Ich war wieder mal beim Italiener essen. Nicht nur, das im Rahmen der Euroumstellung die Preise reel angepasst wurden, nein, meistens hat man sie nicht erhöht sondern 1 : 1 umgerechnet. Kostete ein Fladen mit ein paar Fetzen Salami und einigen Champignons zu DM Zeiten noch etwa 7 Deutsche Mark schlägt so eine Pizza nun mit 8 Euro zu Buche. Toll, was? Und der Hammer sind die Antipasti, die da lecker in der Auslage liegen und auf den Millionär warten, die sich ab und an in dem Ristorante einfinden. So ein Teller mit ein paar Paprika, Zuccini und gebratenen Zwiebeln summiert sich schnell auf 10 Euro, das sind nach Adam Riese fast 20 Mark….
Auch im Feinkostladen zahlt man für solche Leckereien mittlerweile ein Vermögen.
Für das Geld bekommt man bei Aldi einen ganzen Einkaufswagen an Gemüse oder auf dem Wochenmarkt etwas weniger aber immer noch mehr als bei Giovanni und Co….
Heute habe ich ein paar Tips für Kücheninteressierte und Simulanten, die von sich behaupten, sie können nicht kochen. Müssen sie auch nicht, das was ich Euch heute vorschlage, macht zwar ein wenig Arbeit, aber um so mehr Spaß. Und der Geschmack ist traumhaft und nicht zu toppen.
Über was ich fasle? Nun, es handelt sich heute um hausgemachte Antipasti aus dem Hause harry. Ich mache die immer wieder gerne, wenn ich Eindruck schinden will oder einfach nur, um lecker zu essen.
Im heutigen Fall habe ich mich breit schlagen lassen, für einen Geburtstag, zu dem etwa 14 Leute kommen, was mitzubringen. Mein Kartoffelsalat ist mittlerweile legendär und schmeckt Groß und Klein. Das Rezept schreibe ich ein anderes mal auf.
++Antipasti++
sind kleine Häppchen, die kalt oder warm serviert werden können. In Spanien sind es die Tapas, kleine Deckelchen, in Bayern Schweinehaxe mit Sauerkraut und in Italien Gemüse, Salami und Co.
Für den heutigen Tag habe ich mich für die vegetarischen Varianten entschieden denn Grillfleisch gibt es heute noch genug.
++Vorstellung der einzelnen Sachen++
Ich habe mir gedacht *ja, harry kann auch ab und zu mal denken, lol*, für den Anfang genügen
Zuccini und Paprika.
Aber dann machte ich doch wieder mehr, was mehr, verrate ich Euch auch noch.
++Einkauf++
Für die 14 Personen habe ich auf dem Markt eingekauft und die Sachen haben mich nicht einmal 8 Euro gekostet.
Paprika die kommen aus der Türkei und riechen richtig lecker. Für die 14 Stück habe ich knapp 4 Euro gelöhnt.
Zuccini
Hier habe ich 3 mittelgroße Zuccini eingekauft, Kostenpunkt 1 Euro.
Zwiebeln
Die habe ich normalerweise immer im Haus aber für den heutigen Tag habe ich noch welche vom Markt besorgt. Für die etwa 500 Gramm habe ich 75 Cent der drallen Verkäuferin in ihr süßes Händchen gedrückt.
Tomaten
Ja, da musste ich auf Treibhaustomaten zurückgreifen. Gut, die sind sehr fleischig und dementsprechend angenehm zum verarbeiten. Ein Kilo hat mich 1,39 Euro gekostet.
Rechnen wir zusammen:
Paprika 4,00 Euro
Zuccini 1 Euro
Zwiebeln 75 Cent
Tomaten 1,39
Macht zusammen 7,14 Euro.
Gut, es kommen noch einige Zutaten dazu, die hat aber die gute Hausfrau und der Hobbykoch immer zu Hause.
Weiterhin brauchen wir an Rohstoffen
Acceto Balsamiko (einen guten Essig)
Olivenöl (nicht die raffinierte Sch***)
Meersalz (es geht auch das handelsübliche Salz - ich bevorzuge Flor de Sal, ein Salz aus Portugal)
Pfeffer (frisch aus der Mühle)
Zucker
Auf Wunsch Knoblauch (frisch)
Frisch geriebenen Parmesan
Eine Bratpfanne und ein Gefäß zum einlegen.
++Zubereitung++
Die Paprika, Tomaten und Zuccini gründlich waschen. Die Zwiebeln schälen (Vorsicht, Tränen).
Die Paprika halbieren und von Kernen, dem Kernhaus und den weißen Rippen befreien. Dann in mundgerechte Stücke schneiden. Hey, Du Naschkatze, nicht zu viel in Dein Mündchen stecken!!!
Von den Zuccini den Strunk und die Blüte abschneiden und in der Mitte durchschneiden. Ist die Zuccini größer, dann in 3 Teile schneiden. Dann die Teile in ca. 0,5 cm dicke Scheiben schneiden, zur Seite stellen.
