Anschaffung einer Zweitkatze - Tipps & Tricks

Anschaffung einer Zweitkatze - Tipps & Tricks

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... Das dies zwar Katzenliebhaber aber keine –halter waren spricht für sich – meiner Meinung nach ist das Blödsinn! Der Mensch ist die „Superkatze“ und bleibt die Superkatze! Die Zweitkatze ist im Idealfall der beste Freund und der Spielkamerad – der Mensch bleibt immer die Superkatze! Mira schmust ... Bericht lesen





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Liebe kann man nicht erzwingen!
Erfahrungsbericht von diala über Anschaffung einer Zweitkatze - Tipps & Tricks
03.11.2003


Produktbewertung des Autors:   


Pro: i . d . R .  besser für Katze, eine Katze mehr im Haus !
Kontra: kann bei späterer Zusammenführung schief gehen !

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Katzenwoche im Hause diala – die nächsten Tage bzw. bei meiner momentanen Schreibfaulheit Wochen stehen voll und ganz im Zeichen der Katzen! Wieso weshalb warum? Nur Worte, die schon gesprochen wurden:

Ich liebe die Katzen, weil ich mein Zuhause genieße und sie im Lauf der Zeit dessen sichtbare Seele werden. (Jean Cocteau)

Entgegen der allgemeinen Meinung sind Katzen keine eingefleischten Einzelgänger.
Sie schließen sich nicht zu Rudeln wie bspw. Hunde, gehen getrennt auf die Jagd und können doch gut in einem Katzen-Club leben. Nicht selten berichten Besitzer von Freigängern, dass ihre Katzen bei ihren Ausflügen regelrechte Treffen veranstalten.

Sicher gibt es auch unter Katzen Einzelgänger, die keine andere Katzen neben sich dulden. Meist haben diese Katzen lange alleine gelebt oder sind so auf ihrem Menschen fixiert, dass die Eifersucht jede Freude über einen Spielgefährten zunichte macht.

Eine Freigänger-Einzelkatze hat natürlich Glück: das Zuhause und ihren Mensch braucht sie mit niemanden teilen, soziale Kontakte kann sie während ihrem Freigang pflegen, denn wo eine Katze gefahrlos frei laufen kann werden sich noch andere tummeln.

Was machen mit der Wohnungskatze?


Warum zwei Katzen?
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Katzen sind wie Kinder! Wir werden die Adoptiveltern der kleine Knäule und werden es auch immer bleiben. Ein Leben lang wird die Katze in unserer Gegenwart ein Kind bleiben. Der Spieltrieb einer Katze nimmt ab mit den Jahren – aber er verschwindet nicht. Sie sucht immer noch unserer Nähe, unsere „riesige Zunge“ mit der wir ihre Fell „lecken“ und tretelt behaglich den instinktiven Milchtritt an unserem Bauch.
Der „Vertrag“ zwischen Mensch und Katze, der abgeschlossen wurde, als der erste Mäusefänger zum Freund wurde, der im Bett schlafen durfte, schließt mit ein, dass die Katze in unserer Gegenwart immer Kind bleiben darf, selbst wenn sie „draußen“ ein absolut erwachsenes Leben führt!
Und Kinder brauchen Kinder um sich herum!
Beobachtet man zwei Katzen beim Spiel wird klar, dass der Mensch immer nur ein mehr schlechter als rechter Ersatz für eine andere Katze ist.


Zwei Katzen – von Anfang an?
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Wer vor der Entscheidung steht, sich einen samtpfötigen Hausherren anzuschaffen, sollte sofort über zwei Katzen nachdenken!

Gerade junge Katzen brauchen einen Artgenossen um sich! Spielen, Raufen, Jagen, sich gegenseitig die Ohren ablecken – das geht mit Partner Mensch nur unzulänglich! Sollten die Besitzer noch zu den Berufstätigen zählen, kommt ein kleines Kätzchen allein gar nicht in Frage – das arme Tier würde sicher unter der langen Abwesenheit und damit dem Alleinsein leiden, denn gerade kleine Katzen brauchen Unmengen an Aufmerksamkeit, Liebe und Spielen! In diesem Fall ist die beste Lösung natürlich, sich Wurfgeschwister zu suchen! Diese kennen sich gut und können einfach weiter zusammen aufwachsen.

