"Ich weißle, ich weißle!" Öhm jaaa... ;O)
08.07.2004
Pro:
als Schullektüre geeignet, lässt einen Nachdenken
Kontra:
nicht zum mal - eben - vorm - schlafengehen - Lesen geeignet
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Niveau
Unterhaltungswert
Wie ergreifend ist die Story?
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 BabyBombastic
Über sich:
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In Niedersachsen haben heute die Ferien begonnen, trotzdem möchte ich meinen Bericht einem Buch widmen, das wir als Schullektüre gelesen haben. Tja ja, ich Streberkind *g*. Soo... INHALT1. AUTOR 2. DAS BUCH 3. PERSONEN 4. HANDLUNG 5. DIE „MESSAGE“ 6. ISBN, ETC. 7. MEINE MEINUNG 8. FAZIT ---==> 1. AUTOR <==--- Das Buch über das ich heute schreibe, heißt „Andorra“ und wurde von Max Frisch verfasst. Max Frisch wurde am 15. Mai 1911 in Zürich geboren. Von 1924-1930 war er Realgymnast in Zürich. Er studierte nach seinem Schulabschluss Germanistik, brach dieses ab und war nebenbei freier Journalist. Max Frisch studierte von 1936 bis 1941 Architektur und hatte 1942 dann sein eigenes Architekturbüro in Zürich. Er schrieb Bücher wie „Homo Faber“ (1957), „Biedermann und die Brandstifter“ (1958), „Andorra“ (1961), „Mein Name sei Gantenbein“ (1964), „Blaubart“ (1982) und weitere und bekam diverse Literaturpreise. Viel Zeit seines Lebens verbrachte er auch im Ausland. Max Frisch starb am 4. April 1991 in Zürich. ---==> 2. DAS BUCH <==---Das Cover des Buches ist (wie man oben auf dem Bild unschwer erkennen kann) blau, die Schrift auf dem Cover ist hellblau. Auf dem Cover ist außerdem ein Foto von einer Szene, welche die Judenschau darstellt, auf die ich später eingehen werde. Das Buch ist in 12 „Bilder“ (man könnte es auch Kapitel nennen) eingeteilt, welche jeweils an einem anderen Schauplatz spielen. Vor bzw. nach jedem Bild kommt mind. Eine Person an eine sog. Zeugenschranke. Sie beichten oder rechtfertigen ihr Verhalten, was sie Andri „damals“ angetan haben. Andorra ist in einem Prolog geschrieben, also wie ein Drehbuch. Es wird gesagt WER was sagt, WAS gesprochen wird und Handlungen. Auf Hintergründe der Geschichte wird nicht eingegangen. ---==> 3. PERSONEN <==--- Auf S. 6 des Buches findet man die Bezeichnungen für die Personen, als eine Art Übersicht. Da wären 10 Personen und 4 stumme Personen und Personengruppen, auf die ich jetzt näher eingehen werde.Andri: Andri ist der Protagonist um den es im Buch geht. Ihm wurde gesagt, er sei ein Jud und wurde von einem Lehrer von den Schwarzen gerettet, was aber nicht stimmt. Barlin: Barblin ist die leibliche Tochter des Lehrers. Sie und Andri sind Halbgeschwister und lieben sich. Sie wollen heiraten. Barblin ist eine der wenigen, die zu ihm hält und zu ihm steht.Der Lehrer: Der Lehrer ist derjenige, der Andri angeblich gerettet hat, aber in Wirklichkeit Andris leiblicher Vater ist. Die Mutter: Mit der Mutter ist die leibliche Mutter von Barblin und die Frau des Lehrers gemeint. Sie bleibt eigentlich immer im Hintergrund. Sie weiß nichts von der Lüge ihres Mannes.Die Senora: Sie ist die leibliche Mutter des Andri, was Andri aber erst später erfährt. Sie gehört zu den „Schwarzen“, den Feinden der Andorraner. Der Pater: Der Pater soll eine neutrale Person darstellen, was ihm aber auch nicht immer gelingt. Er fühlt sich teilweise hin und her gerissen von den Andorranern und von seiner Pflicht neutral zu sein.Der Soldat: Der Soldat, auch „Peider“ genannt, ist in Barblin verliebt. Deswegen kommt es öfter zu Auseinandersetzungen zwischen ihm ( + den Andorranern) und Andri. Der Wirt: Der Wirt gibt vor, dass er Andri mag. Andri ist bei ihm als Küchenjunge beschäftigt. Er ist mit Schuld, dass Andri einen so schlechten Ruf bei den Andorranern hat.Der Tischler: Der Tischler hat ebenfalls Vorurteile gegenüber