Erfahrungsbericht über

Antec Performance One P160

Gesamtbewertung (1): Gesamtbewertung Antec Performance One P160

 

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Nur ein Gehäuse?

5  26.04.2004

Pro:
sehr gut verarbeitet, sieht extrem edel aus, leicht zu handhaben

Kontra:
teuer, Beleuchtung lässt sich nicht ausschalten, Laufwerksabdeckung u . U .  problematisch

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

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Epaminondas

Über sich: Ich bin mehr als 20 - 30 Worte beschreiben können - vor allem der schlimmste Feind aller Nicht-Erfah...

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 37 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Ich bin ja weiß Gott kein Modding-Freak. Ich finde es sogar ziemlich albern das PC-Gehäuse mit bunten Lampen in eine Mini-Disco zu verwandeln. Aber irgendwann bin ich halt auch mal schwach geworden…

Da es in meinem alten Gehäuse zu eng wurde, musste ich mich natürlich nach einem neuen Zuhause für meine Komponenten umsehen. Mehr aus Zufall fand ich das P160 von Antec, welches jetzt hier neben mir steht und meinen Augen eine Freude bereitet.

Was einem nach dem Auspacken aus dem Karton als erstes auffällt ist die schiere Größe des Gehäuses. Es handelt sich um einen Supermiditower, der zwar genauso viele Laufwerksschächte hat wie ein normaler Miditower, dafür aber deutlich breiter und höher ist als ein normales Gehäuse, was letzten Endes der Luftzirkulation zu Gute kommt.

Wer jetzt immer noch nicht auf www.antec-inc.com gewesen ist um sich das Teil anzusehen, ist selbst schuld :)

Im Gehäuse selbst befindet sich bereits ein 120mm-Lüfter, den man allerdings noch installieren muss, sowie eine kleine Packung mit mehr als genug Schrauben zum Befestigen der „Innereien“ des PCs.

Der Lüfter wird mit den mitgelieferten Gummistöpseln am Gehäuse befestigt, sodass die Vibrationen nur geringfügig aufs Gehäuse übertragen werden. Insgesamt ist dieses PC-Gehäuse sehr auf silent getrimmt, die Festplattenkäfige sind bereits mit Gumminoppen versehen, die verhindern das sich das Surren der Festplatten allzu sehr auf das Metall überträgt. Zu den Käfigen sei noch erwähnt, dass sie sich im Gegensatz zum normalen Festplattenkäfig quer zur Gehäusefront befinden, sodass man die Festplatte direkt reinschieben bzw. entnehmen kann wenn man die linke Gehäusewand abnimmt.

Die Verarbeitung ist exzellent, nirgendwo findet man scharfe Kanten an denen man sich schneiden könnte. Die meisten Schrauben sind so groß bemessen, dass man problemlos mit den Händen ohne Zuhilfenahme von Werkzeug arbeiten kann. Weniger glücklich gelöst finde ich die Befestigung der Hardware in den 5,25“-Schächten. Hier versuchte man ein schraubenloses Konzept umzusetzen um es dem Kunden einfacher zu machen die Geräte ein- bzw. auszubauen. Wenn man die Schienen einmal angebracht hat, ist es auch kein Problem, die Geräte zu entnehmen, allerdings müssen die Schienen natürlich angeschraubt werden, sodass man hier sicherlich nicht von einer schraubenlosen Anbringung sprechen kann. Zumal es eine ziemliche Fummelei ist die kleinen Schrauben passgenau durch die Schienen in die Löcher zu bekommen. Zwei der Schächte lassen sich mit einer Blende in Gehäusefarbe versehen, die aufgeht, sobald sich das Laufwerk dahinter öffnet. Wer mehr als 2 Laufwerke hat, schaut leider in die Röhre.

An der Oberseite der Front ist ein Bedienteil angebracht, welches sich um bis zu 45 ° drehen lässt, was der Bedienung zweifellos zu Gute kommt. Auf dem Bedienteil sind zudem noch 2 USB-Anschlüsse, ein Firewire-Anschluss, Buchsen für Mikro und Line-In sowie eine Temperaturanzeige. Antec spendiert für das Gehäuseinnenleben 2 Temperaturfühler zwischen denen auf der Anzeige im 3-Sekunden-Takt gewechselt wird.

Unten an der Front sind noch 3 Lüftungsschlitze angebracht, die dem Gehäuse ein ziemlich außergewöhnliches Aussehen verleihen. Dahinter angebracht sind waschbare Luftfilter, die den Staub aus dem Gehäuse fernhalten sollen. Die Lüftungsschlitze lassen sich blau beleuchten, was im Dunkeln absolut heftig aussieht – das ist allerdings Geschmackssache.

Würde ich dieses Gehäuse empfehlen?

Ja, aber…

Zum einen fällt der hohe Preis ins Auge. Ich habe 149 € dafür bezahlt, für ein Stück Metall ist das schon ein starkes Stück, vor allem weil man Gehäuse für den Otto-Normal-Verbraucher schon für ein Fünftel der Summe bekommt. Damit ist das Gehäuse nur was für Design- und Modding-Freaks. Und den Rest, dem es gefällt – wie meiner Wenigkeit *g*

Der Silent-Ansatz wurde in dem Gehäuse gut gemeint, das Aluminium sorgt auch schon für eine gewisse Grundkühlung, aber leider ist der 120mm-Lüfter im Vergleich zu meinem alten 80mm Papst-Lüfter deutlich lauter. Das liegt allerdings nicht nur am Lüfter, sondern auch an den Lüftungsschlitzen. Man hört permanent das Geräusch der Luft wie sie durch das Gehäuse gesogen wird. Dadurch bleibt es zwar schön kühl innendrin - aber man hat es halt leider auch relativ laut.

Die blauen LEDs an den Lüftungsöffnungen lassen sich leider nicht am Bedienfeld ausschalten. Das finde ich äußerst ärgerlich, da ich kein Interesse daran habe das die Beleuchtung dauernd eingeschaltet ist. Einzige Abhilfe: Gehäuse auf und Stromkabel abtrennen.

Abgesehen davon ist das Antec P160 ein exzellentes, klasse verarbeitetes Gehäuse für den gehobenen Anspruch.

PS: die Zusatzangaben hier sind reichlich weltfremd. Was soll ich bei Schnelligkeit bei einem Gehäuse angeben? Ich glaube die Chance des es wegläuft ist ziemlich gering...


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
mod_che

mod_che

19.07.2004 23:10

juhu, einer der alten hasen, fein fein. guter bericht von dir, wie früher. und wie gehts sonst so? oft bei ciao? comeback in sicht? liebe grüße, micha (im stress wegen prüfungen)

Cazeran

Cazeran

26.04.2004 22:47

lol! schnelligkeit? :D habe ein gehäuse von compucase, die sind immer superpraktisch!

rodent

rodent

26.04.2004 22:37

Ein sehr guter Bericht. Bei deinem P.S. musste ich laut lachen. LG Rodent

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