Nichts spricht gegen ältere Tiere! Sicher sind kleine Katzen herzerweichend, allerdings sind auch ältere Tiere bspw. aus dem Tierheim eine wunderbare Alternative! Erstens kann man den Charakter der Katzen erkennen, er schon ausgeprägt ist und handelt sich somit keine „Überraschungen“ ein. Zweitens haben diese Tiere meist schlechtere Vermittlungschancen als die jungen und somit bietet man einem Tier ein Zuhause, dass vielleicht noch lange darauf warten müsste. Drittens weiß das ältere Tier dies zu schätzen! Es sieht es nicht als selbstverständlich an bei uns zu sein sondern dankt es uns mit immer fester werdenden Banden des Vertrauens! Sicher findet sich in jedem Tierheim mindestens ein „Pärchen“, das nur zusammen vermittelt werden kann!

Wer wirklich nur eine Katze halten kann, sollte einen älteren Einzelgänger nehmen. In diesem Fall ist es unendlich wichtig, sich beim Tierheim / Vorbesitzer genau zu erkundigen, ob die Katze immer alleine gelebt hat oder sich vielleicht nur im Tierheim von den anderen Katzen abgrenzt, weil sie beispielsweise mit der Situation nicht klar kommt!


Jetzt noch einen Freund finden?
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Sollte das erste Mal der Gedanke "Hätte ich zwei Katzen, könnte ich größere Dosen kaufen und spare richtig Geld“ auftauchen sollte man sich klar machen, dass das eine Milchmädchen Rechnung ist und 2 Katzen durchaus mehr Kosten verursachen als ein! Ist einem das klar sollte man beginnen über eine Zweitkatze nachzudenken – den so ein abstruses Argument fällt nicht einfach so ein ;)

Ein weiterer Grund, warum das Thema Zweitkatze plötzlich aktuell wird, könnten Veränderungen in der Umgebung unserer Erstkatze sein! So war in meinem Fall zum Beispiel ein Arbeitsplatzwechsel „schuld“ an diesem Bericht. Mira war als Einzelkatze glücklich – aber die täglich 2 Stunden mehr Abwesenheit waren zuviel. Ihre Katze wird übrigens schnell deutlich machen, wenn sie einsam ist – Protestaktionen wie mutwillige Zerstörungen (in unserem Fall litten vor allem die Pflanzen...), Tapetenkratzen, Sofa-Zerfetzen, Nicht-„Reden“ oder Aggression gegen den Mensch sind nur ein paar Anzeichen. Der Katzen-Besitzer wird recht schnell erkennen, ob es an Einsamkeit liegt, wenn alle körperlichen Ursachen vorher ausgeschlossen wurden – man merkt es der Katze einfach an!

Noch ein Grund die innere Diskussion „Zweitkatze – ja oder nein?“ zu eröffnen könnte auch der Tod einer zweiten Katze sein, so dass eine Samtnase aus heiterem Himmel alleine ist!

Die Entscheidung, ob unsere Katze einen Freund / eine Freundin bekommt, liegt ganz allein in unserer Hand. Schwerwiegend wird diese Entscheidung wie gesagt bei der Wohnungskatze. Nicht nur, dass sie keine Möglichkeiten hat, außerhalb der Wohnung soziale Kontakte zu knüpfen – sie kann der zweiten Katze auch nicht aus dem Weg gehen, in dem sie einfach in ein anders Jagdrevier schlendert!


##Gründe, die gegen eine Zweitkatze sprechen:##

- Die erste Katze war bisher immer alleine, vermisst offensichtlich nichts und hängt auch noch eifersüchtig am Menschen

- Die erste Katze hat sich in der Vergangenheit überhaupt nicht sozialverträglich oder äußerst dominant gezeigt und es geht ihr als Einzelkatze gut

Bei beiden Gründen ist es wichtig, dass klar ist, die Katze ist glücklich!! Zeigt eine Katze, die immer allein bei „ihrem“ Menschen war und eifersüchtig-leidenschaftlich an ihm hängt Zeichen von Vereinsamung und nützen alle „Tricks“ (Fernseher anlassen, getragene Kleidung da lassen...) nichts, dann ist es auf jeden Fall richtig, eine Vergesellschaftung zu versuchen!! Wichtig ist natürlich vorher mit dem Vorbesitzer klarzustellen, dass es sein kann, dass die Katze wieder zurückgegeben werden kann, wenn die Vergesellschaftung schief geht! Das die erste Sorge der ersten Katze gelten muss, ist selbstverständlich!!

