Terror im Atomkraftwerk oder wann macht es endlich bumm?!
16.12.2010
Pro:
Ja kann man anschauen
Kontra:
aber sicher kein zweites Mal bei der Kameraführung
Empfehlenswert:
Ja
 David.1980
Über sich:
Es geht wieder Richtung Messen... wer Filme brauch und sucht... nun bitte melden! Empfehlung!!! Bi...
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Ich bin ja immer wieder bereit Filme anzuschauen, die verschiedene kleine Stars vereinen und meistens sogar nur fürs amerikanische TV gemacht wurden. Ob das immer so gut ist oder ob das Terror-Nuklearthema nicht langsam ausgelutscht ist, klärt hoffentlich dieser Bericht. Viel Spaß beim Lesen! Inhalt: Ein Atomkraftwerk bei Nacht. Der Mond strahlt, der Reaktor strahlt, der Vorstand strahlt, nur ein paar Nachtwächter vergeht das Lachen, als eine kleine Gruppe Terroristen mit Fallschirmen abspringt und innerhalb von Minuten das Gelände unter seine Kontrolle bringt. Sie sind sich ihrer Sache sogar so sicher, dass sie das ganze Gelände evakuieren lassen und nur zwei Techniker als Geisel nehmen, die den Reaktor überwachen. Ok, klar kann sich das die Regierung nicht gefallen lassen, schon gar nicht, da der Terroristenführer im Internet Schauergeschichten erzählt und so wird Agent Tom Shea gerufen, der der letzte harte Hund in Amerika ist. Der hat schon ganz anderen Aggressoren den Hintern versohlt und neigt zu cholerischen Schüben. Yeah, so kann es doch nur zu einem waffengeladenen Showdown kommen! Oder steckt hinter dieser Aktion doch mehr als man zunächst vermuten möchte. Warum gehen die Brennstablager nicht hoch, warum zeigen Satellitenbilder keine Erwärmung oder Strahlungsaustritt und wieso stirbt niemand? Gilt das ganze Spektakel etwa nur den Medien, die von den größten Panikausbrüchen der letzten 100Jahre berichten? Wer weiß das schon und wieso haben die Terroristen in ihrem syrischen Dialekt amerikanische Grundzüge? Fragen über Fragen und langsam beginnt die Sonne aufzugehen und wie jeder weiß, neigt Amerika in diesen Momenten anzugreifen!
Stab Regie: Jeremiah S. Chechik (Diabolisch, Tall Tale, Benny und Joon, Hilfe es weihnachtet sehr) Agent Tom Shea: Bruce Greenwood (Antarctica, Das Geheimnis der Meerjungfrau, Cyborg Soldier, I'm not there)
Zoe Cox: Leslie Hope (Black Rain, Formosa Betrayed, The Fighters, the Apostles, Don't Cry Now) Khalid/Sands: Arnold Vosloo (Die Mumie 1-2, Forgiveness, Global Effect, Con Express, Warrior Angels)
Colonel Boggs: James Remar (Endless Bummer, the Christmas Hope, R.E.D., 2 Fast 2 Furious, Fear X) Attorney General Zutrow: Susan Merson (Terminator 3, Phenomenon)
Technische Daten: Herstellungsland: USA (2004) Laufzeit: 85:44Min Altersfreigabe: FSK 16 Bildformat: 1,85:1 Tonformate: Deutsch (Dolby Digital 5.1) Englisch (Dolby Digital 5.1) Untertitel: keine Trailer: Ong Bak Riding the Bullet Infernal Affairs Infernal Affairs 2 Donnie Darko Cypher Berserker The Musketeer Nirgendwo in Afrika Good Advice Grabgeflüster The Cooler
Kritik: *Story* Oh, da will aber eine kritisch rüberkommen. Wow, da lässt er verstrahlte Soldaten ein Atomkraftwerk kapern und als Terroristen die Medien aufheizen. Vom Prinzip her ganz OK, aber sind wir ehrlich, in "the Rock" als von vorne herein klar war, dass die Soldaten einfach schlechte Laune haben, war das spannender und hat genau so viel Effekt wie das hier. Ich brauch keine traurige Geschichte über Soldaten die mit Uranmunition verstrahlt wurden und nur die Medien anstacheln wollen. Ich brauch Handlung. Denn das Chaos, die Panik und die Zerstörung im Umfeld um das Kraftwerk, dass die Zivilbevölkerung anrichtet, sehe ich ja nicht. Nur in unzähligen Newsflashs, die aber eher nüchtern und gelangweilt wirken. Da fehlt mir einfach der Schuss Realismus, den man einfach nicht durch Dokumentalität ersetzen kann. *Regie* Ich habe tatsächlich einen Lieblingsfilm, den dieser Regisseur gemacht hat. Benny und Joon. Damals war das ganz großes Kino für mich und ich bin heute immer noch begeistert, wenn ich diesen Film sehe. Doch was ist aus dem Regisseur von damals geworden? Will er nun Wim Wenders und Co. kopieren? Hat er zu viele Reality Shows gesehen? Keine Ahnung, aber mit diesem Film kommt man trotz einer soliden Leistung niemals in die Annalen der Filmgeschichte. Eben nur ins 20.15 Programm. Aber immerhin, es wird bei der Qualität viele Zuschauer geben.
