Amstrad/Schneider CPC

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Mein erster Computer Schneider CPC

5  21.02.2001

Pro:
Tolle Grafik, schönes Design, guter Farbmonitor,

Kontra:
Teuer, Kassettenlaufwerk langsam und laut

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

privily

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Werde es wohl nie vergessen, dass ich, gegenüber der „Masse“, damals keinen C 64 kaufte, obwohl vorher schon oft ausprobiert, sondern den ganz neuen Schneider CPC mit Kassettenlaufwerk, im tollem schwarzen Design. Dabei waren es stolze runde 2000 DM, inklusive Farbmonitor, die ich dann mit einem 12monatigen Kredit abbezahlte. Den hässlichen Grünmonitor wollte ich mir nicht antun. Ganz clever war es beim Farbmonitor, dass der Strom über einen Kabel kam, der mit der Tastatur verbunden war! Es waren in erster Linie die bessre Grafik, die Schneider / Amstrad gegenüber den C 64 bot. Und! Eine sagenhafte 20 MB Festplatte!

SCHWIERIGE SPIELEZEIT

Die ersten Programme, eher gesagt die ersten Spiele, gab es ja dann auf Kassette. Waren das noch Zeiten, als etwas laut und teilweise quietschend das Programm mit einer Ladezeit von 20-30 Minuten auf dem Bildschirm gezaubert wurde. Was für ein Erlebnis! Das Kassettenlaufwerk war rechts in der Tastatur eingebaut.

Na, dann gab es noch die Zeit, dass es anfangs für den Schneider CPC kaum Spiele-Kassetten gab. Die Alternative war selber schreiben. Da dahinter nicht direkt Schneider stand, sondern sie englische Firma Amstrad, besorgte ich mir englische Amstrad-Hefte, wo, auf mehreren Seiten, abertausende Zeichen standen, halt das Programm für ein Spielchen. War das vielleicht eine Arbeit. Mit Engelsgeduld tippte man bis zu zwei Stunden ohne Pause BASIC ein, um als Belohnung ein Spielchen zu bekommen. Meistens gab es Tipp-Fehler, so dass das Programm nicht funktionierte, und man Zeile für Zeile und Zeichen für Zeichen den Fehler suchen musste.

Danach wurde ja stundenlang gespielt, auch wenn das Sounderlebnis natürlich nicht mit den heutigen zu vergleichen ist. Natürlich alles per Tastatur oder auch Joystick, Mäuse waren ja noch nicht im entfernsteten in Sicht. Die ersten Spiele kaufte ich in den noch versteckten Software-Läden, wobei man damals dachte, wie die überhaupt leben könnte. Einer dieser Läden war übrigens JOYSOFT in Düsseldorf!

Dann, oh Graus, zuende gespielt, was nun. Abspeichern. Nee, gab es nicht, hatte ja noch keine Floppy. Ärgerlich, ärgerlich, die ganze Arbeit umsonst. Floppy ? Das war für mich noch was Exotisches. Diese Dinger, die man Disketten nannte, waren schon was unheimliches, wenn man hörte, was die alles konnten. Gängig waren ja in erster Linie noch die über 5 Zoll-Diskette, aber es kamen auch schon die 3,5 Zoll-Disketten auf den Markt. Schneider „wagte“ es, das 3 Zoll-Format herauszubringen. Diese Disketten waren vielleicht der Vorläufer der Mini-Disc ?!

Kurzum: Das Floppy-Laufwerk, gegenüber heutigen Laufwerken, ein schwerer hoher und länglicher Kasten mit eigenem Netzteil; wieder alles in Schwarz, aber 250 DM teuer! Tja, so lernte ich dann, wie so eine Diskette funktionierte und wie man speicherte.

Die Entwicklung war schon damals recht schnell. Es dauerte kein Jahr, als in der nächsten Serie von Schneider das langsame Kassettenlaufwerk durch ein eingebautes Diskettenlaufwerk ersetzt wurde.

Dann kamen auch schon die moderneren Amiga-Computer heraus, so das ich den Schneider, wenn auch mit Verlust, verkaufte, und mir einen Amiga 500 mit Supergrafik anschaffte.
Tja, es waren schöne Pionierzeiten, wo ich eine Menge über Computer gelernt habe, und wo ich eigentlich nie daran gedacht habe, welch rasante Entwicklung damit möglich wäre. Der Schneider CPC werde ich deshalb als meinen ersten PC nie vergessen können.


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DerUlf

DerUlf

21.02.2001 13:59

LOL! Wahnsinnig gute Meinung. Mein erster Computer war ebenfalls ein Schneider CPC und das laden der Spiele war echt ein erlebnis. Später bekam ich jedoch zu Weihnachten ein externes Diskettenlaufwerk, womit die Spiele dann in wenigen Minuten geladen waren... Wirklich toll! Gruss, Ulf

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