An American Crime
01.10.2008
Pro:
s . Bericht
Kontra:
s . Bericht
Empfehlenswert:
Ja
 Berurin
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Mein Freund geht ja öfters mal in die Bibliothek und dort lieh er sich unter anderem "An American Crime" aus. Er schien für mich interessant und so sah ich ihn mir auch an, viel Spaß! ^^
Handlung Die Handlung spielt nach einer wahren Geschichte, Aussagen der Zeugen wurden Gerichtsakten entnommen. 1965 kamen die Schwestern Sylvia und ihre jüngere Schwester Jennifer nach Illinois. Die Eltern der beiden sind Schausteller, fahren von Ort zu Ort und sind nie lange irgendwo. Deswegen sind die Eltern erstmal beide in verschiedenen Städten, bis der Vater kommt und die Mutter mal wieder mit sich nehmen will. Die beiden allerdings lernen in der Kirche recht schnell neue Freude kennen und als der Vater die Mädchen abholen will, kommt er ins Gespärch mit der Mutter. Die nämlich steckt in finanziellen Schwierigkeiten, hat 6 Kinder und wäre bereit für 20 Dollar in der Woche auch Sylvia und ihre Schwester aufzunehmen, bis die Eltern wiederkommen. Nach kurzem Zögern sind die Eltern bereit und wollen in 2 Monaten wieder zurück sein. Nachdem Paula, eine ältere Tochter von Gertrude (die Mutter) Sylvia von ihrer Schwangerschaft erzählt hat, gehen die Probleme allerdings erstmal so richtig los. Paula bekommt Angst, verbreitet Lügen über Sylvia, die angeblich Lügen über Paula erzählt haben soll und schließlich eskaliert alles an der Mutter, die unter dem Einfluss von Medikamenten nicht mehr viel mitbekommt....
Die wahre Geschichte
Um es mal vorwegzunehmen: Sylvia wird sterben. Gut zusammengetragen kann man auf http://de.wikipedia.org/wiki/Sylvia_Likens die Zusammenhängen durchlesen und erfährt, dass ein paar Dinge im Film geändert wurden, vielleicht im Grunde noch recht "harmlose" Dinge gezeigt wurden und nicht nur die richtig harten, obwohl man da eigentlich nicht mehr von hart und nicht hart reden kann. Sylvia wurden einfach zum Sündenbock für alles gemacht. Der Fall ist jedenfalls höchstinteressant.
Meine Meinung / Schauspieler Im Grunde erfährt man nicht wirklich, was Gertrude zu derart harten Handlungen brachte, wenn man mal davon absieht, dass es anscheinend nach ihrer Aussage die starken Medikamente gewesen sein sollen, bei denen sie noch nicht einmal bemerkt haben will, wer Sylvia all die schweren Verletzungen zufügte. Aber wie ich schon sagte, sie war für alle der Sündenbock. Ellen Page bringt all die Schmerzen, Gefühle, Demütigungen und andere Emotionen gut rüber, so wie sie es ausnahmslos in jedem ihrer Filme tut. Ich glaube sogar, dass die einfach alles spielen kann. Ihre Schreie lassen einem das Blut in den Adern gefrieren, ihre traurigen Augen lassen mitfühlen, zum Ende hin brachte sie mich sogar zum weinen, als es zu einer fiktiven Sequenz kam, die man vorher nicht erwartet hatte. Zuvor hatte man nämlich noch das Gefühl sie würde leben, aber dann sieht sie sich selbst tot im Wohnzimmer liegen. Ansonsten liegt im Film eh eine melanchonische Grundstimmung, da ja am Anfang des Films schon gesagt wird, dass es sich hier um eine wahre Handlung handelt (-.-) baut dort auch gleich eine Spannung auf. Es wird einfach versucht die Handlung gut und nachvollziehbar darzustellen, Sensationsgier gibt es in dem Film nicht. Wenig nachvollziehbar war höchstens, auch wenn es zu den Tatsachen gehört, dass selbst die unbeteiligten Nachbarskinder einfach so auf Sylvia einprügeln konnten, ohne dass irgendwer von ihnen außer schließlich Paula Mitgefühl gezeigt hätte. Aber nun denn, die Schauspieler waren ohne Ausnahme gut gewählt, doch Ellen Page sticht wie gesagt sehr heraus, zudem auch Catherine Keener, die wohl jeder kennen wird. Sie war sich am Anfang bei ihrer Rolle auch noch nicht sicher, aber ihr Beisein hat sich wirklich gelohnt.
Sonstiges / Fazit
USA, 2007 Länge: 92 Minuten FSK: 16 Regie / Drehbuch: Tommy O'Haver, Irene Turner Mit dem Verbrechen haben sich übrigens auch noch andere Leute beschäftigt, z.b Kate Millet (Der Keller) und Jack Ketchum (Evil). Bei letzterem gab es auch eine Verfilmung. Alles in allem ist der Film jedenfalls sehr gelungen, Schauspieler und entsprechende Atmosphäre sehr schön vertreten. Selbst wenn einige Dinge offen bleiben- was ja klar ist, da dies keine fiktive Handlung ist, weiß der Streifen zu überzeugen und vor allem zu fesseln. 5 Sterne und eine Empfehlung für Leute, die nicht allzu labil sind ;D
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29.10.2008 15:06
Ich hätte hier die fiktive Sequenz nicht verraten, das nimmt zuviel vorweg, auch, wenn man weiß, dass es ein wahrer Fall ist und sie somit sterben wird. Den Spannungsbogen hätte ich potenziellen Zuschauern nicht genommen. Bißchen wenig Info zu Cast & Crew. Und warum hast Du in der Filmkategorie geschrieben, wenn Du doch offensichtlich die DVD gesehen hast? Nichtsdestotrotz ein Bericht, der Deine Meinung gut widerspiegelt.
03.10.2008 15:23
Klingt auf jeden Fall sehr gut... SH und lg. Masl
02.10.2008 11:44
Eine bitterböse Geschichte über menschliche Abgründe die ein gesunder Geist nicht erfassen kann. Auch in unserer Bibliothek kann man Filme leihen - ist schon längst keine Seltenheit mehr.Tolle Filmrezi, bh kommt später