A. Berg eine Frau ohne Stimme
01.12.2008
Pro:
Nichts
Kontra:
Playback, keine Show, immer gleiche Leies
Empfehlenswert:
Nein
 esp1
Über sich:
Ich würde mich freuen, wenn es wieder mehr Kommentare geben würde zu den Berichten und bedanke mich ...
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Am 23.10.2008 war es wieder mal soweit, mein Freund und ich machten uns auf, um ein Schlager Konzert zu besuchen. Dazu muss man sagen, dass wir seit einigen Jahren die Sitte haben, uns zum Geburtstag mit möglichst volkstümlichen und kitschigen Konzerten zu überraschen. Diese Geburtstagsgeschenkssitte hat uns bereits zu Semino Rossi. Andre Rieu oder Peter Krauss. Gestern war wieder mal der große Tag, Andrea Berg stand auf dem Programm mit ihrer "Andrea Berg - Live Tour 2008", die in der Wiener Stadthalle Station machte. Ich muss gestehen, dass ich bisher nicht viel über sie wusste und auch keine CD von ihr zuhause habe, aber ein paar Infos konnte ich doch finden. Andrea Berg wurde am 28.01.1966 in Krefeld geboren und ist eine der beliebtesten deutschen Schlagersängerinnen im deutsprachigen Raum. Ihre musikalische Karriere begann 1992, als dem Produzenten Eugen Römer eine Musikkassette zugespielt wurde. Er war begeistert von Andreas Stimme, und nach einer Woche wurden die ersten Titel für ihr Debüt-Album "Du bist frei" aufgenommen, welche die Singles "Kilimandscharo" und "Schau mir noch mal ins Gesicht" enthielten. Römer produzierte auch ihr zweites Album "Gefühle", das den kommerziellen Durchbruch brachte. Die Singleauskopplungen "Wenn du mich willst, dann küß mich doch" und "Einmal nur mit dir alleine sein" wurden Hits. Von diesem Album stammt auch einer ihrer größten Erfolge, "Die Gefühle haben Schweigepflicht". 1997 veröffentliche sie ihr drittes Album, "Träume lügen nicht", welches bis auf Platz 71 der Media-Control-Charts für Alben stieg. Die erste Singleauskopplung "Warum nur träumen" platzierte sich bei einigen Radiosendern auf Platz 1 und hielt sich bis zu 15 Wochen in den Hörer-Hitparaden. Im Sommer 1998 erschien nach der Geburt ihrer Tochter Lena-Maria das Album "Zwischen tausend Gefühlen" mit zwölf Liedern. Als Singles wurden daraus veröffentlicht "Diese Nacht soll nie enden", "Insel der Nacht" und "Jenseits der Zärtlichkeit" (1999). Das nächste Album war im Jahre 1999 "Weil ich verliebt bin" mit der Single "Vielleicht ein Traum zu viel". Diese stand im November 1999 in der "ZDF-Hitparade" auf Platz drei. In "Hits des Jahres" im Januar 2000 platzierte sich Andrea Berg ebenfalls auf dem dritten Platz. In den deutschen TOP 20 Air play Charts stand Andrea Berg mehrere Wochen lang auf Platz 1. Im Oktober 2001 veröffentlichte Andrea Berg das Album "Best of" mit zwölf ihrer erfolgreichsten Lieder. Das Album erhielt fünfmal Platin und es ist bis Januar 2008 mehr als 317 Wochen in den deutschen Top 100 Albumcharts vertreten und damit das Album, welches am längsten in den deutschen Charts überhaupt vertreten ist. 2 Millionen Exemplare des "Best Of" Albums wurden verkauft, weshalb es mit Triple-Gold und Doppelplatin ausgezeichnet wurde. Zeitweise hatte sie vier ihrer Veröffentlichungen gleichzeitig in den Hitlisten. In den Jahren 2003, 2004, 2005 und 2007 gewann sie den deutschen Musikpreis ECHO in der Sparte "Deutschsprachiger Schlager". Von 2002 bis einschließlich 2007 erhielt sie sechs mal hintereinander die "Goldene Stimmgabel", sowie 2004 und 2005 den Amadeus Austrian Music Award für das beste Schlageralbum. Die CD "Nah am Feuer" wurde mit einer Goldene Schallplatte ausgezeichnet. Ihr 2006 erschienenes Album "Splitternackt" platzierte sich direkt auf Platz 1 der Media-Control-Album-Charts und hielt sich dort über mehrere Wochen. Ihr Hit "Du hast mich tausendmal belogen" war 2007 auf Platz 2 der GEMA -Top-Ten sämtlicher internationalen Lieder. Andrea Berg ist nicht nur für ihre Musik bekannt, sondern zunehmend auch für ihre Bühnenoutfits. Sie bevorzugt knappe Miniröcke, Strapse und hochhackige Overknee-Stiefel.