Anfänger - Tipps & Tricks

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... Als erstes vorweg ein kleines Glossar zu dieser Sportart, welches die, die sich mit dem Thema schon befaßt haben weglassen können, aber ich wollte hier mal einen Bericht für wirkliche Anfänger schreiben. :-)). : MTB - Mountainbike Fully - Ein Full Suspension Bike, d.h. Ein ... Bericht lesen





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Erfahrungsbericht von Los_Schloss über Anfänger - Tipps & Tricks
21.05.2001


Produktbewertung des Autors:   


Pro: Biken ist der Himmel
Kontra: Kann einfach zu teuer werden

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

im Mountainbike-Sport. Mit diesen Worten möchte ich alle ganz herzlich begrüßen, die anfangen wollen zu biken.

Als erstes vorweg ein kleines Glossar zu dieser Sportart, welches die, die sich mit dem Thema schon befaßt haben weglassen können, aber ich wollte hier mal einen Bericht für wirkliche Anfänger schreiben. :-)). :

MTB - Mountainbike

Fully - Ein Full Suspension Bike, d.h. Ein vollgefedertes Rad mit Federgabel und gedämpften
Hinterbau

Hardtail - Ein ungefedertes Mountainbike

Hinterbau - Die Rahmenkonstruktion hinter dem Sattel

Druckstufe - Die Dämpfung an der Federgabel / Dämpfer mit der man die Geschwindigkeit regeln kann mit der die Gabel einfedert.

Zugstufe - Die Dämpfung an der Federgabel / Dämpfer mit der man die Geschwindigkeit regeln kann
mit der die Gabel ausfedert.

Dämpfer - Er ist für die Federung des Hinterbaus zuständig.

Steuersatz - Das Lager, daß die Gabel beweglich macht

Kurbeln - Die Kurbel ist das, wo die Pedalen
befestigt sind und mit der man tritt

Innenlager - Das Lager, an dem die Kurbeln befestigt sind, um diese beweglich zu machen

Umwerfer - Der Umwerfer ist die Gangschaltung für die 3 „vorderen“ Gänge

Schaltwerk - Die Schaltung ist die Gangschaltung für die 7-9 „hinteren“ Gänge

Vorbau - Damit wird der Lenker an der Gabel befestigt.

LFS - Laufrad Satz: Das sind die beiden Räder des Bikes.

CC - Cross Country

DH - Downhill

Singeltrail - ein schmaler Weg im Wald mit vielen
Hindernissen und technischen Passagen

Gut das soll erst mal reichen.
Die etwas fortgeschrittenen unter euch werden dieses Glossar von den Erklärungen belächeln, aber überlegt doch mal die ihr Steuersatz erklärt hättet, ohne die Worte Steuerkopf und Lagerschale zu verwenden. Das ist fast wie das Spiel Tabu..

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So als erstes sollte man sich überlegen, in welche Kategorie der Mountainbiker man sich einordnen will. Da gibt es :
1. Cross Country Fahrer
2. Spaß Biker
3. Freerider
4. Downhiller

1.Der Cross Country Fahrer: Der typische CC-Fahrer ist von den Landschaftlichen Vorlieben sehr ausgeglichen. Er liebt Berge, die er unter Aufbringung all seiner Kräfte, mit seinem leichten Bike bewältigt, aber auch Singletrails die er mit seinem leicht gefederten Bike locker meistert. Aber auch wenn es bergab geht lebt sich der CC-Fahrer richtig aus.
Die Eigenschaften und Ausrüstungsgegenstände die man benötigt um den Weg des CC-Fahres einzuschlagen sind. Man benötigt ein möglichst leichtes Hardtail unter 12 kg, welches nach Möglichkeit vorne leicht gefedert ist 5 cm Federweg reichen aus. Dieser Federweg ist eigentlich auch nur dafür da, daß sich die Muskeln auch langen Rüttelpisten nicht so verkrampfen, da die meisten Stöße von der Gabel „geschluckt“ werden. Außerdem braucht man eine möglichst gute Kondition ( man sollte auch nicht rauchen :-)) ).
Dadurch, daß man nicht auf ein teueres Fully angewiesen ist, sind die Grundkosten relativ gering, wobei nur davon abrate ein sog. Baumarktrad für 399,- zu kaufen. Das man diese Vehikel als Fahrräder bezeichnet ist eigentlich schon eine Beleidigung für ein Klapprad. Also ein Starter Bike für diese Kategorie sollte ca. 1000,- DM kosten und es kann auch von einer kleinen, nicht so bekannten Firma ( z.B. Felt, oder Bergamont ) kommen, weil man da nicht so sehr den Namen mit bezahlt . Wobei man irgendwann nicht um einen namhaften Hersteller herum kommt, da diese einfach die besten Bikes bauen ( z.B. Cannondale oder Scott ).

