Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
superlecker, einfach zu machen, kann variiert werden |
| Kontra: |
nix . |
Es gibt Äpfel wie Sand am Meer... Boskop, Delicious, Granny Smith und so weiter... Aus Äpfeln kann man auch viel machen... Apfelsaft, Apfelwein, Apfelpizza, Apfelkompott, Apfelbrei, Apfeltrockenfrüchte, Apfelmüsli, Apfelnudeln, Apfelschnaps, Appel und Ei ;-) und eben meinen
++Apfelkuchen im Glas++
Kochen und Kuchen im Glas haben es mir angetan... es macht Spaß, man ist flexibel, kann seine Kreativität ausspielen, der Kuchen ist haltbar, schmeckt lecker und... das ist das wichtigste... der harry kann das auch *grinz*
Ich habe mir vor einiger Zeit ein Büchlein gekauft, das viele Varianten von Kuchen im Glas beinhaltet und das ist eine davon. Aber harry wäre nicht harry, wenn er nicht ein paar Eingriffe in das Rezept machen würde, denn einfach von der Stange ist mir nicht gut genug... das macht auch den Reiz meiner Marmeladen und Pestos aus, die ich herstelle ;-)
Und so gebe ich hier zuerst die Zutaten wieder, wie sie im Buch stehen, und dann meine Variante...
++Apfelkuchen mit Schuss++
Keine Angst, man braucht keine Waffe, um diesen Kuchen zu backen, ein wenig handwerkliches Geschick reicht...
Für ca. 4 Gläser a 250 Gramm benötigt man:
180 Gramm Butter
3 Eier der Größe M
180 Gramm Zucker
1 EL Calvados (ersatzweise Zitronensaft)
200 Gramm Mehl
1 TL Backpulver
3 mittelgroße Äpfel (600 Gramm)
1 Päckchen Vanillezucker
1 EL Puderzucker
2 EL Mandelblättchen
Öl für die Gläser
So, und nun meine Abweichungen:
- Statt Calvados nahm ich 80%igen Rum
- 50 Gramm Rosinen (in besagten Rum eingelegt)
- Statt normalen Zucker 50 Gramm echten Vanillezucker (selbst hergestellt) und 130 Gramm Rohrohrzucker braun
- den Saft einer Limone
- Zimt gemahlen
Und so einfach geht die Zubereitung:
Die Gläser mit dem Öl auspinseln und den Backofen auf 175 Grad vorwärmen. Das mache ich ausnahmsweise mal, normalerweise heize ich nicht vor.
Die Butter in einem Topf schmelzen lassen. Die Eier mit dem Zucker und dem Rum schaumig rühren. Mit einem Handrührgerät geht das sehr locker :-)
Das Mehl mit dem Backpulver mischen und unter die Ei-Zuckermasse geben. Den Zimt und en Saft einer halben Limone mit unterrühren und zum Schluss noch die Butter dazu geben. Ich nehme als Mehl den Wiener Griessler, der klumpt nicht und löst sich schön auf.
Wichtig ist, das Mehl und die Butter nicht mit dem Rührgerät unterschlagen, sondern mit einem Gummischlesinger oder einem Kochlöffel... denn die aufgeschlagene Eimasse soll ja luftig bleiben *lach*... also eine Schaumschlägernummer...
Dann die Äpfel schälen und vierteln. Kernhaus natürlich entfernen und Apfelwein draus machen *gg*. In etwas dickere Scheiben (ca. 1/2 cm dick) schneiden. Mit dem Rest LImonensaft beträufeln.
Den Teig ca. 2 cm ins Glas füllen, dann Äpfel und Rosinen einfüllen. Wieder Teig drauf, dann wieder Äpfel und Rosinen. Zum Schluss die obere Lage Äpfel wieder mit Teig bedecken und mit Zimt bestreuen. Ab damit in den Ofen... für ca. 40 Minuten, dann sollte der Kuchen fertig sein.
Wer ganz sicher gehen will, nimmt einen Holzzahnstocher und sticht in den Kuchen. Bleibt der sauber, ist der Kuchen fertig...
Im Orginalrezept werden nach ca. 20 Minuten noch die Mandelblättchen und der Puderzucker über den Kuchen gegeben. Das habe ich gelassen, denn die Mandelblättchen hätten keinen Halt auf dem Kuchen gehabt, so hoch ist der aufgegangen.
Nach 42 Minuten habe ich die Gläser (bei mir sind es 8 Gläser mit je 230 ml Inhalt geworden) aus dem Ofen genommen und kurz auskühlen lassen. Nach ca. 2 Minuten wurden die Gläser dann verschraubt und auf den Kopf gestellt. Dann ist man eigentlich schon fertig mit backen. Nach dem Auskühlen kann der Kuchen sofort gegessen werden.
++Dickmacher?++
Es muss jedem klar sein, das ich während einer Diät nicht in die Versuchung kommen sollte, so einen Kuchen auf einmal zu essen... denn Pro Glas kommt da einiges zusammen...
995 kcal sind es... dann noch 12 g Eiweiß, 59 g Fett, 105 Gramm Kohlenhydrate...
Mir ist das egal, ich lebe und esse das, was mir schmeckt... basta.
++Genuss++
Nun ist es soweit... der Genuss ist angesagt. Mit einem satten Ploppen ist das Glas offen und ich blicke auf lecker Kuchen. Himmlischer Duft kommt außerdem aus dem Innern. Uns läuft das Wasser im Mund zusammen und ich versuche, den Kuchen aus dem Glas zu heben.
Das ist garnicht so einfach, denn obwohl ich kräftig eingefettet hatte, will er nicht so leicht rausflutschen... *grummel*... also greife ich zu einem Messer und fahre am Rand entlang... nun gelingt es mehr oder weniger gut.
Optisch ist der Kuchen schon ein Hingucker... die Apfelschichten wechseln sich mit dem fluffigen Teig ab und schaut toll aus. Aber was nützt der tollste Anblick, wenn der Geschmack sch*** ist... denke ich bei mir und greife zur Kuchengabel...
Schwupps, ab in den Mund und.... ein herrlicher Geschmack macht sich im Mund breit... nach Apfel, Rosinen und herrlich leichtem Kuchen. Genießerisch verdreht nicht nur mein Schatz die Augen... auch ich bin begeistert. So lecker war schon lange kein Kuchen mehr...
++Fazit++
Das Rezept ist einfach, das Rezept ist gut. So schnell kann ein Fazit aussehen... ich überlege mir, ob ich diese Kuchensorten in meinem Onlineshop auch mit aufnehmen sollte... sagt Bescheid, wenn ich es machen soll....
Lecker, locker, einfach gut... so kann ich mit gutem Gewissen 5 Sterne geben und mich wieder mal über Ciao wundern, das mich heute immer wieder mal rausschmeißt...
Danke für alle Lesungen und Kommentare, es grüßt Euch Euer harry.