Piep piep piep, der Stick hat mich nicht lieb
21.09.2004
Pro:
Kompakt, zuverlässig, viele unterstützte Profile
Kontra:
Software, relativ teuer
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Ausstattung
Benutzerfreundlichkeit
Zuverlässigkeit
Handbuch/Dokumentation/Hilfe:
mehr
 Incendizer
Über sich:
Mitglied seit:01.01.1970
Erfahrungsberichte:25
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 24 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
= Vorwort = Bluetooth braucht man nicht. ;) Man spart sich eigentlich nur einiges an Kabelsalat, aber generell gesehen könnte man darauf verzichten... für Datenübertragung ist es zu langsam, die Reichweite der meisten Geräte ist recht gering und die Software ist meist ziemlich störrisch. Nichtsdestotrotz habe ich mir einen Bluetooth-Stick von Anycom gekauft, der sehr viele Profile unterstützt (u.a. auch Headsets) und eigentlich prima funktionieren sollte. = Der Stick = Ja, da gibt es nicht viel zu sagen. Der USB-100 ist sehr klein, hat eine dunkelblaue, halb transparente Plastikhülle, vorne einen weißen Firmenaufdruck und auf der Rückseite einen kleinen Aufkleber, auf dem man u.a. die MAC-Adresse findet. Steckt man ihn ein, beginnt eine blaue LED zu blinken - sehr hübsch und gut sichtbar. Die Reichweite ist mit etwa 10-20 Metern angegeben, je nach den gegebenen Örtlichkeiten.
= Software = Vorweg: Windows XP bietet von Haus aus keine Softwareunterstüzung, also kommt man um die Treiber nicht drumherum. Man installiert praktisch eine Bluetooth-Unterstützung, die sich teilweise in Englisch und teilweise in Deutsch präsentiert... ein wenig eigenwillig, aber man kann immerhin alle Dienste nutzen. = Windows XP, SP2 = Installiert man das Service Pack 2 für Windows, gibt es plötzlich eine Unterstützung für Bluetooth. Blöderweise klappt dann gar nichts mehr - man kann gerade mal noch Daten an das Handy senden, sonst gar nichts. Diverse Software funktioniert nicht mehr, die Features sind weg und so weiter... glücklicherweise habe ich im Internet Anleitungen gefunden, wie man Windows dazu überredet, dass man doch noch die alte Software installieren kann und die mitgelieferte Unterstützung praktisch umgeht.
= Bluetooth in der Praxis = Ja, was macht man jetzt damit? Ich besitze ein Sony Ericsson T610, da kann ich Bilder, Klingeltöne und Spiele über die Software aufs Handy und zurück übertragen. Außerdem gibt es Software, mit der man das Adressbuch, den SMS-Speicher und weiteres verwalten kann - das macht die Sache sehr komfortabel. Weiterhin besitze ich einen palmOne Tungsten T3, den ich auch über Bluetooth synchronisieren oder damit über Bluetooth im Internet surfen kann. Weiterhin ist noch ein Bluetooth-Headset angedacht (für Internet-Telefonie) und vielleicht noch ein Bluetooth-Drucker-Adapter, um den Drucker am anderen Ende vom Zimmer aufstellen zu können. An für sich klappt das auch alles, bloß eventuell ein wenig fummelig... wer sich da nicht auskennt, wird schnell verzweifeln. So muss zum Beispiel für verschiedene Programme eine serielle Bluetooth-Verbindung hergestellt werden - damit wird eine serielle Schnittstelle in Windows emuliert, über die dann zugegriffen wird. Klingt vorsintflutlich - ist es auch! Aber das ist nun mal Bluetooth... anders geht es nicht. = Workflow = Ja, eigentlich wäre es so schön... Stick einstecken, und alles läuft. Die Praxis sieht anders aus: Erstmal wird der Stick eingesteckt. Mit ein wenig Glück erkennt Windows ihn auch gleich richtig und ich kann über das Symbol in der Taskleiste den Stick starten - wenn nicht, ist erstmal fröhliches ein- und ausstecken angesagt. Ist diese Hürde genommen, wird Bluetooth auf dem zu verbindenden Gerät aktiviert. Dann hangelt man sich über die Bluetooth-Umgebung zu den Geräten vor und hofft, dass man das andere Gerät findet. Jetzt kann man gleich eine paarweise Verbindung erstellen, die mit einem Schlüssel (praktisch ein kurzes Passwort) gesichert ist. Dadurch kann man leichter und schneller auf die Geräte zugreifen, ausserdem scheint dies für verschiedene Software notwendig zu sein... naja, ist ja keine Arbeit. Sind die beiden Geräte jetzt paarweise verbunden, sollte man eigentlich darauf zugreifen können und irgendetwas damit anstellen können. Mit ein wenig Glück spielt jetzt noch die Übertragungsgeschwindigkeit mit und man kann mit 7 Kilobyte pro Sekunde (das entspricht etwa ISDN-Geschwindigkeit beim Surfen) auf das Gerät zugreifen.
= Fazit = Wie schon gesagt - eigentlich braucht man sowas nicht. Aber ich habe einen und bin glücklich damit, trotz fummeliger Software und allem. Da ich jetzt auch mein Handy und meinen PDA untereinander verbinden kann, macht die Sache richtig Spaß - kein einziges Kabel behindert mich und wenn es erstmal läuft, funktioniert es auch. ;) Der Stick selbst ist sehr zu empfehlen, von billigen Geräten habe ich weniger gutes gehört... was sich hier also so gruselig liest, sollte eher optimistisch gesehen werden.
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21.09.2004 11:10
Klasse Bericht und natürlich ein "sh" wert ;-) Greets Kevin