Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Spannung | Psychospielchen | Schreibweise |
| Kontra: |
Story ist einfach nicht mein Ding |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
|
"Lehrer, Lehrer, mach schon Schluß,
damit ich nicht mehr lernen muss.
Sonst geht ich viel zu
schlau nach Haus,
ist die Schule endlich aus."
Hallo liebe Leser und Leserinnen!
Nach einigen Meerschweinfutterberichten und meinem gestrigen Beautybericht, möchte ich mich heute wieder einem etwas tiefgreifenderem Thema zuwenden. Nämlich dem Lesen und somit einem bestimmten Buch, welches ich gestern Abend ausgelesen habe. Es ist diesmal wieder von meinem lieblings Autor Stephen King. Nur, dass es sich um ein Buch handelt, welches er noch unter seinem Pseudonym Richard Bachmann geschrieben hat.
>> Amok - Richard Bachmann <<
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Bezugsquelle & Preis
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Gekauft habe ich dieses Werk vor einigen Wochen für einen Euro bei Ebay. Da ich hörte, dass dieses Buch indiziert wurde, hatte ich nicht erwartet, es nirgendwo sonst noch erweben zu können. Doch anscheinend hat man diese Indizierung aufgehoben. So kann man "Amok" bei Amazon Marketplace ab 0,50 € kaufen. Bei libri.de bekommt man das Buch allerdings gar nicht mehr. Wer weiß, was an dieser Indizierungsgeschichte dran ist...
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Kaufgrund
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Wie ihr inzwischen sicherlich wisst, bin ich ein großer Stephen King Fan seit ca. sieben Jahren. Somit habe ich auch bis auf vier Bücher alle zu Hause. Als ich wieder mal eine kleine Streiftour durch Ebay gemacht habe, entdeckte ich dieses Buch und steigerte sofort als einzige los. Einige Stunden später gehörte mir dieses Werk.
Ich habe es also nicht gekauft, weil die Story für mich so spannend klang sondern um meine Sammlung zu komplettieren. Aus selbem Grund habe ich auch angefangen es zu lesen.
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Klappentext
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Eine High - School in Maine: Nach einem Gespräch mit dem Rektor erschießt der Schuler Charles Decker seine Lehrerin und nimmt seine Mitschüler als Geiseln. Sein Amoklauf löst in der Klasse ein unheimliches Psychospiel aus, das unbewusste Konflikte und Traumata mobilisiert. Die Schüler steigern sich in unkontrollierte Wut hinein, bis es zur Katastrophe kommt...
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Das sagen Kritiker
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Mit psychologischem Raffinement und stilistischer Brillianz inszeniert Horror - Spezialist Richard Bachmann alias Stephen King ein durchsichtiges Labyrinth von Hass und Gewalt: ein Wahrheitsspiel mit tödlichen Folgen...
Quelle: Buchrücken
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Biographie Richard Bachmann
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1942 Geboren in New York, hatten Richard Bachman's frühe Jahre etwas geheimnisvolles an sich. Als junger Mann diente Bachman 4 Jahre bei der Küstenwache, wo er mit
vielen Einschränkungen leben musste. Danach folgten 10 Jahre bei der Handelsmarine und eine harte Zeit in Vietnam. Bachman liess sich danach im ländlichen Zentrum von New Hampshire nieder, wo er eine mittelgrosse Milchfarm betrieb. Seine Romane schrieb er meistens nachts (er litt an chronischer Schlaflosigkeit[Insomnia]) nachdem die Kühe heimkamen. Richard und seine Frau, Claudia Inez Bachmann, hatten einen Sohn, der unglücklicherweise in einer King-typischen Weise im Alter von 6 Jahren ums Leben kam. Er stürzte in einen Brunnen und ertrank. 1982 entdeckte man einen Tumor an Bachmans Stammhirn, der von Spezialisten in einer komplizierten Operation entfernt wurde. 1985 Bachman stirbt an Pseudonym-Krebs, einer seltenen Form von Schizonomia. Bis zum Zeitpunkt seines Todes hatte Richard Bachman 5 Novellen veröffentlicht. Die ersten vier Novellen wurden als Paperbacks veröffentlicht, aber als Bachmann sich eine immer grössere Leserschaft erwarb, wurde seine letzte Novelle als Hardcover veröffentlicht und wurde auch von den Kritikern gut angenommen. Kurz vor seinem Tod spielte er mit der Idee für eine neue Novelle. Eine ziemlich grausame spannungsgeladene Novelle, die den Titel Misery (SIE) tragen sollte.
(Anmerkung: Dieser Titel wurde später ohne seine Zustimmung von einem bekannten und gutverdienenden Horror-Autor plagiiert.)
-Das ist natürlich nicht ernst zu nehmen, da Bachmann lediglich ein Pesudonym von Stephen King war. -
Quelle: www.stephen-king.de
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Die Story
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Charles Decker geht in die High School.
