Das P150 von Antec bietet die perfekte Balance zwischen höchster Leistung und umweltfreundlichem Computing. Das integrierte 430 Watt-Netzteil ist hocheffizient und sorgt für einen... mehr
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Erfahrungsbericht von nitlem über Antec Performance One P150 EC 06.10.2007
Produktbewertung des Autors:
Erweiterbarkeit:
ausreichend
Pro:
Verarbeitung, entkoppelte Festplatten ! !
Kontra:
Gewicht
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Vor fünf Jahren war es noch die Regel, dass man zu einem Gehäuse gleich das passende Netzteil bekam. Damals tanzte eigentlich nur Chieftec aus der Reihe, die mit dem CS-601 ein Gehäuse massenhaft an den Mann brachten ohne gleichzeitig ein Netzteil zu verkaufen. Dieser Schachzug inspirierte so ziemlich jeden anderen Hersteller, so dass man heute Gehäuse mit Netzteil fast mit der Lupe suchen muss. Trotzdem gibt es immer wieder Hersteller, die sich in diese Nische wagen. Ohne Zweifel ein gefährliches Spiel, denn die Wahl des Netzteils hängt maßgeblich mit den verbauten Komponenten zusammen.
Für Anhänger des leisen Computers war Antec schon immer eine der ersten Adressen. Mit dem P-150 schließt sich nun der Kreis, man bietet ein mit vielen Raffinessen ausgestattetes Gehäuse an. Knappe 120 Euro muss man für das aufwendig verarbeite Gehäuse bezahlen. Dafür bekommt man aber neben dem Gehäuse selbst gleich das passende Antec Neo 430 Watt Netzteil dazu. Außerdem enthält der Karton natürlich das komplette Montagematerial und ein kleines Handbuch. Als i-Tüpfelchen bekommt man außerdem noch einen 120mm Lüfter von Antec dazu.
Vom äußeren Erscheinungsbild erinnert eher an die guten alten Zeiten, man findet keine verspielten Linien. Das silberfarbige Design mit den weißen Elementen lässt den Tower wirklich sehr schlicht erscheinen, allerdings ohne billig zu wirken. Mit einer Breite von 20 Zentimetern, einer Höhe von 43 Zentimetern und einer Tiefe von 48 Zentimetern ist der Tower ziemlich kompakt. Trotzdem bringt er satte 15 Kilogramm auf die Waage. Damit ist er natürlich absolut ungeeignet für irgendwelche Lan-Partys. Mit kompletter Ausstattung hat man schnell 20 Kilo herumzuschleppen.
Ein Blick auf die Front zeigt sofort, dass man mit diesen Gehäuse auf ein etwas höheres Klientel abzielt. Zwei 5,25" Schächte sind schon durch Laufwerksblenden verdeckt, diese klappen automatisch herunter, wenn das Laufwerk geöffnet wird. Dadurch stören andersfarbige Laufwerke das Design des Gehäuses nicht. Natürlich bietet das Gehäuse auch die klassischen Frontanschlüsse, der User kann einmal Kopfhörer und ein Mikrofon anschließen. Außerdem stehen zwei USB-Anschlüsse und ein Firewire-Port zur Verfügung. Die Positionierung ziemlich weit rechts auf mittlerer Höhe ist von Antec gut gewählt wurden. Der Power- und Resetknopf sind angenehm groß, so dass man im Fall der Fälle kein Werkzeug braucht um ein Reset durchzuführen.
Die Beiden Seiten und auch die Oberseite des P-150 sind ziemlich unspektakulär. Selbst die Rückseite bietet keine Auffälligkeiten. Wie bei dieser Gehäusegröße üblich sorgt ein 120mm Lüfter für ordentlich Durchzug. Das P-150 ist kein vollgedämmtes Gehäuse. Allerdings hat sich der Hersteller natürlich seine Gedanken gemacht, so ist die Seitenwand mit dünnem Gummi beschichtet, der natürlich etwas Lautstärke schluckt. In der Front hat man sich bei Antec für eine doppelte Lösung entschieden. Statt eines einfachen 120mm Lüfters setzt man gleich zwei 92er ein. Eigentlich eine kluge Entscheidung. Die Lüfter müssen allerdings separat angeschafft werden. Sie werden von zwei Staubfiltern verdeckt, so dass es im Gehäuse einigermaßen Sauber bleiben sollte.
Besonders genial ist die Möglichkeit die Festplatten zu entkoppeln. Zwar kann man nur vier Stück verbauen, allerdings laufen diese dann wirklich total leise, wenn man sich für die richtige Platte entkoppelt. Dazu wird die Festplatte nicht fixiert, sondern zwischen Gummis eingeklemmt. Natürlich ist das Gehäuse ordentlich sauber verarbeitet, man kann absolut keine scharfen Kanten finden. Hier haben die Hersteller wirklich dazu gelernt.
Sehr interessant ist natürlich auch das Netzteil, schließlich hat man es mit bezahlt. Mit Kabelmanagement bietet es jedenfalls schon eines der aktuellen Features. Die Aktuelle ATX 2.2 Unterstützung fehlt leider, allerdings kann man das Netzteil trotzdem nutzen. Auf den ersten Blick klingen 430 Watt nicht wirklich viel. Mit drei 12V-Schienen mit jeweils 16 Ampere steht aber genügend Leistung zur Verfügung. Trotzdem hat das Netzteil natürlich seine Grenzen, ein aktuelles High-End-System wird man nicht stabil betreiben können.
Insgesamt können fünf Kabelstränge am Netzteil angeschlossen werden. Dabei stehen zwei Kabel mit jeweils zwei SATA-Anschlüssen zur Verfügung. Außerdem verfügt das Netzteil auch über den 6pol. PCIe-Stromstecker, wodurch man relativ aktuelle Grafikkarten wie die X1950 Pro Extreme mit Strom versorgen kann. Zwei weitere Kabel stellen jeweils drei Molexstecker zur Verfügung. An einem kann man auch den beigelegten Adapter für Diskettenlaufwerke nutzen. Die Anschlussmöglichkeiten reichen locker aus. Man kann ja ohnehin nur vier Platten verbauen, so dass vier Stromanschlüsse durchaus ausreichen. Zur Not kann man sich immer noch mit Adaptern behelfen.
Der ganz große Wurf ist das Antec P-150 nicht, dazu müsste die Dämmung noch massiver sein. Außerdem wäre ein Mainboardschlitten natürlich sehr nett. Auch das Gewicht ist absolut hoch, etwa zehn Kilogramm sind in dieser Klasse eigentlich angemessen. Trotzdem macht es Spaß im Gehäuse zu arbeiten. Die Verarbeitung ist wirklich hochwertig und die Entkopplung zeigt tatsächlich ihre Wirkung. Gemessen am Preis erhält man ein sehr gutes Gehäuse, welches sich hervorragend zum Aufbau eines Mittelklasse-PCs für 600-800 eignet.
Mal sehen wann Ciao endlich die Kriterien unten verbessert, ist schadfe, dass man hier nur Nonsens anklickt. Der Bericht heute ist mal nicht durch Gliederungen in die Länge gezogen, hoffentlich überzeugt der Inhalt ^^