[2] Berg sagt über sich selbst: "Als 42-jährige Frau muss man sich anstrengen, damit die Männer einem hinterhergucken." [3] Von 2002 bis 2004 war Andrea Berg mit Schlagersänger Olaf Henning verheiratet. 2007 heiratete sie den Fußballmanager und Hotelier Ulrich Ferber. Berg und Ferber leben mit Bergs Tochter in Kleinaspach. 1) Quelle: Wikipedia . Vor dem Konzert:Wir trafen uns 1,5 Stunden vor Konzertbeginn schon traditioneller Weise im Burgenländereck, einem Wiener Gasthaus in Gehweite zur Stadthalle. Mit Grillteller und dieses Mal leider nicht Bier stimmten wir uns auf das Konzertereignis ein. Da ich am nächsten Morgen einen Termin beim Amtsarzt hatte, wollte ich am Vorabend keinen Alkohol trinken, um am nächsten Morgen keine Fahne zu haben. Das Lokal war voll und wie immer vor solchen Konzerten bestand die Gästeschar zum Großteil aus Konzertbesuchern. Der Künstlerin entsprechend war das Publikum doch sehr gemischt, sowohl vom Alter her, als auch was Männlein Weiblein betrifft. Rund 30 Minuten vor Konzertbeginn betraten wir dann auch die Wiener Stadthalle bzw. den Vorraum dazu und warfen einen kurzen Blick auf den Fan Shop, der von zahlreichen kaufwütigen Fans belagert wurde. Man konnte dort die üblichen Merchandising Dinge erstehen, CD´s, DVD, Polster, Feuerzeuge, Schals, Poster und einiges mehr. Die neue CD wurde um 18 Euro verkauft, das finde ich schon etwas übertrieben. Die Friseure dürften wie immer bei solchen Ereignissen Hochbetrieb gehabt haben, denn die Damen schienen allesamt frisch von selbigen zu kommen. Wir versuchten verzweifelt eine Dame zu entdecken, die ihre natürliche Haarfarbe zur Schau tragen würde, konnten aber keine entdecken. Dieses Zuschauerbetrachten gehört eigentlich schon zu den ersten Höhepunkten so eines Abends. Verblüffend, was sich da alles so herumtreibt, zum Beispiel die Dame jenseits der 60, im Glitzerminirock und Glitzeroberteil, das doch etwas zu eng ausgefallen war und dazu trug sie noch sehr extravagante Stiefel. Um unsere angespannten Nerven ein wenig zu beruhigen, und die Stimmung ein wenig steigen zu lassen, gönnte ich mir dann doch ein Bier (eines wird schon nicht schaden ;-) ) vor Beginn. Als die Glocke bimmelte, die den baldigen Beginn des Konzerts ankündigte, betraten wir die Halle, die ganz gut gefüllt war. In der Halle:Da es dieses Mal auch Stehplätze gab, haben wir uns für diese Variante entschieden, aber wir habens bereut, denn sitzend hätte sich das vielleicht leichter ertragen lassen. Da die Bühne T-förmig aufgebaut war, stellten wir uns rechts seitlich von dem Steg, der ins Publikum führte. Überrascht waren wir, dass die Sitzplätze eigentlich relativ voll waren, bei den Stehplätzen hätte es sicherlich noch ausreichend Platz gegeben. Man hatte viel Freiraum und es war sicherlich übertrieben, als von 10.000 Besuchern die Rede gewesen ist. Maximal 7000 würde ich sagen, waren anwesend, die sich die Andrea nicht entgehen lassen wollten.Erster Teil: Pünktlich um 19 Uhr 30 ging es dann auch los. Doch waren wir sehr überrascht, dass nicht Andrea Berg die Bühne betrat, sondern 2 in weiß gekleidete Herren, die nach einem kurzen Gruß mit einem Schlagertitel loslegten. Irgendwann fanden wir raus, dass sich die beiden "Fantasy" nannten und als Stimmungsmacher fungieren sollten. Sie brachten ein Karel Gott Medley mit "Fang das Licht, Babuschka und Biene Maja", gaben ein paar andere bekannte Lieder zum Besten und auch eines von ihrer neuen, im Jänner erscheinenden CD. Dazwischen wurde x-fach betont, wie sehr sie sich freuten, dass sie in Wien vor so vielen Besuchern auftreten dürften und welch tolles Publikum wir seien. Auch ein etwas derber Witz wurde erzählt. Sagen wir mal so, die beiden Herren hätten durchaus interessante Stimmen, aber die Kasperlnummer lag