Bavaria mit Amy, Igor und Co.
05.02.2009
Pro:
die Aufnahmen, der wahre Hintergrund, Darsteller, Musik, Bonus - Material
Kontra:
fast nichts
Empfehlenswert:
Ja
 Bavaria123
Über sich:
* *☼ ☼~Bücherfrühling REKORD!!! 95 Teilnehmer, 461 Berichte....Vielen DANK!!!!~☼ ...
Mitglied seit:09.02.2004
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 276 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Als ich vor kurzem abends mit meiner Tochter noch einen Film zur Entspannung ansehen wollte, fiel unsere Wahl auf eben diesen, den wir beide schon länger nicht mehr gesehen hatten.
DVD-Daten ========== "Amy und die Wildgänse" Original Titel: "Fly away home"
Darsteller: Jeff Daniels, Anna Paquin, Dana Delany Regisseur: Carroll Ballard Komponist: Mark Isham Format: Dolby, PAL, Surround Sound Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1) Untertitel: Englisch, Deutsch, Polnisch, Tschechisch, Ungarisch, Türkisch, Arabisch, Dänisch, Schwedisch, Finnisch, Niederländisch, Norwegisch, Isländisch, Griechisch, Hebräisch und Bulgarisch Bildseitenformat: 16:9 FSK: Ohne Altersbeschränkung Studio: Sony Pictures Home Entertainment DVD-Erscheinungstermin: 21. März 2002 Produktionsjahr: 1996 Spieldauer: 103 Minuten DVD-Features: Untertitel: Englisch, Deutsch, Polnisch, Tschechisch, Ungarisch, Hindi, Türkisch, Arabisch, Dänisch, Schwedisch, Finnisch, Holländisch, Norwegisch, Isländisch, Griechisch, Hebräisch und Bulgarisch Verschiedene Trailer, Dokumentationen: Leading the Flock, Operation Migration: Birds of a Feather, The Ultra Geese, Filmkommentare: Regisseur, Kameramann, Komponist (inkl. Filmmusik), Filmografien: Schauspieler, Regisseur, Kameramann, Web-Link, Animierte Menüs
Preis: Bezahlt habe ich vor einem Jahr dafür 4,98 €
Die Geschichte ============
Die in Neuseeland lebende dreizehnjährige Amy Alden verliert bei einem Autounfall ihre Mutter. Ihr Vater Thomas, den sie durch die Scheidung der Eltern bereits seit Jahren nicht mehr gesehen hat, nimmt sie von mit ins kanadische Ontario auf eine einsam gelegene Farm, wo er an den bizarrsten Fluggeräten herumtüftelt. Amy fühlt sich verloren und störend, sie kapselt sich von ihrem Vater und auch dessen Freundin Susan Barnes ab.
Als das Mädchen eines Tages ein verlassenes Nest mit Gänseeiern findet, nimmt sie diese mit nach Hause, steckt sie unter eine Wärmelampe in die Schublade und lauert interessiert darauf, dass die Jungen schlüpfen. Für die Küken wird sie zur Leitfigur, da sich Gänse an dem Lebewesen orientieren, welches sie als erstes ins Auge fassen. Amy hat nun eine Aufgabe und sorgt sich faszinierend um die Vögel. Ihr Vater drückt dann auch ein Auge zu, freut er sich doch, dass seine Tochter endlich begeistert ist. Als ein Wildhüter den Gänsen die Flügel stutzen und sie damit flugunfähig machen will, jagt er ihn von der Farm. Erstmals hat Amy die Vermutung, dass ihr Vater zu ihr hält. Es naht der Herbst und Thomas weiß, dass die Wildgänse in ihr Winterquartier gen Süden reisen müssen. Auch Amy sieht die Notwendigkeit schweren Herzens ein. Nur wie soll man ihnen das Fliegen antrainieren? Thomas entwickelt eine brillante Idee. Er will Amy auf einem Ultraleicht-Gerät das Fliegen anleiten und sie soll die Gänse nach Süden leiten…
Meine Meinung
====== Ich weiß gar nicht, welches Genre dieser Film bedienen will. Eigentlich ist es aber auch egal, ob es ein Kinder-, ein Familien- oder ein Dokumentationsfilm ist. Ich finde, es ist ein jeder Hinsicht ein sehr gelungener Film.
Es wird eine fiktive Geschichte erzählt, die aber auf einen wahren Fall basiert. In dem ebenfalls wirklich sehenswerten Bonusmaterial der DVD wird dem Zuschauer die Möglichkeit geboten, der eigentlichen Hintergrundgeschichte auf den Grund zu gehen. Der Kanadier William Lishman hatte im Jahr 1993 das hier verwendete projekt um die Zugvögel erdacht und in die Tat umgesetzt. Seine ebenfalls von hand aufgezogenen Gänse wurden von ihm per Ultraleichtflugzeug in den Süden geleitet. Der Bonus beinhaltet weiterhin verschiedene Trailer und Filmkommentare. Wenn ich auch eigentlich meist auf die Extras der DVD´s verzichte, so kann ich diese hier doch sehr empfehlen. Auch diese kann man in den unterschiedlichsten Sprachen verfolgen. Aber nicht nur, weil er auf einer wahren Begebenheit basiert, gefällt mir dieser Film sehr. Er nimmt einige wichtige Themen auf. Zunächst ist da das pubertierende, leicht verbockte Mädchen. Sie leidet unter dem Tod ihrer Mutter und sie leidet auch darunter, ihren Vater eigentlich gar nicht zu kennen und ihn nun gleich mit seiner Freundin teilen zu müssen. Die darauf basierenden Probleme sind allesamt nicht aus der Luft gegriffen und nicht einmal übertrieben dargestellt. Und dann übernimmt Amy plötzlich Verantwortung zuerst für sich selbst und dann auch für die Tiere. Obendrein kommt das alles dann ganz ohne Kitsch aus.
