Anaconda

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... Wer auf Actionfilme steht, oberflächliche Unterhaltung mag und sehen will, wie Jennifer Lopez versucht, Schauspielerin zu sein, der sollte sich "Anaconda" ruhig ansehen. Man sollte aber nicht zuviel erwarten. Wer auf Trash steht, der sollte bedenken, dass der Film einen gewaltigen Hollywood-Einschlag ... Bericht lesen





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1-6 von 70 Erfahrungsberichten    
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Aggressive Animals ( - Teil 8 - )
Erfahrungsbericht von Lady-Alexa über Anaconda
13.05.2007


Produktbewertung des Autors:   


Pro: billige DVD in guter Qualität
Kontra: der Film

Empfehlenswert? nein 

Kompletter Erfahrungsbericht


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KAUF
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Die DVD habe ich bei Libro für 6,99€ gekauft.


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F I L M - D A T E N
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Originaltitel: Anaonca
Produktionsland: USA, Peru
Produktionsjahr: 1997
Originalsprache: Englisch
Regie: Luis LLosa
FSK: 16


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DVD-DATEN
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Laufzeit: ca. 86 Minuten
Sprache: Deutsch, Englisch
Untertitel: Englisch, Deutsch, Dänisch, Schwedisch, Finnisch, Norwegisch, Türkisch
Bildformat: 1:2,35 und 16:9
Tonformat: Dolby Digital 5.1 (Deutsch, Englisch)
Ländercode: 2


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STORY
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Im Amazonasgebiet will ein Filmteam des National Geographic eine Reportage über den Stamm der Shirisham-Indianer drehen. Dieser soll noch nie mit der Zivilisation in Berührung gekommen sein, ideal für eine Reportage. Das Team besteht aus Steven Cale, Anthropologe, Terri Flores, Dokumentarfilmern, Danny, dem Kameramann, Gary, Tontechniker, Warren Westridge, Moderator und Denise Kalberg, der Produktionsleiterin. Das Team reist auf einem alten Kahn über den Amazonas. Auf ihrer Reise treffen Sie auf den Schlangenjäger Paul Sarone, dessen Boot liegengeblieben ist. Paul Sarone spielt sich schnell als Führer auf, und behauptet, das Team zu den Shirisham-Indianern bringen zu können. Obwohl Paul Sarone ein unsympathischer Angeber ist, folgt ihm das Team. Die Reise scheint gut zu verlaufen, bis plötzlich eine hungrige Riesenschlange auftaucht, die das Team langsam aber stetig dezimiert. Das Team ist geschockt, doch Paul Sarone scheint genau zu wissen, was vor sich geht. Das Team kämpft ums nackte Überleben, gegen einen Feind, der übermächtig zu sein scheint. Und Paul Sarone ist nicht der beschützende Held, des das Team nötig gehabt hätte ...


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DARSTELLER
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Die Schauspieler haben mir nicht gefallen. Als erstes muss ich gleich vorwegnehmen, dass ich Jennifer Lopez als Schauspielerin prinzipiell nicht sonderlich berauschend finde. Die Frau sollte lieber beim Singen bleiben (auch das halte ich für fraglich), aber vor eine Kamera sollte man sie auf keinen Fall lassen. Die Rolle der Terri Flores passt ihr überhaupt nicht (oder passt sie nicht zu Rolle?). Die Heldin, die zwar fraulich und schön ist, aber im Ernstfall zu Superwoman wird. Jennifer Lopez bringt leider nichts davon herüber. Sie schafft es nicht, die naive Schönheit darzustellen, im am Anfang gefordert ist. Sie bringt keinerlei Misstrauen herüber, das sich während des Filmes aufbaut, und als es darum geht, Terri Flores zur Heldin werden zu lassen, wirkt Fr. Lopez hilflos und völlig unfähig. Keinerlei überzeugende Emotionen, der Charakter bekommt nicht die geringste Tiefe, geschweige denn Glaubwürdigkeit. Was Fr. Lopez zu Gute kommt, ist, dass sie mit ihrer Talentlosigkeit nicht alleine dasteht. Ice Cube ist noch so ein Kandidat, der als Schauspieler keinerlei Talent aufweist. Er ist wohl der "politisch Korrekte" Anteil in dem Film, ein Farbiger muss wohl unbedingt dabei sein. Und der macht natürlich einen auf Gangster. Wie sollte es auch anders sein? Das ist viel zu viel Klischee, und Ice Cube hat das nicht nötig. Leider trägt er für die Rolle viel zu dick auf, das geht gar nicht und wirkt einfach nur dämlich. Ebenso die Rolle von Dr. Steven Cale, die Eric Stoltz wohl so dumm wie nur möglich anlegen sollte. Der Charakter wirkt dämlich, oberflächlich und unglaubwürdig, ich habe überhaupt keine Ahnung, was der da eigentlich zu suchen hat. Wahrscheinlich muss in jedem Expeditions-Team mindestens ein "verrückter Professor" dabei sein. Das Klischee ist leider schon völlig überstrapaziert, und Eric Stoltz ist kein Mann, der die Rolle gut spielen kann. Er wirkt verloren, und mit jedem Auftritt wird seine Darstellung unglaubwürdiger. Man mag zwar nach seinem 1. Auftauchen nicht glauben, dass das noch zu unterbieten ist, aber abwarten. Er kann tatsächlich. Insgesamt haben die Schauspieler sich hier überhaupt nicht angestrengt, die Filmfiguren wirken oberflächlich und charakterlos, den Schauspielern scheint der Film ziemlich lästig gewesen zu sein. Die Klischees, die offensichtlich aufgegriffen werden sollten, werden von den Schauspielern total in die Lächerlichkeit gezogen, und es bleibt am Ende kaum etwas positives über die Schauspieler zu sagen. Abgesehen davon: Jennifer Lopez sieht heiss aus.

