Heute möchte ich über ein neues Dekoelement im Bereich PC informieren. - Und zwar über den neuen Tower meines Freundes.
Bei dem Antek P190 handelt es sich um ein PC Mid Tower, der Leistung und Laufruhe verspricht.
.:: Kaufgrund ::.
Er habe sich entschieden, einen neuen Tower zu kaufen, ... Bericht lesen
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Erfahrungsbericht von kenthan über Antec Performance One P190 + 1200 EC 31.01.2008
Produktbewertung des Autors:
Erweiterbarkeit:
reichlich
Pro:
Innenleben passt super rein, Kühlung
Kontra:
Geräusch bei hoher Kühlung, Gewicht
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Heute möchte ich über ein neues Dekoelement im Bereich PC informieren. - Und zwar über den neuen Tower meines Freundes. Bei dem Antek P190 handelt es sich um ein PC Mid Tower, der Leistung und Laufruhe verspricht.
.:: Kaufgrund ::.
Er habe sich entschieden, einen neuen Tower zu kaufen, da sein alter unerträglich laut war und vor allem die Teile andauernd zu heiß wurden.
.:: Kauf & Preis ::.
Bestellt hat er den den Antek P190 auf Amazon.de und das gute Stück hat satte 300 € gekostet. Bereits am nächsten Tag um 9 Uhr stand der Postbote mit einem 20 KG schweren Paket vor der Tür, welches natürlich direkt ausgepackt werden will. Das große Gehäuse ist stoßsicher und großzügig eingebettet, sodass auch bei dem schlimmsten Transportdienstleister nichts passieren kann.
.:: Der Tower ::.
Kaum ausgepackt haben wir das Gehäuse natürlich erstmal begutachtet. Auf die Bilder im Internet kann man ja schließlich nicht immer vertrauen. Das Gehäuse ist relativ schlicht gestaltet und in schwarzer Farbe. An der Oberseite sind zwei große Gitteröffnungen worunter sich zwei große 120 mm Lüfter verstecken. Auf der linken Gehäuseplatte ist ein noch größeres Gitter, das einen ebenso monströsen 200 mm Lüfter unterbringt. Auch hinten erlebt man einen eher ungewöhnlichen Anblick. Während oben noch alles normal aussieht, erblickt man unten gleich zwei Netzteile, welche natürlich auch zwei Stromstecker benötigen. Diese beiden Netzteile sollen eine optimale Leistung bringen und ebenfalls genügend Strom für selbst den leistungsfähigsten Rechner liefern. Es handelt sich um ein 550 Watt und ein 650 Watt Netzteil, was insgesamt stolze 1200 Watt ergibt. Das 550 Watt Netzteil versorgt das Mainboard,die Festplatte, sowie Laufwerke. Das 650 Watt-Netzteil versorgt die Grafikkarte mit genügend Power. Das Faszinierende daran ist, dass die beiden Netzteile unter größerer Last und gleichem Innenleben weniger Strom verbrauchen als ein Standard-500 Watt-Netzteil. Die Front des Gehäuses besteht aus einer Klappe, unter der sich die Laufwerke und der Powerknopf befindet. Die Klappe ist glänzend und glatt, was dem Ganzen eine schicke Optik verleit. Unten rechts sind 2 USB-, 1 Firewire- und Audioanschlüsse eingelassen, welche auch ohne Öffnen der Klappe benutzt werden können. Die Klappe selbst ist mit einem Magnetverschluss versehen, die man ohne Probleme öffnen und schließen kann. Ebenfalls befindet sich ein Schloss daran, für diejenigen, die wirklich sicher gehen wollen. Der Tower ist 51,00 cm hoch, 20,50 cm breit und circa 70,00 cm lang.
.:: Aufbau ::.
Genug geschaut, jetzt geht's ans Eingemachte. Das Seitenteil lässt sich problemlos abnehmen und durch die praktischen Drehschrauben braucht man nicht mal einen Schraubenzieher. Innen liegen ein Karton mit diversen Schrauben, Kabel und andere Einzelteile. Der Aufbau hier wirkt sehr aufgeräumt und alles hat hier seinen Platz. Die beiden Netzteile sind in einem eigenen Bereich, der komplett vom Mainbaord abgetrennt ist, damit die Wärme geblockt wird. Die Käfige, in denen die Festplatten und Laufwerke eingesetzt werden, sind einzeln herausnehmbar, was den Einbau deutlich erleichtert. Besonders anzumerken ist der große Raum für das Mainboard, der selbst das größte Mainboard fasst. Natürlich passen so auch problemlos monströse Grafikkartenschiffe herein, die selbst nach Einbau keinen Platz versperren. Für Bastler ist sogar gleich eine kleine biegbare Lampe eingebaut, die auch die dunkelsten Ecken beleuchten kann. Die Abstandshalter für das Mainboard sind gleich vormontiert, was die Montage auch wieder sehr vereinfacht. Drauflegen, festschrauben (Schrauben sind sogar extra mit bei) und fertig. Danach haben wir den Käfig für die Festplatten herausgezogen und diesen begutachtet. Die Festplatte liegt dort auf weichen Gummiteilen, die den Vibrationslärm dämpfen. Diese wird dann von unten festgeschraubt. Alles problemlos eingebaut und einfach wieder eingesteckt. Ebenso problemlos war der Einbau des DVD-Laufwerks. Dann ging es an die Verkabelung. Da das Netzteil ja von dem Mainboard abgetrennt ist, gibt es eine kleine Öffnung in der Zwischenwand, wo die Stromkabel hindurch gesteckt werden können. So kann man einfach die benötigten Kabel anschließen und alle anderen wieder im Spezialabteil verstauen. Das verhindert den Kabelsalat im Innenleben. Neuer Kabelsalat entsteht allerdings durch die vier Lüfter, die natürlich alle verkabelt werden wollen. Praktischerweise lassen sich die Stecker der Lüfter aneinander stecken, was den Salat etwas minimiert und nur einen Stromstecker nötig macht.
