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Hi meine Lieben, ja, momentan bin ich recht viel am lesen, liegt es am bescheidenen Wetter oder daran, das ich ein paar wahre Glücksgriffe in Sachen Literatur gelandet habe? Egal, ich möcht Euch heute wieder ein Buch vorstellen, und zwar Amnesia von Elise Title. Ob es mir gefallen hat? Viel spaß beim Lesen,
>>Eckdaten zur Autorin<< Elise Title hat jahrelang als Psychotherapeutin im Sicherheitsstrafvollzug mit Schwerkriminellen in Massachusetts gearbeitet. Ihr erster Thriller Romeo wurde 1997 veröffentlicht und was ein internationaler Bestseller. Amnesia ist nach >Judas< der zweite Nathalie-Price Thriller. Die Autorin lebt mit Ihrer Familie in Boston.
>>Eckdaten zum Buch<< Originaltitel: Inside out (erschienen 2003 by St Martins Press/New York Titel: Amnesia (erschienen 2005 by Fischer Verlag. Übersetzter: Ulrike Wasel u. Klaus Timmermann aus dem Englischen. Seitenzahl:352 inkl. Epilog. Genre: Thriller ISBN:3-596-16597 -0 Preis: 8.90€
>>Inhaltliches<< Superintendent Nathalie Price hat wahrlich keinen leichten Job, so leitetet sie das Horizon House, in welchem die Gefängnisinsassen aus dem Gefängnis Grafton überstellt werden, wenn es an der Zeit ist, die Leute auf die endgültige Freiheit vorzubereiten. Dies ist nicht einfach, so bedarf es einiges an Fingerspitzengefühl und Einfühlungsvermögen, es den Insassen zu vermitteln, das auch hier Regeln gelten und es Folgen hat, wenn die Regeln gebrochen werden...so werden die hier lebenden Insassen in Arbeitsverhältnisse vermittelt, damit diese sich wieder an die Zivilisation gewöhnen können, eine wahre Chance für viele, die meisten nutzen diese auch und versuchen dadurch auch mit der Vergangenheit abzuschließen. Und damit Ihnen aus der Vergangenheit kein Strick gedreht werden kann, werden auch traumatische Erlebnisse aus Ihrer Zeit im Grafton peinlichst verschwiegen und verdrängt. Ob das der richtige Weg ist, weiß man nicht so genau, das wissen meist
Bilder von Amnesia - Thriller / Elise Title
So charmant kommt die Autorin daher
noch nicht mal die Betroffenen selber, denn sie sehen nur noch die bevorstehende Freiheit.
Das es aber auch richtig stressig kommen kann, merkt Superintendent Nathalie Price ziemlich schnell, und dabei kommen Ihr die Widerworte der Kollegen in den Sinn, als es darum ging, die Transsexuelle Lynn Ingram nach Horizin House zu überstellen und auf das Leben in Freiheit vorzubereiten. Denn kaum wurde Lynn Ingram von Grafton nach Horizon House überstellt und auf das Leben in Freiheit vorbereitet, passiert auch schon das fast unvorstellbare, Lynn wird in einer Seitenstraße überfall und sehr schwer verletzt. Ein Rückschlag für die in Therapie befindliche Transsexuelle Lynn...auch für Nathalie Price ist das nicht einfach, denn auf das Horizon House sind viele Augen aus den Medien gerichtet.
Nathalie Price und Detektive Leo Coscarelli machen sich daran, die Kontakte von Lynn zu prüfen, sei es von Ihrer neuen Arbeitsstelle wie auch die Kontakte aus dem Grafton, die Fahndung nach Verdächtigen läuft auf Hochtouren….dabei erfahren sie so einiges - irgendwie hat jeder - egal ob Pfarrer oder Psychologe- seine dunklen Ecken - welche auch alle versuchen zu vertuschen. Lange fehlt der richtige Hinweis um den passenden Verdächtigen zu finden…wenn sich die Situation nicht noch verschärfen würde…
Kann Nathalie den wahren Täter für den Überfall auf Lynn ausfindig machen? Kommen noch mehr Katastrophen auf Price und Co zu?
Es fiel mir schwer hier einen Schnitt zu machen, denn die Handlung an sich ist recht kompakt und auch spannend, und da ich hier nicht zu viel verraten möchte, ist der Inhaltsabriss heute mal recht kurz gehalten
>>Meinung/Kritik << oh, das war Genretechnisch Neuland für mich, schon die Mischung aus Kriminalistik und Erfahrung ist ausschlaggebend um das Werk lesen zu wollen. Kaum das ich das Buch in der Hand hatte, wollte ich mich nur noch in meine Lieblingsdecke einwickeln und lesen. Denn schon der Klappentext versprach nicht nur eine spannende Unterhaltung sondern auch die Preisgabe der Erfahrungen mit der Transsexualität eines Betroffenen, auch wenn ich hier gleich die Einschränkung aussprechen muss, das alle handelnden Personen der Phantasie der Autorin entsprungen sind. Aber anhand des genialen und nicht zu Effektheischenden Schreibstils seitens der Autorin ist es eine wahre Freude das Werk zu lesen. Wenn man zwischen den Zeilen liest, wird einem klar, die Transsexuelle (umoperierte Person) es in der heutigen Gesellschaft nicht leicht haben. selbst in der eigenen Familie stößt so ein Coming - out in den meisten Fällen auf Familienausschluss und Missachtung, vom Meinungsbild der Gesellschaft ganz abgesehen. So erleidet der Hauptcharakter - Lynn Ingram - hier schon im familiären Bereich noch in jungen Jahren das Trauma, dass Ihre Eltern es nicht so ganz verstehen können, das sie sich als "Jack" im falschen Körper empfindet und erst glücklich ist, als sie umoperiert wurde. Allerdings kann das Ihre Familie nicht so ganz verkraften, Lynns Vater hat sich gleich ganz gegen seine "Tochter" verschrieben, er kennt sie einfach nicht mehr und findet es auch nicht so gut, das seine Ehefrau sich ab und an noch mit Lynn trifft und austauscht, auch ihr ist nicht so ganz wohl dabei, da merkt man gleich, dass Lynns Mutter wahrlich ein wenig Angst vor Ihrem Ehemann hat.