Jon Voight ... Paul Sarone
Jennifer Lopez ... Terri Flores
Ice Cube … Danny Rich
Eric Stoltz … Dr. Steven Cale
Owen Wilson … Gary Dixon
Kari Wuhrer … Denise Kalberg
Jonathan Hyde … Warren Westridge
Vincent Castellanos … Mateo
Danny Trejo … Peacher


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FILMKRITIK
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Nun zur Filmkritik. Wow, ich weiß gar nicht, wo ich mit meinem Verriss anfangen soll. Am besten bei der Story. Die ist nämlich gar keine. Ich hatte beim Anschauen das Gefühl, es geht um eine große Schlange, die gefräßig Jagd auf Menschen macht. Und die kämpfen um ihr Überleben. Es gibt eigentlich gar keine Handlung, Menschen die auf dem Amazonas herumirren und eine Schlange. Das war es schon mit Handlung. Noch einfacher ist wohl kaum möglich, noch weniger wäre nur möglich, wenn die Leute starr auf dem Boot hocken würden und die Schlange einen nach dem anderen herunterpflücken würde. Leider hat die Story überhaupt keine Wendungen, Überraschungen oder auch nur minimale Höhepunkte. Da der Film sämtliche Klischees aufgreift, die man nur finden konnte, ist auch von vorne herein klar, wie das Ganze ausgehen wird. Es ist auch gleich klar, wer überleben wird. Das liegt nicht zuletzt an den miesen Schauspielern, vor allem aber auch daran, dass sich der Film wohl kaum noch strenger an das vorgegebene Trash-Schema halten könnte. Der unsympathische Anti-Held wird natürlich gefressen. Der unnötige "verrückte Professor" (der wohl sympathisch sein sollte), wird natürlich auch gefressen. Die schöne Frau, die im Laufe der "Story" eine Heldin wird, überlebt natürlich. Es ist so vorhersehbar, am Ende frage ich mich wirklich, wieso ich mir den Film angeschaut habe. Nach dem ersten paar Minuten ist klar, wie der ausgeht. Es sind die wenig überraschenden Angriffe der Schlange vorhersehbar, die flachen Dialoge zwischen den Filmfiguren, und sogar jedes noch so keines Ereignis, das wohl als Überraschung gedacht war. Leider funktioniert das überhaupt nicht, es gibt keinerlei Überraschungen und somit auch keinerlei Spannung. Die Handlung ist ein klarer "Schuss in den Ofen" gewesen. Vielleicht hätte man mehr aus der Story machen können. Vielleicht hätte aber auch die Story besser sein müssen. Wer weiß. Dieses Endprodukt muss man gar nicht diskutieren, es ist einfach schlecht.

Ebenso wie die Handlung, sind auch die Effekte nicht überragend. Ich habe gar nicht erwartet, dass eine Riesenschlange vorkommt, die real aussieht. Aber das, was hier zu sehen ist, beleidigt wirklich jeden Zuseher. Das Vieh sieht nur nach Plastik aus. Es hat (abgesehen von der Form) keinerlei Ähnlichkeit mit einer Schlange. Die Augen sind zu krampfhaft bedrohlich gemacht worden. Eine Schlange sollte keinen aggressiven Blick haben. Eine Schlange sollte mit den Augen keine Emotionen ausdrücken. Das wirkt nicht nur unnatürlich, sondern krampfhaft bedrohlich. Das Tierchen sollte wohl um jeden Preis gefährlich und bedrohlich wirken. Leider ging das voll daneben, die Schlange sieht lächerlich aus. Hätten die Filmemacher eine billigere Schauspielerin (Fr. Lopez bekommt sicher ein gewaltiges Honorar) genommen, wäre etwas mehr Geld für Effekte da gewesen. Dann hätte man vielleicht noch etwas retten können. Leider wirken die Effekte ganz billig, die Schlange ist schlecht, und auch die Explosion sieht mies aus. Sonst gibt es kaum Effekte, das meiste ist einfach (ein Boot versenken zum Beispiel), da braucht man nicht viel Technik. Leider wirkt der Film insgesamt sehr billig, und da wirken die bekannten Schauspieler völlig fehl am Platz. Auch wenn sie nicht gut sind.

