Liebe Ciao-Gemeinde,
als ich letztes Jahr zum Geburtstag einen Gutschein von „Freßnapf“ bekam, freute ich mich sehr. Schließlich haben wir außer unserem Senior noch ein junges Katzenpärchen, welches beschäftigt werden will. Ich beschloss daher, diesen Gutschein für Spielzeug einzusetzen und kaufte den
**AniOne Mouse Rotator**
da ich auf Ciao einen Bericht über ein ähnliches Modell gelesen hatte und mir das gut gefiel.
**Verpackung und Inhalt**
Das Spielzeug steckt in einem handlichen Karton. Darauf ist das Gerät abgebildet und es gibt Infos zur Handhabung. Der Rotator selbst besteht aus vier Teilen, die man zusammenbauen muss. Das klingt schlimmer, als es ist ;o)
**Aussehen und Zusammenbau**
Ich bin ja handwerklich recht unbegabt, aber dieses Spielzeug lässt sich zum Glück sehr einfach handhaben. Ich packe eine braune, höhere Scheibe aus, die in der Mitte ringsherum einen Spalt hat. Es gibt zwei Stäbe, ebenfalls in braun, an der Spitze befindet sich eine Kugel und daran ein roter „Mäuseschwanz“. Der zweite Stab ist übrigens als Ersatz gedacht und kann vorerst weggelegt werden. Auf dem Rotator befindet sich die Steuerung mit einem abnehmbaren Außenring. Dazu gibt es eine Art Zelt in beige und mit dem Aufdruck „little Explorer“.
Zum Aufbau benötige ich zuerst drei AA Batterien, die ich in das Batteriefach am Boden des Rotator einlege. Dieses wird dann mit einer Schraube verschlossen. Als nächstes stecke ich den Stab auf den kleinen Aufsatz am Rotator, der seitlich angebracht ist. Von der Steuerung entferne ich den Außenring, lege dann die Stoffscheibe darüber, die mittig eine entsprechende Aussparung hat. Den Außenring drehe ich nun wieder fest und das war es auch schon.
Die
**Bedienungsanleitung**
besteht aus einem DIN-A-4 Blatt, was auch völlig ausreichend ist.
**Handhabung**
Ist der Mouse Rotator zusammengebaut, hat man die Möglichkeit, das Gerät per Knopfdruck einzustellen. Es gibt vier Geschwindigkeitsstufen, langsam, mittel, schnell oder Zufallsprinzip. Vier LED-Lichter zeigen an, welche Stufe man gewählt hat. Der Stab rotiert in einem 360° Grad Radius, je nach Stufe in unterschiedlicher Richtung und Geschwindigkeit.
**Erfahrungen und Meinungen**
Von unserem jungen Katzenpärchen ist besonders Kater Leo ein spielfreudiger Zeitgenosse, der vor nichts Angst hat und alles annimmt, was wir ihm anbieten. Was lag da also näher, als solch ein Spielzeug auszuprobieren? Das Ding zusammenzubauen war ein Klacks und kaum angestellt, war Leo auch schon zur Stelle. Der Rotator geht natürlich mit einem
gewissen Geräuschpegel zu Werke, was aber keinesfalls störend ist.
Ein nervendes Geräusch gibt es erst dann, wenn sich die betreffende Katze auf den fingierten Mäuseschwanz setzt oder ihn fängt, was bei uns sehr schnell der Fall war. Wir hielten uns auch gar nicht lange mit der kleinsten Stufe auf, sondern wählten das Zufallsprinzip, was Leo auch am besten findet. Dabei rotiert der Stab, wie der Name schon sagt, nach einem Zufallsprinzip mal in jene, mal in diese Richtung. Das ist nicht unbedingt vorhersehbar, aber Leo hatte ziemlich schnell den Bogen raus.
Bleiben wir vorerst bei Leo. Der Kater hat, wie gesagt, vor nichts Angst oder Respekt und stürzte sich sofort auf das neue Spielzeug. Für uns war das besser als Fernsehen, jedenfalls beim ersten mal. Da war ja noch alles neu und Leo musste sich erst orientieren. Ich mache es bei Spielzeug so, dass ich es auch mal ein paar Tage wegnehme, damit es wieder interessant wird. Diese rotierende Maus hatte die ersten male für Leo nichts von ihrer Faszination verloren. Das Problem ist allerdings, dass er dieses Ding inzwischen gut kennt. In Sekundenschnelle hat er den Stab gepackt, hält ihn fest oder setzt sich sogar drauf. Dabei entsteht ein ziemlich lautes Geräusch, weil ja der Motor des Gerätes trotzdem weiter arbeitet. Leo stört das nicht im geringsten, *gg*
Katze Lilly stand diesem Teil erstmal skeptisch gegenüber. Sie ist ganz anders als ihr Bruder, tastet sich an neue Dinge vorsichtig heran. Natürlich sieht sie, dass sich Leo wie blöde auf dieses Ding stürzt, trotzdem brauchte sie einen Tag, bis sie den Mouse Rotator selbst in Anspruch nahm. Dabei war sie allerdings recht vorsichtig, versuchte nur mit einer Pfote, den Stab zu erhaschen. Kam ihr Leo in die Quere und setzte sich auf den Stab, flüchtete sie. Das Geräusch war ihr wohl nicht geheuer. Nach einiger Zeit konnte sie es aber gut einordnen und spielte auch intensiver mit dem Gerät, wenn Leo es zuließ. Er ist immer und überall der Erste, Lilly hat es da nicht immer einfach.
