Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
sehr einfache Steuerung, sehr übersichtlich, detailverliebt, andersartig |
| Kontra: |
man hätte noch weitaus mehr Möglichkeiten einbauen können |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Wieder ein Kinderspiel - ideal für mich! ;)
Da mir Spiele wie "Harvest Moon" und "Die Sims" gefallen, erfuhr ich auch recht schnell von "Animal Crossing". Wie man dem schon entnehmen kann: Entfernt geht es bei diesem Spiel in diese Richtung, wobei es mit "Die Sims" nur insofern Ähnlichkeit hat, als dass man nicht wirklich ein Ziel verfolgt, außer den möglichen selbstgewählten Zielen.
Das Spiel ist ohne Altersbeschränkung freigegeben. Es ist von Nintendo und enthält uuuunglaublich viel Eigenwerbung. ;)
1. Preis, Verpackung, Multiplayer, Memory Card
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Der Preis ist in letzter Zeit stark gesunken. Ich habe es von meinem Freund geschenkt bekommen, weiß allerdings, dass er 29 Euro dafür bezahlt hat. Mittlerweile ist es bei Saturn jedoch bereits für 19,90 Euro erhältlich. Es gibt allerdings auch noch Läden, in denen es deutlich teurer ist (EB Games 49,90 Euro). Es rentiert sich also, sich umzuschauen!
Die Hülle ist passend. Man sieht, dass es sich um ein süßes, liebes Spiel handelt, das vor allem für Kinder gedacht ist. Ich finde es gelungen, da das Bild den Stil des Spiels darstellt. Auf der Rückseite erhält man alle nötigen Informationen und die Bilder und Beschreibungen geben ziemlich genau wieder, was man sich vom Spiel erwarten kann.
Bis zu vier Personen können dieses Spiel spielen. D.h. alle befinden sich in der selben Stadt. Man kann jedoch nicht gleichzeitig, sondern nur nacheinander spielen. Insofern ist es wohl kein wirklicher Multiplayer.
Außerdem kann man den GameCube auch bei diesem Spiel mit dem Game Boy verwenden. Da ich keinen Game Boy habe, habe ich keine Erfahrung damit. Scheint allerdings, als sei das höchstens ein Bonus und wirklich nichts, was man unbedingt haben bzw. machen muss.
Bei dem Spiel ist bereits eine Memory Card 59 dabei. Warum ist klar: Speichert man das Spiel braucht das verdammt viel Platz. Mindestens 57 Blöcke werden belegt, d.h. die mitgelieferte Memory Card geht für dieses Spiel drauf.
2. Handbuch
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Daran merkt man erneut, dass es sich bei dem Spiel eigentlich um ein Spiel für Kinder handelt. Das Spiel selbst ist wirklich nicht kompliziert, aber absolut alles ist umfassend und leicht beschrieben. Und das Handbuch ist voller Bilder! Insofern erfährt man wirklich alles, was man für das Spiel braucht. Es ist gut gegliedert, so dass man bei Problemen oder offenen Fragen leicht nachschlagen kann.
3. Steuerung, Menüs
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Alle Knöpfe des GameCube-Controllers sind belegt, aber die Steuerung ist trotzdem sehr einfach und übersichtlich.
Hauptsächlich werden der Control Stick (zum Gehen, auswählen im Inventar und Schreiben), der A-Knopf (zum Benutzen, Ansprechen, Auswählen, etc.), der B-Knopf (zum Rennen, Unkraujäten, Itemaufnehmen und Abbrechen) und der Start-Knopf (zum Öffnen des Inventars) benötigt.
Wenige Knöpfe - viele Möglichkeiten.
Menüs - das ist das Interessante - gibt es in dem Sinne nicht. Vor Spielstart (vor dem Laden) kann man zwar Einstellungen vornehmen, aber nicht über ein herkömmliches Menü. Stattdessen taucht am Anfang, nachdem man das Intro mittels der Start-Taste abgebrochen hat, ein Hund (wenn noch keine Stadt besteht) oder ein Dorfbewohner (wenn man bereits eine Stadt gegründet hat) auf, begrüßt einen und fragt, was man tun möchte. Der Hund weist einen direkt ein. Beim ersten Start kann man natürlich noch keine Häuser abreißen oder (neue!) Bewohner hinzufügen.
Man wird gefragt, was das Tier für einen Machen kann. Einstellungen ändern, Zeit einstellen, Haus abreißen, etc..