Juden. Obwohl Andri sehr gute Arbeit leistet, will er dieses doch „übersehen“ und lässt ihn doch lieber im Verkauf arbeiten. Der Doktor: Der Doktor ist ebenfalls ein typischer Juden-Hasser, und hat genauso Vorurteile gegenüber Juden.Der Geselle: Der Geselle gibt sich als Freund von Andri aus, doch er fällt ihm später „in den Rücken“. Andri meidet ab da Kontakt mit ihm. Der Jemand: Er sagt nicht viel, sondern gibt immer nur dumme Kommentare ab und lacht viel. Idiot: Der Idiot gehört zu den Gruppen der „Stummen“. Er steht oft nur da, nickt und grinst. Ich denke, er soll die Andorraner verkörpern, weil die Andorraner auch immer nur stumm sind und nicken. Sie handeln nicht. Die Soldaten in schwarzer Uniform: Sie gehören zu den „Schwarzen“, den Feinden von den Andorranern. Die Soldaten kommen erst im letzten Bild, bei der Judenschau vor.Der Judenschauer: Er kann angeblich erkennen, wer Jude ist und wer nicht. Er taucht ebenfalls erst im letzten Bild bei der Judenschau auf. Er ist der „Anführer“ von den Soldaten und den „Schwarzen“. Das Andorranische Volk: Die Andorraner werden im Buch als Gruppe-im-Hintergrund dargestellt. Der Wirt, der Tischer, der Doktor und so weiter stellen immer nur ein Individuum einer Gruppe dar. Sie sind jeweils ein Beispiel für eine Gruppe. Die Andorraner glauben fast alle an die Vorurteile gegenüber Juden. ---==> 4. HANDLUNG <==---So, nun kommen wir zum wichtigsten Teil dieses Berichtes – der Handlung: Die Geschichte spielt in einem Land, was Andorra heißt. (Andorra liegt zwischen Frankreich und Spanien). In Andorra sind alle Häuser in weiß gestrichen. Der Gegensatz dazu (die Feinde) sind die Schwarzen. Der Lehrer hatte ein Verhältnis mit einer Schwarzen (Senora) und mit ihr ein Kind gezeugt – Andri. Da es in Andorra allerdings nicht angesehen ist ein Kind mit einer Schwarzen zu zeugen oder überhaupt Kontakt mit den Schwarzen zu haben, gibt der Lehrer vor, Andri als Jud von den Schwarzen gerettet zu haben. Diese Lüge hat fatale Folgen für Andri. Er wurde immer ausgeschlossen von den Andorranern, da die Andorraner sich mit der Zeit ein immer-schlechter-werdendes-Bild von den Juden gemacht haben und sich immer mehr Vorurteile ausgedacht haben, die angeblich auf Andri passten. Mit Andri will keiner mehr etwas zu tun haben. Von der Wahrheit (dass Andri des Lehrers leiblicher Sohn ist) wusste keiner bis auf der Lehrer selber. Andri und Barblin (die leibliche Tochter des Lehrers und der Mutter) verlieben sich ineinander und verloben sich. Es kommt zum Streit zwischen Andri und dem Soldaten, der Barblin ebenfalls liebt. Andri und Barblin verkünden dem Lehrer, dass sie heiraten wollen, in der Hoffnung, dass Andri dann bei den Andorranern angesehen ist. Doch der Lehrer reagiert wütend und verbietet es den beiden. Andri wusste zu dem Zeitpunkt noch nicht, dass Barblin seine richtige Schwester ist und geht davon aus, dass der Lehrer ihm nur nicht erlaubt Barblin zu heiraten, weil er Jude ist. Andri will von zu Hause abhauen und in ein Land gehen, in dem es ihm besser gehen würde. Der Soldat vergewaltigt dann aber Barblin und Andri bekommt dies mit. Barblin hat Andri nie erzählt, dass sie vergewaltigt wurde, wahrscheinlich aus Angst vor dem Soldaten und Andri fühlt sich auch von ihr verraten und hintergangen. Dann kommt die Senora (Andris leibliche Mutter) nach Andorra. Sie sorgt für Aufsehen und wird für eine Spionin gehalten. Sie ist aber gekommen um mit dem Vater von Andri und Andri selber zu reden. Dann erst erfährt sie, was der Lehrer für eine Lüge in die Welt gesetzt hat und ist entsetzt. Der Lehrer und die Senora wollen ihm die Wahrheit sagen, doch Andri glaubt dem Lehrer nicht. Er hat sich damit abgefunden, dass er ein Jude ist und hat sich dermaßen da reingesteigert, dass er nichts anderes mehr glauben will. Während der Pater mit Andri