Übrigens wurde mir während dieser Entscheidung und auch danach öfter mit sorgenumwölkten Minen mitgeteilt, dass ich mir natürlich darüber im Klaren sein muß, dass ich weder für die Erst- noch für die Zweitkatze noch so wichtig bin wie vorher / wie bei einer Einzelkatze, da sie ja „sich“ haben und ich mehr oder minder nur zum Füttern dienen. Das dies zwar Katzenliebhaber aber keine –halter waren spricht für sich – meiner Meinung nach ist das Blödsinn! Der Mensch ist die „Superkatze“ und bleibt die Superkatze! Die Zweitkatze ist im Idealfall der beste Freund und der Spielkamerad – der Mensch bleibt immer die Superkatze! Mira schmust oder spielt nicht weniger mit mir als vorher und auch Elvis sucht ständig meinen Kontakt!

Eine Katze für die Katz’
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Soll nun – aus welchen Gründen auch immer – eine zweite Katze einer ersten hinzugesellt werden, wird von A bis Z (Anschaffung bis Zusammenführung) alles ein wenig komplizierter als bei zwei Katzen, die zusammen angeschafft werden.

Das schwerste kommt noch, beim zweitschwersten sind wir jetzt angelangt:

Die Suche und die Auswahl der Zweitkatze muss nach völlig anderen Kriterien erfolgen als bei der ersten! Die Katze soll in erster Linie zu der Erstkatze passen! Kriterien wie Farbe sind hier völlig fehl am Platz!! Bei der ersten Katze ist nichts dagegen einzuwenden, wenn man bspw. speziell nach einer roten Katze sucht, weil man schon immer davon geschwärmt hat! Bei der Zweitkatze ist es völlig falsch, weil es der Erstkatze „schnurzpiepegal“ sein wird, ob die oder der Neue rot oder weiß oder getigert ist, da kommt es auf den Charakter an!

Selbstverständlich wird unserem dominanten, rauflustigen Kater kein unterwürfiges, sensibles Kätzchen vor die Nase gesetzt!

Meine Tipps setzen sich zusammen aus dem was ich gelesen habe, mit verschiedenen Katzenfreunden bzw. Tierheimen besprochen habe, in verschiedenen Foren gelesen habe und das ganze abgestimmt mit meinem Gefühl – ich erhebe hier kein Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit!

Bei jungen Katzen (unter einem Jahr) sind diese Überlegungen mehr oder weniger Schall und Rauch, die freuen sich noch so sehr über einen Freund, dass man nicht viel falsch machen kann – schaden kann es auch da nicht!

Die „erfolgsversprechenden“ Kombinationen:

#Geschlecht:
Ein Pärchen, also Katze und Kater. Zwei Kater.
Katze und Katze ist in meinen Augen die schlechteste Lösung, da immer die Gefahr von „Zickenterror“ besteht. Selbstverständlich kommt es hier auch viel auf den Charakter der Katzen an!!
Man bedenke, dass durch die Kastrationen der Hauskatzen die „Geschlechtsmerkmale“ verwischen, also kann eine Kombination Katze/Katze in manchen Fällen besser sein als Kater/Katze. Auch hier gilt – nach dem Charakter der Tiere und nach dem Gefühl gehen!
In meinem Fall wurde der Zicke/Diva/Sensiblchen Mira ein Kater hinzugesellt, eine Katze wär sicher nicht gegangen!

#Alter:
In der Regel ist es leichter, wenn die Zweitkatze jung ist. Ein jüngeres Tier ordnet sich dem ersten leichter unter. Weiterhin haben auch Katzen eine Art Babyschutz. Der ist allerdings nicht so ausgeprägt wie der Welpenschutz bei einem Hund!! Während ein (sozial nicht gestört entwickelter) Hund niemals einen Welpen ernsthaft angreifen würde, kann das bei Katzen durchaus vorkommen!! Der Katzenhalter muss hier nach seinem Gefühl beurteilen, wie er den Charakter der Katze in dieser Hinsicht einschätzt.

