Angel - Jäger der Finsternis 1.01 - Licht und Schatten

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Angel - Jäger der Finsternis 1.01 - Licht und Schatten

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Heute möchte ich Euch die erste Folge der Serie "Angel - Jäger der Finsternis" vorstellen, welche nicht nur zu meinen Lieblingsserien gehört, weil sie ein Ableger der Serie "Buffy - Im Bann der Dämonen" ist… ►[Worum geht's?]◄ Nach seiner endgültigen Trennung von der Vampirjägerin ... Bericht lesen





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Angel und sein neues Leben in L.A.
Erfahrungsbericht von Myhnegon über Angel - Jäger der Finsternis 1.01 - Licht und Schatten
03.08.2005


Produktbewertung des Autors:   


Pro: Besetzung, spannend, traurig, Kulissen und Masken
Kontra: nichts Wesentliches

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Heute möchte ich Euch die erste Folge der Serie "Angel - Jäger der Finsternis" vorstellen, welche nicht nur zu meinen Lieblingsserien gehört, weil sie ein Ableger der Serie "Buffy - Im Bann der Dämonen" ist…

►[Worum geht's?]◄
Nach seiner endgültigen Trennung von der Vampirjägerin Buffy ist Angel, der einzige Vampir mit Seele, nach Los Angeles gegangen, um dort weiter gegen Vampire, Dämonen und ähnliches zu kämpfen. Dort trifft er auf den Halbdämon Doyle, der ihm von den Mächten der Ewigkeit geschickt wurde, um ihn mit seinen Visionen bei seinem Kampf zu unterstützen. Ihr erster gemeinsamer Auftrag führt sie über eine Kellnerin namens Tina zu dem ebenso reichen wie mächtigen Geschäftsmann Russell.

Leider ist Russell auch ein Vampir mit einer Schwäche für junge Frauen, der Tina als sein nächstes Opfer auserkoren hat. Da Tina sich selbst in die Schusslinie begibt, gelingt es Angel nicht sie zu retten. Von nun an setzt er alles daran, Russell zur Strecke zu bringen, was sich als schwierig erweist, da er von einer Anwaltskanzlei namens Wolfram & Hart Rückendeckung erhält. Dummerweise bleibt ihm nicht viel Zeit, da Russell mittlerweile sein Augenmerk auf Cordelia gerichtet hat, die sich in L.A. als Schauspielerin versucht…

►[Weitere Infos]◄
  • Produktionsfirma: 20th Century Fox
  • Produktionsjahr/-land: 2001 / USA
  • Länge: 42 Minuten
  • Altersfreigabe: ab 16 Jahren
  • Preis (bei Amazon): Videobox gebraucht ab € 18,90 + Versand
  • Besetzung: David Boreanaz (Angel), Charisma Carpenter (Cordelia), Glenn Quinn (Doyle), Tracy Middendorf (Tina), Vyto Ruginis (Russell), Christian Kane (Lindsey, Rechtsanwalt)
  • Regie: Joss Whedon

►[Meine Meinung]◄
Ich erinnere mich noch, wie überrascht ich beim ersten Sehen der Folge war, dass Angel betrunken in einer Bar sitzt und über seine verflossene Liebe plaudert. Zwar wäre ein solches Verhalten bei der Liebesgeschichte nicht gerade völlig abwegig, aber es passt einfach nicht zu Angel. Glücklicherweise sollte ich hier Recht behalten, denn ansonsten hätte ich annehmen müssen, dass er auch nur ein Mann wie jeder andere ist. So behält er jedoch seine geheimnisvolle, dunkle Aura, die ihn mindestens ebenso unwiderstehlich macht wie sein gutes Aussehen, womit ich nur sagen kann, dass David Boreanaz nahezu perfekt für diese Rolle ist. Demnach ist es ebenso erstaunlich wie lustig zu beobachten, wie ungeschickt er sich Tina nähert, was fast auf ein mangelndes Selbstbewusstsein schließen lässt.