ihnen nicht so und so wurde nach einer halben Stunde die Ungeduld schön langsam groß. Aber dann war es soweit……Die Bühne wurde beleuchtet, wummernde Bässe brachten die Bäuche zum Vibrieren, die Spannung war beinahe greifbar. Und dann, die Enttäuschung! Keine Band, Musik vom Band, das fing ja gut an. Dann kam sie auf die Bühne, in heißem Outfit, wofür sie ja bekannt zu sein scheint. Enge Lederstiefel bis über die Knie, mit hohen Bleistiftabsätzen, Hautenge Hose. Als Oberteil eine Art Schnürkorsage, die ihre schmale Taille sehr betonte, umspielt am Dekoltee von schwarzer Spitze. Unter diesem Schnürteil dürfte sie auch noch ein schwarzes Spitzenhemdchen mit langen Ärmeln angehabt haben. Alles in allem sicher eine aufregende Erscheinung, nach der man sich umdrehen würde. Nach dem das erste Lied verklungen war, richtete sie die ersten Worte an das Publikum und ich war überrascht, welche Piepsstimme zu tage kam. Sie erzählte, wie dankbar sie sei, dass sie hier in Wien in der großen Halle spielen dürfe und dass sie sich nie gedacht hätte, das zu schaffen. Ich muss zugeben, dass ich ja nur 2 Lieder wirklich von ihr kannte, "Gefühle haben Schweigepflicht" und "Du hast mich tausendmal belogen". Ersteres wurde bereits als dritter Titel gespielt und brachte die Menge zum mitsingen, klatschen und tanzen. Enttäuscht waren wir davon, dass neben der Musik, auch die Stimme vom Band kam und sie scheinbar nur über das Playback drüber sang. Mein Freund machte mich darauf aufmerksam, als sie bei "Gefühle haben Schweigepflicht", das Mikro ins Publikum hielt und ihre Stimme trotzdem weiter zu hören war. Bei uns wollte irgendwie keine Begeisterung aufkommen. Der eine oder andere Titel war ganz nett, aber umgehauen hat´s uns nicht. Hier ein Auszug aus den Kommentaren, die wir während des ersten Teils gegenseitig abgesondert haben: "Da war der Semino (Rossi) ja ein Entertainer gegen die" "So "dafäult" (schlimm) war nicht einmal der Roger (Whittaker)" "Nächstes Mal bitte wieder Sitzplätze, da ist das leichter zu ertragen" "Ohne Bier nicht auszuhalten" "Wie kann man nur dauerhaft so blöd schauen" "Jetzt weiß ich erst die Vorgruppe zu schätzen" "Wenn´s "Ich hab dich tausend Mal belogen" schon gespielt hätte, könnten wir schon gehen"Nett fand ich, dass sie einigen kleinen Kindern die Möglichkeit gab, auf der Bühne Platz zu nehmen, so dass sie das Geschehen quasi erste Reihe Fußfrei miterleben konnten. Nach etwas mehr als einer Stunde war der erste Teil beendet und sozusagen als Höhepunkt war das letzte Lied ihr Superhit, der die Halle nochmals wirklich in Stimmung brachte und auch uns zum Mitklatschen und -singen verleitete. Damit hätten wir´s eigentlich sein lassen können. Doch wir machten mal, ebenso wie Andrea Pause, gönnten uns ein zweites Bier und beratschlagten, was wir tun. Mein Freund meinte, 2 Lieder würde er ihr noch geben, ich sagte schauen wir mal. Schließlich einigten wir uns darauf, dass wir um 22 Uhr gehen würden. und Peter verabschiedete sich in eine wohlverdiente Pause. Nach der Pause ging es in der gleichen Tonart weiter. Andrea hatte das Outfit gewechselt und kam in einer knappen Glitzer Hotpants, wieder mit langen Lederstiefeln mit schwindelerregende Absätzen und einem roten, schulterfreien Oberteil. Das Programm schien nun aus Hits zu bestehen, denn es wurde mehr mitgeklatscht und gesunden als im ersten Teil. Zwischen den Liedern sprach Andrea immer wieder von der Liebe und dem Leben. Teilweise hörte sich das reichlich naiv an und ging uns mit der Zeit ziemlich auf die Nerven. Als sie dann in der Ankündigung eines Liedes mindestens 10 Mal sagte: "Meine Mutter hat gesagt…", reichte es uns endgültig und wir verließen fluchtartig die Halle, um uns einen gespritzten Weißwein zu gönnen. Man hörte die Musik ja auch beim Buffet ganz gut. Sie sang dann "Heitschi Bumbeitschi" und neuerlich "Ich hab dich tausend Mal