Einer „Senior-Katze“ von vielleicht 12 Jahren ein Katzenbaby von 5 Monaten zuzuschieben ist wiederum nicht die beste Idee, sollte der Senior nicht noch sehr fit und rüstig sein. Die kleine Katze könnte dem älteren Tier schnell auf die Nerven gehen, wenn dieses einfach ruhig auf der Heizung dösen will oder am Fenster Sonnenstrahlen genießt.

Vor allem beim Alter muss man viel nach Gefühl gehen – ist die 3-jährige Katze, zu der ein Baby-Kätzchen „auf dem Papier“ besser passt sehr faul und ruhig, könnte sie schnell genervt sein und eine etwas gleich alte Zweitkatze wäre die bessere Wahl!

Hingegen kann der 13-jährige Opi, der nichts lieber tut als herumzutollen und ein wenig zur Dominanz neigt, viel besser mit einer kleinen Katze klarkommen, die mit ihm spielt und sich ihm problemlos unterordnet!

Gerade hier sollte man sich möglichst „professionellen“ Rat holen – bspw. in Tierheimen, bei Bekannten, die sich gut auskennen und und und.

Bei mir war es einfach – Mira, noch keine 2,5 Jahre und tierisch verspielt – da kommt nur ein kleiner Kater in Frage, der nicht älter als 6 Monate ist und somit noch ein richtiges Kind!

#Rasse
In Büchern oder im Internet kann man die erfolgsversprechenden Rassenkombinationen nachlesen – aber nur die Rasse verspricht kein Gelingen! Keine Katze muss zwangsläufig die „Charaktere“ haben, die ihr laut ihrer Rasse zugeordnet wird! Man kann diese Kombinations-Vorschläge zu Rate ziehen, sollte sie meiner Meinung nach aber nicht als Grundlage nehmen!

#Charakter
Die Charakteren sollten sich ähneln. Einem ruhigen Tier ein ruhiges vor die Nase zu setzen ist sicherer, als ein aufgedrehtes, beinah hyperaktives Hascher’l nach Hause zu bringen! Andererseits dürfen die Tiere auch nicht „identisch“ sein – ist die Erstkatze bspw. unheimlich menschenbezogen und sehr verspielt tut man sich mit einer Zweitkatze, die zwar auch sehr verspielt, dafür nicht so menschenbezogen ist, wesentlich leichter als mit einer, die ebenfalls eher den Kontakt zum Menschen sucht!
Wie immer gilt – nach Gefühl gehen! Viel informieren und die Informationen nach Gefühl aussortieren, damit fahre ich immer ganz gut!

In unserem Fall war es gar nicht so leicht – wie soll man den Charakter eines Baby-Kätzchens einschätzen? Wir haben am Ende unsere Entscheidung zugunsten des aufgeweckteren Elvis „gegen“ den eher ruhigeren und schmusigeren Emil getroffen, die ich beide in der Katzennothilfe FELDIAE in Frankfurt begutachtete.

Alles in allem muss man bei der Wahl der Zweitkatze versuchen, nach Kriterien der Erstkatze zu entscheiden, nicht nach seinen eigenen Wünschen und Vorstellungen. Es sei noch gesagt, dass all diese „Vorauswahlen“ eine Vorbereitung und keine Entscheidung sein können – eine Katze kann sich in einem neuen Zuhause komplett anders verhalten als im Tierheim oder bei den Vorbesitzern! Gerade kleine Katzen verändern ihren Charakter noch beim Heranwachsen, so dass die besten Auswahlkriterien noch lange keine Garantie sind!! Trotzdem sollte man eben solche treffen und sich danach richten und wenn es allein dazu dient, einen kühlen Kopf zu bewahren.