Es ist für kinder verständlich, einfach und übersichtlich gemacht. Kann allerdings etwas nervig werden, weil man immer abwarten muss, bis das Tier gefragt hat, was es für einen tun kann. Ein "normales" Menü wäre somit ebenso übersichtlich gewesen und nicht ganz so zeitraubend. Dafür ist es mit Tier süßer und auch atmosphärischer. ;)
4. Grobe Beschreibung des Spielinhalts/Besonderheiten
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Was ist das Besondere an dem Spiel? Es läuft in Echtzeit. Spielt man am 7.1. um 18:00Uhr, so liegt überall Schnee, da Winter ist und es ist bereits ziemlich dunkel (sofern das Datum und die Zeit beim GameCube richtig eingestellt sind ;). Die Zeit verläuft also in Echtzeit. Das hat einen gewissen Reiz, da sich, wie erwähnt, die Jahreszeiten, Tageszeiten etc. anpassen. Das schafft Atmosphäre und es hat den Vorteil, dass man die Zeit nicht vergisst (schließlich findet man überall in dem Spiel Uhren). ;)
Natürlich kann man die Zeit am GameCube (oder auch beim Start des Spiels im "Tier-fragt-was-kann-ich-für-dich-tun-Menü" unter "Einstellungen vornehmen" und "Sonstiges" die Zeit und das Datum ändern und das Spiel somit schneller vorantreiben. Ich bemühe mich momentan darum, diese Möglichkeit sehr selten zu benutzen. 1. Geht dadurch die Atmosphäre ein wenig verloren, 2. spielt man das Spiel nicht so extrem, wenn man die Zeit nicht laufend vorspult.
Wenn man ein neues Spiel startet, so findet man sich in der Ego-Perspektive in einem Zug wieder. Ein tierischer Fahrgast setzt sich einem gegenüber und fragt einen aus: Wie man heißt, welches Geschlecht man hat (höflich, was?), wie die Stadt heißt, in die man möchte. Schließlich erfährt er, dass du nach [...] (den Namen der Stadt legt der Spieler fest) unterwegs bist und dorthin ziehen möchtest, jedoch gar kein Geld hat. Schon springt er auf und telefoniert aus dem Zug heraus mit einem alten Freund. Nun ist alles geklärt. Sobald man in der neuen Heimat ankommt, empfängt einen dieser ominöse Freund und erzählt, dass er Häuser zu verkaufen hat. Er geht mit dir zu einem Platz, an dem vier Häuser stehen. Such dir eins aus und es ist deins! Die Kosten dafür kannst du nach und nach in Raten abbezahlen.
Du bist ein Mensch (wobei die Figur nicht sehr nach einem Menschen aussieht) und lebst nun in einer neuen Stadt mit tierischen Nachbarn. Der Typ, der dir das Haus verkauft hat, besitzt einen Laden - den einzigen Laden in [...]. Jede Stadt sieht anders aus und hat andere Einwohner. Was es jedoch immer gibt, ist der Laden, in dem man Klamotten, Briefpapier, Möbel, Werkzeuge und anderen Krimskrams kaufen und alles Mögliche verkaufen kann. Es gibt einen Wunschbrunnen, der einen über die Situation in der Stadt aufklärt und auch noch auf andere Weisen hilfreich ist. Es gibt eine Polizeiwache, in der man manchmal tolle Fundsachen entdeckt, die man einfach mitnehmen kann. Eine Müllkippe, auf der ebenfalls immer man wieder brauchbare Sachen zu finden sind. Und es gibt die Post. Wichtig, denn Briefverkehr ist in [...] angesagt! Außerdem gibt es eine Schneiderei. Dort kann man sich eigene Outfits designen.
Nicht zu vergessen: Das Museum. Das Museum kann man als mögliche Herausforderung ansehen.
Kurz nachdem man sein Haus ausgesucht hat, jobbt man für Tom Nook, den Ladenbesitzer und Hausverkäufer. Das dauert nicht lange und dient nur dazu, sich mit der Steuerung und den Möglichkeiten des Spiels vertraut zu machen. So wird man auf Botengänge geschickt oder soll Bäume und Blumen anpflanzen.
Es gibt in diesem Spiel kein echtes Ziel. Man lebt einfach das Leben seiiner Figur. Dabei gibt es eine Menge zu entdecken, eine Menge Möglichkeiten.