Die vielen Klischees habe ich bereits angesprochen. Meiner Meinung nach, sind das eindeutig zu viele. Da hätte man sich ruhig mehr auf die Umsetzung konzentrieren können, die politisch Korrekte Einhaltung aller Klischees ist völlig unnötig. Das lässt den Film krampfhaft cool wirken. Er sollte wohl erschreckend sein und für jeden Zuseher etwas haben. Aber leider klappt das nicht so richtig. Die Charaktere wirken viel zu aufgesetzt, und es ist viel zu offensichtlich, das die Klischees eingebaut wurden, um die Zielgruppe zu erweitern, oder aber auch, um einen Bezug zu einigen Filmen zu bekommen, die vielleicht als Vorlage gedient haben. Die Zusammensetzung des Teams ist so durchschaubar, dass es schon eine Beleidigung ist. Das Auftauchen des unsympathischen Schlangenjägers setzt dem tatsächlich noch die Krone auf (als ob die nötig gewesen wäre). Der ganze Film ist von Anfang bis Ende durchschaubar, vorhersehbar und wirkt völlig verkrampft. Die Aktion-Szenen sind derartig typisch, dass ich wage zu behaupten, es gibt für jede (!) davon einen Vergleichsfilm, wo eine Szene zu sehen ist, die ganz ähnlich, oder fast gleich ist. Vielleicht nicht mit Schlangen, aber das Genre zählt. Das Monster ist austauschbar, das erschreckt keinen mehr. Daher sollte das Drumherum mehr hergeben. Das ist es, was die Filme des Tierhorror-Trash Genres unterscheidet. Und dieser Film hat absolut nichts, was es rechtfertigen würde, ihn ein zweites Mal anzusehen. Hollywood sollte besser bei seinen Liebesschnulzen und Actionfilmen bleiben, Tierhorror passt da einfach nicht dazu.

Nun bleibt mir nicht mehr viel zu sagen. Der Film ist ein Trash-Film der mit mehr Geld produziert wurde, als die meisten anderen Filme des Genres. Leider hat das dem Film nicht viel genützt. Die Handlung ist vorhersehbar, die Charaktere sind oberflächlich und viel zu klischeehaft, die Effekte sehen unecht aus, und es gibt keinerlei spannende Momente. Auf den ersten Blick könnte man meinen, der Film entspricht genau dem, was man von einem Tierhorror-Trash-Film erwartet. Aber meiner Meinung nach, ist dem nicht so. Um einen Trash-Film zu rechtfertigen, sollte es ein B-Movie sein. Aber hier stand offensichtlich jede Menge Geld zur Verfügung (Man beachte nur die Auswahl der Schauspieler, die Schauplätze oder die DVD-Technik). Und dafür ist das Ergebnis eigentlich eine Frechheit. Ich weiß nicht, was der Film erreichen sollte. Ob ernsthaft jemand dachte, dass das ein Blockbuster wird, der das Tierhorror-Genre auf eine neue Stufe stellt. Vielleicht ist das so, und das Trash-Ergebnis ist ein Versehen. Vielleicht sollte es ein Trash werden, der durch gute Schauspieler und teure Effekte glänzt, aber das ging daneben. Vielleicht hat sich aber auch niemand etwas dabei gedacht. Wer weiß das schon. Wie dem auch sei. Wer auf Actionfilme steht, oberflächliche Unterhaltung mag und sehen will, wie Jennifer Lopez versucht, Schauspielerin zu sein, der sollte sich "Anaconda" ruhig ansehen. Man sollte aber nicht zuviel erwarten. Wer auf Trash steht, der sollte bedenken, dass der Film einen gewaltigen Hollywood-Einschlag hat, und wer das nicht mag, sollte auf den Streifen lieber verzichten.


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BONUSMATERIAL
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Das Bonusmaterial umfasst nur einige Trailer.


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BILD UND TON
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Die Bildqualität ist sehr gut. Das Bild ist gestochen scharf, auch in Hintergrund (Dschungel, viel Grün) verlaufen die Konturen nicht. Es ist alles gut zu sehen, und es tauchen auch keine groben Pixel auf. Das Bild erfüllt alle Erwartungen, die man an eine DVD haben kann.

Die Tonqualität ist ebenso einwandfrei. Ich habe alles gut verstanden, die Dialoge sind gut verständlich, und die Hintergrundgeräusche sind gut eingespielt. Ich musste auch nicht lauter oder leiser schalten. Auch der Ton entspricht dem, was ich von einer DVD erwarte.


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GESAMTBEWERTUNG
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2 Sterne. Keine Empfehlung.

   

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