Nicht mehr lange Single!
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Was für die Erstkatze gilt, gilt auch für die Zweitkatze! Eine Zweitkatze braucht eine komplette Grundausstattung. Sprich:

x Katzentoilette
x Schlafkorb / Transportkorb
x Drei Futtertröge, möglichst aus standfestem Material, ein für Wasser, Trockenfutter, Nassfutter
x Spielsachen (die neue Katze soll ruhig erst mal eigene haben bevor sie die der Erstkatze heranzieht)
x Katzenstreu (falls nicht die selbe verwendet wird, die die Zweitkatze kennt! So kennt sie den Geruch und die Beschaffenheit der Streu schon und hat weniger Schwierigkeiten, ihr Örtchen zu finden)
x Futter – anfangs auf jeden Fall dasselbe, dass die Katze kennt! Eine plötzliche Futterumstellung kann auf den Magen schlagen und das wäre kein guter Einstand ;) Möchte man das Futter wechseln, sollte das neue Futter nach und nach dem alten beigemengt werden, damit die Umstellung langsam erfolgt!

Natürlich kostet eine zweite Katze nicht noch mal so viel wie die erste! Grundausstattungen wie Kratzbaum müssen nicht zweimal angeschafft werden, Spielzeug wird häufig zu zweit verwendet, größere Packung Futter sind verhältnismäßig meist billiger als kleine.
Zwei Katzen machen natürlich ein wenig mehr Arbeit als eine, aber auch nicht doppel soviel – zwei Toiletten reinigen statt eine und zwei Näpfe spülen statt einen nach dem Füttern fallen kaum ins Gewicht!

Der große Tag oder...
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...Liebe kann man nicht erzwingen!

Ist die „ideale“ neue Katze gefunden nähert sich auch schnell der große Tag der Zusammenführung! Damit diese möglichst positiv verläuft, sollte man ein paar Vorbereitungen treffen:

Die neue Ausstattung der Katze sollte der bereit stehen. Ich habe es so gemacht, dass ich diese erst im letzten Moment bereit gestellt habe, vor allem die Toilette! Mira hätte das ansonsten sofort als „meins“ beansprucht!

Begleitend zu der Zusammenführung wird oft eine Bachblütentherapie empfohlen. Sollte man sich dafür entscheiden, lässt man die richtige Mischung von Experten mischen (nicht einfach selbst lospanschen!) und fängt rechtzeitig damit an, die Wirkung setzt schließlich erst nach einiger Zeit ein!

Es sollte sichergestellt sein, dass am ersten Tag Ruhe herrscht! Findet am Abend eine große Party in der Wohnung statt, sollte man den großen Tag verschieben!

Die neue Katze sollte vor einem Wochenende kommen. Meiner Meinung nach sollte man sich nicht ein paar Tage frei nehmen, die Katzen müssen ihre Rangordnung und ihren Alltag sowieso alleine neu ordnen, als Mensch ist man nur versucht, unnötig einzugreifen. Allerdings ist es hilfreich Vorsorge zu treffen, dass man sich frei nehmen könnte, sollte es zu unvorhersehbaren Zwischenfällen kommen!

Ganz wichtig ist es, selbst ruhig zu bleiben und nicht nervös zu werden. Es hilft nicht sondern überträgt sich nur auf die Katzen!

Meist wird empfohlen, die neue Katze vorerst in ein separates Zimmer zu bringen, dass von der Erstkatze möglichst wenig benutzt wird. Ansonsten hat sie das Gefühl, ihr wird etwas weggenommen.
Das sollte man nach seinem Gefühl entscheiden – ich habe das nicht getan! Erstens hasst Mira geschlossene Türen, ob sie davor oder dahinter steht, zweitens hätte sie sich nur unnötig aufgeregt wenn hinter der geschlossenen Tür irgendetwas gewesen wäre was sie nicht einordnen gekonnt hätte und drittens hätte ich den gerade mal 13 Wochen alten Elvis höchst ungern allein in sein Zimmer gesperrt, nachdem er gerade von seiner Mama und Geschwister wegkam! Ich persönlich würde es nicht tun, allerdings kann es bei der Zusammenführung gleich alter Katzen evtl. hilfreich sein. Dann ist es aber wichtig zu wissen, dass die Katze nicht allein durch die geschlossene Tür schon in Rage gerät!

Mein Tipp ist es, die neue Katze „bringen zu lassen“. In meinem Fall wurde Elvis sowieso gebracht, da dies in diesem Tierschutzverein so gang und gäbe ist. Sollte dies nicht der Fall sein, wäre es meiner Meinung nach gut, die neue Katze von einem Bekannten / Lebenspartner bringen zu lassen, so dass die direkte Bezugsperson bei der ersten Katze ist und ihr das Gefühl gibt, dass nicht sie ihr einfach eine Katze vor die Nase setzt sondern ihr in dieser Situation beisteht. Mein Tipp – kein Muss!