Die Tomaten vierteln und die Kerne entfernen. Auf ein Blech, das mit Backpapier ausgelegt ist, mit der Hautseite nach unten legen. Mit Meersalz, Pfeffer und Zucker würzen und in die Röhre damit. Bei ca. 95 Grad brauchen die etwa 4 Stunden, bis sie fertig sind. Wichtig ist, das man einen Kochlöffel in die Tür klemmt und so ein Spalt vom Herd offen ist. Dadurch entweicht die Feuchtigkeit besser. Es dauert von Tomaten zu Tomaten natürlich unterschiedlich lange… es kommt auf die Dicke und den Wassergehalt der Frucht an.
Die Zwiebeln sollten in kleine Spalten geschnitten werden. Dabei sollte man darauf achten, das der Strunk immer mit an der Spalte dranbleibt, das hält die Zwiebel zusammen.
++Kochen++
In einer ausreichend großen Pfanne erhitzen wir Olivenöl. Man kann auch Aromaöl nehmen, ich für meinen Teil brauche das nicht. Und wichtig!!!! Vor dem Braten haben Gewürze nichts an den Gemüse zu suchen, das würde nur Wasser ziehen und das Gemüse austrocknen.
Nun nach und nach die Zuccini, Paprika und Zwiebeln auf beiden Seiten braun anbraten. Nicht zuviel Hitze, lieber ein wenig länger in der Pfanne lassen als dass das Gemüse verbrennt und nicht durch ist.
In meine Form gebe ich nun Meersalz und Pfeffer auf den Boden. Ist das Gemüse fertig gebraten, gebe ich es in die Form und würze es nochmals mit Meersalz, Pfeffer und einigen Tropfen Balsamico Essig. Das geht so Lage für Lage, bis alles gebraten ist. Ich trenne die Gemüse voneinander und lege es Ordentlich nebeneinander.
Wenn die Gemüse lecker in der Schüssel liegen und alles mariniert ist, gebe ich noch frische Basilikumblätter und frisch gehobelten Parmesan drüber.
Wer Knoblauch liebt, der kann folgendes machen:
Den Knoblauch schälen, ich Scheiben Schneiden und anbraten. Dann den gebratenen Knoblauch über das Gemüse geben und auch mit marinieren.
Die getrockneten Tomaten gebe ich in eine andere Schüssel und träufle noch ein paar Spritzer Balsamessig und großzügig Olivenöl drüber. Ich kann Euch sagen, ein Gedicht. Natürlich habe ich für diesen Grillabend die Tomaten auch noch mal gepimpt… Pimp my Tomato…. *lach*.. Nachdem die Tomaten ausreichend geschwitzt haben, wurden sie noch mit einer Scheibe gebratenen Knoblauch, einem Basilikumblatt und einer Scheibe Parmesan belegt und noch mal zum Überbacken in den Ofen geschoben. Schon hat man eine Leckerei, die supergut schmeckt.
Natürlich kann man auch Frühlingszwiebeln, Champignons, Auberginen, Fenchel und viele andere Gemüsesorten braten und so marinieren. Hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.
Wer will, kann als Fleischbeilage noch Parmaschinken, Salami oder Mortadella hinzu auf den Teller geben. Auch Scampi oder Sardinen machen sich lecker. Ein Meeresfrüchtesalat rundet ebenfalls ab. Käse kann auch den Weg auf den Teller finden, Mozzarella ist ein Beispiel dafür. Man kann den preiswerten aus Kuhmilch verwenden. Feinschmecker jedoch schwören auf den Mozzarella aus Büffelmilch. Den gibt es zwar nicht überall und der Preis ist deutlich höher aber für besondere Augenblicke ist es dies wert. Der Käse schmeckt einfach intensiv und lecker.
++Fazit++
Wer Geld sparen will, sich was Leckeres gönnen will oder einfach nur Freude am Kochen hat, der macht mit Antipasti immer eine gute Wahl. Sie schmecken mindestens genau so gut wie beim Italiener und es macht auf jeden Fall mehr Freude beim Essen. Probiert es auch, Ihr werdet sehen, ich habe Recht. Es macht zwar ein wenig Arbeit, die ist es aber auf jeden Fall wert.
NACHTRAG
Der Grillabend war trocken. Nicht was die Getränke angeht, der Himmel war uns wohl gesonnen und es war warm. Die Steaks und Bratwürste waren lecker, und die Salate und Antipasti waren ruck zuck weg… Tja *Schulterzuck* hat sich die Arbeit wohl gelohnt…
Es grüßt Euch Euer Antipasti harry
P.S. Sonne, natürlich für Dich alles ohne Knoblauch ;-)
30.09.2007 23:42
1 in Wort+Bild rundum köööstlicher Gourmet-Bericht+ Klasse-Tipp-dafür 1wohlverdientes Sesamkorn in Gold ;-P Mmmmmmh! LG
11.09.2007 10:58
hab ich jetzt aber Hunger!!!
05.07.2007 20:39
Das sieht einfach supermegalecker aus :))) Wieder etwas Schönes zum Nachmachen! Viele Grüße Romy