Erfahrungsbericht über

Anno: Create A New World (Wii)

Gesamtbewertung (7): Gesamtbewertung Anno: Create A New World (Wii)

4 Angebote von EUR 26,88 bis EUR 28,78  

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Anno - Ein neues Spiel wurde erschaffen

4  16.09.2009

Pro:
Nette Grafik, Super Steuerung, Leichter Einstieg, Gute Story

Kontra:
Geringer Spielumfang, Keine Langzeitmotivation

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Grafik

Sound

Multiplayer:

Bedienung

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opm85

Über sich:

Mitglied seit:13.07.2003

Erfahrungsberichte:96

Vertrauende:3

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 47 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Die Erschaffer von Anno wollten letztendlich wohl auch ein Stück von der Torte der Konsolenspiele abhaben und überlegten sich eine sinnvolle Umsetzung für die Konsole. Da Anno seit jeher mit der Maus gesteuert wurde und eine andere Steuerung auch schwer umzusetzen gewesen wäre, landete Anno auf der Wii.
Und der Beititel „Erschaffung einer neue Welt“ bezieht sich nicht auf den Spielinhalt, sondern auch auf die Gestaltung des Spiels, denn es wird lediglich mit der Remote-Fernbedienung gespielt, die gekonnt die sonst bei Anno übliche Maus-Steuerung ersetzt.
Der Spielumfang wurde bei sehr sehr abgespeckt und beinhaltet nur noch wenige Aspekte der letzten Anno-Titel, so dass auch eine schneller Einstieg für Neulinge und vor allem Kinder möglich ist, denn es ist besonders in Bezug auf Kriege und Seeschlachten nicht mehr ganz so auf Strategie aufgebaut.

Aber eins nach dem anderen. Erstmal …

Story-Modus
* * * * * * * *
Die Story ist zwar relativ kurz aber in Hinsicht auf die typische Wii Gestaltung sehr nett gemacht und harmonisch erzählt und dargestellt.

Im Königreich von König Georg herrscht eine Dürre, die wiederum zur Hungersnot und wahren Verzweifelung des Volkes führt. Er sucht nun Hilfe bei seinen Söhnen, Prinz Edward und William Riley. Auf den ersten Blick ist einem schon klar, hier wird wieder gut und böse nebeneinander gestellt.
Prinz Edward will andere Inseln angreifen und so zu Gütern kommen, doch William Riley bevorzugt den friedlichen Vorstoß mit Verhandlungen und neuer Besiedelung. Da der König selbst auch ein ganz guter ist, nimmt er den Vorschlag von Euch, William Riley, an und entsendet euch beide in die weite Welt.

Schon bald knüpft ihr Kontakte mit der Kultur des Orients und profitiert von deren Technologie und dem gemeinsamen Handel. Doch stellen Piraten (Kosaren) und der Wunsch nach neuen bzw. mehr Gütern immer vor neue Herausforderungen.

Es gilt also Piraten und andere Gegner zu bekämpfen, das eigene Volk glücklich zu machen und seinen Vater in der Heimat mit Gütern zu versorgen. Eigentlich recht simpel. Aber wie gesagt, nett gemacht.

Da die Story durch nette Bildeinspielungen sowie „SPRACHAUSGABE“ unterstützt wird. SPRACHAUSGABE wird bei mir groß geschrieben, da sie bei der Wii eine wirkliche Seltenheit ist.
Die Bilder sind leider nicht bewegt, also keine Videos. Ihr versteht mich? Mhm. Aber die Bilder sind so bunt und werden in einander verschoben, so dass sie schon fast wie ein Video wirken. Das ist schlecht zu beschreiben, ich selbst habe so eine Variante von Video/Bild auch noch bei keinem Spiel gesehen.


Gameplay
* * * * * * * *
In erster Linie geht es natürlich um die „Erschaffung einer neuen Welt“, also die Besiedelung von Inseln. Dieses macht man entweder im Endlosspiel oder im Story Modus. In beiden Fällen startet man mit einem Schiff mit diversen Gütern und segelt zu einer Insel seines Geschmacks.
Dort kann man sein Schiff in einen Kontor umwandeln und das Bauen kann beginnen. Dabei gilt es natürlich erstmal ein paar Einwohner heranzuholen, indem man Wohngebäude baut, denn nur die bringen auch Steuern, also Gold, ein. Dieses braucht man wiederum zum Kauf von Gebäuden, Bauen von Schiffen und zum Unterhalt der Betriebe.
Die Einwohner wären aber natürlich keine richtigen Einwohner, wenn sie nicht immer höhere Ansprüche stellen würden. So müssen öffentliche Gebäude, wie Kirchen, Schulen, Wirtshäuser usw. geschaffen werden, um diese glücklich zu machen. Des Weiteren beanspruchen sie diverse Luxusgüter, wie Kleidung, Kräuter usw. Die Ansprüche werden dabei je nach Stufe des Einwohners immer höher, aber natürlich steigen auch damit die Steuereinnahmen. Es gibt die Stufen – Siedler, Pioniere, Bürger, Patrizier und Aristokraten.

