Über sich:Erstmal wieder da, nach langer Abwesenheit^^
Nehme am Bücherfrühling teil, nähere Infos bei Bavari...
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Hier nun für alle, die es noch nicht wissen: Dieses Buch ist eigentlich ein Werk von Stephen King, dem meistgelesensten Horror-Autor der Welt, welches er allerdings noch unter seinem Pseudonym Richard Bachman verfasste. In der neueren Ausgabe des Buches wird auch kurz beschrieben, was sein Pseudonym für ihn bedeutete. Da ich die Vorwörter von King fast noch lieber lese als die Geschichte an sich, mal wieder ein Pluspunkt. :)
Erst einmal die Fakten: Das Buch ist mit ca. 230 Seiten für ein King/Bachman-Werk relativ kurz
Story: Der Protagonist des Buches ist Charles Decker, genannt Charlie.. Einige Tage zuvor hat Charlie einen seiner Lehrer mit einem Schraubenzieher schwer verletzt und soll nun aufgrunddessen die Schule verlassen. Statt aber seine Sachen zu packen, bewaffnet er sich mit einer Pistole, erschießt eine Lehrerin und nimmt seine Klasse als Geisel... Hier dreht sich aber das Bild, das wir normalerweise aus den Medien kennen. Charlie unterhält sich einfach nur mit den Schülern, die sich teilweise auch sehr öffnen und Dinge von sich erzählen, die sie noch nie jemandem offenbart haben... Charlie tut es ihnen gleich, indem er einige Stories aus seiner Vergangenheit berichtet, die vielleicht eine kleine Erklärung für sein jetziges Verhalten ist. Währenddessen gibt es von der Polizei und dem Schulleiter mehrere Versuche, Charlie zum Aufgeben zu bewegen, die dieser aber abwehrt. Das Ende ist sehr überraschend, aber ich will hier nicht zuviel verraten....
Meine Meinung:
King/Bachman beschreibt aus heutiger Sicht ein sehr aktuelles Thema, allerdings stammt das Buch aus den 70ern, in denen mordende Schüler noch nicht so "verbreitet" waren wie heute. Auch da zeigt sich das Visionäre von King/Bachman. Auch die Story-Idee hat einige typische King-Varianten....und zeugt von seinem beliebten "Was wäre, wenn...?" Spiel.... Der Geiselnehmer Charlie ist nämlich keineswegs der skrupellose Mörder, der sich an der Schule und den Lehrern rächen will. Meiner Meinung nach ist der Hauptcharakter sehr schön ausgearbeitet, ohne jedoch alle Fragen zu beantworten. Dieses Buch hat eine besondere Faszination darin, dass es das gängige Rollenmodell komplett vertauscht. Nicht der Geiselnehmer ist der "Böse", sondern die Leute, die versuchen, ihn aufzuhalten. Auch die Reaktion der Klasse basiert darauf, allerdings will ich hier nicht zuviel verraten. Im Laufe der Geiselnahme hat man das Gefühl, dass eine Verbindung zwischen Charlie und der Klasse besteht, was einen zwingt, immer weiterzulesen. Wie bei King/Bachman gewohnt, sind die Charaktere sehr schön ausgestaltet und nach ein paar Sätzen hat man ein genaues Bild im Kopf.... Einziger Minuspunkt ist meiner Meinung nach das Ende, dass mir doch etwas überzogen und unrealistisch scheint...und viele Fragen aufwirft....
Fazit: Ein sehr schönes Buch, hervorragend geschrieben, besonders was die Charaktere angeht. Ein weiterer Pluspunkt für die außergewöhnliche Idee.
21.06.2006 23:55
Das gibt doch auch n sh, mehr bauch das nicht! Sowas wie "Dicke der Blätter" is eh nicht interessant *gg Gruß JOnas
20.06.2006 21:52
Ein bißchen kurz, Deine Rezi, aber ok. Ein King-Buch unter 500 Seiten? Wahrlich eine Rarität. ;-))
05.05.2006 00:55
Guter Bericht, alles drin. LG Katze