Ein anderes - sehr wichtiges und leider sehr aktuelles Thema - ist der Eingriff der Menschen in die Natur. Ganz bewusst zeigt der Film auf, was aufgrund von monetären Entscheidungen für schreckliche Folgen auf Flora und Fauna zukommen. Ein schnell zerstörtes Gleichgewicht ist nur sehr mühsam wieder aufzubauen. Und trotz aller Bedenken, letztendlich kann jeder einzelne mit seinem Tun etwas Positives bewirken. Man muss nur die Augen aufmachen und etwas wirklich wollen, dann ergeben sich auch die Chancen direkt vor der Haustür. Der Film lebt auch von den wirklich sehr gelungenen und richtig schönen Landschaftsaufnahmen. So sind faszinierende Sonnenaufgänge und bunte Wälder nur zwei Beispiele von vielen wundervoll anzusehenden Momenten. Auch die Tieraufnahmen, wie die verschiedenen Vogelarten beispielsweise, bereichern den Film ganz besonders.
Wer den Film mehrfach anschaut, dem werden ein paar Fehler auffallen. Die aber den Ablauf nicht unbedingt stören. Beispielsweise scheinen die Gänseeier sich bewegen zu können. Amy legt sie in einer Szene in eine Schublade, beim nächsten Aufziehen der Schublade liegen die Eier dann in einer ganz anderen Anordnung. Ich weiß auch nicht, ob man die Wildgänse beim Luftwaffenstützpunkt nun so unbedingt auf dem Radar sehen kann, aber auch das ist nun nicht unbedingt entscheidend. Sehr gefallen haben mir die Darsteller. Jeff Daniels spielt den leicht chaotischen aber doch sehr liebevollen Vater sehr glaubhaft. Anna Paquin, die ja im Film "Das Piano" einen Oskar bekommen hat, ist eine absolut gelungene Besetzung für das pubertierende, eigenwillige und mutige Mädchen Amy. Auch die anderen Schauspieler sind für mich überzeugend.
Die Musik in diesem Film ist teilweise sparsam, aber doch sehr harmonisch eingesetzt. Sie entstammt dem Handwerk von Bruno Coulais, der unter anderem auch für die Filmmusik bei dem Werk "Die Kinder des Monsieurs Mathieu" verantwortlich war. Somit handelt es sich in meinen Augen um einen rundherum gelungenen Film, bei dem man Lachen, Träumen und Staunen kann, bei dem bei mir aber auch eine Augenwassergarantie besteht. Und wie gesagt, ist auch das Bonusmaterial wirklich ansehenswert. Deshalb eine ausgesprochene Empfehlung von mir mit allen fünf Sternen.
Vielen Dank für das Lesen, Kommentieren und Bewerten, Bavaria
Bilder von Amy und die Wildgänse - Special Edition (DVD)
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22.02.2011 12:17
Das wäre schon eher 'was für mich ... im Gegensatz zu so manchem Horrorthriller ... :-))) LG bongilein
22.03.2009 21:14
Ich habe letztens erst das Buch dazu gelesen.
17.03.2009 00:04
Hallo Marika, interessant beschrieben, toll, bh ... Nein, dieses ist ein Film, der schon seit Ewigkeiten auf meiner Liste der zu schauenden Filme steht, allerdings hatte sich damals dann mein DVD-Player in die Gefilden des Elektronikschrotts verabschiedet ... Nun gut, von der wahren Begebenheit und Vorlage hätte ich dann nichts erfahren, da die Videothek wohl nicht die Special Edition gehabt hätte ... Auch ich schaue nicht immer Specials usw., eher dann, wenn ich den Film sehr mag oder er mir nach dem Anschauen gefallen hatte, wobei noch immer die Deleted Scenes oder auch deutsche Filme da eher die Chance haben, wenn der Film einigermaßen ansehnlich war ... Irgendwann hatte ich hiervon mal Ausschnitte gesehen, die Amy in dem Film kenne ich nicht, da ich "Das Piano" nie gesehen habe ... Das Genre wüßte ich wohl auch nicht einzordnen bzw. hätte ich dann wohl nicht gewußt ... Ja, unsere Umwelt, dazu habe ich nun keine Lust viel zu schreiben, aber: Schon einmal daran gedacht, daß sich die Eier nicht von selbst bewegt haben, sondern wegen aus der Bewegungsenergie, die beim Öffnen der Schublade entsteht, heraus bzw. eben wegen der Erschütterungen, die dabei passieren könnten ? Ja, mit einem vernünftigen Radargerät und der jeweils dazu entsprechenden Auflösung, Strahlungsstärke, dem nötigen Strahlungswinkel und insbesondere einer kurzen Einstellung der Entfernung lassen sich ganze Schwärme von Wildgänsen, aber auch einzelne Tiere erkennen, ist ein wenig vom Wetter abhängig (und vom Radartyp bzw. vom Know How / der Erfahrung des Bedieners), je vernebelter / bewölkter bzw. regnerischer es ist, desto schlechter ist das möglich, da auch Regenwolken und größerer Regenfall das Radarbild negativ beeinflussen können (und damit indirekt die Sicht, so lassen sich natürlich hinter ganzen Wolkenformationen schlecht Flieger ausmachen, Wildgänse dann sicher aber nicht mehr, auch in Kanada nicht !) ... Nun, der ehemalige Radarmeister hat gesprochen, how - Gruß, Sven