ein Gespräch führt und ihn von der Wahrheit überzeugen will, wird die Senora ermordet – von einem Stein erschlagen. Alle Andorraner behaupten, Andri sei es gewesen. Fast keiner zweifelt Andris Unschuld an, obwohl der Lehrer und der Pater behaupten, dass Andri beim Pater war. Die Stadt wird dann von den schwarzen Soldaten gestürmt und es gab eine Judenschau, bei der alle Andorraner ihre Schuhe ausziehen mussten, ein schwarzes Tuch über den Kopf bekamen und dem Judenschauer vorgeführt wurden. Dieser konnte angeblich anhand des Ganges und der Art zu Lachen erkennen, ob derjenige ein Jude war oder nicht. Der Judenschauer erkennt an Andri angeblich sofort, dass er ein Jude ist. Andri wurde ermordet. Da vielen bekannt war, dass Barblin seine Verlobte war und Barblin sich auch gegen Andris Exekution gewehrt hat, wurden ihr die Haare abrasiert, damit auch alle gleich erkennen, dass sie eine Judenbraut war. Barblin wird schizophren, ist in sich gekehrt. Das Buch endet wie es anfängt. Barblin streicht das Haus weiß, damit Andorra wieder „rein“ und sauber wird. ... „Ich weißle, ich weißle“... ---==> 5. DIE „MESSAGE“ <==---Was will uns Max Frisch mit diesem Buch sagen? Natürlich ist dieses Buch nicht nur ein Buch, was man mal eben lesen kann. Man muss auch zwischen den Zeilen lesen. Max Frisch will uns mit diesem Buch sagen, dass man nicht immer nur an Vorurteile und Klischees glauben soll. Jeder Mensch ist ein Individuum und hat seine guten und schlechten Seiten. Man sollte jeden Menschen so akzeptieren wie er ist und niemanden ausgrenzen. ---==> 6. ISBN, etc. <==--- Autor: Max Frisch Titel: Andorra Erschienen: Suhrkamp Verlag, erstmals 1975 Preis: 5,50 Euro ISBN: 3-518-36777-3Das Buch beinhaltet 127 Seiten + Zeittafel und Kurzvorstellung weiterer Ausgaben, die ihm Suhrkamp Verlag erschienen wird. ---==> 7. MEINE MEINUNG <==--- Ich habe Andorra in der 9. Klasse als Schullektüre gelesen. Ich denke, dafür ist Andorra sehr gut geeignet. Andorra ist kein Buch, was man „mal eben“ lesen kann. Man sollte sich da schon intensiv mit befassen, da ja auch eine gewisse „Message“ dahintersteckt. Es ist an sich ganz gut zu lesen und gut zu verstehen. Man braucht kein Hintergrundwissen für dieses Buch und man findet in die Geschichte schnell rein. Mit einzelnen Personen kann man sich gut identifizieren. Mit Andri fühlt man mit und man fühlt sich irgendwie hilflos, wenn man dieses Buch liest, da man Andri gerne helfen möchte. Der Leser befindet sich somit unfreiwillig in der Gruppe der Andorraner, die einfach nur zusehen, aber nicht handeln und auch Andri nicht helfen. Das Buch wirkt nicht langweilig und man kann nicht immer vorhersehen, was passiert, was das ganze ein wenig spannender macht. Man sollte dieses Buch schon aufmerksam durchlesen, da sonst alles ein wenig verworren wirkt. ---==> 8. FAZIT <==---Als Schullektüre für die 9. oder 10. Klasse durchaus geeignet, für den Privatgebrauch würd ich das Buch dann nicht so empfehlen, da es schon ein wenig anspruchsvoll ist. Es können Erwachsene und Jugendliche gleichermaßen lesen, wobei es bei Jugendlichen besser wäre, wenn dieses Buch im Unterricht besprochen wird. Ich habe bei "Leserschaft" einfach mal Jedermann angeben, obwohl ich es Kindern nicht empfehlen würde ;) Der Preis ist in Ordnung für so ein Buch. Oooook, das war’s mal wieder von mir! Schöne Woche noch!Danke schon mal fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren! !Copyright by BabyBombastic!
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18.11.2004 16:00
Hallo! Wir lesen das Buch gerade und ich muss jetzt das dritte Bild bearbeiten...der Bericht is gut! :)
13.10.2004 15:46
Ich glaub, das wär mir zu anspruchsvoll! Da bleib ich lieber bei King& Co. =)
13.10.2004 13:50
Moin Moin BabyBombastic ! Sehr guter und informativer Bericht. Gruß. Moin007