Ab und zu versuchen wir es auch mal wieder mit den drei niedrigeren Stufen. Hat bei Leo keinen Sinn, weil es ihm schnell langweilig wird. Aber auch Lilly findet das Zufallsprinzip interessanter, als wenn der Stab immer nur im Kreis läuft.
In der Anleitung steht, lassen Sie Ihr Tier nicht unbeaufsichtigt spielen. Das sollte selbstverständlich sein, ist aber bei diesem Gerät auch ein muss. Denn
leider löst sich der Stab viel zu oft vom Rotator, was zweifelsohne mit Leos wildem Spieltrieb zusammenhängt. Inzwischen dauert es keine Minute, bis der Stab sich vom Rotator löst, je nachdem, wie heftig Leo ihn bearbeitet. Aber einer von uns muss sich dann halt stets bücken, um den Stab wieder anzubringen, damit der Kater erneut spielen kann. Das ist eine abendfüllende Aufgabe, *gg*
**Kauf und Preis**
Normalerweise bezahlt man beim Freßnapf für dieses Spielzeug 19,99 Euro. Bei mir war es günstiger, aufgrund eines Gutscheines.
**Fazit**
Das ist, ehrlich gesagt, recht
zwiegespalten. Gehe ich mal davon aus, dass die meisten Hauskatzen friedliche Gesellen sind und sorgsam mit ihrem Spielzeug umgehen, dann würde das Produkt glatt fünf Sterne bekommen ;o) Aber gehe ich von unserem Leo aus, kann es höchstens drei Sterne geben. Wer solch ein Spielzeug herstellt, sollte davon ausgehen, dass Katzen Raubtiere sind und das Produkt entsprechend haltbar gestalten. Bei Leo ist der Jagdtrieb wohl sehr ausgeprägt, er hat keine Scheu vor dem rotierendem Gerät, schmeisst sich sogar darauf und geht nicht zimperlich damit um. Sowas sollte ein Katzenspielzeug aushalten.
Leider macht uns hier der Stab einen Strich durch die Rechnung, da er sich oftmals vom Aufsatz löst. Ich verstehe wohl, dass es hier eine einfache Technik geben muss, um den Stab anzubringen, aber blöd ist es trotzdem. Dazu kommt, dass dieses Spielzeug inzwischen in die Kategorie „laaaangweilig“ fällt, zumindest bei Leo. Trotz nicht täglichen Anbietens findet er das Teil lange nicht mehr so spannend, teilweise habe ich sogar das Gefühl,
er weiß genau, wohin sich der rotierende Stab in der nächsten Sekunde bewegen wird.
Gehe ich von Katze Lilly aus, so ist dieser Mouse Rotator ein ideales Spielzeug. Lilly ist eine vorsichtige Katze, kommt daher gar nicht auf die Idee, sich auf das Gerät zu legen. Sie befummelt es ausschließlich mit den Pfoten, läuft auch um das Teil herum oder springt rüber. Das alles hält dieses Spielzeug prima aus und da löst sich auch der Stab nicht so schnell.
Nach reiflicher Überlegung bekommt das Produkt nur drei Sterne, obwohl die Spielidee unbestritten klasse ist. Die Katzen haben ihren Spaß damit, egal ob eher ruhiger Vertreter oder spring-ins-Feld. Als Personal der Miezen muss man sich halt öfter bücken und den Stab befestigen, dafür ist der Unterhaltungswert dieses Gerätes enorm. Damit meine ich nicht nur für die Katzen, *gg* Leider lässt der Unterhaltungswert schnell nach, zumindest wenn man eine Katze wie Leo hat. Er findet dieses Spielzeug zwar immer noch „spielenswert“, aber man merkt halt, dass er den Bogen raus hat. Das heisst, er legt sich viel zu oft auf den gesamten Apparat, was dann dieses nervige Geräusch verursacht. Manchmal beschäftigt er sich auch gar nicht damit, obwohl der mechanische Mäuseschwanz in Bewegung ist. Am meisten nervt aber, dass dieser Mäuseschwanz andauernd abfällt, bzw. einen Angriff der Katze nicht standhält. Für ruhigere Katzen sicher ein spannendes Spielzeug, für „Abenteurer“ wie Leo dann doch schnell langweilig.
Herzlichen Dank fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren :o)
23.05.2012 19:09
also diese idee gefällt mir seh rgut, sh & lg
02.05.2012 21:54
Ich habe zwar keine Miau-Miau, aber ich denke es ist eine tolle Idee :)
27.04.2012 19:13
wollte ich meinem Balou auch schon kaufen, aber wenn das so schnell langweilig wird lasse ich es lieber...