.:: Nanu? ::.
Hm, schon fertig? Nach einem weiteren Blick haben wir uns versichert, dass alles angeschlossen ist und es wirklich fix ging. Ein Blick zu den Teilen, die bei dem Gehäuse mit beilagen, verrät mir allerdings, dass ich vieles nicht verbaut habe. Dort sind Dinge dabei, die nicht einmal im Ansatz verraten, wofür sie eigentlich gedacht sind. Da die Anleitung zwar deutsch aber nicht bebildert ist, macht es das nicht wirklich leichter. Aber da mein Freund die Teile nicht vermisst, werden wir sie wohl auch nicht benötigen. :)
.:: Und? ::.
Da nun alles fertig ist, haben wir den Tower aufgestellt und eingeschaltet. Schon gleich ist alles viel leiser als sein altes System und sieht zudem noch schicker aus. Die vier Lüfter lassen sich mit einem Regler in drei Stufen einstellen. Low/Middle/High - Auf low ist es wirklich leise, doch schon auf middle wird es relativ laut. Auf High ist zwar auch super Kühlung im Hochsommer gesichert, doch die Lautstärke ist wirklich nicht feierlich. Die beiden oberen und der hintere Lüfter sind durch Regler außerhalb des Gehäuses einstellbar. Der Riesenlüfter im Gehäuse kann allerdings nur nach Öffnen des Gehäuses geregelt werden. Ansonsten sind wir mit der Temparaturentwicklung sogar in der Low-Einstellung sehr zufrieden. Die Grafikkarte erhitzte sich in seinem alten Tower schnell auf 80-98 °, im neuen Gehäuse sind 50 - 70 ° Standard. Wenn die Lüfter auf voller Leistung laufen, ist natürlich noch mehr drin, davon kann man durch die Lautstärke allerdings nur abraten.
.:: Was ist sonst noch zu bemerken? ::.
Das Gehäuse bietet natürlich noch einiges mehr. Es gibt Plätze für Wasserkühlung, die Kabel könnten hinter dem Mainboard entlang geführt werden, um noch weniger Kabelsalat zu produzieren und es können sogar noch zwei weitere Lüfter montiert werden. Wer einen riesigen Lüfter auf seinem Prozessor sitzen hat, hat eventuell Probleme und kollidiert mit dem seitlichen Monsterlüfter. Dieser muss in solchen Fällen abgenommen werden. In den meisten Fällen reicht der Platz aber locker aus und der Monsterlüfter ist eine gute extra Kühlung für die Grafikkarte. An der Front sind zusätzliche Staubfilter angebracht, die einzeln entnehmbar sind und leicht gereinigt werden können. Der schwerwiegendste Nachteil an diesem Gehäuse ist sein Gewicht. Über 20 KG wiegt das Schwergewicht und ist somit nichts für LAN-Freunde die ihren Rechner öfter transportieren müssen. Das Gewicht entsteht dadurch, dass viele schalldämmende Materialien verwendet wurden und das Gehäuse aus Metall anstatt aus Aluminium besteht. Wer aber seinen Rechner nur auf einem Platz stehen hat, sollte damit keine Probleme haben.
.:: Fazit ::.
300 € sind natürlich eine enorme Stange Geld für ein Gehäuse, doch man muss bedenken, dass hier gleich zwei Netzteile eingebaut sind, welche selbst einen enormen Wert haben. Wer also ein gutes Gehäuse und zusätzlich ein fähiges Netzteil kauft, kommt auch nicht viel günstiger bei weg. Mit diesem Kraftbündel ist man auf jeden Fall für die Zukuft der Rechnerwelt gewappnet und kann mit den 1200 Watt selbst mehrere Grafikkarten und Prozessoren auf dem Board verarbeiten. Im Gehäuse selbst ist jede Menge Ordnung und alles findet seinen Platz. Selbst Personen mit sechs Festplatten oder vier Laufwerken haben hier keine Platzprobleme. Wer also ein vernünftiges Gehäuse für immer sucht, ist mit dem Antek P190 gut beraten. Wer nicht so viel Kühlung benötigt, und lieber leise arbeitet, sollte das Antek Sonata III 550 für rund 100 € nehmen. Das ist richtig schön leise, sieht etwas schicker aus und hat ebenfalls ein Netzteil eingebaut. Mein Freund ist aber mit dem P190 wirklich sehr zufrieden und wir können es trotz des hohen Preises nur empfehlen.