Dagegen mehr als genug Selbstbewusstsein hat Doyle, der viele kleine Gags bringt, die neben dummen Sprüchen und einem ausgesprochen trockenem Humor auch in ungewollten Widersprüchlichkeiten liegen, die er gelegentlich von sich gibt. Dazu legt er eine erstaunlich selbstverständliche Aufdringlichkeit an den Tag, gegen die selbst Angel nicht ankommt. Trotzdem ist er nicht gerade ein Frauentyp, sondern mehr der Clown an der Seite des strahlenden Helden, so dass Glenn Quinn wie geschaffen für diese Rolle ist. Allerdings muss ich einräumen, dass er in dieser Folge auch mehr Mut beweist, als ich ihm zugetraut hätte, aber selbst das endet in einem lustigen Fehlschlag.

Weniger lustig fand ich, dass Tina nicht gerettet werden kann, da sie ausgesprochen sympathisch ist, auch wenn sie ein hohes Verzweiflungspotential mit sich rumschleppt. Übrigens wird ihr Tod genutzt, um Angels Schwachstellen aufzuzeigen, da sie sich nur in eine solche Situation bringen konnte, weil Angel ihr nicht ins Tageslicht folgen konnte. Wo Doyle zu dem Zeitpunkt war, ist hierbei die große Frage, denn er hätte sie sicherlich aufhalten können, aber seine Abwesenheit hatte bestimmt einen guten Grund und allzu viel Logik will ich hier auch gar nicht erwarten. Immerhin wird an Tinas Tod mal wieder sehr schön deutlich, dass eben nicht alles gut ausgeht, zumal Joss Whedon für radikale Einschnitte bekannt ist, gegen die diese Sache regelrecht harmlos wirkt.

Ganz nebenbei schleppt Tina Angel übrigens auf eine Hollywoodparty, auf der er gänzlich Fehl am Platze wirkt, was durchaus amüsant ist. Dagegen ganz in ihrem Element ist dort Cordelia, die mit ihrem hohlen Getue deutlich weniger Anpassungsschwierigkeiten hat. Schon bald wird klar, dass mit ihr das neue und ziemlich interessante Team um Angel zunächst komplett ist, denn es ist nicht zu übersehen, dass es ihr nicht ganz so gut geht wie sie anfänglich behauptet. Hier bekommt man tatsächlich Mitleid mit Cordelia, da sie das erste Mal so etwas wie Tiefe erkennen lässt, auch wenn sie oft immer noch einfach drauf losplappert. Dise Veränderung kommt also eher schleichend und wird praktischerweise auch gleich erklärt, aber trotzdem muss man Charisma Carpenters Leistung anerkennen, da sie dies vollkommen glaubhaft rüberbringt.

Eher blass wirkt dagegen Russell, der aber auch nur ein paar sehr kurze Auftritte hat und letztlich einen durchaus beeindruckenden Abgang hinlegt, zu dem ich Angel nur gratulieren kann, da er ihn initiiert hat. Hier sind übrigens auch die Special Effects loben zu erwähnen. Allerdings tritt hier auch gleich die nächste Bedrohung mit der Kanzlei Wolfram & Hart auf den Plan, von denen man hier erstmal nur Lindsey kennen lernt, welcher hier gar nicht hart genug für den Job erscheint, auch wenn er die grausigen Details runterrattert, als wäre es das Wetter. Trotzdem wirkt er eher wie ein Milchbubi, denn wie ein stahlharter und mit allen Wassern gewaschener Rechtsanwalt.

Bleibt mir zu sagen, dass es in dieser Folge erstaunlich wenig Action gibt und diese somit nicht zu übertrieben, sondern absolut passend eingesetzt wird. Schon hier wird deutlich, dass die Serie "Angel" erwachsener als die Serie "Buffy" ist, was sich auch in der düstereren Stimmung bemerkbar macht. Dazu kommen die wie schon bei "Buffy" sehr gelungenen Masken der Vampire und natürlich des Halbdämons Doyle sowie die interessante Umgebung, die L.A. zweifelsohne bietet. Darüber hinaus vermittelt das Chaos in Angels Büro ganz deutlich, dass er gut mehr als eine helfende Hand gebrauchen kann, auch wenn es sogar in dem unordentlichen Zustand fast so etwas wie Heimeligkeit ausstrahlt.

►[Fazit]◄
Da dieser Serienstart sowohl von der Besetzung wie auch vom Thema her ausgesprochen gelungen ist und ich die Folge schon allein aus nostalgischen Gründen immer wieder gerne schaue, bekommt sie nicht nur ein klares Empfehlenswert, sondern auch alle fünf Sterne von mir.


   


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