Sehr hilfreich vor der Zusammenführung ist es, die neue Katze entweder mit einem bebrauchten Kleidungsstück des Katzenbesitzers oder z.B. der Schmusedecke der Erstkatze abzureiben. So nimmt sie „Stallgeruch“ an. Der Geruch ist oftmals eines der schwersten Probleme für die neue Katze! Man denkt es gar nicht, aber als ich sah, wie Mira am ersten empört einen Korb anfauchte, in dem Elvis Decke lag, hab ich das dann auch geglaubt. Elvis war weit und breit nicht – nur sein Geruch!
Ein Transport in einem Korb mit einem Cat-Nip Gegenstand (Katzenminze) kann auch nicht schaden – Elvis stank schon beinah nach Katzenminze als er bei uns war :)

Als erstes sollte das neue Tier (wie immer) seine Toilette sehen und erkunden.

Anschließend lässt man dem Geschehen einfach seinen Lauf! Die Zweitkatze muss alle Zeit haben, die sie braucht, sich an dem Umstand zu gewöhnen! Weder überfällt man sie mit Schmuseeinheiten noch versucht man sofort, sie hochzunehmen und herumzutragen!


*fauch* Wie ich dich hasse!
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Fauche, Knurren, ja sogar Schläge sind am Anfang ganz normal! Die Erstkatze steht unter Stress – auf einmal ist da Konkurrenz! Die Zweitkatze steht unter Stress – wo bin ich hier eigentlich? Die Rangordnung ist nicht klar und allgemein ist alles furchtbar! Alles, was der Mensch tun kann – raushalten! Jede Einmischung, jedes beschwichtigendes Wort, jeder aufmunternde Zuruf kann ganz falsch sein! Erst wenn ernste Drohgebärden (steifbeiniges Staksen, Kampfrufe) ausgepackt werden, darf der Mensch eingreifen. Ein lautes in die Hände klatschen mit einem nachdrücklichen Nein sind da die beste Möglichkeit.

Sollten die Katzen wirklich aufeinander los gehen und gar Blut fließen, sollte die Zweitkatze vorerst in einen von der Erstkatze möglichst wenig genutzten Raum ziehen, in dem sie ihre Toilette und ihr Essen hat. Dann legt man der Erstkatze einen Gegenstand der Zweitkatze hin und umgekehrt – der Stallgeruch!

In den ersten Tagen hilft es auch viel, wenn man die Zweitkatze regelmäßig mit einem gebrauchten Kleidungsstück von sich abreibt, bis der Geruch für die Erstkatze nicht mehr allzu fremd ist. Besser ist es, ein möglichst „geruchsneutrales“ Tuch zu nehmen, der Erstkatze über Kopf, Backen, Schwanzansatz und Flanken zu streichen (dort liegen die meisten Duftdrüsen) und das Prozedere mit einem anderen Tuch bei der Zweitkatze zu wiederholen. Anschließend reibt man die Katzen jeweils mit den Tuch der anderen ab – so tauscht sich der Geruch ein wenig!

Bei allen Keilerein ist es absolut wichtig, dass der Mensch keine Position ergreift! Weder für die unterlegene Katze – das facht die Wut der andern unnötig an - noch für die überlegene, dass sollte ganz klar sein! Allerdings darf er auch auf keinen Fall den „Angreifer“ schimpfen – er greift nicht aus Spaß an, sondern weil er seine Position in seinem Zuhause zu fürchten hat! Reagiert der Mensch darauf wütend wird die Katze noch unsicherer!

