Games" und "Winter Games" gerechnet - halt all solche Titel, welche damals jeder Amigafan kannte und besaß. Stattdessen sind hier Titel vertreten, die wirklich ungefähr niemand kennt bzw. bei welchen man (okay - ich!) nicht auf die Idee kommt, sie mal anzuspielen. Alleine schon deshalb nicht, weil einem der Name nichts sagt oder nicht gefällt. Sieht man sich dann dazu die einzelnen Screenshots des unbekannten Spiels an, so kommt manchmal gar nicht erst der Reiz auf, das Spiel überhaupt anzutesten. Vielleicht geht es nur mir so, aber ich bleibe ehrlich: Wenn mir das kleine Vorschaubild schon nicht wirklich überraschend gut gefällt und/oder der Name konfus bzw. nichtssagend klingt, dann reizt mich das Spiel oftmals nicht mehr sonderlich. Na ja, c'est la vie! Ein paar nette Erinnerungen an die gute, alte Zeit sind ja immerhin vertreten! (Sogar die Geschwindigkeit der Spiele entsprechen den Originalspielen zu 100 %, ferner leuchten simulierte Dioden wie beim Ladevorgang des Amigas und das emulierte Diskettenlaufwerk knattert währenddessen wie in echt *lol*!) Die Hardwareanforderung(en): --------------------------------------------- Dieses Mal kommen nicht nur PC-Spieler in den Genuss der klassischen 16-Bit Spiele, sondern darüber hinaus auch Mac-User. Ganz ehrlich finde ich das klasse, denn gerade Mac-Besitzer werden ja nicht so sonderlich häufig mit guter Spielesoftware überschüttet, obwohl der Mäccie dazu durchaus in der Lage wäre. Hier also nun die Anforderungen an euren Rechner:
PC: --------- CPU mit 800 MHz oder schneller, 128 MB RAM, 450 MB freier Festplattenplatz, Grafikkarte mit 16 MB oder besser, 4 x CD-ROM Laufwerk, [Windows-kompatible Soundkarte (steht nicht drauf, ist ja aber für die Musik nötig)], Maus und Tastatur, [optional: Joystick oder Gamepad], OS: Windows 98/Me/2000/XP Direct X 8. Mac: ---------- PowerPC G3/G4/G5 mit 733 MHz oder schneller, 128 MB RAM, 420 MB freier Festplattenplatz, Grafikkarte Ati Rage 128 Pro oder besser, 4 x CD-ROM Laufwerk, [Macintosh-kompatible Soundkarte (keine Ahnung, wie das bei Mac läuft, sorry!)], Maus und Tastatur, [optional: Joystick oder Gamepad (auch hier hab ich leider keine Ahnung vom Mac)], OS: Mac OS X 10.2 oder höher.
In beiden Fällen sollten halbwegs aktuelle und noch nicht hoffnungslos veraltete Rechner das ruckelfreie Spielvergnügen auf die Reihe kriegen. Ich denke die Mindestanforderung ist nicht allzu hoch gegriffen. Meine Meinung / Mein Fazit: ------------------------------------------ Zusammenfassend möchte ich sagen, dass ich eigentlich ganz froh darüber bin, diese Amiga-Spiele nun auch auf dem PC spielen zu können. Dieser Spaß war mir die knappen sieben Euro, die ich vor gut einem Jahr beim Discounter Plus gelassen habe, echt wert. Mitunter lege ich einfach rasch die CD-ROM ins CD-Laufwerk und spiele ein paar Runden der guten, alten Amiga-Games. Dazu braucht es keinerlei Gigabyte an freiem Festplattenplatz, keine topmoderne Grafikkarte mit 512 MB Speicher und irrsinnig viel Rechenpower. Einfach gelassen die CD-ROM einlegen und abtauchen in eine Zeit, in der die Welt noch in Ordnung war und die Spiele auch ohne monströs dicke Handbücher auskamen. Also "back to the roots" - zurück zum Wesentlichen, zu den Wurzeln sozusagen. Ich erinnere mich noch immer gerne an stundenlange Joystick-Rüttelorgien unter Freunden und dem obligatorischen Wurf des Steuerknüppels gegen die Wand, wenn der Endbildschirm "Game Over!" erschien :o). Das war einfach ein ganz anderes Spielgefühl… unbeschwerter, offener und irgendwie auch spaßiger und motivierter als heute am PC. Keine Ahnung warum es bei mir so ist, aber es ist eben so! Vielleicht werde ich ganz einfach auch nur nicht erwachsen, das kann es natürlich auch sein *g*. Aber was legal ist, nicht gesundheitsgefährdend oder gewaltverherrlichend ist und dennoch so viel Spaß bereitet - das muss doch gut sein :o).
Lediglich die Mischung aus bekannten, unbekannten und Top-Titeln hätte meiner Meinung nach etwas ausgewogener sein können. Wie schon gesagt liegen gerade bei den Demoversionen die echten Highlights, die man leider nur mal probespielen darf. Nur recht wenige gute (ehemals kommerzielle) Spiele lassen sich bei den Vollversionen finden, dafür umso mehr Lückenfüller, von denen man nicht einmal wusste, dass sie überhaupt existieren. Na ja, gekauft ist gekauft, gespielt ist gespielt und vor dem Spiel ist nach dem Spiel *lach*, ich vergebe ziemlich gute vier Sterne. Das Preis-/Leistungsverhältnis stimmt meiner Meinung nach trotz alledem, denn bis man alle knapp 200 Spiele durchgespielt hat, dürfte so einige Zeit vergehen… Und was verfüttert ihr an eure "Amiga"?
Liebe joystickrüttelnde Grüße, euer Nostalgiker Darky
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12.08.2006 23:14
Ich erinnere mich noch an ein klasse Garfield-Wintergame-Spiel auf dem Amiga. Na ja, muss mal schauen, wenn ich die Sammlung irgendwo sehe, ob mich die Spiele überzeugen. Aber interessant mal wieder zu lesen, wie viele gute/bekannte Spielefortsetzungen auf dem PC mit Teil eins auf dem Amiga gestartet sind.
10.08.2006 23:59
Hier kenne ich mich nicht mehr so gut aus wie noch beim C64. Auf dem Amiga hatte ich deutlich weniger Spiele, denn sie waren viel teurer (und das war die Zeit, als ich sehr viel Kontakte per Post hatte, aber Raubkopierer immer mehr verfolgt wurden, daher stieg ich auf PD-Software um, da waren auch ganz nette Spiele dabei). Ich meine, Test Drive damals mal als Original gehabt zu haben, neben einigen Adventures wie Maniac Mansion und Guild Of Thieves.
08.08.2006 18:12
Wollte mir ja eigentlich abgewöhnen, deine Berichte zu lesen, aber sie sind immer wieder interessant...LG Gabi