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Auf Ancestry.de kann man kostenlos ein Familienstammbaum mit Fotos, Dokumenten und Familiengeschichten erstellen und mit der Familie ausgetauschen. Betritt man die Startseite bekommt man kurz und knapp einen Überblick über die Möglichkeiten auf Ancestry geboten. Der Titel "Alles für Ihre ... Bericht lesen





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Ahnenforschung leicht gemacht
Erfahrungsbericht von RehaugeW über Ancestry.de
12.11.2007


Produktbewertung des Autors:   

Navigation / Übersichtlichkeit: gut 
Informationsgehalt sehr informativ 
Aktualität der Website: so gut wie täglich 
Ladezeit der Website: schnell 
Qualität der Suchergebnisse: gut 

Pro: informativ, vielseitig, umfangreich
Kontra: alte Rollenmodelle leider behalten

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Auf Ancestry.de kann man kostenlos ein Familienstammbaum mit Fotos, Dokumenten und Familiengeschichten erstellen und mit der Familie ausgetauschen.

Betritt man die Startseite bekommt man kurz und knapp einen Überblick über die Möglichkeiten auf Ancestry geboten. Der Titel "Alles für Ihre Ahnenforschung" sticht ins Auge und die angerissenen Themen drunter zeigen dass der Satz nicht lügt. Man kann seinen eigenen Stammbaum erstellen, der Beginn ist einfach man gibt seinen Namen ein und drückt "Los gehts". Interessant ist dabei, dass schon auf der nächsten Seite die Funktion des Blatts erklärt wird. Das Blatt erscheint immer dann wenn Ancestry der Meinung ist ein Dokument oder sonstige relevante Informationen zu einer angelegten Person in der Datenbank gefunden zu haben. Dabei wird auf circa 13 Millionen Namen in historischen Dokumenten, u. a. die Hamburger Passagierlisten von 1850-1934, die Volkszählung Mecklenburg-Schwerin 1867, Meyers Orts- und Verkehrslexikon des deutschen Reiches inkl. historischer Karten zugegriffen. Als nächstes kann man seine Eltern oder einen Ehepartner hinzufügen. Dabei wird umgangssprachlich noch bei mir auf Ehemann verwiesen, man sollte jedoch lieber Ehepartner schreiben, denn gleichgeschlechtliche Ehen sind mittlerweile etwas völlig normales. Ich gab einen meiner Eltern an und dann konnte ich auswählen ob die Daten öffentlich zugänglich sein sollen oder nicht. Ich habe mich dagegen entschieden, denn ich weiß nicht ob alle meine Verwandten damit einverstanden wären. Als nächstes wählte ich aus "Stammbaum speichern". Daraufhin wird man zur eigentlichen Anmeldeseite geleitet. Die Daten die abgefragt werden sind minimal. Danach landete ich auf meinem Stammbaum in welchem ich weitere Verwandte eintragen kann. Es wurde mir auch sofort ein Blatt angezeigt welches mir jedoch einen Namen zeigte, welcher wohl eher nicht zu meinem Stammbaum gehört.

Etwas störend empfand ich dass die Damen innerhalb einer Ehe mit Mädchennamen angegeben werden. Was ist aber mit den Männern, welche ihre Namen ablegten? Es wird hier anscheinend eindeutig in traditionellen Mustern gedacht und dabei die Realität außer acht gelassen.

Durch einfaches anklicken gelangt man von jeder Person im Stammbaum zu einem komplexen Profil indem man Bilder, Texte, Lebensereignisse, Geschichten, Daten und weiteres einbinden kann. Durch Angabe einer E-Mail Adresse beim jeweiligen Verwandten kann man diesen zu Ancestry einladen, so dass er mit seinem Wissen den Stammbaum erweitern und vervollständigen kann. Nett finde ich die Option dass man seinen Stammbaum ausdrucken kann und es eine Druckfreundliche Ansicht dafür gibt. Das Ausfüllen bzw. Eintragen der Daten ist einfach und selbst erklärend. Der Nutzer wird einfach durch die Webseite geführt. Insgesamt ist das Angebot sehr sehr groß und vielfältig. Ich fühle mich anfangs ein wenig erschlagen von der Möglichkeiten, die einem geboten werden. Wenn jemand wirklich ausführlich seine Familiengeschichte einträgt, so benötigt er/sie mehrere Stunden aber wird am Ende mit einer Umfassenen Übersicht belohnt, die er wenn er will, mit anderen teilen kann.

In seinem Profil hat man die Möglichkeit nach historischen Ereignissen zu suchen, die seine Familie betreffen könnten. Ich kann leider keines der Ereignisse zuordnen zu meiner Familie aber das liegt er eher an mangeldem Wissen meinerseits. Meine Familie verliert sich zum Teil im Jahr 1900 weil meine Urgroßmutter nie den Vater meines Opas genannt hat. Einzig die Aussage, er wäre von edlem Geblüt war ihr zu entlocken. Wir vermuten dass sie mit 15/16 Jahren von einem der Hausherren bei denen sie gearbeitet hat schwanger wurde. Wissen tun wie es aber nicht. Der Stiefvater meines Opas gab dann den Namen Diedrichs an uns weiter.