2. Der Spaß Biker : Diese Gruppe von Bikern sind die, die den geringsten finanziellen Aufwand haben. ( höchstens die Arztrechnungen :-)) ) Da sich ein Spaß Biker einfach irgend ein Rad schnappt, und ab damit in den nächsten Wald, oder Hügel. Dann wird so lange rumgeheizt, bis man beinahe tot vom Sattel fällt, oder bis irgend was kaputt ist. Entweder Bike oder Knochen. Die Beschreibung des Spaß Bikers soll auf keinen Fall abwertend wirken, da ich mich selbst so halb mit in diese Kategorie stecke.
Also wie schon gesagt, der finanzielle Aufwand ist hier relativ gering, wobei man auch hier auf keinen Fall ein obengenanntes Baumarktrad nehmen sollte, da sonst das Verletzungsrisiko ins leichtsinnige steigt.
Der Grundsatz eines Spaß Bikers ist, wie der Name schon sagt, Spaß haben. Ihm kommt es nicht auf gefahrene Kilometer und erklommene Höhenmeter an, sondern daß er seinen Spaß hatte. Wobei man bei all den anderen Kategorien auch irre Spaß haben kann.

3. Der Freerider: Der Freerider ist eigentlich eine Mischung aus CC-Fahrer und DH-Piloten. Als Freerider sollte man großen Wert darauf legen, daß man ein Fully hat, das möglichst viel Federweg hat und dabei noch leicht ist. Die Grenze, ab welchem Gewicht ein Bike kein CC-Rad mehr, sondern ein Freeridehobel ist kann man nicht genau bestimmen, wichtiger ist hier das man sowohl vorne als auch hinten ca. 10 cm Federweg hat, um gröbste Stöße zu „schlucken“. Als Freerider sucht man sich nach Möglichkeit ein Gelände, das viel technische Passagen bietet. Damit meine ich, daß das Gelände Hindernisse wie Baumstämme und kleine Hügel zum Springen aufweist. Wenn das alles Gegeben ist, ist der Freerider in seinem Element. Auch wenn es mal ein bißchen Bergauf geht stört das nicht weiter, da das Rad ja noch relativ leicht ist.
Aber auch die Finanziellen Aufwendungen gehen an dieser Stelle bergauf. Freeriden ist schon ein ziemlich teueres Hobby. Ein Komplettes Freeride Bike kostet so um die 3000 DM. Auch hier gilt kein Billigbike aus’m Baumarkt holen sondern lieber um Geld zu sparen einen nicht ganz so bekannten Hersteller wählen.

4. Der Downhiller: Die Beschreibung des Downhillers ist relativ einfach. Er liebt Berge über alles, aber nur wenn er Bergauf einen Lift hat. Das Problem mit dem bergauf fahren ist ganz einfach, bei einem Downhill Bike spielt Gewicht eigentlich keine Rolle. Entscheidend ist der Federweg < 20 cm und die Stabilität der Komponenten, weil bergab wird eine Strecke erst interessant, wenn man sie zu Fuß nicht mehr begehen kann. Auch die Geschwindigkeit ist ein treuer Begleiter des Downhillers. Je schneller man ist, desto fliegt man über Hügel und Bodenunebenheiten. Und je weiter man fliegt, desto höher steigt der Adrenalinpegel :-)). Und das Gefühl ist wirklich einzigartig.
Allerdings hört der Spaß manchmal schon beim Kauf des passenden Bikes auf, da hier auf dem Level der Freakklasse :-)) die Luft ziemlich dünn ist. Ich meine damit, das nur sehr wenige Firmen Downhill Bikes anbieten und man hier auch nicht auf unbekannte Hersteller ausweichen kann, sondern man muß die teueren, aber auch hervorragenden Bikes der Spitzenhersteller, wie Cannondale, Tomac, Intense oder Nicolai, kaufen wo man dann schon alleine für den Rahmen schon bis zu 5000 DM ausgeben kann. Das ganze Rad kostet dann so ca. 8000 DM, wobei noch zusätzliche Kosten für Protektoren hinzukommen, da der Spaß sonst leicht lebensgefährlich werden kann.

Aber alles in allem kann man sich von Anfang an meist nicht einer bestimmten Gruppe zuordnen, sondern muß sich irgendwo dazwischen einfinden. Ich wollte mit dieser Übersicht auch nur mal so einen kleinen Einblick in die Welt des Mountainbikens geben und hoffe, daß der Bericht trotz seiner Länge gut zu lesen war und euch gefallen hat. Wenn es irgendwas auszusetzen gibt bitte einen Kommentar hinterlassen.

Als letztes will ich jedem Anfänger die „Biker-Bibel“ schwer an Herz legen, und zwar den BIKE WORKSHOP. Das ist ein Katalog mit unheimlich vielen MTB Teilen, und alles schön mit Photos und Beschreibungen. Der Workshop kostet 16,80 DM und ist in jedem guten Zeitschriftenladen erhältlich. Er wird jedes Jahr aktualisiert, dafür hat man mit diesem Katalog eine sehr gute Grundlage um sich über Fahrradteile zu informieren.

Auch wenn ich gar nicht alle Worte aus dem Glossar gebraucht habe, will ich hier noch mal anmerken, daß man die immer brauchen kann und vielleicht schreibe ich ja demnächst mal einen Bericht über Custommade Bikes, also Räder die Komplett selbst zusammengestellt sind und die Individualität eines jeden Bikers ausdrücken. Wenn ihr sowas wollt gebt feedback, weil das motiviert unheimlich das ganze wieder gaaaanz ausführlich zu schreiben. :-))

Ich hoffe es ist keiner beim Lesen eingepennt, aber das ist jetzt endgültig das Ende. Also AUFWACHEN !!!!

In diesem Sinne bis zum nächsten mal, man liest sich :-)) und viel Spaß beim biken.

Los Schloss
   
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