belogen". Mehr haben wir nicht gehört, weil wir dann die Halle ganz verlassen hatten. Bühne: Die Bühne war nichts Besonderes. Wie schon erwähnt T-förmig angelegt, mit einem breiteren Platz am Anfang des T´s. Auf der eigentlichen Bühne war sie selten zu finden, die war auch nicht sehr breit und mit Scheinwerfern auf Augenhöhe der Sängerin ausgestattet. Links und rechts von der Bühne waren zwei sehr große Vidiwalls angebracht, so dass auch die hinteren und oberen Ränge einen halbwegs guten Blick hatten. Ab und an wurde ein wenig mit dem Licht gearbeitet, meist sollte es wohl die vermeintlich sexy Posen der Fr. Berg unterstreichen. Alles in allem wars ein sehr schlichtes Bühnenbild mit wenigen Effekten.Anfahrt Stadthalle: Adresse:Wiener Stadthalle Betriebs- und Veranstaltungsgesellschaft m.b.H. Vogelweidplatz 14 A-1150 Wien, Parkplätze sind in der Umgebung insofern vorhanden, weil es eine Garage bei der Stadthalle gibt und auch in der Lugner City, die sich gleich daneben befindet. Dennoch empfiehlt sich eine Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln. U 6 bis Station Burggasse/Stadthalle oder die Straßenbahnlinien 6, 9, 18 und 49 bis zur Station Urban Loritzplatz. Fazit:Ich muss gestehen, dass ich ein wenig neugierig war, da ich mir dachte, dass sie gut sein muss, wenn sie einerseits in der großen Halle in Wien spielt und andererseits hat sie ja auch genügend Preise in den letzten Jahren abgeräumt. Da ich aber kaum Lieder von ihm bewusst gekannt habe, waren meine Erwartungen gemischt. Ich finde es fast ein wenig erschreckend, wie einfach man offenbar mit einer bestimmten Masche Erfolg haben kann. Fr. Berg verwendet auf der Bühne maximal 5 verschiedene Posen. Die Bewegungsabläufe sind immer die gleichen, einstudiert wirkenden Muster. Die Lieder beginnen und sie steht mit entrücktem Gesichtsausdruck am Übergang von der Hautbühne zum T-Steg. Sie geht auf die Art Vorbühne, wo sie sich zuerst unserer Seite, dann der anderen zugewendet hat. Wenn sie wieder Richtung Hauptbühne geht, wusste man bald, dass das Lied gleich aus sein würde. Jedes Lied beendet sie mit einer sich immer sehr ähnelnden Pose. Sie verwendet immer nur 2 Arten von Gesichtsausdruck und 3 - 4 verschiedenen Gesten für ihre rechte Hand, denn das Mikro war immer in der Linken. Die Plapperei zwischen den Texten wirkte furchtbar naiv und uninteressant und bestand nur aus Gemeinplätzen. Das die Musik vom Band kam, naja das würde gerade noch gehen, aber dass auch die Stimme zum Teil vom Band kam, empfand ich dann schon als Frechheit. Wobei ich glaube, dass das im Verlauf des Konzertes korrigiert wurde, denn später war ihre Stimmen nicht mehr vom Band zu hören, wenn sie das Mikro mal ins Publikum hielt. Mein Freund und ich waren uns bei unserer finalen Betrachtung einig, dass das zu den schlechtesten Konzerten gehörte, die wir besucht haben und das waren mittlerweile sicherlich 20 an der Zahl. Ich weiß, dass mich jetzt wahrscheinlich viele Schlagerfans steinigen werden, aber das waren nun mal meine Eindrücke.
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04.03.2012 22:38
BH von mir, hatte doch noch eines gehabt! lg
04.03.2012 21:32
Ein guter Konzert Bericht aus Wien. Ich habe ihn mir mal durchgelesen, weil ich mal sehen wollte, wie man so einen Konzert Bericht schreibt. Ich war gestern Abend auf dem Andrea Berg Konzert in der SAP Arena in Mannheim! Die Arkustik dort war echt berauschend und ich hatte im Block B auf der Empore meinen Sitzplatz. Leider war ich mit meiner Begleitung getrennt gesessen. Sie hatte ne Karte von Block A! Es war ein schönes Konzert auch wenn ich nicht gerade Andrea Berg Fan bin. Ich kaufte die Karte einer Person ab, die wegen Sterbefall nicht gehen wollte. Liebe Grüße von Heike
12.02.2009 23:48
Ist zwar überhaupt und sowas von gar nicht meine Musik... Allerdings verdient Dein Bericht nichtsdestotrotz ein bh. :)