Die Waren fallen aber natürlich nicht vom Himmel, sondern müssen durch einen selbst angebaut oder übers Lager gekauft werden. Die Schwierigkeit dabei ist 1. Platz 2. Fruchtbarkeit, denn die Produktionsstätten, wie z.B. Holzfäller, Steinmetz, Getreidefarm, Kräuterfarm, Gewürzplantage, beanspruchen viel Fläche. Des Weiteren kann man nicht auf jeder Insel alles anbauen, so sind nur wenige Inseln zum Anbau von Kräutern, Datteln oder Gewürzen geeignet oder natürlich sind auch Erzvorkommen bzw. Goldvorkommen nicht an der Tagesordnung. Man muss also meistens jede Menge Inseln besiedeln, um alle Rohstoffe zu bekommen. Die Kunst dabei ist das Gleichgewicht zwischen Einnahmen, also Einwohnern, und Ausgaben, also Produktionsstätten, zu halten.

Das ist manchmal gar nicht so einfach!


Aufgaben/Technologiebaum
* * * * * * * * * * * * * * * * * * * * *
Wenn man das oben beschriebene beherzt, bewältigt man auch die gestellten Aufgaben, die man sich im Spiel jederzeit anzeigen lassen kann. Diese geben einem z.B. vor, dass man eine bestimmte Anzahl von Schiffen bauen soll, eine bestimmte Anzahl von Einwohner benötigt oder auch vorgegebene Inseln erobern soll.
Diese Aufgaben muss man zum Abschließen der Mission erfüllen, hat aber dafür auch unbegrenzt Zeit.
Des Weiteren kann man sich im Verlauf des Spiels an den Technologien des Orients erfreuen. Diese werden freigespielt, wenn man eine bestimmte Stufe, wie z.B. Metropole oder Hauptstadt erreicht hat. Dann darf man sich z.B. die Wasserpumpe aussuchen oder seine Armee mit neuen bzw. besseren Rüstungen ausrüsten.


Auf in den Kampf!
* * * * * * * * * * * * *
Das Kampfsystem ist wie schon erwähnt, sehr sehr abgespeckt und wird durch Drücken des Steuerkreuzes nach unten aktiviert. Man kann lediglich eine Variante von Rittern in der Kaserne bauen. Diese können/müssen zur Verteidigung wiederum die Marktgebäude und Kontoren besetzen. Man kann sie auch auf Schiffe verladen auf andere Inseln bringen.
Dort kann man durch mit Rittern besetzte Kriegsschiffe sogenannte Brückenköpfe errichten und von diesen aus die Insel bzw. die einzelnen Kasernen, Marktplätze und Kontore angreifen. Wenn man alle diese Gebäude erobert hat, hat man die Insel gewonnen.

Man kann die Kämpfe nur beeinflussen, wenn man die Ausstattung verbessert. Dies geschieht über den Technologiebaum, der durch Fortschritte, also erreichen bestimmter Stadtgrößen, gefüttert wird.
Die Ausrüstung verbessert sich in diesem Fall, aber das Prinzip und die Optik bleiben gleich.

Also, wie versprochen, das Kampfsystem ist sehr simpel und übersichtlich gehalten.


Steuerung
* * * * * * *
Nun mal zum Herzstück des Spiels. Die für Anno vollkommen neuartige Steuerung. Gleich zu Anfang will ich gleich mal loswerden, dass diese wirklich super gelungen ist.

Mittels der Wii-Remote-Fernbedienung bewegt man den Cursor auf dem Bildschirm und kann sich durch die Gebäude und die Menüs klicken. Dabei wird jeweils immer mit A bestätigt. Mit B kann man direkt ins Bau-Menü springen oder Gebäude/Straßen, auf die der Cursor zeigt, direkt kopieren. Dies erleichtert den Bau größerer Anlagen ungemein.

Über die +/- Tasten kann man bequem in die Karte rein und rauszoomen. Beim kleinsten Zoom landet man auf der Übersichtskarte und kann so schnell eine Übersicht gewinnen bzw. sich schnell zu weit entfernten Inseln bewegen.

Über die 1/2 Tasten gelangt man direkt ins Menü. Diese braucht man im normalen Spiel aber nicht wirklich, so dass es auch ganz gut, dass diese etwas entlegen liegen.