Klar, das Thema Transsexualität ist auch für die Betreiber des Horizon House nicht leicht, denn als die Prüfung der Verlegung Lynns von Grafton zum Horizon House anstand, sprachen sich ein paar Mitarbeiter mit erheblichen Bedenken gegen die Verlegung aus, ein Hauptkriterium war, das die Medien immer noch - knapp ein Jahr nach Eröffnung eben dieser Einrichtung - ein Auge auf eben jene Einrichtung werfen, ob denn wirklich alles so eingehalten wird, wie sich Superintendent Price sich das vorstellt. Vom Konzept her ist es ja alles nicht so übel durchdacht, doch man bekommt als Leser das leichte Gefühl, dass Nathalie Price das ganze Geschehen in kurzen Momenten auch ein wenig durch die rosarote Brille sieht.
Auffällig wird dies, als der Überfall auf Lynn passiert, denn wenn man hier zwischen den Zeilen liest, dann merkt man, dass Nathalie sich die ganze Geschichte doch selbst ein wenig schön geredet hat. Aber vielleicht macht gerade dies den Kick aus, das Buch anfangen zu lesen wollen, und dann auch weiter lesen zu wollen. In den Anfangsphase des Buches denkt man so ein wenig, hmh, das ist Langweilig, aber das liegt nur an der Einlesungsphase in die Handlung selber, denn die Story an sich wird teilweise durch kleine Zitate aus Fachzeitschriften, Aussagen von Medizinern aber auch Tagebuch - Ausrissen von Lynn Graham selber unterbrochen, wobei ich hier gleich sagen muss, diese passen gut zu den einzelnen Kapitelabgrenzungen und geben gewisse Hintergrundinformationen für den Leser selber - man landet unweigerlich wieder beim Thema Transsexualität, denn auch manch ein Mediziner ist mit der Thematik nicht so ganz konform - vielmehr zwar vertraut, aber nicht einverstanden, sprich, das Geschlecht ist eine biologische Fügung.
Denkt nun einer, dies sei eine eher sachliche Geschichte ohne Gefühl, der täuscht sich hier gewaltig, man muss auch hier ein wenig zwischen den Zeilen lesen können, um zu erkennen, das hier nicht nur vie Gefühl sondern auch viele Emotionen seitens der Charaktere preisgegeben werden. Was mich auch zum Punkt der Charaktere bringt, eindeutig spielen hier Lynn Ingram und auch Superintendent Nathalie Price die Hauptrolle, alle anderen Charaktere spielen eine ungefähr gleichwertige Rolle, werden aber auch vorstellbar von der Autorin dargestellt.
Anfänglich dachte ich, dass sich die Autorin nur rein auf die Charaktere von der Beschreibung her beschränkt, nein, dies muss ich revidieren, denn auch die jeweiligen Handlungsorte werden - wenn auch nicht sonderlich ausführlich - beschrieben, so dass man sich einigermaßen vorstellen kann, wo gerade was stattfindet und man dadurch das entsprechende Feeling bekommt, also wird auch hier für Atmosphäre gesorgt, was wiederum ein Pluspunkt für die Autorin und Ihren Schreibstil ist.
Vom Stil her verwendet die Autorin hier einen meines Erachtens recht nüchternen Stil - wobei ich hier gerne zugebe, dass jeder eine andere Auffassung von Stil und dem Drumherum hat - für mich war das Werk eine perfekte Mischung aus Krimi und Erfahrung, welche mich, im eigentlichen Fall bei den Ermittlungen nach dem Angreifer auf Lynn mal wieder auf die falsche Fährte gelockt hatte…und das soll was heißen und zeichnet ein gutes Buch aus.
Wenn ich alles noch mal Revue passieren lasse, dann kann ich sagen, dass hier eine perfekte Mischung entstanden ist, die den Leser in seinen Bann zieht, denn irgendwie schlägt sich der Leser insgeheim auf die Seite von Lyn Ingram. Spannend geschrieben, aber nicht Effekt heischend.
Abschließend kann ich sagen, dass ich Euch Amnesia mit vollen 5 Sternen empfehlen kann.
Herzlichen Dank für das Lesen, Bewerten und Kommentieren sagt Eure Jansdarling2002 à Chrissy
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werverbrecher auf ihre Haftentlassung vor. Sie ist es, die über Urlaub und Freigang entscheidet. Diesmal muss sie jedoch nicht die Öffentlichkeit vor einem Schwerverbrecher schütze...
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20.04.2010 05:17
Auf zu Gold! :-) lg. rosi
31.03.2010 16:36
Das Buch klingt echt interessant!
28.03.2010 11:05
Topp.LG