Aber zurück zum Thema. Die Webseite ist an sich kostenlos aber man kann auf einen Premium Service updaten. Man bekommt dadurch die Möglichkeit exklusiv auf historische Aufzeichnungen und Dokumente, die bei der Suche nach Vorfahren helfen können. Dabei wird unterschieden ob man Zugriff auf die nationale oder internationale Datenbank haben möchte. Die Preise variieren zwischen ca. 12 und 25 Euro monatlich.

Über die Suchfunktion kann man in historischen Aufzeichnungen, Familienstammbäumen, Geschichte und Publikationen und Fotos und Karten suchen sowohl nach Namen, Geburts- und Todesdaten. Man kann in alten Adressbüchern stöbern und in vielen weiteren weiteren alten Dokumenten.

Aber Ancestry bietet auch eine Community. Dort kann man sich mit anderen Ahnenforschern unterhalten und Tipps austauschen. Auch kann man in den Foren suchen um weitere Hinweise zu seinem Stammbaum zu finden. Ebenso gibt es Mitgliedervereinigungen, in welchem man Menschen finden kann, die nach gleichen oder ähnlichen Verwandten forschen.

Im Infocenter findet man umfangreiche Hilfen zum Thema Ahnenforschung. Was muss man beachten, wie gelangt man an Informationen, auf all das kann man hier Antworten finden. Im Menüpunkt Hilfe findet man Erklärungen welche die Webseite selbst betreffen, hier kann man sich auch an den Support wenden.

Man kann aber auch seinen Namen eingeben um dann heraus zu finden was er bedeutet, wie oft er in Deutschland verteilt ist und woher er kommt. Bei mir ergab es folgendes:

Der Name Diedrichs kommt insgesamt 576 Mal in 151 Landkreisen vor. Es gibt schätzungsweise 1536 Personen mit diesem Nachnamen. Dies entspricht etwa dem Durchschnitt für alle deutschen Familiennamen. Er liegt damit an 6348. Stelle der häufigsten Namen.

Die meisten Personen mit dem Familiennamen Diedrichs wurden in Landkreis Region Hannover gefunden; der Name kam 28 Mal im Telefonbuch vor.

Die wenigsten leben in Altmarkkreis Salzwedel, mit 1 Telefonbucheinträgen.

Dazu wird eine Karte angezeigt welche Aufschluss gibt wo die meisten Leute mit dem Namen leben. Schön, dass der Name Diedrichs anscheinend in Hannover, wo ich ja auch wohne, am Meisten vorkommt.

Nochmal zurück zur Startseite. Sie bietet den besten Ausgangspunkt um weitere Dinge auf der Webseite zu entdecken. Darunter zum Beispiel dass man schnell und einfach zu den neusten Datenbanken kommen kann. So bleibt man up to date.

Es gibt auch einen Blog namens "Abenteuer Ahnenforschung". Es ist interessant die Artikel dort zu lesen und man bekommt auch hier gute Ratschläge zur Ahnenforschung und zu TV-Ereignissen. Meines Erachtens wird der Blog zu wenig von der Hauptseite aus beworben.

Im Vergleich zu anderen Ahnenerforschungsportalen ist Ancestry sehr umfangreich und bietet viele Möglichkeiten. Seiten wie verwandt.de haben sich mehr auf die Darstellung des Stammbaumes spezalisiert, Amcestry dagegen bietet Möglichkeiten zur Nachforschung und einfach zum Stöbern in der Geschichte seiner Familie. Das weltweite Netzwerk der Ancestry-Websites (Ancestry.com, Ancestry.ca, Ancestry.co.uk, Ancestry.com.au, Ancestry.de) bietet mit mehr als 5 Milliarden Namen in 23.000 Datenbanken die weltweit größte Sammlung genealogischer Daten im Internet an. Das alleine ist schon ein gigantischer Unterschied zu anderen vergleichbaren Portalen. Auch das Design des Portals ist eher stilvoll und schlicht im Gegensatz zu anderen Startups wie paulsmama.de, verwandt.de und FamilyOne welches mehr auf hippiges rundes Design setzen. Ancestry setzt auf Forschung und Ergründung anstatt auf die simplen "Ich zeig Euch meine Familie" Webseiten. Gerade dadurch wird ein Großteil der Menschen angesprochen, die wirklich Interesse an der Erforschung ihrer Wurzeln haben. Ancestry zeigt dass man im Web 2.0 nicht nur teenyhaft sich darstellen muss sondern auch mit Eleganz auftreten kann.

Alles in allem macht Ancestry einen sehr guten Eindruck und ich werde definitiv noch lange in den alten Farbfotos rumschauen, denn ich finde diese alten Fotografien sehr interessant.   

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