Man kann seinen tierischen Nachbarn Gefallen tun und dafür etwas geschenkt bekommen. Man kann Muscheln und Früchte sammeln und sie im Laden verkaufen. Man sollte in der Gegend Unkraut jäten, um das Stadtbild zu verschönern. Man sollte sich um die Landschaft kümmern (Bäume pflanzen/fällen, Blumen pflanzen,...), man kann dem Museum helfen, das ziemlich karg ausgestattet ist (finde Insekten, fange Fische, sammle Gemälde und grabe nach Fossilien, um sie dem Museum zu schenken).
Wichtig auch: Sorge für Geld und erweitere nach und nach dein Haus! Kaufe oder finde Möbel, um dein Haus einzurichten. Ein schön eingerichtetes Haus hilft dem Stadtbild. Ein gutes Stadtbild sorgt für eine steigende Einwohnerzahl. Neue Nachbarn können hinzukommen, aber auch fortziehen. Man kann Briefe schreiben und natürlich auch erhalten. Die Briefe schreibt man selbst. Man braucht Briefpapier, wählt "Brief schreiben" und gibt den Text mit Hilfe des Tastaturbildschirms ein. Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube, dass die Tiere zumindest merken, wenn man nur wahllos auf der Tastatur herumhaut. Auf jeden Fall reagieren sie auf Briefe. ;)
Außerdem kann man weitere Figuren in die Stadt ziehen lassen. Diese kann man selbst spielen oder einem Freund oder Verwandten überlassen. Dann kann man sich gegenseitig helfen oder "kämpfen" (z.B.: wer findet schneller bzw. mehr Fossilien für das Museum).
Spielt man das Spiel mit einer zweiten Memory Card, so kann man seine Figur auch in eine andere Stadt fahren lassen. Hat man also zwei Städte auf zwei Memory Cards, so kann man zum Zug gehen und in diese andere Stadt fahren. Sinn: In anderen Städten gibt es eventuell andere Früchte, andere Leute, Neues zu entdecken.
Witzig auch, dass jeder Tag für eine Überraschung sorgen kann. Je nach Jahreszeit gibt es verschiedene Veranstaltungen. Außerdem gibt es Feste. So wird am 24.12. Weihnachten gefeiert. Ja, es gibt auch ein "Weihnachtsrentier". Je nach Jahres- und Tageszeit ändert sich die Landschaft. Manche Insekten/Fische lassen sich nur zu bestimmten Zeiten fangen.
Dahingehend gibt es unglaublich viel zu entdecken. Das macht es reizvoll.
Es gibt zwar Vieles, bei dem man feststellt: Mensch, warum haben sie einem nicht noch diese und jene Freiheiten gelassen. Warum kann man nicht dieses oder jenes machen. Aber ich glaube, das geht einem bei sehr vielen Spielen so.
Das Einzige, was an dem Spiel teiweise etwas eigenartig ist, sind die Texte - das, was die Tiere manchmal so raushauen. Da wird schon mal ein anderes Tier als "Schmarotzer" bezeichnet oder einem gesagt: "Zieh Leine". Wer weiß, wer das übersetzt hat. ;)
5. Grafik/Sound
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Die Grafik ist nicht überragend, aber sehr übersichtlich. Das Design ist putzig, aber ausgesprochen Japanisch - Geschmackssache.
Der Sound wirft einen auch nicht vom Hocker. Aber ich kenne kein einziges Kinderspiel, das eine super Grafik oder einen super Sound aufweist. Dass es nicht dolle ist, stört allerdings nicht. Die Musik passt und ist nicht störend. Das Einzige, was störend werden kann, ist das Sprechgeräusch der Tiere. Aber das kann man ändern oder ausschalten. ;)
6. Fazit
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Dieses Spiel ist somit wirklich mal was Anderes. Es macht Spaß, auch über einen längeren Zeitraum. Man muss jedoch aufpassen: Es gibt starke Befürworter und starke Gegner dieses Spiels. Es ist WIRKLICH Geschmackssache. Es bietet keine wirkliche Herausforderung. Es ist einfach ein Zeitvertreib mit vielen Detais, der Spaß macht. Mir gefällt so etwas gut und dahingehend hat es meine Erwartungen wirklich erfüllt, auch wenn man bei solchen Spielen immer noch viel, viel mehr Ideen hätte, was die Macher noch hätten einbauen sollen. ;)
Das Spiel ist super für Kinder und schön für Erwachsene, die an sowas auch noch Gefallen finden.
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