Grafik
* * * *
Die Grafik ist wirklich gut gelungen. Es fehlen zwar wie bei allen Wii Spieln wirklich gestochen scharfe Konturen und ernsthafte Farben, aber das ist nun mal die Wii, wer was anderes will, muss wohl auf Playstation 3 oder die Xbox 360 umsatteln.

Die Grafik ist schön bunt und knuffig animiert. Die Häuser sind detailreich verziert und der Holzfäller sieht auch aus wie ein Holzfäller, passt also. Wirkliche Bewegung gibt es auf dem Bildschirm aber kaum. Auf den Straßen sieht man lediglich die Marktkarren hin- und herfahren, Bürger sieht man aber nicht.
In der Wildnis sieht man ab und zu noch mal ein Reh herumhuschen, aber das wars dann auch. Die „Seeschlachten“ sieht auch nicht animiert. Die Schiffe fahren aufeinander zu und irgendwann weiß man, wer gewonnen hat.

Zu den Zwischensequenzen oder eher Bildern habe ich ja schon bisschen erzählt. Diese sind gut umgesetzt und können begeistern.

Ein Vorgeschmack gibt es in dem Trailer, den man auf diversen Spieleseiten oder Amazon erblicken kann. Dieser ist sehr gelungen und zeigt Szenen aus dem Spiel sowie Zwischensequenzen.


Schwierigkeitsgrad
* * * * * * * * * * * * * *
Vor jeder Mission kann man zwischen leicht, mittel und schwer wählen. Ich selbst habe natürlich immer leicht genommen, da ich mir fürs Bauen und rumschiffen immer gerne Zeit nehme. Das Spiel kann auf diesem Schwierigkeitsgrad auch ohne wirkliche Probleme durchgespielt werden. Lediglich die letzte Mission 7 ist etwas kniffliger.

Generell ist das Spiel aber schon etwas simpler als die Verwandten auf dem PC, da die Komplexität fehlt, denn um die Verteidigung der Stadt oder die Angriffe muss man sich nur zweitrangig Sorgen machen.


Mehrspieler
* * * * * * * *
Mehrspieler - Wobei das Wort schon zuviel verspricht, denn der zweite Akteur kann mit seiner Wii-Remote-Fernbedienung lediglich durch Klicken Ratten aus den Häusern vertreiben oder Brände löschen. Sinn oder Unsinn? Ist mir in diesem Fall nicht ganz klar.
Der zweite Spieler hat in jedem Fall keine Spielentscheidende Rolle.


Preisfrage
* * * * * * *
Der aktuelle Preis bei Amazon.de beträgt rund 45 €. Das ist fürn Wii Spiel schon eher ein stolzer Preis, also warten oder mal beim Auktionshaus nachschauen. Ich habe es mir von einem Kumpel ausgeliehen, was wohl noch die günstigste Variante ist.


Fazit
* * * *
Vom Umfang her hat die Wii Version von Anno mit der PC Version kaum noch etwas zu tun, denn es fehlt eine Reihe von Produktionsgebäuden, die Verwaltung ist nicht ganz so komplex und Seeschlachten samt großen Landschlachten fehlen fast gänzlich.
Doch augenscheinlich war es nur so möglich eine spielbare Version auf die Wii zu bringen. So ist der Einstieg aber umso leichter und das Spiel ist auch für Kinder geeignet. Die letzteren Anno Teile auf PC waren ohne Vorkenntnis ja kaum noch spielbar.

Mich kann aber die Mischung aus einfachem Aufbau des Spiels und gut umgesetzte Steuerung überzeugen. Es macht wie in den Anfängen von Anno einfach Spaß so vor sich hinzubauen und neue Inseln zu entdecken.

Zudem ist die Story ganz nett erzählt und durch eine besondere Art von Zeichentrick und Sprachausgabe dargestellt.

Abschließend muss ich aber noch erwähnen, dass aufgrund des abgespeckten Umfangs das Spiel zwar Spaß bietet, aber wohl eher kurzweiligen, da auf Dauer gesehen mit Sicherheit die Abwechslung fehlen wird.

Den aktuellen Preis von 45 € finde ich unangemessen und empfehle noch etwas zu warten.


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Herrlehmann08

Herrlehmann08

11.10.2009 19:10

bin grad am überlegen mir das zu kaufen. Mal schauen

deGlory

deGlory

17.09.2009 15:38

bin ein bekennender Annofan glg!

jr4478

jr4478

16.09.2009 21:32

Ja, eine neue Welt. Wie schön wäre das. Und nicht die Schanze. Gruss jens

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  1. icy2
  2. XXXX_XXXXXXXXXX
  3. FrauBettina
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  1. zuckerbrot
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