Liebst du mich noch??
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Ganz, ganz wichtig ist es, der Erstkatze das Gefühl zu geben, sie ist auch weiterhin die Erstkatze – immer und überall aber vor allem im Herzen!
Die Erstkatze wird als erstes begrüßt beim Nachhause kommen!
Die Erstkatze bekommt als erstes ihr Futter!
Anfangs kann es sein, dass die Erstkatze „zickt“, wie meine Mira. Sie will nicht schmusen, nicht im Bett schlafen und „spricht“ auch nicht mehr. Auf keinen Fall gibt man jetzt den Schmeicheleien der Zweitkatze nach, die diesen Umstand nutzt, um einen zu beanspruchen! Immer wieder ging ich auf Mira zu, streichelte sie, nahm sie hoch, gab ihr ab und an (nur ihr!) ein Leckerlie und machte ihr auf alle mögliche Art und Weise klar, dass sie die Nummer 1 war und ist! Jeder, der zu Besuch kam und kommt, muss als erstes Mira begrüßen! Ich handelte mir einige Hiebe und sogar Bisse ein, aber es war recht deutlich zu merken, dass Prinzessin auf der Erbse sich über diese Liebesbekundungen freute!

Anfangs sollte man die Zweitkatze vor der „Alten“ nicht „pusserl’n“ und liebkosen, das fordert nur den Neid heraus! Ganz tabu ist es natürlich, die Kuschelversuche der Erstkatze abzulehnen um mit der Neuen zu schmusen!

Gemeinsames Füttern (anfangs aus zwei Näpfen und mit Abstand), gemeinsames Spielen (am besten mit Spielen, bei denen der Mensch möglichst außen vor bleibt wie Taschenlampe...) und vielleicht ab und an ein großer Teller mit Katzenmilch, aus dem beide schlabbern können ohne sich allzu nahe zu kommen, wirken gerade am Anfang Wunder!

Im Endeffekt und nach menschlichen Maßstäben gedacht, ist es, wie wenn zwei kleine Kinder zusammenkommen. Und entsprechend kann man sich auch verhalten – da nützt kein Rufen und Schreien, nur Geduld und Liebe!

Auf keinen Fall:
##########
-sperrt man die Katzen zusammen ein!! Beide müssen Rückzugsmöglichkeiten haben!!

-schmiert man der Zweitkatze was aufs Fell, dass die Erstkatze ablecken soll oder umgekehrt. Man kann Freundschaftsbeweise wie gegenseitiges Putzen nicht erzwingen!

-spielt und schmust man nur mit der „Neuen“ weil es da am Anfang noch so ungewohnt ist!

-behandelt man die Neue Katze wie Luft und bezieht sie nicht ins „Familienleben“ mit ein, die Erstkatze muss zwar wissen, dass sie Nummer eins ist, aber auch, dass Nummer zwei zur Familie gehört!!

-nimmt man diesen Bericht als absolute Weisheit, weil er sich nur aus Fakten, die ich zusammengetragen habe und den Erfahrungen, die ich mit der Zusammenführung „Mira&Elvis“ gemacht habe, zusammensetzt und das wiederspiegelt, was ICH persönlich als das wichtigste sehe, dass man bei einer Anschaffung einer Zweitkatze wissen muß.


Fazit
~~~
Zwei Katzen sind ein bisschen mehr Arbeit, ein bisschen mehr Geld, am Anfang viel Aufregung und am Ende viel Liebe!

Wir sind nun seit über 3 Wochen zu dritt und Mira war eigentlich eher die Einzelkatze, da sie sehr auf mich fixiert ist.

Ich habe alles so gemacht, wie es in diesem Bericht steht, der sich wie gesagt aus Infos, die ich gesammelt habe und meinem Gefühl zusammensetzt – und es klappt! Natürlich sind sie noch keine dicken Freunde, aber sie spielen zusammen und Mira ist viel lebhafter und glücklicher, wenn ich nach 11 Stunden nach Hause komme! Sie „spricht“ wieder mit mir, holt sich ihre täglichen Streicheleinheiten und alles ist wie vorher hoch eins, nämlich hoch Elvis, der uns beiden richtig Schwung in die Bude bringt ;)

Die Zusammenführung von zwei Samtpfoten ist keine Kunst, wenn man sie mit Verstand, Gefühl, Fingerspitzengefühl und Liebe macht und nie vergisst:

Liebe kann man nicht erzwingen...!

In Liebe ;)
Mirjam, Mira & Elvis (über den dann bald ein eigener Bericht erscheint, ganz allein über ihn! Das wär sonst sehr lang geworden hier!)

P.S. Die unten angegebenen Bewertungen beziehen sich jetzt auf äh Elvis?    

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