*Kamera* Dokumentalität ist das richtige Wort. Dauernd verstören Handkameras die Sicht und sollen wohl für "Kamera at War" stehen und somit Authentizität und Wahrheitsgehalt symbolisieren. Für jemand der das studiert hat eine Katastrophe, da es die Wirkung verfehlt und obendrein den Zuschauer irritiert, bzw. den Film auf ein Niveau herabsetzt, dass niemals über TV Norm hinausgeht. Schade eigentlich, denn ein spannender Film in dieser Richtung, selbst mit Moral, ist seit den 90ern nicht mehr gemacht worden und es kann doch nicht sein, dass sowas nur van Damme und Segal das hinbekommen. (Naja damals, heute wohl auch nicht mehr!) *Schauspieler* Arnold Vosloo als Terrorist war irgendwie zu erwarten. Da hat er in der Mumie so schön Arabisch imitiert, dass man beinah schon glauben könnte, er wäre wirklich Ägypter.... Das doch prima und sind wir ehrlich, dass hier ist auch nur der Auftakt. Denn ein Jahr später durfte er sogar in den fast gleichen Klamotten Kiefer Sutherland das Leben schwer machen und wieder Terrorist mit Atomwaffen spielen. OK, dass er hier verstrahlter US Soldat ist, konnte man ja kaum ahnen, außer nach 30 Minuten Film, aber das ja was ganz anderes. Auf jeden Fall macht er seine Rolle eigentlich ganz gut, wobei er seit der Mumie doch sehr an Pepp verloren hat. Aggression und Wut hätte ich gern gesehen, aber ein resignierter Selbstmordmissionen Soldat ist da wohl nicht mehr so. Er macht es halt. Ein wenig fade aber erträglich.
Bruce Greenwood der Mann der 1001 gleichaussehenden Gesichtsausdrücke. Wow, dieser Mann muss mehr Botox in der Kinnlade haben als Cher. Meine Güte da bewegt sich nichts und selbst ein Lächeln sieht mehr wie aufgemalt aus. Eigentlich OK, denn wir wissen alle in Amerika liebt man das viereckige Kinn und Heldenposen, daher gute Chancen das wir noch sehr viele Filme mit diesem Mensch sehen werden. Ich bin auf jeden Fall mit der Leistung ganz zufrieden, denn viel zu tun hat er trotz Hauptrolle nicht. Er telefoniert und hält Videokonferenzen ab. Das doch eigentlich super! *Tricktechnik* Nicht wirklich vorhanden und die drei Tote durch Erschossen werden, sind normale Schule. Sauber anzusehen, aber ansonsten ist der Film etwas blass. Ah gutes Stichwort. Die Animationen von verschiedenen Anbauten im Atomkraftwerk übrigens auch und fehlen oftmals in den darauffolgenden Szenen.
*Fazit* Der Film ist ganz solide gemacht und verstört nur durch eine sehr nervige Kameraführung, die immer wieder auch auf Handkamera umstellt. Die Schauspieler tragen die Handlung soweit schon, müssen aber nicht wirklich viel stemmen. Folglich kann man wenn man nichts besseres zu tun hat den Film anschauen und ich vergebe noch gnädige 3 Sterne, obwohl 2 nur haarscharf überschritten wird. Lieber dann doch was aus den 90ern.
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26.12.2010 14:21
ja würde ich mir auch anschauen. LG Matthias
17.12.2010 20:52
Toller Bericht, viele liebe Grüße von mir :)))))
17.12.2010 10:20
Dann lieber noch mal Benny und Joon, das hier geht gar nicht. Und den Vosloo könnte man eigentlich auch mal einbalsamieren und in nen Sarkophag stopfen, dann kann er kein (schauspielerisches) Unheil mehr anrichten.