Eine kleine Macke scheint er schon immer gehabt zu haben. Doch eskaliert dies an dem Tag, an dem er ein Gespräch mit seinem Rektor führt. Charles, oder auch Charlie genannt, provoziert den Rektor. Nach diesem Gespräch geht Charlie zu seinem Spint, zündet ihn an und macht sich auf den Weg in die Klasse von Mrs. Underwood.
Dabei hat er eine Waffe...
Er lässt Mrs. Underwood, die grade Algebra erklärt, keine Chance. Er erschießt sie kaltblütig. Kurz darauf erschießt er noch einen anderen Lehrer, der nach dem Knall nach dem Rechten, sehen wollte kaltblütig durch die Tür des Klassenzimmers.
Nun nimmt Charlie Platz auf dem Stuhl der eben getöteten Lehrerin.
Seine Mitschüler scheinen keine große Angst vor ihm zu haben. Im Gegenteil, sie fragen ihn über sein Leben aus. Er erzählt von einem Jagdausflug mit seinem Vater. Auf diesem Ausflug hat er mit anhören müssen, wie sein Vater darüber sinniert hat, was er mit seiner Frau bzw. Charlies Mutter tun würde, würde diese fremd gehen...
So beginnen auch bald die anderen Schüler etwas über sich zu erzählen.
Zwei Schülerinnen kriegen sich unterdessen auch noch in die Haare. Während dieses Streites fungiert Charlie sogar als eine Art Ringrichter...
Währenddessen sammeln sich vor dem Schulgebäude Polizei, Lehrer und Schüler.
Der Schulpsychologe soll derweil Kontakt mit Charlie aufnehmen. Doch dieser lässt sich nicht von diesem Psychogelaber einschüchtern sondern dreht den Spieß auf widerwärtige Art und Weise um...
Doch bald nimmt ein Scharfschütze Charlie ins Visier und es kommt zu einer Katastrophe...
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Meine Meinung
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Wie oben bereits angedeutet, habe ich dieses Buch nur gekauft bzw. dann auch gelesen, weil es von Stephen King ist. Der Klappentext hat mich nicht wirklich angesprochen, da ich die Geschichte nicht interessant finde. Da das Buch aber nur ca. 220 Seiten hat, dachte ich, dass ich es ja schnell durch haben werde. So war es auch...
Dennoch muss ich sagen, dass es mir rein storytechnisch wirklich nicht gefallen hat. Auch, wenn es sich nach wie vor um ein brisantes und aktuelles Thema dreht. Bachmann/ King hat die ganze Sache auch durchaus realitätsnah beschrieben. Denn er schreibt das Buch aus der Egoperspektive von Charlie. Er drückt zum einen aus, dass Charlie sich selbst bewusst ist, dass er einen am Sender hat, dennoch sich aber irgendwie für normal hält. Das ganze ist fast ein wenig gespalten.
Einen sehr wichtigen Aspekt, auf den Bachmann/ King eingeht finde ich, ist der, dass er an einer Stelle sagt, dass man immer glaubt, die Eltern bzw. die Kindheit wären an solchen Vorfällen Schuld. Er bringt zum Ausdruck, dass er das nicht denkt. Das deckt sich im Übrigen auch mit meiner Ansicht über solche Dinge. Sicherlich hat so was Hintergründe. Man sollte aber keine Entschuldigungen in der Kindheit oder bei dem Fehlverhalten der Eltern suchen.
Jedenfalls nicht ausschließlich.
Nun aber wieder zurück zum Buch.
Trotz der Tatsache, dass mich die eigentliche Geschichte nicht anspricht, muss ich sagen, ist das Buch dennoch spannend. Wenn auch, wie ich finde, sehr überzogen und übertrieben. Aber ich denke, das ist Sinn und Zweck des Schreibens gewesen.
In der Inhaltsangabe hatte ich ja angedeutet, dass sich zwei Mädels in die Wolle kriegen und Charlie als eine Art Ringrichter auftritt. Das ist so zu verstehen, dass er einen Kreis auf dem Boden malt, den die beiden sich reinstellen sollen. Jede beleidigt auf seine Anweisung die andere und sie geben sich, auch auf seine Anweisung hin, Ohrfeigen. Was soll das denn?
Ich kann mir nur vorstellen, dass dies seinen Wahnsinn ausdrücken soll.
Auch frage ich mich, wieso die Schüler keine Angst vor Charlie haben. Immerhin hat er vor ihren Augen ihre Lehrerin erschossen. Im Gegenteil, sie fangen an, von sich und ihren intimsten Gedanken zu erzählen. So plaudert ein Mädchen ihr bisheriges Sexleben aus - sehr zum Leidwesen eines anderen anwesenden Jungen.
Charlie droht dem Psychologen auch dauernd, dass er einen der Schüler erschießt, wenn er ihm seine sehr intimen Fragen nicht beantwortet.
Dies läuft übrigens in Form eines Gesprächs über eine Sprechanlage ab. Und hier merkt man auch ganz schnell wieder, dass man hier Mr. King liest. Die Sprache ist obszön - wie man es von den meisten seiner Bücher gewohnt ist. Man bekommt beim Lesen schnell die Ratlosigkeit des Psychologen mit und bemerkt, wer hier mit wem die Psychospielchen abzieht.
