Informatik ist trocken, langweilig und hat nur mit Computern zu tun heißt es immer. Daß dies nicht immer so ist, beweist das Informatikstudium am Umwelt-Campus Birkenfeld, einer Zweigstelle der FH-Trier. Hier lernt man nicht nur das was man später als abgeschlossener Diplom Informatiker (FH) ... Bericht lesen
Erfahrungsbericht von Arminator über Angewandte Informatik - FH, Trier(Birkenfeld) 14.10.2000
Produktbewertung des Autors:
Gesamteindruck der Schule:
sehr gut
Lehrniveau:
hoch
Qualität der Lehrkräfte:
absolute Koryphäen, interessant und dynamisch
Betreuung durch Lehrstühle:
meistens entgegenkommend
Pro:
Interdisziplinarität, Moderne Schule, modernes Lernen, Wohnheime am Campus
Kontra:
Internetanschluß kann vom Lernen abhalten
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Informatik ist trocken, langweilig und hat nur mit Computern zu tun heißt es immer. Daß dies nicht immer so ist, beweist das Informatikstudium am Umwelt-Campus Birkenfeld, einer Zweigstelle der FH-Trier. Hier lernt man nicht nur das was man später als abgeschlossener Diplom Informatiker (FH) so zum Leben braucht, sondern auch die interdisziplinäre Projektarbeit wird hier in besonderem Maße gefördert. So ist es in einigen Vorlesungen der Fall, daß man mit Umweltplanern, Entsorgern, Wirtschaftlern, Rechtlern in einem Team zusammen ein Thema recherchiert und angemessen präsentiert (ob als Abgabearbeit oder Präsentation vor dem gesamten Kurs ist vom Professor abhängig). Hierdurch wird nicht nur das "rumsitzen vorm Rechner" gelehrt, immer mehr Firmen fordern Teamarbeit abteilungsübergreifend. Doch zunächst zum Informatikstudium an sich. Die FH Umwelt-Campus Birkenfeld is eine sehr junge FH, mit modernstem Equipment, was die Ausstattung der Rechnerpools angeht. Auch der Unterricht gestaltet sich modern. Während an vielen Schulen noch "überholte" Programmiersprachen wie Fortran, Cobol oder ähnliches gelehrt wird, gibt es hier am Campus Objektorientiertes Programmieren in C++, JAVA, und Pascal. Bezüglich der Interdisziplinarität, hat die FH einiges zu bieten: Die Erstsemester nehmen zunächst an den sogenannten Flying Days teil. Hier organisieren Studenten für die Erstsemester Workshops. Damit lernen die Erstsemester schmerzlos was man wo am Campus findet, knüpfen schnell Kontakte mit anderen Studenten und sind sinnvoll eine Woche beschäftigt bis der neue Stundenplan erarbeitet ist. In weiteren Fächern bekommt man Kommunikations und Präsentationsstrategien beigebracht, die für die oben genannten Referate nützlich sind (und natürlich später bei der Präsentation seiner Ideen im Berufsleben).
Später im Hauptstuduim hat man als Informatiker die Wahl zwischen Umweltsimulation und Statistik. Der Statistische Zweig behandelt alles rund um die Statistik. Erhebung von Daten, auswertung der Daten und entsprechende Präsentation der Daten. Der Simulationszweig beschäftigt sich mit der Modellbildung und Simulation.
Hat man dann tagsüber genug studiert, kann man sich in einer der Wohnheime direkt am Campus entspannen und mit anderen Studenten wilde Wohnheimparties feiern. Auch die Mensa weiß zu gefallen. Geleitet von einem professionellen Partyservice ist das Essen fast durchweg lecker. Obwohl einige Studenten die Preise bemängeln (zwischen 2 und 4 Mark pro Menü), finde ich das Preis Leistungsniveau angemessen. Vor allem, wenn mal nach einer Veranstaltung des Partyservices eine Platte mit Lachs, Kaviar und sonstigen Delikatessen an der Salatbar stehen, kann man doch über solche preise nicht meckern.
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