Interessant finde ich die Tatsache, dass es zu der Zeit, als dieses Buch geschrieben wurde, noch keine nennenswerten Vorfälle dieser Art wirklich gegeben hat. Das Buch wurde immerhin vor fast 30 Jahren geschrieben. Aber es ist nach wie vor (im Moment zwar zum Glück nicht) aktuell. Es ist fast erschreckend, mit welcher Brachialität Bachmann/ King beim Schreiben bzw. Beschreiben seines Charakters vorgeht.
Eigentlich ist man ja eher gewohnt, dass einem mindestens ein Charakter sympathisch wird und man ihn fast mag. In "Amok" gibt es keinen solchen Charakter. Man hat nicht mal Mitleid mit Charlie. Ich denke, dies ist auch ein Bezug darauf, dass es keine Entschuldigen für ein solches Verhalten gibt. Nicht in der Vergangenheit und nicht in der Gegenwart.
Man erfährt übrigens auch nicht wirklich, warum Charlie das tut, was er getan hat. In den reellen Vorfällen, wird ja immer nach einem Grund gesucht: sei es eine schlechte Kindheit, zuviel Death Metal oder Counter Strike, weil die Sonne nie geschienen hat und und und...
Hier gibt es schlichtweg keinen. Er tut es, weil er einen an der Klatsche hat. Das ist meine Meinung. Sicherlich gibt es andere Auffassung - aber dies ist meine. Denn ich denke nicht, dass es immer Gründe für so was gibt. Schon gar keine böse Musik oder "gewaltverherrlichende Videospiele". Das halte ich für kompletten Blödsinn.
Wie auch immer- darum geht es nicht.
Alles in allem ist das Buch zwar storytechnisch nicht mein Fall, dennoch gebe ich aber eine Empfehlung ab. Von mir persönlich gibt es allerdings nur vier Sterne. Denn ich mag lieber die Horrorbücher von Bachmann/ King, in denen der Gegenstand der Geschichte nicht real werden kann. ;)
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Technische Daten
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Titel: Amok
Originaltitel: Rage
Erscheinungsjahr: 1977
Übersetzt von: Joachim Honnef
Seitenzahl: 221
Ausgabe: Deutsche Erstausgabe
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Leseprobe
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[...]
Es gibt keinen Zeitbegriff, um den Kern unseres Lebens auszudrücken, die Zeit zwischen dem Schuss und dem Kugeleinschlag, zwischen dem Kugeleinschlag und der Dunkelheit. Da ist nur leere Zeitlupenwiederholung, die nichts Neues zeigt.
Ich erschoss sie; sie fiel; und es folgte ein unbeschreiblicher Augenblick der Stille, eine scheinbare Ewigkeit, und wir alle traten zurück und beobachteten, wie sich die Kugel drehte und drehte, klickend, hüpfend, weiter, weiter, Zahl oder Wappen, Rot oder Schwarz, Gerade oder Ungerade.
Ich glaube, dieser Moment endete irgendwann. Das glaube ich wirklich. Doch manchmal, in der Dunkelheit, denke ich, dass dieser schrecklich zufällige Moment noch weiter geht, sich das Rad immer noch dreht und ich alles geträumt habe. Wie muss es für einen Selbstmörder sein, der von einem hohem Felsen springt? Ich bin sicher, das es ein geistig sehr gesundes Gefühl sein muss. Vielleicht schreien sie deshalb auf dem ganzen Weg nach unten. [...]
Diese Stelle habe ich gewählt, weil sie die erste war, die mir beim Lesen bewusst aufgefallen ist. Sie drückt die Macke wohl am besten aus, die Charlie hat...
Danke, für's Lesen und Bewerten
-blessed be-
Eure BulmaZ
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sehr hilfreich
06.10.2001
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Lady-Alexa
Pro: preislich O.K. Spannung, Handlung, Thema, Thrill, Charaktere, Entwicklung der Charaktere
Kontra: nur 221 Seiten
EINLEITUNG
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15.12.2005
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Bewertung für Amok / Richard Bachman, Stephen King von
winterspiegel
Pro: Spannende Psychostudie
Kontra: Gegen Schluss ein wenig unglaubwürdig
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sehr hilfreich
06.11.2002
(07.11.2002)
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Terror an der High School
Bewertung für Amok / Richard Bachman, Stephen King von
GreatChain
Pro: Ganz lustig geschrieben, trotz dem üblen Thema
Kontra: irgendwie verstehe ich den Humor trotzdem nicht, der Anfang und das Ende sind so ziemlich dem Leser überlassen
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21.09.2001
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Und sie haben Tinte an ihren Händen...
Bewertung für Amok / Richard Bachman, Stephen King von
Lost_Hero
Pro: ungewöhnliche Schilderung einer ungewöhnlichen Geschichte, Darstellung der einzelnen Charaktere, gesellschaftskritische Ansätze
Kontra: teils recht derbe Ausdrucksweise, ziemlich kurz...
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05.05.2003
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